Gutachten
Eigentlich wollte ich mich hier auslassen über die peinlichen Bruchstückartikel in den gedruckten Ausgaben der Lokalzeitungen “Neue Westfälische” und “Westfälisches Volksblatt”. Aber zum Glück entstanden diese wohl nur unter massivem Zeitdruck, die Internetausgabe der NW hat mich dann doch wieder überzeugen können, daß Journalismus noch nicht völlig ausgestorben ist:
http://www.nw-news.de/[…]Feuerwehr_und_Taxi_zu_schnell.html
Meine Befürchtung wurde also zum Glück nicht zur Gewissheit, das Gutachten scheint mir schlüssig und richtig zu sein. Ob bei Geschwindigkeitsangaben, die 10 bzw. 20 km/h Toleranz annehmen wirklich eine Aussage wie “Dunkelgelb” getroffen werden sollte, geschenkt.
Die Unfallbilder ließen durchaus schon den Schluß zu, daß das Taxi mit mehr als 50 km/h unterwegs gewesen sein musste. Das der Leiterwagen bei Rotlicht gefahren ist, war zumindest allen Menschen klar, die unseren Fahrer kennen und wurde auch durch sehr glaubwürdige Aussagen bestätigt. Damit ist juristisch die Hauptschuld klar, Teilschuld tragen natürlich beide. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 30-50 km/h ist kein Kavaliersdelikt, ich will da auch nichts schönreden.
Moralisch finde ich eine Bewertung deutlich schwieriger, ich kann mich einigermaßen gut in beide Fahrer hineinversetzen.
Der Fahrer des Feuerwehrwagens war im Einsatz, wollte Leben retten oder zumindest hohen Sachschaden verhindern. Adrenalin und der Willen, Gutes zu tun. Dabei halte ich es zumindest nicht für verwerflich, wenn man über das Ziel hinausschießt und ein Fehler zur Katastrophe führt. Kein Autofahrer kann sich davon freisprechen, der Fahrer des Leiterwagens befand sich noch dazu in einer absoluten Stress-Situation.
Ich tu mich einfach unheimlich schwer, angesichts einer solchen Tragödie von “Schuld” zu reden. Keiner der Fahrer hat sich, nichtmal in der letzten Sekunden vor dem Unfall, vorstellen können, was passieren sollte. Keiner von beiden wird wohl jemals wieder unbeschwert und glücklich leben können…
Natürlich habe ich die letzten Wochen auch mein persönliches Fahrverhalten genau beobachtet und versucht, mir vorzustellen, wieso ein ruhiger, verantwortungsbewusster und aussergewöhnlicher netter Taxifahrer genau an dieser Stelle mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.
Es gab in der Zeit dutzende Fälle, in denen ich ganz bewusst gegen den “Gasgeb-Impuls” vor Ampeln ankämpfen musste. Wenn man über Jahre fast ausschließlich durch eine kleine Stadt wie Paderborn fährt, kennt man irgendwann fast alle Ampelschaltungen. Man hat einfach im Gefühl, wenn die Ampel schon “zu lange” Grün zeigt. Die Versuchung, grade noch so bei Grün oder Gelb “durchzuhuschen”, ist immens, ich bin nicht stolz drauf. Tödliche Routine.
Und wenn aus der ganzen Tragödie wenigstens ein paar Leute ihre Lehren ziehen können, war es wenigstens nicht völlig sinnlos. Das Vertrauen in grüne Ampeln und das richtige Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer ist weg. Und das ist auch gut so!
Bisher hab ich so oft Glück gehabt, hab stellenweise geahnt, wenn jemand im Begriff war, einen Fehler zu machen. Und viel zu oft haben andere Fahrer da richtig reagiert, wo ich einen Fehler gemacht habe.
Hoffentlich ändert sich diese “Glückssträhne” nicht eines Tages…
Eines ist mir sehr wichtig: Bitte kommentiert zurückhaltend. Hier lesen sehr viele Menschen mit, die unmittelbar vom Unfall betroffen sind.
Denkt bitte an die Opfer und deren Gefühle. Vielen Dank!
16. Juni 2009 um 05:27 MUD(Quote)
Guten Morgen Torsten,
auch ich war über den Bericht des “Westfälischen Volksblattes” heute morgen doch etwas erstaunt, aber der Link zeigt ja dann doch anderes auf.
Zwei Daumen hoch für die Formulierung deines Textes, besser hätte man hier die Worte auch nicht ausdrücken können, und das nach einer langen Nachtschicht
Ich wünsche Dir einen schönen Feierabend
16. Juni 2009 um 08:24 Mexxwell(Quote)
Endlich mal eine klare Aussage, in der nicht nur die alleinige Schuld bei dem Taxifahrer gesucht wird. Denn indirekte Äusserungen dieser Art, welche hier in PB an der Tagesordnung waren, haben mich dazu bewogen, hier keinerlei Kommentare abzugeben. Die wären dann einfach zu ätzend gewesen.
Leider kann ich immer noch nicht verstehen, warum gerade dieser Taxifahrer zu schnell gefahren ist. Wir Taxifahrer sind alle KEINE Engel, aber gerade dieser Fahrer zählt zu den “vernümftigen” Fahrern.
In den letzten Wochen habe auch ich mein Fahrverhalten genauer beobachtet, und mit Früher verglichen.
Ausserdem schnallen sich die Fahrgäste nun auch ohne lange Diskussionen an, auch auf der Rückbank.
16. Juni 2009 um 09:22 DeserTStorM(Quote)
Also ich war selber mehrere Jahre beider FFW. Es ist mir aber nie passiert, das mit derart hoher Geschwindigkeit bei einer Einsatzfahrt gefahren wurde. Die Sonderrechte befreien nämlich nicht von Dingen wie Verkehrsgefährdung. Und diese Geschwindigkeit in der Stadt ist definitiv eine Verkehrsgefährdung.
Andererseits weiß ich auch um den Stress den man hat. Man weiß das es brennt oder das jemand geborgen werden muss. Gerade bei Unfällen spricht man immer von der ersten Stunde um das Leben zu retten, weil da die Chancen am höchsten sind. Und hier können 5 oder 10 Minuten eher am Unfallort schon sehr viel ausmachen…
Andererseits weiß ich auch nicht wie man mal schnell noch beim über die Ampel kommen auf so eine Geschwindigkeit kommt. Ich mach das auch hin und wieder mal. Da fahr ich dann aber vielleicht 60, ganz selten mal 70. Aber auf knappe 100 km/h ? Dafür habe ich auch kein Verständnis.
Tragischer Unfall, und du hast recht, Schuld hatten beide – oder keiner.
16. Juni 2009 um 09:29 Robert(Quote)
Thorsten, Du schreibst “Damit ist juristisch die Hauptschuld klar” – ich bin kein (Verkehrs-) Jurist und mir ist das nicht so klar. Was hast Du damit gemeint? Dem NW-Artikel kann ich jedenfalls keine eindeutige Hauptschuld entnehmen.
16. Juni 2009 um 09:31 Alex(Quote)
Wenn ich mich nicht irre, ist die von der Feuerwehr befahrene Strecke mit 70 km/h und die des Taxifahrers mit 50 km/h ausgeschildert…
16. Juni 2009 um 10:18 Ben(Quote)
Also 50km/h innerorts zu viel ist etwas heftig, und das nach dem ganzen “ja der fährt doch nie zu schnell”. Wenn das “nie zu schnell” ist, dann wohl nach anderen Maßstäben als ich sie gewohnt bin.
Der Fahrer der Drehleiter war um genau zu sein aber sogar weiter drüber bei 70km/h ist er 63 km/h zu schnell gewesen. Kreuzungsfahrt mit Sonderrechten: Bremsen und Schrittgeschwindigkeit.
Dennoch zeigt es, dass manche Stereotypen von Taxifahrern sich dann doch gerne mal bestätigen.
16. Juni 2009 um 10:37 doc_holiday(Quote)
Es gibt nunmal nicht immer einen Schuldigen. Wenn sich unglückliche Umstände ungünstig verketten, nennt man es schließlich: Unfall.
16. Juni 2009 um 10:52 Kirchendiener(Quote)
Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, bekommt man so sein eigenes Verhältnis zu Verkehrsampeln. Wer 12 Stunden lang alle 2 Minuten an einer Ampel vorbeikommt, muss sich schon sehr kontrollieren, um nicht nachlässiger zu werden. “Rot ist erst ab 1 Sekunde” sind so Sprüche, die ich schon gehört habe.
Wer für die Rettung anderer unterwegs ist, fährt ja auch nicht so schnell, weil es ihm Spaß macht, sondern in Sorge um die Mitmenschen. Da ist man dann in Gedanken vielleicht auch schon am Unglücksort oder wird durch einen Funkspruch abgelenkt.
Es gibt so viele Möglichkeiten und Entschuldigungen, warum beide Fahrer nicht regelkonform gefahren sind – aber nun ist es halt passiert und schrecklich genug. Auch wenn Strafen wg. nicht-Beachten der StVO wichtig sind, sie machen die Toten nicht wieder lebendig und die größte Strafe ist eh die persönliche Schuld, mit der jeder weiterleben muss.
16. Juni 2009 um 11:00 gr3if(Quote)
Nochmal mein Beileid an beide…… Ich finde Unfälle dieser Art tragisch und sehr traurig aber leider gehören sie dazu….
Immerhin versucht man mit einem Fahrzeug, welches mit Sonderrechten und Wegererechten sprich Blaulicht fährt sich durch den fließenden Verkehr zu schlängeln ohne andere zu berühren…
Das klappt leider nicht immer. Ich fahre selber Rettungswagen und bin oftmals auch nur knapp noch auf der Bremse gewesen. Leider muss man da sagen, dass es einfach sehr, sehr, sehr gefährlich ist. Ich finde die Schuld lieg wie Thorsten es so schön sagte bei beiden…. Der Leiterwagen war ansich zu schnell und das Taxi bestimmt auch, nur: Ist das so einfach zu sagen? Sie waren zu schnell? Letzendlich hätte der Leiterwagen sich mit Schrittgeschwindigkeit in die Kreuzung reintasten müssen…. Völlig unrealistisch, wenn man das machen würde, dann würde man nie ankommen.
Wobei man sich da ernsthaft fragt warum es zb keine grüne Welle mit 50km/h gibt in deutschen Städten. 45-55km/h= grüne Welle, alles drüber und drunter ist Rot, wäre meiner Meinung nach super für den Verkehr.
Naja wie auch immer ich hoffe das so etwas nicht so schnell wieder passiert.
16. Juni 2009 um 11:08 Sven(Quote)
Das Gutachten bestätigt was viele erwartet haben. In der Regel treffen 2 Personen aufeinander die einen Fehler machen, damit es zu solch einer Katastrophe kommt.
Das Gutachten ist da, die “schwarz-weiß Malerei” einiger Personengruppen kann eingestellt werden. Meine Hoffnung ist, dass alle Betroffenen daraus lernen, einfach etwas vorsichtiger zu Werke gehen. Leider sind mir in den letzten Wochen schon wieder einige Taxis sowie Einsatzfahrzeuge aufgefallen, die leider nicht dazulernen. Leute merkts mal!
Von Seiten der Presse wäre dann wohl noch eine Entschuldigung fällig. Thema: Vorverurteilung, Schreiben ohne Fakten!
Insbesondere dürfen sich Journalisten von ” der Zeitung mit den Bildern” sowie ” das Bäumchenblatt bzw. Bauernbild, ca 15% Axel Springer” angesprochen fühlen.
@Robert: Das Taxi ist mit überhöhter Gescwindigkeit (ca 30 – 50 km/h zu schnell) über eine gelbe Ampel gefahren. Die Drehleiter ist mit überhöhter Geschwindigkeit (ca 65 km/h zu schnell) über eine rote Ampel gefahren. Du musst kein Jurist sein um das zu deuten.
Mit der moralischen Schuld müssen leider beide Fahrer leben. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und wünsche Ihnen das sie mit gewissem Abstand wieder glückliche Momente erleben dürfen. Auch allen anderen Betroffenen wünsche ich viel Kraft und liebe Menschen die Sie unterstützen!
16. Juni 2009 um 11:28 Norbert(Quote)
@Robert: Fährst du über Rot, kriegst du die Hauptschuld. Blaulicht hin oder her. Teilschuld für den anderen, da Gelb und da viel zu schnell.
Aber wie Torsten schon sagte, von Schuld zu reden ist hier glaub ich mehr als nur schwierig.
@ Ben: Der Spruch sag niemals nie bewahrheitet sich jetzt. Was ich sagen will, ich stehe immer noch dazu, das ich es mir nicht vorstellen kann bzw. konnte. Ich habe ihn ganz anders kennen gelernt und will mir jetzt auch nicht ausmahlen welche Möglichkeiten ihn dazu gebracht haben, das Limit zu überschreiten.
Fakt ist es ist passiert und ich glaube niemand kann es einem verübeln, das man jemanden in Schutz nimmt, von dem man soetwas nicht erwartet hätte. An den Reaktionen sieht man schließlich auch, dass das gleiche für den Fahrer des Feuerwehrwagens geschenen ist.
16. Juni 2009 um 11:47 Irgendwer(Quote)
Nur ne kurze Anmerkung zu dem Artikel der NW: Bei mir ist der Print-Artikel exakt identisch mit dem der Onlineausgabe.
16. Juni 2009 um 14:44 Stephan___(Quote)
Das Gute an dem Gutachten ist, dass jetzt auch der Öffentlichkeit klar ist klar sein sollte), dass der Taxi-Fahrer keineswegs alleine Schuld hat.
Solche Unfälle rütteln auch immer wieder am Glauben an seine eigene Unfehlbarkeit und Unverletzlichkeit. Das dem nicht so ist, machen einem solche Tragödien wieder bewusst.
Ich wünsche allen Beteiligten die nötige Kraft das durchzustehen.
Ach noch was: Wegen dem “schnell über die Ampel huschen”. Hier in Hannover gibt es Ampelblitzer die – wenn ich mich nicht irre – sowohl Rotlichverstöße als auch Geschwindigkeitsüberschreitungen blitzen. “Schnell rüber huschen” entfällt also schon im Ansatz und auch gedanklich. Vielleicht gar keine so schlechte Lösung
16. Juni 2009 um 16:29 Badratgeber(Quote)
Ersteinmal möchte ich mein Beleid an die Verwandschaft der Opfer aussprechen. Es ist wirklich eine schreckliche Sache, vorallem wen es keinen eigentlichen schuldigen gibt, wird man sein ganzes leben damit zu kämpfen haben.
Ich weiß nicht ob hier jemand drüber bescheit weiß, aber es gab mal vor einigen Jahren einen ähnlichen Unfall ganz in meiner nähe. Damals war ich auch in einem Feuerwehrwagen der Frontall mit einem PKW zusammen gestoßen ist. Die Feuerwehr war auf dem Weg zu einem Einsatz (eigentlich eine Übung) und hatte die Vorfahrt eines PKWs genommen. Es gab auch zahlreiche tote Feuerwehrleute… schuldig wurde die Feuerwehr fahrerin gesprochen, aber moralisch war es wohl eher niemand. Bei solchen Unfällen sollte man gänzlich auf eine Verurteilung verzichten. Das ist meine Meinung. Der Unfall war damals in Glindenberg (nahe Magdeburg). Ging auch durch die Medien in ganz Deutschland…
16. Juni 2009 um 17:06 Torsten Bentrup(Quote)
@Irgendwer: Ich hab den Printartikel gegen 2 Uhr gelesen, da wurde die Zeitung grade an der Tankstelle angeliefert. Möglicherweise wurde in später gedruckten Exemplaren der Artikel ersetzt?
@alle: Danke!
16. Juni 2009 um 17:16 Matze(Quote)
@Sven: Wo kommt eigentlich immer wieder die Info her, die Feuerwehr waere 65km/h “zu schnell” gewesen? Das waeren ja mind. 115 km/h absolut -und das bei einem 14t Fahrzeug!
In dem Artikel steht 70-80km/h. Wenn auf der Strecke der Feuerwehr wirklich 70km/h erlaubt sind (Thorsten, weisst Du das?), dann fiele der “Raserei” Vorwurf weg. Mal abgesehen davon, dass mit Blaulicht und 70 Sachen ueber eine schon lange rote Ampel zu fahren in meinen Augen (bin selbst einige Zeit Rettung gefahren) ein geruettelt Mass an Risikobereitschaft vorraussettzt.
16. Juni 2009 um 17:27 Torsten Bentrup(Quote)
@Matze: Sven bezieht sich da auf die vorgeschriebene Fahrweise beim Überfahren einer roten Ampel mit Sonderrechten. Über die Zahl kann man sicher streiten, im Einsatz ist Schrittgeschwindigkeit Praxisfern. Aber die erlaubte Höchstgeschwindigkeit (bei freier Bahn und grüner Ampel) als Maßstab zu nehmen ist genauso falsch.
16. Juni 2009 um 17:31 selene(Quote)
Nein, 70 km/h sind 65 km/h zu viel, um mit Blaulicht ueber eine rote Ampel zu fahren.
16. Juni 2009 um 17:33 Arpheus(Quote)
@Matze
Die Feuerwehr fuhr auf dem äußeren Ring wo Tempo 70 ist, das Taxi kreuzte das ganze von Richtung Innenstadt, Tempo 50.
Da die Ampel für die Feuerwehr rot wär, hätten sie wegen ihrer Sorgfaltspflicht mit Schrittgeschwindigkeit, also ca. 7 km/h in die Kreuzung reinfahren müssen. Daher die 63 km/h zu schnell.
Desweiteren ist aber zu der Kreuzung zu sagen, das die zwar Tagsüber sehr gut befahren ist ( so das ich mich machmal wundere das da noch kein Student überfahren wurde, so wie die da immer drüber huschen), aber man dort Nachts um zwei Uhr normalerweise Gefahrlos picknicken könnte.
In meinen Augen ein worst-case was da passiert und mein Beileid an die Opfer und Hinterbliebenen.
16. Juni 2009 um 17:38 Sven(Quote)
@Matze: Nein Matze, Einsatzfahrzeuge müssen bei Rotlicht mit Schrittgeschwindigkeit in die Kreuzung einfahren.
(70 – 80 km/h) – (Schrittgeschwindigkeit 6 km/h) ist gleich ca. 65 km/h
16. Juni 2009 um 18:05 Jan(Quote)
Was mich ja echt wundert: Gibt es in Paderborn keine Grüne-Welle-Schaltung für Einsatzfahrten, zumindest bei den großen, vielbefahrenen Ampeln?
16. Juni 2009 um 19:19 Philipp(Quote)
die leitstelle kann einige ampel in pb schalten, zb. das westerntor, die unfall-ampel allerdings nicht.
16. Juni 2009 um 19:26 Peter(Quote)
OffTopic:
Torsten, ich finds toll, daß Du wieder bloggst! War jahrelang mein Liebliongsblog, jetzt schaue ich wieder regelmäßig vorbei!
Aber nicht nachlassen, ok?
16. Juni 2009 um 20:18 Martin(Quote)
@viele hier:
Habt Ihr schonmal mit einer 14to Fuhre versucht, Stop&Go im Einsatz zu fahren? Trotz dicker Maschine und verstärkter Bremsen mit Zusatzlüftung kommst Du da sehr massiv ins Schwitzen.
Den Tennisarm vom Schalten gibt es zwar nicht mehr, aber die Massen wollen erst mal bewegt werden. Jeder der im RD vom RTW auf den NEF gewechselt ist, wird den Unterschied gemerkt haben. Und jetzt das Ganze mal 10.
16. Juni 2009 um 20:41 Sven(Quote)
@Martin: Sorry, aber das erscheint mir sehr unschlüssig. Was machen denn Brummifahrer die nicht im Einsatz sind, wenn Sie vor einen roten Ampel halten müssen.
Das es mühselig ist sehe ich ein, aber ein Argument ist das nicht. Könnte mann Taxifahrern dann auchzugute halten, klar verstehe wenn ihr stressige Fahrgaste habt gebt Gas, umso schneller seid ihr Sie los.
Der Kommentar richtet sich jetzt nicht gegen Rettungskräfte, sondern gegen die Argumente die du anführst.
16. Juni 2009 um 20:44 Matze(Quote)
Danke fuer die Aufklaerung..:-) Zum Thema Geschwindigkeit bei Einsatzfahrten faellt mir noch was ein (was mir auch einfach nicht in den Kopf gehen will):
Wie bereits gesagt, brauchts fuer 70km/h ueber ne rote Ampel ne gehoerige Portion Mut (mal vorsichtig ausgedrueckt), 5 km/h sind im Stadtbereich mitten in der Nacht mit solch einem Fahrzeug (danke Martin) auch schwer machbar, es sei denn die PB-Feuerwehr hat die ganz neuen Modelle mit Automatik.
Woher komm eigentlich der Irrglaube, man waere deutlich schneller (ich meine jetzt einen Zeitraum ueber 1 Minute) am Einsatzort, wenn man derart rast? Was gerade nachts wirklich Zeit kostet, sind Wartezeiten an roten Ampeln. Und die lassen sich mit Blaulicht ja ganz gut umgehen. Uebers Tempo hol ich keinen Vorsprung raus.
Ein Beispiel noch aus Muenchen: Dort faehrt der Loeschzug einer Wache im als Kolonne zum Einsatz (vorne der Einsatzleiter, dann HLF, DL, LF und zum Schluss der RTW). Hoechstgeschwindigkeit: Auf ner langen Strecke ca. 60. Kannst als PKW jedenfalls ohne Probleme dranbleiben -bis zur naechsten roten Ampel. Keine quietschenden Reifen, keine Vollbremsungen, kein Driften.
Vielleicht als Denkanstoss fuer die hier mitlesenden Einsatzkraefte.
16. Juni 2009 um 21:18 Martin(Quote)
@Sven:
Der Brummifahrer hat doch gelinde gesagt ganz andere Ziele und sollte auch anders fahren. Wenn der so fahren würde, dann würde ihm sein Chef die Bremsen um die Ohren hauen. Das geht mächtig ins Material.
Entsprechende Ampeldichte vorausgesetzt, wenn Du mit so einem Fahrzeug auf 7 km/h abbremst um danach “rasant” zu beschleunigen: Toll, dann hast Du an der nächsten Ampel wahnsinnige 20 km/h drauf. Schnell ankommen ist anders.
@Matze: Die Kolonnenfahrt ist für alle Beteiligten (inklusive dem rollenden Material) die beste Variante. Aber zumindest in NRW haben nicht alle Städte alle (notwendigen) Wachen mit DL bestückt.
16. Juni 2009 um 23:20 Banger(Quote)
Ich ziehe meinen Hut vor der ehrlichen, selbstkritischen Beschreibung. Mal ganz ohne Beurteilung von überhöhter Geschwindigkeit: Ich finde, das Bewusstsein, dass man sich potenziell gefährlich bewegt, ist schon ein großer Fortschritt gegenüber denjenigen, die sich im Straßenverkehr, in vermeintlicher Souveränität nur dem eigenen Regelwerk folgend, dafür aber rücksichtslos bewegen.
16. Juni 2009 um 23:23 Name(Quote)
Ohne dem Feuerwehrfahrer jetzt besondere Vorwürfe zu machen, ist er BESONDERS bei roter Ampel dazu verpflichtet darauf zu achten, dass der Querverkehr nicht gefährdet wird.
Ich kann mich nicht entscheiden wem ich die größere Schuld zuweisen würde, besonders weil ich nicht weiß wie man auf Fahren bei Dunkelgelb des Taxifahrers gekommen ist, aber die Alleinschuld trägt sicherlich keiner von beiden.
17. Juni 2009 um 02:08 calypso(Quote)
Ich wundere mich bei der ganzen Sache nur immer noch über eines. Trotz Gutachten, gibt es immer noch die Aussagen von Zeugen das die Feuerwehr Grün und das Taxi Rot gehabt haben soll.
Wie nun ein Gutachter nun auf diese “Sichtweise” kommt, und diese Sekunden genau rekonstruieren kann ist mir noch schleierhaft. Denn wer die Kreuzung schon einmal bei Gelb/Rot befahren hat, der weiss das die Überscheidung der Ampelphasen ziemlich kurz ist.
Aber hoffentlich wird sich alles aufklären. Aber das ein Feuerwehr Fahrer bei ROT mit 70 km/h und einem 14 To. Fahrzeug “blind” in die Kreuzung gefahren sein soll, obwohl er ja ca 300 Meter weiter sowieso bis auf ein Minimum abbremsen musste, weil er dann ja in den Dahler Weg (90 Grad Abbiegung) einbiegen musste ist mir auch schleierhaft.
17. Juni 2009 um 04:25 nikdegreek(Quote)
@Martin- SCHNELL ANKOMMEN IST ANDERS ????? ankommen mein freund ist alles .
Das Taxi war höchstwarscheinlich zu schnell , aber ist das eine berechtigung im die vorfahrt zu nehmen ?
Übrigens jede Ampel hat drei Farben – grün / gelb / rot — dunkelgelb ist meines erachtens nicht dabei .
Entweder hatte das Taxi gelb oder rot , was dann die schuldfrage automatisch erklärt .
Zum Schluß möchte ich noch sagen das die ARSCHKARTE beide Fahrer haben egal wer Schuld ist , und keiner der SCHLAUMEIER hier im Blog .
17. Juni 2009 um 04:37 nikdegreek(Quote)
@Martin-wenn Du damit überfordert bist ein 14 to GEFÄHRT im stop and go verfahren zu bewegen solltest Du den Job wechseln .
Wie wärs mit Joy`s Pizza Service ? Da hast Du eine leicht zu händelnde Vespa zu bewegen
17. Juni 2009 um 08:11 Chris(Quote)
Wirklich eine ungünstige Verkettung von Umständen
17. Juni 2009 um 12:23 Anwohner(Quote)
@Arpheus:
Ich stimm dir voll zu im Bezug auf den Verkehr an der Kreuzung.
Das zu der Zeit überhaupt noch weitere Autos an der Ampel standen ist wirklich ungewöhnlich.
Und wenn man mit diesem Hintergedanken auf die Kreuzung zu fährt kann ich die Geschwindigkeit beider Fahrer verstehen.
Eine Verurteilung finde ich überflüssig. Es nützt niemandem etwas und alle Beteiligten sind sowieso härter bestraft worden als man es juristisch je könnte.
17. Juni 2009 um 15:49 CHOCCHO(Quote)
(Gelöscht, ich kann Aussagen mit “Ihr alle…” nicht leiden, egal ob über Taxifahrer, Feuerwehrleute oder sonstwen. Das Thema ist mir zu ernst, als das ich Trolle hier rumwüten lasse. TB)
17. Juni 2009 um 16:29 Torsten Bentrup(Quote)
@Calypso: Die Zeugenaussagen widersprechen sich in vielen Punkten. Ich kenne die Aussage des Taxibeifahrers, nach dem das Taxi grün gehabt haben soll. Und ich kenne Ersthelfer, die jeden Eid darauf schwören würden, daß die Feuerwehr ohne Martinshorn unterwegs gewesen wäre.
Zeugenaussagen sind immer kritisch zu betrachten, die Erinnerung spielt nach solch einer traumatischen Erfahrung sicher manchem einen Streich.
Die Anwälte, Versicherungen und Gerichte werden noch Jahre beschäftigt sein, um auf eine mehr oder weniger sinnvolle Aufteilung zu kommen. Wir können nur schlecht spekulieren
17. Juni 2009 um 22:11 Kala(Quote)
Ich bin froh, daß die Spekulationen endlich vorbei sind und wir uns endlich auf das Wesentliche konzentrieren können: HEILUNG.
Es wird für alle Beteiligten eine Erfahrung sein, die sie ein Leben lang begleitet. Besonders die Kinder der getöteten werden schwer an dem Verlust ihrer Eltern leiden. Auch die Fahrer werden lernen müssen mit dieser schrecklichen Tragödie zu leben. Und ich wünsche beiden, daß die Erinnerung nicht zurück kehrt.
Egal wie ein weltliches Gericht entscheidet, es wird keine “Wiedergutmachung” bewirken.
Der einzige Grund warum die Umstände zu klären sind, sind evtl. finanzielle Versorgungsansprüche auf beiden Seiten. Klar können diese nichts in Ordnung bringen, doch sie werden einfach praktisch gebraucht um ein Weiterleben zu ermöglichen!
Wenn das dann alles vorbei ist, hoffe ich darauf, daß die Beteiligten vielleicht auch einen Weg zueinander finden. Auf allen beteiligten Seiten gibt es große Trauer, sei es um den Verlust von Menschen, den Verlust von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder auch den Verlust von “Unschuld”.
Nur eines steht fest: Keiner der Beteiligten hat sich ausgesucht, daß sich am 10.April 2009 um 1.00 Uhr in der Nacht sein Leben so radikal ändert!
17. Juni 2009 um 22:19 Martin(Quote)
@nikdegreek:
Über Deine Aussage reden wir dann nochmal, während oder kurz nachdem Du in einer Notsituation bist und die Einsatzkräfte Dir seit 10 Minuten zurufen: “Nur Mut, halten Sie durch. Die Drehleiter kommt gleich.”.
Sicher bist Du dann einer der Ersten, der darüber schimpft, warum “die” sich so viel Zeit lassen, wo doch die kleineren Fahrzeuge schon da sind.
Im Stop&Go fährt sich sowas gar nicht so übel. Man muß nur Geduld mitbringen. Du hattest den Teil “im Einsatz” nicht beachtet. Und da hat man vieles, nur keine Geduld.
@die anderen:
Über Schuld kann man als Unbeteiligter immer gut philosophieren. Die Überlebenden haben aber ganz sicher ihr Päckchen zu tragen.
18. Juni 2009 um 00:01 driver3367(Quote)
@Kala:Vielen Dank für diesen Beitrag,besser kann man es nicht formulieren.In Stresssituationen machen wir ALLE Fehler die normalerweise NIE passieren würden.Als Berufsfahrer hat man diese Situationen,oft geht es gut,selten nicht.Ein äusserst tragisches Unglück,welches alle Berufsfahrer treffen kann.Mein Mitgefühl gillt ALLEN Beteiligten.Gruss Frank
18. Juni 2009 um 00:09 Betroffen(Quote)
So, interessant sich das alles mal so durchzulesen…
Nun ist das Gutachten also raus. Und ich hatte damals ja gesagt, man solle drauf warten, dass da eine Sachlage kommt, dass das Taxi zu schnell war und die Ampel beinahe Rot…
Ich finde es als Angehöriger des 56jährigen Toten aus dem Taxi absurd von Schuld oder Nicht-Schuld zu reden… Im Endeffekt hat die ganze Nacht viel zu viel gekostet und zerstört…
Mal als Fahrlehrer aus meiner Sicht gesprochen folgendes…
Zum Feuerwehrwagen…
Es ist nunmal die Pflicht auch im Einsatz trotz irgendeiner Ampelphase die Geschwindigkeit auch MIT Einsatzhorn zu verringern… Da der Tachoschreiber ja wohl 70-80 km/h anzeigt, scheint dies nicht passiert zu sein. Es lässt sich drum streiten ob das moralisch (Rettung evtl Opfer eines Brandes etc etc) zu vertreten ist. Aber die Fakten sprechen ja hier…
Zum Taxi (und dies sag ich NICHT nur weil mein enger Verwandter in diesem ums Leben gekommen ist)…
Es ist unverantwortlich, mit einem vollbesetzten Fahrzeug bei Tempo 100 (und hier ist die Tachonadel ja stehen geblieben) innerhalb geschloßener Ortschaften bei “dunkelgelb”, wie es so schön genannt wurde, eine Ampel zu überfahren. Hin oder her ob gerade DIESER Fahrer sonst so besonnen gefahren ist oder nicht. Fakten sprechen für sich. Da müssen wir ehrlich sein. Und ich behaupte hier mal weiter, dass im letzten noch austehenden Gutachten rauskommen wird, dass die Insassen auf der Rückbank angeschnallt waren. Zumindest einer… Denn er ist NIE unangeschnallt gefahren!!!!!!! Naja, es wird kommen. Da wird mir ehrlich gesagt ein bisschen schlecht wenn ich oben lese, dass mittlerweile die Fahrgäste ohne zu meckern sich auch auf der Rückbank anschnallen. Ich habe noch niocht ein einziges mal erlebt, dass ein Taxifahrer darauf hingewiesen hat. Und ich fahre jeden Samstag beinahe Taxi. Oder eher gesagt ich fuhr.
Eher schön öfter mal, dass der taxifahrer selbst nicht angeschnallt den Gurt hinterm Sitz hergelegt eingehakt hatte, damit es ja bei der Fahrt nicht anfängt zu “piepen”. Naja, aber die Anschnallpflicht besteht ja nunmal auch nicht für den fahrer, wenn er Gäste geladen hat. Ok…
Also, aus Sicht eines Fahrlehrers der knappe 80 000 Kilometer im Jahr auf den Straßen ist. Ich will NIEMANDEM die Schuld hier zuweisen. Das wird an höherer Stelle noch ausgemacht werden.
Aber, es war beiderseits eine unverantwortliche Fahrweise die gott sei dank oft nicht bestraft wird, nur leider in genau diesem Fall einfach zum falschen Zeitpunkt böse geendet ist und vier Menschenleben gekostet hat, sowie einen Querschnittsgelähmten und natürlich viele seelische Opfer…
Ich hoffe, dass dieser Tag die Verantwortung in die Köpfe vieler Taxi-,Blaulichtfahrer(wie sie ja mal genannt wurden) und auch andere Verkehrsteilnehmer zurück gerufen hat. Allerdings glaube ich, wenn ich mir manch gelben Taxifahrer anschau, dass sie NIX gelernt haben… Tag für Tag… Stunde für Stunde….
So, dann lasst mal Kritik und Kommentare kreisen bitte….
18. Juni 2009 um 00:15 Betroffen(Quote)
@nikdegreek sagt:
17. Juni 2009 um 04:25
@Martin- SCHNELL ANKOMMEN IST ANDERS ????? ankommen mein freund ist alles .
Das Taxi war höchstwarscheinlich zu schnell , aber ist das eine berechtigung im die vorfahrt zu nehmen ?
Übrigens jede Ampel hat drei Farben – grün / gelb / rot — dunkelgelb ist meines erachtens nicht dabei .
Entweder hatte das Taxi gelb oder rot , was dann die schuldfrage automatisch erklärt .
Zum Schluß möchte ich noch sagen das die ARSCHKARTE beide Fahrer haben egal wer Schuld ist , und keiner der SCHLAUMEIER hier im Blog .
Hm, naja, ganz ehrlich…. du hast recht. eine ampel hat drei phasen. grün gelb und rot… und dabei ist es egal ob die ampel gelb oder rot hat. rot ist jedem klar was es bedeutet. gelb bedeutet die kreuzung zu räumen, bzw NICHT mehr einfahren zu dürfen. daher ist die sculdfrage allerdings automatisch geklärt… aber nur soviel dazu. gelb bedeutet nicht, dass ich noch fahren darf, auch wenn das viele zu meinen scheinen…..
18. Juni 2009 um 00:54 Ben(Quote)
Wenn man 20m vor der Ampel noch 70km/h oder mehr fährt ist es untersagt zu bremsen, wegen des Unfallrisikos. Theorethische Fahrprüfung. Sollte man als Fahrlehrer dann doch wissen. Sry, aber wer so auf seiner Erfahrung rumreitet.
Davon abgesehen muss die Drehleiter nachts nur Signalbeleuchtung anhaben. Das sog. Martinshorn wird nachts ausgelassen, außer an riskanten Stellen wie KURZ vor Kreuzungen und in der Kreuzung, damit Anwohner von Feuerwachen und Bewohner der Stadt geschont werden. Von daher können die Zeugen recht haben, wenn sie sagen, das Horn war aus.
Schade, dass in Paderborn nur Drehscheiben verwandt werden. In anderen Städten gehören digitale Fahrtenschreiber längst zum Standard. Diese messen jeden Fahrtparameter (Geschwindigkeit, Beschleunigung (x,y,z), Beleuchtung (inkl. Blinker und Sondersignal), etc. pp).
Ich persönlich halte das Gutachten für etwas zweifelhaft, zumindest in der jetzigen verkürzt wiedergegebenen Form ist da wenig fassbares. Zudem sehe ich für ein Drehleiterfahrzeug immer noch einen Bonus wegen seiner Funktion. Dieses Fahrzeug darf schneller fahren als der Rest. Der Taxifahrer hat diesen Bonus keinesfalls. Und das manche Fahrer immer noch glauben, es gehört zum guten Ton schneller zu sein als der Rest ist auch nicht nachvollziehbar.
Zu allerletzt noch eine Sache: Für gewöhnlich wird im Straßenverkehr keinem Teilnehmer die ganze Schuld gegeben, man trägt immer eine Teilschuld, das ergibt sich eigentlich schon aus §1 StVO.
18. Juni 2009 um 08:36 Betroffen(Quote)
Im Prinzip richtig, und auf das mit den 20 m zu kommen. Rechne dir aus wie lange die Gelbphase bei einer Ampel im Tempo 50 Bereich anhält. Und dann rechne den Weg aus wie weit ich vor der Ampel noch bremsen kann sobald ich das erkenne. Da immer von dunkelgelb gesprochen wird kommst du auf ne stattliche weite… abgesehen davon ging es bei dem beitrag oben da ja nur um die aussage, dass angeblich automatisch geklärt wäre wer schuld hat. und dem ist nicht so einfach….
dass man 20m vor einer ampel bei tempo 70 nicht bremsen darf sollte selbst nem führerscheinlosen klar sein ben….
18. Juni 2009 um 09:30 Hans Wurst(Quote)
Bei allem, was man hier so liest:
Zur ganzen Diskussion um das richtige Verhalten bei Einsatzfahrten empfehle ich das Büchlein “Sonderrechte im Einsatz”, http://www.sonderrechte.info, 12 Euro.
18. Juni 2009 um 09:53 Dante(Quote)
Das Problem mit den gelben Ampeln ist wohl seit jeher ein Problem für Autofahrer.
Mir gehts da genauso wenn man mit 55 auf die Ampel zufährt und diese dann auf Gelb schaltet bin ich persönlich manchmal überfordert.
Wie weit ist es noch zur Ampel? Wielange ist die noch Gelb? Steht vielleicht ein Rot-Blitzer dort? Fährt direkt hinter mir ein Fahrzeug? Ist es eventuell Glatt?
All diese Fragen muss man in einem Sekundenbruchteil entscheiden ob man aufs Gas tritt oder nicht.
Und mir ist es schon häufig passiert dass ich entweder Gas gegeben habe oder angefangen habe zu bremsen, mich aber im letzten moment noch umentschieden habe, das Gegenteil zu tun.
Zwar macht es an vielen Ampeln wenig aus (Auch wenn es natürlich ein klarer Verstoß ist) ob man noch über Gelb oder eine halbe Sekunde später über Rot fährt, da die Latenzzeit zum kreuzenden Verkehr meistens recht gut bemessen sind. Trotzdem ist das schlechte Gewissen natürlich da.
Deshalb hielt ich die Idee der Countdown-Ampeln für eine gute Maßnahme, war allerdings enttäuscht als ich erfahren habe dass diese nur den Rot auf Grün wechsel herunterzählen sollen.
Wäre es nicht auch für die Sicherheit besser wenn man schon beim Anfahren an die Ampel sieht wieviele Sekunden die Ampel noch Grün zeigt?
Mir pers. würde soetwas bei der Entscheidung helfen.
18. Juni 2009 um 10:32 Robert(Quote)
Erstaunlicherweise schaffen es aber täglich Millionen Autofahrer, mit gelben Ampeln umzugehen, ohne einen Unfall zu bauen. So ein großes Problem können die dann wohl nicht sein.
Ich vermute, jeder Polizeibeamte würde Dir darauf ungerührt antworten: wenn Dich das überfordert, musst Du langsamer fahren. Nebenbei ist das Tempolimit ja auch bei 50km/h und nicht bei den 60, die wir oft in der Stadt fahren. Die Tatsache, dass sich die meisten nicht dran halten, ändert ja nichts an der Gültigkeit der Regel.
Darum musst Du Dich eigentlich nicht kümmern, denn der Nachfolger muss so fahren, dass er rechtzeitig halten kann, solltest Du aus irgendwelchen Gründen eine starke Bremsung vornehmen.
Wenn es glatt ist, fährst Du hoffentlich mit der berühmten angepassten Geschwindigkeit. Das muss man nicht erst in dem Moment in Erfahrung bringen, in dem man auf eine Ampel zusteuert.
Das ist aber ganz schlecht. Mein LKW-Fahrlehrer hat mir immer eingebleut, entscheide Dich – egal wie – und zieh es durch. Alles andere erhöht nur die Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Da habe ich meine Zweifel, denn Du beschreibst Dich jetzt schon als überfordert und wenn Du zusätzliche Informationen erhälst, wird die Verarbeitung eher länger dauern als kürzer.
Das mag alles ein wenig kalt klingen und ich weiß auch, dass wir alle Menschen sind und nicht immer alles richtig machen. Der Punkt ist nur: die Regeln sind klar und wenn man feststellt, dass man öfters Probleme mit seinem aktuellen Verhalten hat (wie Du z.B. von der Überforderung berichtest), muss man sein Verhalten überdenken und am besten auch ändern. Man kann sich natürlich auch für die Änderung der Regeln einsetzen, aber solange sie gelten gelten sie halt. Es nützt aber nichts, sich darüber zu beklagen, dass die Realität so ist wie sie halt nun mal ist. Und insbesondere wirst Du damit Deine Verantwortung nicht los. Denn das versuchst Du ja, wenn Du davon sprichst, dass eigentlich alle Autofahrer Probleme mit gelben Ampeln haben, es also eher am System der gelben Ampeln als am einzelnen liegt.
Wie schon öfters gesagt, niemand möchte in der Haut der beiden Fahrer stecken. Aber niemand hier auf Erden kann sie von dieser Verantwortung freisprechen, denn in Konsequenz würde das die Regeln ad absurdum führen, die wir uns in dieser Gesellschaft gegeben haben. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch Trost gibt. Ich hoffe sehr, dass alle Betroffenen diesen erfahren, denn ihr Schmerz ist sicherlich sehr groß und für Unbeteiligte schwer in seiner ganzen Größe nachzuempfinden.
Alles Gute!
18. Juni 2009 um 11:03 Dante(Quote)
Leider schaffen es eben auch tausende Täglich nicht damit umzugehen und werden dann bei Rot geblitzt oder bauen in Ausnahmefällen tatsächlich einen Unfall.
Ich halte mich eigentlich für einen relativ defensiven Autofahrer und habe sonst eigentlich überhaupt keine Probleme mich im Straßenverkehr zu bewegen aber bei diesen Situationen fühl ich mich manchmal eben unsicher.
Und ich weiß dass es vielen anderen da genauso geht.
Dass umentscheiden ganz schlecht ist.. ja das weiß ich leider selbst.
Trotzdem ist es mir schon passiert.
Ich glaube diese zusätzliche Information würde mir eher helfen, ich weiß nicht, man müsste es vielleicht in der Praxis testen.
Ich denke mir wenn ich mit Weitsicht an die Ampel heranfahre dann kann ich noch bevor ich das Gelbsignal bekomme, einschätzen ob ich es noch schaffe oder schonmal die Geschwindigkeit reduzieren sollte…
Kümmert mich meiner Gesundheit wegen trotzdem etwas.
Leider muss man im Straßenverkehr immer etwas für die Anderen mitdenken.
Grundsätzlich kommen solche Situationen, zumindst bei mir, auch nur maximal 1x Monatlich vor. Bei den restlichen Gelbschaltungen ist die Sachlage ja relativ klar.
18. Juni 2009 um 12:39 nikdegreek(Quote)
wer ohne schuld ist, möge den ersten stein werfen .
ich glaube nicht das es auf dieser welt jemanden gibt der bei einer ampel
die auf gelb springt nicht mal eben aufs gaspedal gedrückt hat um mal
eben so rüber zu huschen .
und ich denke das es bei fahrern die beruflich im strassenverkehr zu tun haben , es sicherlich öfters vorkommt .
in der regel geht das gut aber leider nicht immer .
aber mit 70 über rot , im einsatz oder nicht ist definitiv eine ganz andere hausnummer .
18. Juni 2009 um 13:03 Donalbain(Quote)
Ist die Verwendung von Signalbeleuchtung ohne gleichzeitigen Einsatz von Signalhorn tatsächlich erlaubt oder ist das einfach nur gängige Praxis?
Denn das erscheint mir doch ziemlich riskant (“verantwortunglos” will ich in diesem Zusammenhang nicht sagen) und irgendwie auch als falsch verstandene Rücksichtnahme.
Überhaupt wäre es doch – unabhängig von diesem Unfall – zumindest überlegenswert, ob man nicht noch mehr zur optischen und akustischen Wahrnehumg von Einsatzfahrzeugen tun kann, immerhin sind “Blaulichtunfälle” nun auch nicht so selten!
Anglo-Amerikanische Ländern haben da, meine ich zumindest, schon andere Ansätze: mit deutlicher unterscheidbaren Signaltönen (Polizei/Feuerwehr, Rettungsdienst etc.), verschiedenen Tonhöhen und Intervallen (tief und lang auf offenen Straßen; kurze, höhere Intervalle vor und auf Kreuzungen), einem stärkeren Einsatz von leuchtenden bzw. reflektierenden Lackierungen und Folien an den Fahrzeugen und der Vewendung einer Vielzahl von Farben bei der Signalbeleuchtung (rot/blau, oft kombiniert mit gelb, weiß oder grün), die wiederum weniger als rotierende Rundumleuchte eingesetzt wird, sondern mehr in Form einer Stroboskopleuchte.
18. Juni 2009 um 13:53 Robert(Quote)
Welche Konsequenz sollten wir denn Deiner Meinung nach daraus ziehen?
Das ist wahr und auf jeden Fall ein kluges Vorgehen.
19. Juni 2009 um 02:27 Lenni(Quote)
Warum fährt man bei Gelb über die Ampel?
Weil man WEISS, dass der Sicherheitspuffer groß genug ist: wenns Rot wird, hat der Gegenverkehr frühestens nach zwei Sekunden grün und muss dann erst noch anfahren.
Gäbe es den Puffer nicht, würde ich bei Gelb anhalten.
Shit happens.
19. Juni 2009 um 08:41 Dante(Quote)
Naja das ist natürlich schwer zu sagen.
Ich möchte ja auch die Gelbphasen bei Ampeln nicht revolutionieren
Am Besten wäre natürlich die Geschwindigkeit so anzupassen, dass man sicher reagieren kann. Aber bring das mal allen bei^^.
Ansonsten wiegesagt eventuell den Countdown an Ampeln von Rot auf Gelb testen.
Oder eine dreistufige Rotschaltung einführen. Wobei ich dies eher unter Schnapsidee einordnen würde.
Also Grün – Grün/Gelb – Gelb – Rot. Aber das würde zu weit führen denke ich.
In Köln soll die Gelbphase übrigens eine Sekunde länger sein.
Übrigens!
Ich hab gestern gedacht mir hauts den Vogel raus.
Promt passiert nämlich auf der rechten Spur neben mir genau diese Brems + Hintermann-Situation. Ging aber um Millimeter gut.
19. Juni 2009 um 17:12 Betroffen(Quote)
19. Juni 2009 um 17:45 Michael(Quote)
Ich verstehe ja, dass Du gefühlsmäßig sehr betroffen bist, aber ich begreife nicht, warum Du auf biegen und brechen dem Taxifahrer die Schuld geben musst! Nach den öffentlichen Infos hat der Taxifahrer nicht mal einen qualifizierten Rotlichtverstoß begangen und die Geschwindigkeitsübertretung ist auch unter Umständen unter der Schwelle für ein Fahrverbot! Das Gutachten nennt ja eine Geschwindigkeit von 80-100 km/h.
Laut Verwaltungsvorschrift soll eine Ampelanlage 1 Sekunde alle Richtungen Rot zeigen und dann 1 Sekunde Rot/Gelb. Ich gehe davon aus, dass diese Mindestzeiten an einer solch großen Kreuzung eingehalten – eher überschritten – werden. Ansonsten hat der verantwortliche Verkehrsplaner sicher eine große Mitschuld.
Wenn das Taxi nur die untere der genannten Geschwindigkeiten gefahren ist, dann benötigte es genau 1,5 Sekunden um die Kreuzung zu queren. Als “Dunkelgelb” wird definiert, wenn die Ampel im Moment des Überquerns der Haltelinie auf Rot springt. Somit ist die Drehleiter definitiv bei Rot gefahren… Und es ist auch mit der Drehleiter grob Fahrlässig mit mehr als 15 km/h eine rote Ampel zu überfahren!
Ich bin einige Jahre mit Sondersignal durch Hamburg gefahren – meist RTW oder PKW, aber auch größere Fahrzeuge der Klasse 3 mit Anhänger – ich wäre nie auf die Idee gekommen mit solch einem Tempo in eine 4-spurige Kreuzung bei rot einzufahren!
Nach den bekannten Infos würde ein Verkehrsrichter in Hamburg – nach meiner Erfahrung von 20 Jahren Rettungsdienst – die Schuld aufteilen und dem Taxifahrer 20-30% zuweisen…
19. Juni 2009 um 22:34 Kala(Quote)
UND NOCH EINMAL :
@Betroffen: Es gibt hier einige die weniger oder auch mehr direkt “betroffen” sind und dies nicht, zu ihrem Namen gemacht haben. Es gibt hier Menschen die jeden Tag um einen geliebten Menschen gebangt haben und voller Sehnsucht jede Besserung beobachtet haben, jede noch so winzige Regung. Es gibt hier auch gute Kollegen und enge Freunde. Viele in diesem Blog sind “betroffen” und betonen das nicht extra. Dein Verlust tut mir EHRLICH leid.
Deine Namenswahl und dein Verhalten machen mich jedoch “betroffen”.
19. Juni 2009 um 22:36 Fincut(Quote)
Das Taxi war viel zu schnell. Der Feuerwehrwagen hatte Blaulicht und MArtinshorn.
Ich frage mich, wie man sich hier schwertun kann, den Hauptschuldigen zu sehen…
19. Juni 2009 um 23:46 Wolle(Quote)
Fincut sagt:
19. Juni 2009 um 22:36
Das Taxi war viel zu schnell. Der Feuerwehrwagen hatte Blaulicht und MArtinshorn.
Ich frage mich, wie man sich hier schwertun kann, den Hauptschuldigen zu sehen…
Quote
@Fincut: Und was macht dich da bei deiner Aussage so sicher? Noch ist der genaue Ablauf dieser Tragödie nicht vollends geklärt….
Und bis das Ergebinis feststeht, sollte man mit solchen Behauptungen ein wenig vorsichtiger umgehen.
20. Juni 2009 um 00:43 Fincut(Quote)
@ Wolle:
Gutachten entscheiden nicht über Schuld und Unschuld. Das tun Gerichte. Gutachten zeigen nur den Zustand zum Zeitpunkt des Unfalls auf.
Und demnach sieht es so aus, als sei das Taxi mit ca. 30 km/h zuviel bei “dunkelgelb” über die Ampel geprescht. Was ja Sinn macht, möchte man noch schnell rüber.
Die Feuerwehr war laut Gutachten mit Blaulicht unt Martinshorn unterwegs – und ebenfalls “zu schnell”. Aber immer noch mit Sonderrechten. Wäre das Taxi mit erlaubter Geschwindigkeit unterwegs gewesen, wäre der Unfall mit Sicherheit SO nicht passiert.
In meinen Augen hat der Taxifahrer die Hauptschuld. Moralisch eh, so leid mir das für den Kerl tut. Aber wer mit überhöter Geschwindigkeit in ein blinkendes und tatütendes Einsatzfahrzeug rast, der hat einfach etwas völlig falsch gemacht.
Sehe ich in der Ferne Blaulichter zucken und höre ich irgendwo Sirenen, dann bremse ich ab, fahre rechts und mache mich bereit zum Anhalten!
20. Juni 2009 um 00:55 sebastian(Quote)
Wäre das Einsatzfahrzeug mit erlaubter Geschwindigkeit unterwegs gewesen, wäre er auch nicht passiert. Solche Unfälle sind immer eine unglückliche Verkettung von Ereignissen: Ändere ein kleines Detail und es passiert nichts… in diesem Fall leider schon.
20. Juni 2009 um 01:39 nikdegreek(Quote)
ich weiß nicht welcher idiot deinen käfig aufgelassen hat .
rot ist rot mein freund , einsatz hin oder her.du kannst doch nicht leute in
gefahr bringen oder schwer verletzen eventuel noch töten und dann behaupten ich war im einsatz . hast du sie noch alle ?
ich hatte an dieser stelle schon mal geschrieben du kannst nicht jemanden die vorfahrt nehmen mit den argument er war doch viel zu schnell .
ich weiß nicht was dein beweggrund ist in diesem blog deine meinung zu schreiben, aber realititsnähe ist das sicherlich nicht .
SPINNER!!!!!!
20. Juni 2009 um 01:45 nikdegreek(Quote)
Blaulicht sehen – auf die Bremse tretten .
genau so siehst du aus .
ich möchte wetten das deine familie und freunde(soweit vorhanden) sich darum reißen von dir durch die gegend gefahren zu werden .
Sollte irgendeiner der toten oder verletzten angehöriger oder freund von dir sein, mein herzlichstes beileid.
Aber deine kommentare sind alles andere objektiv geschweige realitätsnah .
20. Juni 2009 um 13:08 Torsten Bentrup(Quote)
Fincut darf man getrost ignorieren, der will nur trollen und meldet sich in allen Blogs nur, wenn er dummes Zeug schreiben will.
Zum Thema “Blaulicht sehen und bremsen”: Genau das macht jeder Fahrer. Weil man weiß, daß da jemand unterwegs ist, der ein deutlich höheres Ziel verfolgt als einfach nur schnell zu fahren. Da geht es üblicherweise um Menschenleben oder zumindest hohe Sachwerte. Kein Mensch mit mehr als einer Gehirnzelle wird auch nur einen Moment zögern und selbstverständlich den Weg freimachen. Irgendjemandem (und noch dazu diesem Taxifahrer) zu unterstellen, er hätte das Blaulicht erkannt und nicht reagiert, ist eine Unverschämtheit. Das würde bedeuten, daß der Fahrer vorsätzlich den Unfall verursacht hat und das ist einfach so weit weg von jeder realistischen Betrachtungsweise, daß ich bei solchen Kommentaren kotzen möchte!
Bei den begutachteten Geschwindigkeiten und der baulichen Situation dort oben (der Blick wird durch ein riesiges Studentenwohnheim abgeschirmt und es gibt dort auch noch extrem dämliche Bepflanzungen der Verkehrsinsel in Blickrichtung) war es wohl schlicht nicht möglich, rechtzeitig die Sondersignale zu registrieren. Als einzige Alternativmöglichkeit würde ich nur noch “Augenblicksversagen” akzeptieren, z.B. eine kurze Ablenkung durch irgendwas.
20. Juni 2009 um 18:11 TaxiIngo(Quote)
Ich behaupte mal einfach das die Fahrgäste die im Taxi saßen von eine Feier,Disco oder so kammen und in guter feierlaune gewesen ist. Die Lautstärke bei solchen Fahrten ist meistens höher als in einen normalen Fahrzeug. Musik eventuell lauter ,Funkgerät lauter, da wird das Martinshorn leider leicht überhört.Ob das hier der fall gewesen ist,kannIch seler nicht beurteilen, da Ich nicht dabei gewesen bin.
Ich wünsche allen beteiligten alles gute für die Zukunft.
21. Juni 2009 um 13:50 Torsten(Quote)
Moin Torsten,
ich mag Deinen Blog sehr! Als ich jünger war, führte mein Weg des Öfteren nach PB (in BI gab es damals noch keine coolen Diskos…).
Was mich in der Berichterstattung über den tragischen Unfall ärgerte, sind die Bezeichnungen….
Ein Leiterwagen wird von Pferden gezogen!
http://de.wikipedia.org/wiki/Leiterwagen
Am Unfall beteiligt war eine Drehleiter!
http://de.wikipedia.org/wiki/Drehleiter
Sorry, aber als Feuerwehrfan nervt es mich, dass viele Redakteure/Lektoren diesen Unterschied einfach nicht kennen.
Grüße
Torsten
21. Juni 2009 um 20:41 Fincut(Quote)
Hey Torsten Bentrup. Ich trolle nicht, ich vertrete nur meine Meinung. Die mag eventuell nicht Mainstream sein – getrolle ist sie nicht.
MfG
21. Juni 2009 um 21:05 Stephan___(Quote)
Dass heutzutage so viele Leute meinen, rumzupöbeln, andere zu verletzen und die Meinung anderer als unwichtig abzutun sei lediglich Ausdruck der Tatsache, dass sie dem Mainstream nicht folgten, finde ich besonders perfide!
Nich angepasst zu sein, gibt einem nicht das Recht ständig auf den Gefühlen Anderer herumzutrampeln.
21. Juni 2009 um 21:11 Fincut(Quote)
Falls Du Dich auf mich beziehen solltest (ich kann es nur schwer glauben) – wo habe ich hier gepöbelt, verletzt und andere Meinungen als unwichtig abgetan?
11. August 2009 um 12:32 DerDaniel(Quote)
Etwas spät, dieser Kommentar, ich weiß. Aber ich dieses Blog erst vorhin über die Blogroll des Shopbloggers gefunden und wollt ehier mal kurz meine Gedanken niedertippen:
Mit Interesse habe ich die Eintragungen zum Unfall gelesen. Auch bei uns im Löschzug (bin Mitglied in einer Freiwilligen Feuerwehr und dadurch CE Führerscheininhaber) hat den Unfall für Gespräche gesorgt, so wie es oft der Fall ist, wenn etwas derartiges passiert. Eine Diskussion dazu gibts auch hier:
http://www.feuerwehr-forum.de/s.php?m=568392
Traurig, dass generell im Laufe der Diskussion so oft die Sprüche von den StVO-Verachtenden Taxifahrern und den gaskranken Feuerwehrleuten kommen. Da ist man für Sachlichkeit auch in diesem Blog hier dankbar.
Offenbar läuft es ja auf eine Teilschuld heraus. Mit den Folgen des Unfalls werden aber alle Beteiligten über eine eventuelle Verurteilung hinaus Leben müssen…
Uns kann solch ein Unfall nur Mahnung und Warnug sein:
- Gurte gehören im Auto angelegt. Immer.
- Geschwindigkeitsüberschreitung ist kein Kavaliersdelikt.
- Eine auf rote springende Ampel ist kein freundlicher Hinweis und keine Einladung, “noch schnell rüberzurauschen”.
- Grade wenn die Ampel nicht grün zeigt: Mit Sonderrechten in Kreuzugen hineintasten und bremsbereit sein
Blaulicht und Einsatzhorn ordnen an: “Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen” (StVO §38) – Man muss “allen ürigen” aber auch die Chance dazu geben…
Mir selbst sprang der Gedanke an den Unfall erst vor einigen Wochen auf einer Blaulichtfahrt in den Kopf, vielleicht weil wir zu diesem Zeitpunkt grade darüber Diskutiert hatten.
Ja, man hat Andrenalin im Blut, weiß nicht immer genaus, was kommt, sortiert vielleicht im Kopf schon die nächsten Schritte. Wo stelle ich das Fahrzeug ab? Biege ich gleich links ab oder Fahre besser hinten rum an? An die Atemschutzüberwachungstafel denken!
Grade wenn man freiwilliger Helfer ist, nicht Hauptamtlich, die Situation also nicht so oft vorkommt. Aber was hilft es, wenn man noch gar nicht angekommen ist? Ein Feuerwehrfahrzeug, das im Graben liegt, nutzt niemandem mehr. “Trotz der Sonderrecht: Vorsicht!” So ein Aufkleber prangt in vielen Fahrzeugen und ich sehe, dass die allermeisten Kollegen das auch beherzigen. Wir wollen schließlich Helfen. Und zwar dem Anrufer, der die 112 gewählt hat. Und nicht den Opfern eines Eigenunfalls…
So lange aber im Straßenverkehr Menschen unterwegs sind, die alle mal Fehler machen, wenn auch nur kleine, werden Unfallmeldungen noch öfters in den Zeitungen stehen und wir bilder wie diese:
http://feuerwehrmann.de/Nachdenken/tabid/60/D...
leider noch öfter sehen.
Mein Beileid den Hinterbliebenen der Fahrzeuginsassen und allen Weiteren Beteiligten die besten Genesungswünsche!
Daniel
14. November 2010 um 22:38 Volker(Quote)
Das Verfahren ist offensichtlich eingestellt.
Begründung des Gerichtes: Ein Schuldiger / mehrere Schuldige sind schon durch ihre eigene Verletzungen zur Genüge bestraft.
Verstehe ich nicht.
Wer weiss mehr?