Gurte Argumentation
Diejenigen, die im letzten Beitrag schon meine Erwiderungen auf die Gurtverweigerungssprüche geraten haben, lagen fast ausnahmslos richtig. Alles schon so oder so ähnlich über meine Lippen gekommen.
Eigentlich achte ich bei Fahrgästen schon seit ich mich erinnern kann auf die Anschnallerei, den ersten Eintrag zum Thema hier im Blog gabs dann auch schon im September 2006.
Aber seit dem Unfall am Karfreitag bin ich da richtig penetrant geworden. Früher war es halt nur die einmalige Aufforderung, sehr betrunkenen Fahrgästen und erst recht Kinder natürlich ausgenommen. Da bin ich in der Pflicht, die können nicht wirklich sinnvoll für sich selbst entscheiden.
Inzwischen mach ich es mehrstufig.
Zuerst die einfache Aufforderung. Die allermeisten brauchen dann auch keine weitere Überzeugung. Viele haben es wirklich nur vergessen und reagieren oft schon, wenn ich den Gurt anlege oder entschuldigen sich höflich, weil ich sie erst auffordern musste.
Wenn es dann immer noch nicht “klick” macht, kommen die Argumente:
-Die Polizei ist heute viel unterwegs, das kostet Euch 30 Euro pro Person.
-Du verletzt oder tötest auch andere, wenn Du bei einer Vollbremsung oder einem Unfall durchs Auto fliegst.
-Denk bitte auch an mich. Wenn Du in meinem Auto stirbst, muß ich damit leben. Keine Ahnung, ob ich das könnte, ausprobieren will ich es auf jeden Fall nicht.
Die allerletzten Uneinsichtigen bekomme ich dann mit zwei Methoden, jeweils auf die Herkunft abgestimmt.
Den britischen Soldaten erzähle ich einfach, daß ich mal ausprobieren will, wie schnell man mit 170 PS innerorts werden kann, kleine Variationen (Rennen mit Kollegen, Wette, lukrative Fahrt wartet) sind möglich.
Die deutschen Fahrgäste krieg ich dann mit dem Spruch: “Aus Versicherungsgründen!”. Das funktioniert immer.
Auf die Weise hab ich in den letzten Monaten nur zweimal keinen Erfolg gehabt. Kurze Strecke, Beförderungspflicht und ich bin absichtlich immer deutlich unter den Tempolimits geblieben. Wer nicht einsichtig ist, braucht halt länger für den Heimweg.
Zur Sinnhaftigkeit der Gurtpflicht hab ich übrigens vor ein paar Wochen ein “interessantes Experiment” (großklickbar) gemacht:
Ich war grade gemütlich auf der Detmolder Straße Richtung Bad Lippspringe unterwegs, der Abholtermin lag noch 15 Minuten in der Zukunft. Kurz vorm Diebesweg wird Tempo 70 angesagt. Während ich beschleunige, huscht von rechts ein Schatten durch den Scheinwerferkegel, ein Knall und die E-Klasse beginnt mit ihrer Arbeit.
Es war mächtig beeindruckend.
Bevor ich auch nur bewusst reagiert habe, war ich schon am vollbremsen. Der Bremsassistent hat mächtig in die Eisen gehauen, bereits als ich ruckartig vom Gas ging, hat der Wagen die Bremsbeläge (doppelt geändert, sind natürlich keine Bremsbacken oder Quittungen, TB) an die Scheiben gedrückt. Der Gurtstraffer hat mich mit richtig Kraft in den Sitz gedrückt. ESP hat für die Spurstabilität gesorgt und natürlich hatte ich dann beim Stillstand schon die Warnblinkanlage am blinken. Alles automatisch, alles perfekt. Die Airbags wurden sinnvollerweise nicht ausgelöst, der Schaden war trotzdem deutlich vierstellig.
Der Rehbock hat leider nur noch einmal kurz gezuckt und ist dann an der Unfallstelle verstorben. Wäre ich oder ein eventuelle Beifahrer nicht angeschnallt gewesen, allein die Wucht des Bremsassistenten hätte für schwere Verletzungen gereicht.
Wenige Tage später kam ein Fahrer der “Gelben” in eine ähnliche Situation, ich zitiere mal den Polizeibericht:
Am Sonntag, den 03. Mai, gegen 05:15 Uhr, befuhr ein Taxi die Detmolder Straße von Marienloh in Richtung Paderborn. Kurz vor der Kreuzung Diebesweg/George-Marshall-Ring wechselte ein Reh über die Fahrbahn. Der 22 jährige Taxifahrer führte ein Ausweichmanöver durch und kam dabei ins Schleudern. Anschließend überschlug sich das Taxi mehrfach und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Hier prallte das Taxi gegen eine Straßenbaumaschine, die im dortigen Baustellenbereich des im Bau befindlichen Radweges abgestellt war. Der Fahrgast im Taxi, ein 27 jähriger Soldat der britischen Rheinarmee, wurde bei dem Unfall schwer verletzt in ein Paderborner Krankenhaus gebracht. Er verbleib dort stationär. Der Taxifahrer blieb unverletzt. Am Taxi entstand Sachschaden von ca. 12.000, – €.
Besagter Fahrer ist übrigens ein paar Tage vorher unangenehm aufgefallen. Ein Fahrer eines anderen Unternehmens verweigerte die Beförderung eines nicht sicherbaren Kindes, für das Alter war schlicht kein Kindersitz greifbar.
Den “Gelben” hat das nicht gestört: “Mir doch egal!”

25. Juni 2009 um 07:38 Rüsin(Quote)
“Bremsbacken an die Scheiben”
kein Wunder, dass das Tier keine Chance hatte
25. Juni 2009 um 07:44 Blogolade(Quote)
Habt ihr eigentlich in der Zentrale Kindersitze für jede Altersgruppe, sodass man bei der Taxibestellung entsprechend reagieren könnte?
Ich habe mich schon mehrfach gefragt was ist, wenn ich aus irgendeinem Grund ein Taxi brauche, während ich mit meiner Tochter (1,5 Jahre, Kindersitz Gruppe I, 9-18 Kilo) unterwegs bin.
25. Juni 2009 um 08:08 Torsten Bentrup(Quote)
@Rüsin: Menno, die Bremsscheiben natürlich!
@Blogolade: Sitzerhöhungen sind in nahezu allen Mercedes-Taxen direkt ab Werk aus der Rücksitzbank rechts und links ausklappbar, kostet beim Neukauf mit Taxipaket nicht mal Aufpreis. Wir haben in den meisten Wagen auch noch eine dritte Erhöhung aus Styropor im Kofferraum.
Rein rechtlich muß eigentlich (auf Bestellung mit Hinweis auf das mitfahrende Kind) so etwas im Taxi sein, allerdings nur für zwei Kind, davon wiederum nur eines für Angehörige der “Gruppe I”.
In der Praxis sollten Eltern jede Sicherung, die über die Minimalanforderung “Sitzerhöhung” hinausgehen soll, selbst mitbringen. Sowas hat man als Elternteil ja eh und würde man sowas grundsätzlich in jedem Taxi mitschleppen, wäre es manchmal ziemlich knapp mit dem Kofferraumvolumen. Ich würde übrigens für die Nachtschicht schätzen, daß höchstens bei jeder 50ten Fahrt ein Kind mitfährt, daß speziell gesichert werden muß. Ab 12 Jahre oder 150 cm Körpergröße sieht der Gesetzgeber sowas auch nicht mehr vor.
Also am besten selbst vorsorgen oder telefonisch bestellen und nachfragen. Viele Firmen haben dann in den Zentralen entsprechende Rückhaltesysteme, die bei Bedarf vom Fahrer geholt werden.
25. Juni 2009 um 09:36 Max(Quote)
“ESP hat für die Spurstabilität gesorgt”
Ist für die Spurstabilität beim Bremsen nicht ABS verantwortlich? ESP kümmert sich doch um die Spurstabilität in den Kurven.
25. Juni 2009 um 09:41 ArminF(Quote)
…ist das n Stück Reh am rechten kleinen Frontscheinwerfer?
interessante Schilderung übrigens, was dann die E-Klasse so alles macht. War mir so nicht bekannt!
25. Juni 2009 um 09:42 Matthias(Quote)
“Der Rehbock hat leider nur noch einmal kurz gezuckt und ist dann an der Unfallstelle verstorben.”
Warum leider?
So gibt es keinen Ärger mit der Versicherung…
25. Juni 2009 um 09:58 DeserTStorM(Quote)
Hm 170PS im Taxi? Das ist wirtschaftlich?
Gut reagiert mit dem Reh / Bock. Die meisten versuchen auszuweichen und landen dadurch im Graben oder am Baum, was meistens sehr viel schlimmere Folgen mit sich bringt, als wenn man das Tier “trifft”.
Also ich lasse Leute, die sich weigern sich anzuschnallen, wieder aussteigen. Spätestens dann sitzt der Gurt
25. Juni 2009 um 10:01 milliway42(Quote)
Nein, ABS sorgt nur dafür, dass die Räder nicht blockieren und damit nicht mehr lenkbar wären. Blockierende Räder rutschen nur noch gerade aus, eine Lenkbewegung (z.B. um Auszuweichen) ist dann nicht mehr möglich. Das ABS unterbricht die Vollbremsung für den Bruchteil einer Radumdrehung, wenn das Rad zu blockieren droht. In der Spur hält das Auto das ESP.
Eine Frage hätte ich aber schon: Es gibt zwar die Beförderungspflicht – aber muss der Fahrer eine Ordnungswidrigkeit begehen, um dieser Nachzukommen!? Kann doch eigentlich nicht sein, oder!? Für mein Verständnis könnte der Mitfahrer, der sich nicht anschnallen will. vor die Tür gesetzt werden!
25. Juni 2009 um 10:31 Ly(Quote)
Ich fahre in RLP als Frau, und jedem Fahrgast der eine Assoziation hat wie die, die hier gerade als Spam gegeben wird, der bekommt schlimmstenfalls paar links paar rechts oder mittenrein getreten. Das sind nur Not auch die Fahrgäste wo ich froh bin, als Alternative Maßnahme, wenn sie NICHT angeschnallt sind. Grmpf.
(Sorry Ly, der Kommentar von Monik war Spam für eine nicht jugendfreie Seite, hab ich löschen müssen, TB)
25. Juni 2009 um 10:46 BRV-Christian(Quote)
@milliway42: wenn sich der Fahrgast partou nicht anschnallen will, dann begeht der Taxifahrer keine Ordnungswidrigkeit. Sollte er angehalten werden, ist im Gegensatz zum Privatwagen, der Fahrer nicht mit haftbar. Die Strafe zahlt der Fahrgast alleine.
Ich hatte vor ein paar Monaten einen Zusammenstoß mit einem kleinen Wildschwein. War eine ganze Gruppe, die kurz vor mir über die Straße gehuscht ist, Mutter und das erste kleine sind noch vor mir rüber gekommen, das dritte Schwein hab ich dann leider erwischt. Zu dem Zeitpunkt stand ich schon voll auf der Bremse.
Es ist einfach ein scheiß Gefühl, wenn man gar nichts mehr machen kann und weis, das es gleich knallt.
Aber ich will gar nicht wissen, was passiert wäre, hätte ich die Sau frontal erwischt. Zumal ich keine unserer E-Klassen sondern einen Vaneo dabei hatte.
25. Juni 2009 um 12:28 Donalbain(Quote)
“Am Taxi entstand Sachschaden von ca. 12.000, – €.”
12.000€??? Haben bzw. hatten die “Gelben” überhaupt einen Wagen, der einen solch hohen Wert besitzt bzw. besaß? Wenn ich mir die Autos da so anschaue, habe ich starke Zweifel daran!
Ein Kollege meinte dann jedenfalls auch was von 7.000€ und davon, dass der Fahrer die Schadenssumme in voller Höhe selbst tragen müsste…zumindest zutrauen würde ich es den “Gelben” ja.
25. Juni 2009 um 13:26 MUD(Quote)
@ Donalbain
Recht hast du! Ich halte es auch für ein großes Gerücht, dass ein Taxi der “Gelben” auch nur Ansatzweise 12.000 Euro wert sein sollte.
Selbst die “wunderschönen” Dacias entsprechen dem Wert ja nicht wirklich….
Das der Fahrer den Schaden selbst bezahlen soll ist natürlich der Hammer, aber ich denke schlicht weg unmöglich, bei einem Stundenlohn von etwa 5,50 Euro Brutto wird man diese Summe sicherlich schwer ansparen können.
Aber er kann sich ja für über 2000 Überstunden verpflichten, dann kanns werden
25. Juni 2009 um 14:34 Fincut(Quote)
@ Max / #4:
Dem ESP ist es völlig egal, ob man in einer Kurve oder auf einer Gerade ist. Sobald die Sensoren die Toleranzgrenze anzeigen, arbeitet das ESP. Das ABS ist für die Verkürzung und Stabilisierung bei einer Vollbremsung. Das ESP verhindert ein Ausbrechen, hier z. B. durch ein Drehmoment durch den Aufschlag des Tieres.
Ansonsten hat Thorsten noch das hell blinkende Notbremslicht und die Scheibenwischer gegen Regenwasser auf den Bremsscheiben vergessen zu erwähnen
25. Juni 2009 um 14:38 Polly Oliver(Quote)
Ich fahre nicht los, bevor nicht alle angeschnallt sind. Ganz einfach. Da hat vor allem meine Mutter drunter zu “leiden”, die gehört nämlich zu den Menschen, die sich erst beim Fahren anschnallen. Da kriegt sie zwar immer Mecker von mir, aber das hat sie sich über Jahrzehnte angewöhnt, das krieg ich wahrscheinlich nicht mehr raus.
In Stettin, Polen hatte ich immer das Problem, dass es da in den wenigsten Taxen auf der Rückbank Gurte gibt. Und so wie die fahren, da lohnt es sich schon, sich anzuschnallen.
Bei Glatteis mit 100 über Kopfsteinpflaster durch die Stadt… da kommt Freude auf, vor allem wenn man aufs Tacho guckt und weiß, eigentlich muss der Fahrer gleich abbiegen, schafft der das noch?
Liebe Grüße
25. Juni 2009 um 15:25 Rüsin(Quote)
@Torsten Bentrup
Klugseiß ein:
Backen kommen aber trotzdem nicht an die Scheiben sondern an die Trommeln (bestimmt auch in der Taxiausstattung bei der E-Klasse nicht verbaut).
Klugscheiß aus.
25. Juni 2009 um 15:45 Fincut(Quote)
Trommelbremsen an einer aktuellen E-Klasse? Da hast Du aber wirklich geschissen. Nur nicht klug.
25. Juni 2009 um 17:18 Flo(Quote)
@Fincut
Und du hast den Kommentar von Rüsin verstanden NICHT.
Zitat:”Trommeln bestimmt auch in der Taxiausstattung bei der E-Klasse nicht verbaut.”
25. Juni 2009 um 17:28 Torsten Bentrup(Quote)
…und jetzt hab ich es auch verstanden und oben in “Bremsbeläge” geändert. Sorry!
25. Juni 2009 um 17:45 anonym(Quote)
Was bedeutet hier eigentlich ein Kommentar, in dem gesagt wird der Fahrgast “bekommt … paar … mittenrein getreten”? Egal, um welches Bundesland es nun geht: Soll dies witzig gemeint oder der Versuch sein, das Image von Taxifahrern etwas aufzulockern?
25. Juni 2009 um 17:49 Torsten Bentrup(Quote)
Das bedeutet, daß sich eine Taxifahrerin mit allen Mitteln gegen eine Vergewaltigung wehren wird. Jetzt klar?
25. Juni 2009 um 17:59 anonym(Quote)
Ja, jetzt schon. Das ging aus dem Text nämlich nicht hervor.
25. Juni 2009 um 19:04 Milan(Quote)
Also ich kenne als beliebten Spruch auch “wenn ich bremsen musst und du verletzt dich dann blutest du mir mein schönes Auto voll. Willst du das etwa?”
Die meisten schnallen sich dann an. Denn wer will schon einem Freund das Auto einsauen
25. Juni 2009 um 19:19 Maik(Quote)
Ich fahre Lkw und war bis vor kurzen selber ein “Gurtverweigerer”, zumindest im Lkw.
“Was soll mir schon passieren”, dachte ich.
Vor einigen Wochen habe ich an einem Test teilgenommen. Da wurde man in einem drehbaren Lkw – Führerhaus auf einem Sitz festgeschnallt. Die Kräfte die auf einen wirken, sind unglaublich hoch.
Wenn man sich dann vorstellt, bei einem Unfall durch das Führerhaus zu fliegen, nur weil man sich nicht angeschnallt hat, gibt einem das schon zu denken.
Ein weiterer Teil dieser Vorführung war der ungeschützte Aufprall mit gerade einmal 7 km/h auf ein festes Hindernis.
Spätestens diesen Test empfehle ich allen “Gurtverweigerern”, denn danach denkt man um.
25. Juni 2009 um 22:16 Nit(Quote)
Im Moment steht da im Text aber was von Bremsbelegen. Die E-Klasse drückt also Bestätigungen des ausgeführten Bremsvorgangs von innen an die Scheiben? Vermutlich für die Versicherung …
25. Juni 2009 um 22:49 Muschiol(Quote)
Belääääääääääääge bitte. Belag — Beläge. Haltet mich nicht für knickrig, aber was recht ist muss recht bleiben
25. Juni 2009 um 22:53 BRV-Christian(Quote)
Boa ey, Torsten wischst du bitte mal den riesen Haufen weg?
So viel wie hier heut klug geschissen wurde, das nervt ja wirklich.
Da wird doch tatsächlich jeder kleinste Fehler analysiert, bewertet, beanstandet und noch mit klugen Kommentaren versehen.
Ich könnt neben den Haufen kotzen, wenn ich sowas lese.
25. Juni 2009 um 22:56 Muschiol(Quote)
… nich schimpfen
25. Juni 2009 um 23:16 Tiffy(Quote)
Zur Einführung des Sicherheitsgurts soll es doch Fahrer gegeben haben, die glaubten, diese Dinger seien gefährlich, weil man das Auto nach einem Unfall nicht verlassen kann oder so. Habt ihr diese Menschen auch noch erlebt?
25. Juni 2009 um 23:28 Hen(Quote)
> “Aus Versicherungsgründen!”
Das ist ja unglaublich typisch deutsch: “Mir egal, was mir beim Unfall passiert, Hauptsache ich bin ordentlich versichert!”
Ich glaube, ich sollte auch endlich mal eine Lebensversicherung abschließen, dann kann mir nichts mehr passieren, selbst wenn ich nicht angeschnallt bin.
25. Juni 2009 um 23:45 Jan(Quote)
Und noch ABS verkürtzt den Bremsweg nicht es sorgt nur dafür dass, das Auto lenkbar bleit indem es die Bremsen viele male wieder löst und anzieht.
lieber Fincut
25. Juni 2009 um 23:46 Jan(Quote)
ups da fehlt ein etwas
26. Juni 2009 um 00:40 derber Herbert(Quote)
ABS hält einen einen auch in der Spur beim Bremsen, das ist schon richtig.
Man kann ohne Probleme in einem Auto mit Abs aber ohne Esp in jeder Situation vollbremsen (auch in einer Kurve) ohne aus der Spur zu geraten.
26. Juni 2009 um 01:24 Torsten Bentrup(Quote)
Ich mag die “Klugscheißerei” und die Korrekturanfragen sehr gerne. Mir wäre es viel peinlicher, wenn mich in ein paar Monaten jemand auf die vielen Fehler hinweist, so kann ich gleich alles berichtigen. Und manchmal lerne ich sogar was dabei, sind ja nicht immer nur Tippfehler.
Die Belege sind allerdings meiner Eile vor Schichtbeginn geschuldet, das hab ich eigentlich schon gewusst…
26. Juni 2009 um 01:53 Torsten Bentrup(Quote)
@Tiffy: Hab ich in den letzten Wochen gleich drei Exemplare von im Auto gehabt. “Freund verbrannte im Auto, weil er nicht rauskam!”, “Genickbruch!” und ein eher unartikuliertes “Zu gefährlich!”. Tja, möglich ist alles, aber ich halte mich da mehr an die Wahrscheinlichkeiten.
26. Juni 2009 um 02:30 Martin(Quote)
also bei uns in österreich sind kindersitze im taxi NICHT verpflichtend!!! man kann ja auch nicht für alle möglichkeiten nen kindersitz oder sitzpolster dabei haben. aber wenn ne fahrt mit kindern vorbestellt ist, ist selbstverständlich die dementsprechende ausrüstung dabei. obwohl dann dennoch viele von den eltern sich gegen die kindersitze entscheiden!
hier in Ö kein problem, aber wenn wir dann nach deutschland oder in die schweiz fahren, müssen die ihre kinder einfach reinsetzen und anschnallen!
man wird oft viel zu nachlässig, obwohl man weiss, dass man auch wenn man angeschnallt ist, bei einem unfall relativ wenig überlebenschance hat, wenn dahinter ein ungesichertes kind mitfährt!
lese hier die ganzen kommentare und denke mir nur, wie scheinheilig doch die meisten sind!
wer fährt denn nicht ne kurze strecke ohne gurt, oder vergisst ab und an mal darauf?
hand aufs herz!
aber hier ein kommentar dazu abgeben, wie unzuverlässig es doch ist und welche idioten es doch sein müssen die sich nicht angurten, dass ist SEHR einfach!!! da kommt mir das kotzen!
schreibt lieber nix und gurtet euch dafür das nächste mal einfach an. ganz selbstverständlich und ohne kommentar (und das allen mitzuteilen wie toll ihr wart!!)
ciao
ein jahrelanger taxifahrer
26. Juni 2009 um 03:05 Ly(Quote)
off-topic
@ Torsten:
sorry, mir ging impulsiv die hutschnur hoch
nicht direkt vergewaltigung, anfassen ist auch schon so ein ding, aber klappe haben, und wissen, frau kann “sich vergessen”,
hilft grundsätzlich bei denen die assoziationen haben,
den text mit link auf erotik-etablissements als Anspielung auf weibliche Taxifahrer fand ich nur noch beschissen.
tramperin –> freiwild für viele
taxifahrerin –> freiwild für seltene aber vorhandene Vollpfosten,
bei denen auch kein Humor mehr hilft, die wenns paar auf die Finger bekommen noch gar nix mehr verstehen, schließlich sei man ja als Frau mit dem Taxi unterwegs.
Das ist so perfide dummdreist wie die altbekannte Minirock-Argumentation
aber solange diese Vollpfosten sich erschrecken und argumentieren ist ja alles gut
26. Juni 2009 um 03:24 Ly(Quote)
@ Martin:
ich selbst schnall mich nicht immer an. auch leer manchmal nicht. dann aber erinnere ich mich wieder dran, dass das besser ist und dann fahr ich wieder nur angeschnallt. das ist dann eher die Regel. Mir kann passiern am Stand das kollegen kommen und sagen, kannst dich abschnallen, die zwei meter beim vorziehen gehen auch so.
Fahrgäste achte ich vermehrt drauf seit einiger Zeit. Wenn vorne einer neben mir sitzt, und es fängt an zu piepen, sag ich eh, anschnallen bitte, und meistens schnallen die hinten sich mit an. Dann kommen halt schon mal die Fragen. Hinten auch? Ich kann aber nicht sagen das ich total drauf fixiert bin, mir geht da auch mal einer durch die lappen im eifer des Gefechtes, das ist dann so. Trotz Argumente sind erwachsene Menschen in der Lage zu wissen das sie das sollten.
Nur mit Kindern, das kann ich überhaupt nicht ab, ohne Kindersitz und Gurt. Da sehe ich mich als Fahrzeugführer in der Verantwortung, wenn schon die Eltern nicht dran denken. Und ich denke hier bin ich verantwortlich, da die kinder eben nicht soweit denken können logischerweise.
Klar ist das nicht so bequem und ich kann mich gut erinnern wie wir als Kinder hinten rummachten, kreuz und quer und überhaupt, oder auf der rückbank gekuschelt lagen und schliefen. ich glaub da waren noch gar keine Gurte überhaupt da. Aber es ist schon besser so wie es heute in D geregelt ist. Und bei uns muss eben Kindersitzn auch im Taxi. Sonst hab ich als Fahrerin im Falle des Falles denk ich auch die Arschkarte, und sei es nur die moralische. Danke nein.
27. Juni 2009 um 01:37 Tichondrius(Quote)
@Herbert: Der Bremsweg wird schon kürzer, auf festem Untergrund, auf losem kann das ABS nachteilig wirken.