Schnauze voll!

Eigentlich hatte ich vor, die nächste Zeit bevorzugt positive Einträge zu schreiben. Die Dinge, die mich die letzten exakt 19 Jahre im Job gehalten haben. Ja, richtig gelesen. Mein Taxischein hat heute seinen 19ten Geburtstag. Unglaublich, fast mein halbes Leben…

Hätte ich gerne gemacht. Aber die letzte Woche war einfach nur… Mir fehlen echt langsam die Worte.

Am Dienstag stieg ein Typ am Westerntor ein. Machte direkt einen recht aggressiven Eindruck, der aber auf irgendwelche Vorfälle zuvor zurückzugehen schien. Es sollte zum Geldautomat und nach Borchen gehen. Geld ziehen klappte auch noch einigermaßen. Aber seine Aggressivität wurde von Sekunde zu Sekunde schlimmer. Schon auf der Ausfallstraße in Richtung des von mir nicht sonderlich geschätzten Bergdorfes wurde er persönlicher. Beschimpfte und beleidigte mich, drohte Schläge an.

Über Funk bat ich die Kollegen, mir in 5 Minuten die Polizei zur genannten Zieladresse zu schicken, falls ich mich nicht zurückmelde. Für einen kurzen Moment wurde er ruhiger, gab mir einen Geldschein:

“Damit Du keine Angst mehr hast!”

Am Ziel wurde ich noch wüster beleidigt, er wolle mich totprügeln… Einen Schlag versuchte er, ich konnte ihn mit dem Arm abwehren. Dann wurde ich noch angespuckt und er verließ irgendwann das Taxi. Versuchte dabei aber, den hinterm Lenkrad deponierten Schein an sich zu reißen. Kurz zur Vergegenwärtigung: Ich habe die ganze Fahrt über extrem ruhig und deeskalierend mit ihm geredet. Sowas kommt in unserem Job schonmal vor, bisher ging es eigentlich immer gut. Die meisten aggressiven Kunden steigen irgendwann glücklich zuhause aus und schmeißen allerhöchstens mit Trinkgeld um sich…

Alles in allem dürfte das bei einem humorlosen Richter trotz massivem Drogen- oder Alkoholkonsum für eine empfindliche Strafe ausreichen. Egal, ich war einfach nur froh, daß ich mit blauem Flecken am Arm rausgekommen bin. Anzeige hab ich nicht erstattet. Er muß in Borchen leben. Das reicht eigentlich.

Die nächste Schicht brachte mir einen Anrufer aus der Stadtheide ins Auto:

“Machste 5 Euro zur Zentralstation?”

Nö, hab ich nicht gemacht. Und sein ständiges Nachbohren, warum ich denn nicht endlich den Taxameter abstelle hab ich ruhig und gebetsmühlenartig beantwortet. Weil ich garantiert bei so einer kurzen Fahrt keine 30% Rabatt gebe. Selbst dann nicht, wenn es nicht illegal wäre.

Kurz vorm Ziel ließ er mich an den Straßenrand fahren, riß die Tür auf, schmiß 5 Euro ins Taxi und wollte wegrennen. Ich rolle mit offenen Fenstern neben ihm her, alarmiere per Funk die Kollegen, das Stichwort “Polizei” fällt.

Er kommt zum Fenster, zahlt den Restbetrag unter Flüchen und niveaulosesten Beleidigungen. Und haut mir im weggehen auf den anderen Arm…

Danach kam ein momentan aussergewöhnlich langes Wochenende.

Zwei Tage! Am Stück!

Der Donnerstag war katastrophenfrei, alles prima.

Freitag fing auch super an, ein paar alte Freunde wieder getroffen.

In den frühen Morgenstunden laufe ich aus dem Ükern den runden Kilometer nach Hause. Über den Maspernplatz und dann auf dem Fußgängerweg neben dem Paderwall entlang (hier mal die Route für die Neugierigen).

Auf Höhe der Paderstraße werde ich aus ein paar Metern Entfernung von hinten angequatscht. Ein junger Bursche, Anfang bis Mitte Zwanzig, schlank und rund 185cm groß ruft hinter mir her. Nur im hellen T-Shirt, wallendes, schulterlanges Haar. Ich solle doch mal stehen bleiben. Mein unangenehmes Gefühl, grade an der einzigen Stelle angesprochen zu werden, die von der Straße uneinsehbar ist, trieb mich zur Eile. Hätte ich gewusst, wie es weitergeht, wäre ich gerannt. So hab ich nur die Schrittzahl erhöht und versucht ins Sichtfeld der Autofahrer zu kommen, ohne auffällig dabei zu sein.

Nach ein paar Sekunden hatte er mich eingeholt und begann Smalltalk. Wo denn McDonalds wäre, wo ich denn hinwolle, wer ich denn sei…

Ich bin nicht weiter drauf eingegangen, bin einsilbig weitergelaufen.

Dann kam er mit seinem echten Anliegen raus. Riß mich am Ärmel meiner Jacke zurück…

“Ich bin ein harter Junge aus Hamburg. Gib mir 20 Euro oder ich hau Dir auf die Fresse.”

Bekommen hat er nichts. Ich dafür die Schnauze voll. Die Brille flog meterweit über den Bürgersteig. Als ich am Boden lag, ließ er von mir ab, griff sich eine leere Zigarettenschachtel, die mir aus der Tasche fiel und rannte weg. Die sofortige Fahndung der Polizei verlief wohl bisher erfolglos…

Gesamtschaden. Eine leicht verkratzte Brille (die ich dank der Beamten schnell wiederfand), eine zerrissene Jacke und ein paar Beulen an Schläfe und Backe. Kauen tut grad etwas weh, aber ansonsten bin ich unversehrt rausgekommen.

Und so langsam leidet auch mein Vertrauen in die Menschheit drunter. Genau das, was ich nie wollte. Ist einfach scheiße, wenn man bei jedem Einsteiger auf eventuell verdächtiges Verhalten achtet, regelrecht danach sucht. Und den Knopf des Taxialarms schon fast zwanghaft alle paar Minuten erfühlt…

31 Antworten zu “Schnauze voll!”

  1. Pascal B. sagt:

    Oh mann…. komischerweise ist es bei uns auch nicht besser. Fahre zwar kein Taxi mehr, als Chaufeur, aber in den Kneipen und Strassen geht es genauso rund wie von dir geschrieben. Einfach nur traurig was momentan los ist. Gute Besserung Thorsten.

  2. Claudia sagt:

    Auweia! Ich wünsche dir viele positivere Erfahrungen in Zukunft.
    Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, zumindest in Bezug auf das Taxifahren vermehrt nach Alternativen Ausschau zu halten?
    Auf jeden Fall erstmal ruhige und entspannte Weihnachts- und Silvestertage für dich!
    Claudia

  3. Der Maskierte sagt:

    Autsch, das war aber eine echte Pechsträhne. Ich wünsch dir gute Besserung.

  4. Benny sagt:

    Tja, was soll man dazu sagen? Ein gewisses Grundvertrauen ist in deinem Job wohl notwendig. Wenn das nicht mehr da ist, wird jeder Fahrgast erst mal zu eine psychologischen Belastung. Die Frage scheint die zu sein:
    Lässt du die schlechten Erfahrungen der letzten Wochen und Monate deine Sicht auf die Menschen bestimmen, oder orientierst du dich eher an dem was du über viele Jahre zuvor erfahren hast?

    Grundsätzlich bin ich ebenfalls der Meinung das die Welt auf einen wesentlichen Teil ihrer Bevölkerung verzichten kann. Aber ist dieses Bild wirklich zutreffend oder handelt es sich um die Sicht von Leuten die gerade in den Abendstunden so ihre negativen Erfahrungen gesammelt haben?
    Was ich schwierig finde ist der Umstand, das du eigentlich zwei Sichtweisen brauchst. Du musst bewerten können, ob du dich in deinem Job noch wohl fühlst. In einem Job, der natürlich aufgrund seiner Natur ein erhöhtes Risiko für solche Situationen birgt. Aber auch ein Job, der vielleicht einzigartig ist wenn es um Dankbarkeit und außergewöhnliche Geschichten geht…

    Ich wünsche dir gute Besserung und vor allem genug Ablenkung um wenigstens über die Feiertage abschalten zu können…

  5. Wolfy sagt:

    Auweia… Torsten, ich glaube du brauchst einen Bodyguard. Oder mal wieder etwas mehr “Glück” – und wenn es das nicht ist, dann eben “Normalität”. Würde an sich ja auch schon reichen. :(

  6. Mic sagt:

    Oh, Torsten, das liest sich gar nicht gut! Irgendwie ist die Zeit rund um Weihnachten die Phase, in der alle Menschen irgendwie durchdrehen – aus den verschiedensten Gründen. Dass es dich mit so geballter Wucht erwischt hat ist ausgesuchtes Pech.

    Ich wünsche dir trotzdem schöne Feiertage und dass du bei den nächsten Schichten wieder bessere (vielleicht auch wirklich nur “normale”) Erfahrungen sammeln wirst!

  7. Hannah sagt:

    Halleluja, hat es dich da aber erwischt! Es kann im neuen Jahr ja fast nur besser werden, deswegen: schöne Feiertage und ein gutes neues Jahr!

  8. daniel sagt:

    Gute Besserung,

    ich hoffe die Nicht-Honks überwiegen..in Zukunft.

    Ahoi D.

  9. Marc K. sagt:

    Willkommen in der “Großstadt” Paderborn. Das ganze ist nicht mehr schön… Aber auch nicht zu ändern, denn bei der Erziehung derjenigen die das machen haben die Eltern wohl versagt und was meint ihr was diese Typen machen – Evtl. setzen sie Kinder in die Welt und erziehen sie dann genauso…
    Vielleicht wäre der Weltuntergang doch besser gekommen….

  10. Phillipp sagt:

    Das Verhalten ist zu 100% das, was er wollte. Du bist nicht aggressiv in seine Richtung vorgegangen und hast dirch selber zum Opfer gemacht. Dieses Rollenspiel ist typisch für die Einleitung einer solchen Situation. Im Wing Tsun beispielsweise beginnt das Selbstverteidigungs-Training damit, den Aggressor in die Defensive zu drängen, denn er möchte ein Opfer finden (und das Rollenspiel verifiziert, ob er ein Opfer oder ein Täter gefunden hat). Also: laut sprechen, Hände hochnehmen, Handflächen zum Gegner, Brust raus, Kopf hoch, kurz vor seinen Aktionsradius gehen (auch um von der Distanz in die “Reiss”-Distanz zu kommen), dann wird er ablassen (sofern das kongruent rüberkommt)…

  11. Evelyn sagt:

    Oh man das klingt echt nicht gut :( solche Assis. Alles Gute an dich!

  12. ednong sagt:

    Auha,
    das klingt ja gar nicht gut. Allerdings glaube ich nicht, dass du nach diesen Geschehnissen pauschal die Welt verurteilen kannst ;)

    Du hast leider immer solche und solche. Da wirst du nichts dran ändern können. Also behalt das Grundvertrauen in die Menschheit und das Gute im Menschen bei.

    Und klar, beim Fahren mußt du Abwägen können. Verfeinere deine Methoden – aber pack nicht pauschal 30 % Angst dazu. Das wird dem nicht gerecht. Die Vorschläge von Phillipp finde ich interessant – vielleicht in dieser Richtung einen Kurs machen, so daß du dem Angreifer entsprechend auftreten kannst und diesen von seiner Absicht abbringst.

    Und nicht verzagen. Liegt wahrscheinlich auch mit an der Weihnachtszeit. Du fährst schon 19 Jahre. Das ist schon ne Menge. Da hast du sicher auch einen Riesenmenge an positiver Erfahrung gesammelt – sonst wärst du nicht so lang am Fahren. Das wird wieder.

  13. Stefan sagt:

    Das Verhalten ist zu 100% das, was er wollte. Du bist nicht aggressiv in seine Richtung vorgegangen und hast dirch selber zum Opfer gemacht. Dieses Rollenspiel ist typisch für die Einleitung einer solchen Situation. Im Wing Tsun beispielsweise beginnt das Selbstverteidigungs-Training damit, den Aggressor in die Defensive zu drängen, denn er möchte ein Opfer finden (und das Rollenspiel verifiziert, ob er ein Opfer oder ein Täter gefunden hat). Also: laut sprechen, Hände hochnehmen, Handflächen zum Gegner, Brust raus, Kopf hoch, kurz vor seinen Aktionsradius gehen (auch um von der Distanz in die “Reiss”-Distanz zu kommen), dann wird er ablassen (sofern das kongruent rüberkommt)…

    Tut mir leid, das ist Unsinn. Viele der Aggressiven die nachts und betrunken unterwegs sind suchen Herausforderung und Prügelsport. Da führt dein dominantes Auftreten zum Gegenteil.

  14. David sagt:

    Mal im Ernst, auch wenn man gegen Gewalt ist, kann es von Vorteil sein, sich verteidigen zu können. Du könntest dich mal bei einem überblick-habenden Kampfsportler deines Vertrauens erkundigen, was für eine Kampfsportart du mal über die nächsten Jahre erlernen könntest.

    Damit du auch sitzend agieren kannst, du fährst ja nun mal viel, wäre etwas Armlastiges sinnvoll, z.B. wing tsun. Du musst nicht mal unglaublich gut darin werden, es muss nur reichen, dass du mehr kannst als die meisten anderen und das auch ausstrahlst. Mutmaßlich greifen dich ab da sowieso nur noch sehr, sehr wenige an. Die beste Kampfsportart ist bekanntlich die, die nicht eingesetzt wird.

    Und wenn dir doch noch mal einer die Brille runterschlägt, kriegt der wenigstens eine Gegenleistung für sein Engagement. Zusammen mit ein paar Festhaltegriffen läuft der dann auch nicht weg, bis die Polizei da ist.

    Oh, und einen Vorteil hast du garantiert davon, und zwar Ärgerunabhängig: Es hält einfach fit, denn jeder gute Trainer wird mit dir Konditions- und Reflex- und Falltraining machen. Kann man immer brauchen, wer ein Falltraining hatte, tut sich eben bei jedem Fall deutlich weniger weh, egal ob er selbst doof war oder gerade angegangen wird.

  15. Volker sagt:

    “Mal im Ernst, auch wenn man gegen Gewalt ist, kann es von Vorteil sein, sich verteidigen zu können. Du könntest dich mal bei einem überblick-habenden Kampfsportler deines Vertrauens erkundigen, was für eine Kampfsportart du mal über die nächsten Jahre erlernen könntest. ”

    Das dürfte nichts bringen. Nicht jeder ist der Typ dafür, sich bei Bedrohung körperlich zur Wehr zu setzen. Ich hab selber jahrelang Kampfsport betrieben und so manchen Sportskameraden erlebt, der trotz eines blauen Gürtels in Teak Won Do bei jeder Disco-Klopperei den Kürzeren gezogen hätte. Umgekehrt kenne ich auch Leute, die ohne je trainiert zu haben gut zulangen können und gegen so manchen Kampfsporterprobten die Oberhand behalten würden, wenn es nach “Straßenregeln” hart auf hart kommt.

    Es müssen mehrere Faktoren zusammenkommen, um sich gegen einen Überfall, wie Torsten ihn erlebt hat, “erfolgreich” wehren zu können. Und so wie ich Torsten vom Blog her einschätze, ist er gar nicht der Typ, der mit der notwendigen Aggressivität einen Angreifer umhauen kann.

    Wie auch immer: Torsten, alles Gute und ein glückliches Weihnachtsfest!

  16. Alex sagt:

    Mein Beileid, scheiss Erlebnis!

  17. Bernd sagt:

    ´Ednong´ hat schon recht, wenn er schreibt:”Es gibt solche und solche”. Leider nützt das dem einzelnen nicht allzuviel, wenn ihm von 100 Leuten 99 freundlich zulächeln und vom letzten kriegt er die Fresse voll. Vielleicht sollte man ab und zu bei Sicherheitsreformen nicht immer gleich über den “Polizeistaat” polemisieren. Der wäre vielleicht für solche Gelegenheiten gar nicht so schlecht.

  18. Andi sagt:

    Hy,

    ich hatte in meiner aktiven Fahrerzeit immer ein Dose Pfefferschaum dabei.

    Pfefferschaum bietet den Vorteil, dass dem “Ziel” durch den Schaum eine Sichtbehinderung wiederfährt. Außerdem kann man das Ziel sehr gut anvisieren, da Trefferstellen durch den Schaum gut sichtbar sind. Das Zeug kommt nicht als Nebel, sondern als konzentrieter Strahl aus der Büchse und eignet sich daher besonders gut für die Anwendung in Räumen und Fahrzeugen.
    Ein Nachteil bei der “Outdoor-Anwendung” ist, dass möglicher Wind die Reichweite einschränkt.

    Hat mir auch schon so die eine oder andere Blessur erspart.
    Wie gesagt. Das Zeug brennt wie Feuer (Selbsttest) in den Augen und auf den Schleimhäuten von Nase und Mund. Der Angreifer sieht erst vor lauter Schaum und anschliessend vor lauter Tränen nix mehr was dir die Chance gibt dich in Sicherheit zu bringen bzw. ihn direkt in die Flucht schlägt.

    Gruß von einem (Ex-)Kollegen aus dem Rhein-Main-Gebiet

  19. Andi sagt:

    Ach so.
    Es kostet so um die 20 Talerchen was einem die (eigene) Sicherheit allerdings wert sein sollte.

    Vielleicht kannst du ja mal deinen Chef oder die Kollegen zwecks Sammelbestellung (möglicher Rabatt) anquatschen

  20. Martin sagt:

    Fahre zwar Taxi nur als Kunde, aber solche Aktionen auf der Strasse kenne ich. Nicht nur in Deutschland. Bislang hat mir dabei immer ein paar spezielle Lederhandschuhe geholfen. Wenn mich jemand von hinten anquatscht oder verdächtig nahe kommt (in einsamen Umgebungen), reichte es bislang immer, einfach energischen Schritt beizubehalten und nebenbei die Handschuhe anzuziehen. Spätestens beim nächsten Griff in die Jacke und ruckartigem Stehenbleiben war Ruhe und hinter mir gehende waren sehr unbeteiligt und gingen in andere Richtungen weg.

  21. derHeiko sagt:

    Ich bin selber mehrfach überfallen worden und auch wenn man es sich ausredet, man wird irgendwann Paranoid, wenn man sich damit nicht auseinander setzt.

    Psychologen helfen das nicht viel. Die Welt ist schlecht, das brauch man dir auch nicht mehr schön zu reden.

    Was mir geholfen hat, war Krav Maga – bzw. ein ordentlicher Selbstverteidigungskurs.

    Seit dem sind mir solche Situationen wieder passiert, aber ich bin heile raus.

    Es wird nicht besser, aber du kannst zumindest lernen damit umzugehen.

  22. Torsten Bentrup sagt:

    Ganz, ganz herzlichen Dank für Eure Kommentare. Vieles, über das ich nachdenke.

    Drüben bei Facebook hab ich schon kurz angemerkt, daß mir das verbloggen auch hilft. Hier war es wieder so. Die grade zuende gegangene Nachtschicht war äusserst entspannt mit vielen netten Fahrgästen. Und in den nächsten Tagen antworte ich auch auf einige Vorschläge ausführlich, dann als neuer Eintrag. Das würde den Rahmen eines Kommentars sprengen.

    Danke und habt eine tolle Weihnachtszeit!

  23. Chris sagt:

    Abartig! Es gibt gewisse Dinge die macht man einfach nicht, dazu gehört einem Taxifahrer an die Wäsche zu gehen. Ich sage bestimmt nicht nein wenn einer um Prügel bettelt aber Taxi- Busfahrer etc lässt man in Ruhe!
    Ich würde es begrüssen wenn Du solche Typen konsequent anzeigst, vielleicht lernen sie was wenn sie mal 12 Monate bei den wirklich bösen Jungs als Matraze dienen dürfen!
    Und komm nicht auf den Gedanken mit Tränengas. Ich z.B., bin immun dagegen und im geschlossenen Fzg kann das auch für dich dumm ausgehen…

  24. dingens sagt:

    Damned. Das war jetzt nicht das, was man von dir zu Weihnachten lesen wollte. *tröst*

  25. Conny sagt:

    Moinsen und erstmal gute Besserung für die Blessuren!

    Volker schrieb hier den entscheidenden Satz- nämlich dass Thorsten nicht der Typ ist, der ordentlich zuschlägt, wenn er angegriffen wird.
    Man mag es glauben oder nicht: Täter suchen Opfer, keine Gegner.
    Wer schon von vorneherein ausstrahlt, dass er den Angreifer nicht zu Brei schlagen wird, wird prozentual gesehen öfter angegriffen.

    Ein entsprechender Kurs im Bereich Selbstverteidigung und eine Veränderung des Auftretens wirkt wahre Wunder.
    Selbstverständlich kann auch das alles nix mehr helfen, wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt.

    Im Bereich körperlicher Gegenwehr empfiehlt es sich, so effektiv zu agieren, dass mit dem Erstschlag der Kampf entschieden ist und der Gegner sich verzieht.

    Und ja, ich weiß (als Frau) durchaus, wovon ich spreche.

    Eins ärgert mich schon allein aus beruflichen Gründen: wieso werden Täter nicht konsequent angezeigt?!
    Man sollte neben der Tatsache, dass steter Tropfen den Stein höhlt, nicht unterschätzen, wie positiv sich eine Anzeige für das Opfer mental auswirkt.
    Bitte- sollte sowas mit Beleidigung, Körperverletzung, versuchtem Diebstahl nochmal vorkommen: 110 und ab dafür!

    Pfefferspray wurde schon erwähnt- wenn, dann bitte griffbereit in der Manteltasche mitführen und nicht ganz unten im Rucksack.

    Es kann auch sehr hilfreich sein, den potenziellen Angreifer dergestalt anzubölken, dass er in dir kein Opfer sieht. Das muss aber volles Pfund kommen! Sowas halbherziges bringt rein gar nix. Zudem kann entsprechender Lärm auch andere Personen aufmerksam machen und versetzt einen selbst in eine Kampfstimmung.

    In diesem Sinne- wünsche dir, dass sowas nicht mehr vorkommt.

    Schöne Weihnachten,
    Conny

  26. Mariha sagt:

    @conny: weil du ewig auf die polizei wartest, anzeige erstatten, vorgeladen wirst, usw. usf.. Was am Ende bei rauskommt? Bis auf dass die Täter am Ende womöglich deine Adresse haben und du in der Zeit kein Geld verdient hast, nullkommanix. Wird doch eh eingestellt, wegen geringfügigkeit.

    Ach Torsten, das ist ja echt übel, mir gehen gleich die Augen über.
    Komm zu uns, hier ist es friedlich :-)

    Wenn schon ein Fahrer bei euch so eine extreme Häufung hat, will ich dann doch irgendwie nicht wissen, wie das insgesamt aussieht bei euch.

  27. Tobi sagt:

    Ich verstehe deinen Unmut, es ist Extrem was manche ‘Mitmenschen’ sich erlauben und wie ihre Denkweise (sofern noch vorhanden) ist.
    Persönlich kann ich dich komplett verstehen, ich selbst bin bei der Feuerwehr und wir dürfen uns auch Beschimpfungen anhören, wenn wir kommen um zu helfen aber auch Gewalt dürfen wir erfahren.

    Es ist Schade, das es so viele Dinge gibt die getan werden und jedem anderen Schaden – Gerade in der heutigen Zeit!

  28. Silmarillion sagt:

    Oh Mann – es häuft sich aber in letzter Zeit in Deinem Blog! Krieg bissl die Wut, dass solche Typen einfach so davonkommen :( ((
    Was ich nett fand:
    “Er muß in Borchen leben. Das reicht eigentlich.”
    ;)

  29. Conny sagt:

    Zum Mariha: das “ewig” warten stimmt so nicht, besonders dann nicht, wenn Leib (und Leben) in Gefahr sind. Zudem darf man sich dann auch nicht beschweren, dass solche Typen immer noch ungeschoren durch die Gegend laufen und weitermachen. Stumpfes Aushalten der Straftaten kann wohl kaum die Lösung sein- es sei denn, man ist gerne Opfer (was wohl niemand gern ist!).
    Wie Urteile zustande kommen, ist ein Kapitel für sich. Manchmal ist “noch nicht genug”auf dem Kerbholz, um wirklich eine empfindliche Strafe zu verhängen.

    Man darf aber eins nicht vergessen: wenn in einer Stadt (angeblich) “keine” Straftaten passieren – weil eben “nix” angezeigt wird, dann wird es auch weniger Polizeibeamte dort geben. Der Bedarf ist ja scheinbar nicht vorhanden. Sprich: mutigeres Anzeigeverhalten der Bürger führt dazu, dass mehr Polizisten dort eingesetzt werden. Demnach können mehr Polizisten Streife fahren, sind noch schneller am Einsatzort etc.
    Also… ;-)

    Aber nochmal zum Raub: bei so einer schnellen Entwicklung empfiehlt es sich durchaus nicht, den Helden zu spielen, aber ich nehme an, dass das ohnehin niemand vorhat.

    Noch ein Tipp am Rande: die örtlichen Polizeidienststellen haben ein Kommissariat Vorbeugung, bei dem man sich beraten lassen kann. Einfach mal Kontakt aufnehmen.

    Grüße und hoffentlich eine ruhige, friedliche Zeit,

    Conny

  30. Chris sagt:

    @Conny,
    gute und vor allem wahre Worte! ICH würde so Typen nicht davon kommen lassen. Wer weiß wann die Hemmschwelle so tief ist das er einen tötet? Ein Jahr bei den großen bösen Jungs auf 4 qm haben schon so einige zur Besinnung gebracht. Muß übel sein wenn man Tagelang nicht richtig sitzen oder liegen kann….

  31. Vermischtes » gestern-nacht-im-taxi.de sagt:

    [...] weniger als den besten Grund ever gefunden, an Heiligabend Taxi zu fahren, auch wenn ihn sonst eher üble Geschichten beschäftigen. Neben den Links geht hier vor allem ein aufrichtiges Beileid nach [...]

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