Intelligente Radfahrer

Um nicht immer nur so negative Einträge zu schreiben, gibt es heute mal ein positives Beispiel:

Guter Radler

Das rechte Licht gehört auch zu einem Radler ohne auffällige Kleidung. Aber immerhin auch mit hellem Rücklicht.

Deutlich häufiger fallen allerdings (meist allerdings erst im letzten Moment) die Radler auf, die sich ausschließlich auf ihre Schutzengel verlassen und weder an Beleuchtung noch an Reflektoren glauben.

43 Antworten zu “Intelligente Radfahrer”

  1. queru sagt:

    wie? was? wo? radfahrer mit licht? ist heute der erste april oder was? :D

  2. morinox sagt:

    Ja, wir brauchen unbedingt den autogerechten Radfahrer. Am Besten mit Rundumleuchte auf dem Helm.

  3. sarc sagt:

    Wofür gibts schließlich Reflektoren? Den Rest ordnet man zynisch unter “natürliche Auslese” ein… ;)

  4. daniel sagt:

    ich hab einmal im winter bei einer nachtfahrt mit der fahrschule fast einen radfahrer beim abbiegen übersehen… er hatte kein licht und weil der radweg etwas weiter weg von der strasse war recht dunkel. mein fahrlehrer hat den gesehen… der hat der darwin-award verdient (also der radfahrer)
    verstehen kann ich das nicht. ich bin wohl einer der wenigen die oft rad und auto fahren und kenne daher beide seiten… und weiss wie scheisse das ist^^

  5. IngoH sagt:

    Ich kenne auch beide Seiten, auf zwei wie auch auf vier Rädern, und habe Probleme zu verstehen, warum einige Radfahrer nicht das geringste Interesse daran zu haben scheinen, dass man sie frühzeitig erkennen kann, damit gefährliche Situationen möglichst gar nicht erst entstehen. Vor allem, weil es genügend einfache, billige und auch leichte (für die gewichtsoptimierte Rennradfraktion ;) ) Möglichkeiten gibt.

    Ich bestehe da nicht auf eine StVO-konforme Beleuchtung, aber man muss es sich ja nicht unnötig gegenseitig schwermachen: Schon ein reflektierendes Band am Oberarm oder an der Wade zeigt einem herannahenden Autofahrer schon aus einiger Entfernung an “Da ist was” – er kann sich leichter darauf einstellen als auf einen plötzlich auftauchenden dunklen Schatten.
    Eine ganz einfache Warnweste für unter fünf Euro (zB aus dem Baumarkt, Autozubehörladen oder ab kommenden Donnerstag schon für 1,59 bei einem bekannten Discounter) erkennt man oft sogar viel besser als die StVO-gemäße Rücklichtfunzel oder solche nervigen Blinkteile. Wer es bequemer/modischer haben möchte, findet genügend Auswahl an reflektierenden leichten Westen oder Bändern.

    Aber manchen ist anscheinend selbst der kleinste Aufwand zur eigenen Sicherheit noch zuviel…

  6. Arne sagt:

    Zustimmung an das Gesagte. Auch ich kenne beide Seiten und es regt mich tierisch auf. Wenn man dann mal das Fenster herunter lässt oder mit dem Moped auf Höhe fährt um die Blitzbirne darauf aufmerksam zu machen, erntet man jugendliche Aggressivität. *Kopfschüttel* Sind auch immer die gleichen Spezies. Schocktherapie ist das Einzige, was da hilft. Müssen sich so richtig erschrecken.

  7. Zeddi sagt:

    Sind auch oft genug ältere … Fusgänger sind übrigens auch nichtbesser zu sehen, wenn sie dunkle Kleidung haben.
    Neulich war eine gruße vpm ca. 20 Menschen, zu zweit oder auch zu dritt nebeneinander unterwegs. Mangels Fussweg haben sie die Hälfte der unbeleuchteten und relativ schmalen straße betreten, auf für Autos 50 km/h gilt (Auswärtige könnten aufrgrund der etwas inkosistenten Beschilderung auch evtl. “Ausserorts” erkennen und 100 fahren)
    Naja, ich war ausnahmsweise etwas langsamer unterwegs, ca. 40kmh, musste dennoch ziemlich stark bremsen, und wurde dann auch noch “angemault” – muss man nicht verstehen ;)

  8. vivec sagt:

    Als ich klein war (so ungefähr 4) wollte ich Radfahrer werden, wenn ich mal groß wäre. Ich fand es damals sehr dumm von meinen Eltern, dass sie Auto gefahren sind, denn offensichtlich galten für Fahrradfahrer ja die Verkehrsregeln nicht, an die sie sich halten mussten. Ich fand mich damals ziemlich schlau.

    Heut fahr ich Motorrad. Ist immer noch so.

  9. Kein To sagt:

    Wer in der Nähe einer Uni wohnt weiß, dass den gemeinen deutschen Studenten eine ungeheure Todessehnsucht quält. Einbahnstraßen? Da scheißt er doch drauf. Rote Ampeln? Da scheißt er doch drauf. Licht? Da scheißt er doch drauf. Beim Spurwechsel Handzeichen geben oder gar umsehen? Da scheißt er doch drauf. Hinter Rechtsabbiegern warten? Da scheißt er doch drauf. Vorfahrt beachten? Da scheißt er doch drauf.

    Nein, der gemeine deutsche Student will sterben. Möglichst dreckig, und schmerzhaft.

  10. sarc sagt:

    To, komm mal nach Münster. Dagegen sind die andern Unis harmlos… ;)

  11. ince sagt:

    Besonders diejenige, die nachts ohne Licht auf dem Bürgersteig der falschen Seite unterwegs sind, gehen mir auf den Sack.
    Seit ich den Führerschein hab, hat sich mein Radfahrverhalten ziemlich verändert. Ich leg jetzt sogar Wert darauf, dass meine Beleuchtung funktioniert.

  12. Banger sagt:

    @morinox: Warum gleich die Polemik? “Sehen und gesehen werden” ist eines der vernünftigsten Grundprinzpien, die man beherzigen sollte, wenn man sich einen Verkehrsraum mit anderen Teilnehmern, welcher Couleur auch immer, teilt. Quasi unsichtbar auf dem Rad unterwegs zu sein ist genau so bescheuert wie der Fußgänger, der in der Dämmerung seine Hundeleine unbedacht quer über den Weg vor mein Rad spannt.

  13. Stephan sagt:

    @ morinox: “Aber ich habe recht”, waren die letzten Worte des sterbenden Radfahrers!

  14. dan sagt:

    Weil hier “sehen und gesehen werden” genannt wurde möchte ich noch zu bedenken geben dass man als Radfahrer oft eben *nicht* gesehen wird wenn man von der eigentlichen Straße abgesetzte Radwege benutzt. Wenn man außerhalb des Blickfeldes des motorisierten Verkehrs fährt hilft auch die beste Christbaumverkleidung nichts. Als Radfahrer gehöre ich deshalb zu denjenigen die möglichst konsequent auf der Fahrbahn fahren. Bei ungünstigen Sichtverhältnissen natürlich beleuchtet.

  15. Doc Cooper sagt:

    Allein der Glaube an Beleuchtung und Reflektoren ist im Strassenverkehr ebenso nützlich und sicherheitsfördernd wie eine Christophorus-Plakette am PKW ohne Bremsen, wie der Herr Bentrupschon richtig ausführte. Persönlich bevorzuge ich Teelichter am Rad und auf demn Helm, der Dynamo ist zu kraftaufwendig.

  16. Kein To sagt:

    dan, tolle Argumentation. Statt auf dem abgesetzten Radweg zu fahren, der noch etwas Schutz bietet, lieber direkt vor die Kühlergrille der Autofahrer rumturnen. Ja, ne, is klar.

    Wie ich sagte, sie wollen alle sterben. Vielleicht sollte man als Autofahrer einen Spruch der Marines berücksichtigen. Kill them all and let God sort them out.

  17. dan sagt:

    @Kein To:

    Die “gefühlte Sicherheit”, die Radwege bieten, deckt sich leider in keinster Weise mit dem realen Stand in Sachen Sicherheit. In Paderborn beispielsweise sind in 2006 (da habe ich mir die Zahlen mal genauer angeschaut und bei den Behörden nachgefragt) mehr als 40 % aller Unfälle mit Radfahrern im Zusammenhang mit der Nutzung von Geh-/Radwegen passiert. Und das obwohl gerade mal knapp 10 % aller Straßen überhaupt Radwege haben. Auswertungen mit vergleichbaren Ergebnissen gibt es auch aus anderen Städten wie z. B. dem großen Berlin.

    Ernsthafte Unfälle hatte ich dabei bisher übrigens keine obwohl ich meist so 10-15 Tsd. Kilometer pro Jahr auf dem Rad sitze. Allenfalls erwähnenswert dieses Jahr war wohl eine Situation im Frühjahr wo bei einer Kolonnenbremsung eine Schnapsdrossel hinter mir meinte dem Taxi vor mir drauffahren zu müssen. Da ich mit meinem Formfaktor zufrieden bin habe ich es da vorgezogen mich aus der “Schußlinie” zu kippen. Ist allerdings nicht hier in PB passiert sondern in Frankfurt/M.

  18. Tux2000 sagt:

    Gestern abend, in leichter Dämmerung, vom Chef zu seiner Schwester chauffiert worden, damit ich ihr DSL zum Laufen bringe. Rechts radelt jemand in signaloranger Warnweste (die Dinger, die Bauarbeiter auf der Autobahn anhaben). Absolut nicht zu übersehen, ein Blaulicht auf dem Kopf hätte nicht auffälliger sein können. Nach dem Überholen nochmal umgedreht (kann man als Beifahrer ja wunderbar), weil die Figur nicht so ganz zum wettergegerbten Bauarbeiter passen wollte: Hübsche Studentin, der ihre Sicherheit definitiv wichtiger war als ihr Aussehen auf dem Rad.

    Tux2000

  19. Tux2000 sagt:

    Noch was: Licht!

    Ich verstehe nicht, warum man sich immer noch mit diesen besch…enen Dynamos rumquält, die fröhlich am Rahmen hin und her wandern und gelegentlich, auf trockenem Reifen, mal versehentlich für ein paar Sekunden in der Stunde genügend Energie liefern, um die ganzen Übergangswiderstände aus Farbe, Dreck und Rost zu überwinden und die prähistorischen Funzeln zum Glimmen bringen.

    Nabendynamos rutschen nicht durch, laufen sehr leicht und vor allem ist das Licht damit dauerhaft an — wenn nicht irgendein geistiger Tiefflieger beim Hersteller des Fahrrads eine Lampe mit Schalter montiert, um das Licht auszuschalten. Der ist (zumindest an der Lampe an meinem Rad) dermaßen winzig und garantiert nicht wetterfest, das der für den ersten Lichtausfall verantwortlich sein wird. Nicht, dass man irgendeinen Unterschied im Tretwiderstand merken würde, wenn der Nabendynamo die 3W nicht liefern muß.

    Eine zweiadrige Verkabelung der Lichtanlage löst das Problem der Übergangswiderstände zum Rahmen, dann noch ein Halogenstrahler und ein LED-Rücklicht mit Standlicht-Funktion. Alles keine “Rocket Science”, und nicht wesentlich teurer als das Elektrik-Gerümpel, mit dem sich unsere Großeltern rumschlagen mußten. Die gute Lichtanlage hat mein Rad nicht mal ein Prozent teurer als mit der Standard-Ausrüstung gemacht.

    Nächster Licht-Kandidat ist das Auto, da weichen noch vor dem Winter die Billigst-Funzeln extra hellen Markenlampen. Die Billig-Dinger reichen mal gerade aus, damit die Rennleitung bei Dunkelheit nicht allergisch reagiert. Sehen kann man damit nicht. Wie die Dinger ein Prüfzeichen bekommen habem, will ich gar nicht wissen. Der Prüfer hatte wohl eine gepunktete Armbinde. ;-) Und bei der Gelegenheit kommt dann auch die Skandinavien-Nachrüstung rein, die das Abblendlicht automatisch einschaltet, sobald die Zündung an ist.

    Tux2000

  20. dan sagt:

    @Tux2000:

    Im Prinzip Zustimmung zu den Fahrrad-Beleuchtungstipps. Ein ständig angeschaltetes Licht am Fahrrad will man allerdings zumindest nicht bei Nutzung von Halogenscheinwerfern haben weil die Leuchtmittel nur eine sehr geringe Lebensdauer (100 Betriebsstunden oder so) aufweisen. Das Problem dürfte sich mit weiterer Verbreitung von LED-Licht aber über die Zeit erledigen.

    An einem Nabendynamo kann man übrigens ab einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 20 km/h auch zwei Scheinwerfer betreiben und sich so ein zuschaltbares Fernlicht basteln.

    Was Warnweste angeht: es gibt für Radfahrer auch sog. Reflexschärpen. Das sind nur schmale, aber gut reflektierende Bänder. Ebenfalls gute Sichtbarkeit, Vorteil gegenüber der Konstruktion als Weste ist dass man keinen Schweißfänger überziehen muss.

    Allerdings bin ich was die ganze Warnwestenmanie angeht ein wenig skeptisch. Natürlich kann man als einzeln handelendes Subjekt damit erstmal seine Sichtbarkeit verbessern. Gleichzeitig sorgt man aber dafür dass die Kontraste in der Umgebung krasser werden und unbeleuchtete, nicht mit Warnweste versehene Subjekte/Objekte schlechter gesehen werden. Ob dann unterm Strich über alle Verkehrsteilnehmer betrachtet tatsächlich weniger Unfälle passieren halte ich für fraglich. Ist ‘ne ähnliche Debatte wie auch in Sachen Tagfahrlicht. Da gibt es ja auch sehr konträre Meinungen zu.

  21. Ecki sagt:

    @morinox
    das stelle ich mir lustig vor. Wenn eines Tages die Helmpflicht für Radfahrer eingeführt wird, dann aber bitte mit Rundumleuchte! lol

  22. Gucky sagt:

    Hast du denn auch schon die neue Version der Kommentarbenachrichtigung drin ?

  23. Ulli F. aus L. sagt:

    @Tux2000
    ich moechte auch eine Skandinavien-Nachruestung haben. Wer installiert so etwas? Ist das bei jedem Auto moeglich? Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
    Die Beantwortung meiner ersten Frage wuerde mir schon reichen, danke.
    Ulli

  24. Marcus sagt:

    @Tux+Ulli:
    Also ICH wäre vorsichtig mit so ner Skandinavien-Umrüstung,
    zumindest (ab-)schaltbar sollte es bleiben. Stellt Euch mal die
    Situation bei Frost vor: ältere Batterie, älteres Auto, und das
    Licht schluckt gerade dieses letzte bischen Energie, das zum
    anlassen noch gereicht hätte… unschöne Sache.

    MfG M.

  25. Andreas sagt:

    @Ulli F. aus L.
    Falls Du einen neueren Wagen fährst – bitte bei der nächsten Inspektion Deine Werkstatt um die Umprogrammierung, bei älteren Mühlen – Strippen ziehen – ist aber einfach.

    Zum Fahrrad : vorne und hinten ein LED Lenser P7 von Zweibrüder (170 Lumen Lichtstrom) macht dich zur fahrenden Supernova (über 200 Meter Reichweite). Hinten bitte den Rotvorsatz nicht vergessen !!

  26. topas sagt:

    @Zeddi: Eine ähnliche Situation hatte ich außerorts gehabt. Nagelneuer, ebener kombinierter Rad-/Fußweg neben der Straße, Straße selbst war eine Allee mit normaler Bundesstraße, Tempo 80. Zwei (sicherlich angetrunkene, in dem Dorf vorher war ein Fest) Radfahrer meinten, nachts (a) den Radweg zu ignorieren und stattdessen (b) unbeleuchtet in der (c) mondlichtarmen Allee (d) nebeneinander zu fahren. Soviel Suizidbereitschaft hab ich auch selten gesehen :) Ach ja: Bremspedal ging eine Symbiose mit dem Bodenblech ein, sicherheitshalber leicht in die Gegenfahrbahn ausgewichen (gerade kein Gegenverkehr). Bremsweg war noch passend, ich habe sie während des Bremsens nicht überholt :)

  27. Zeddi sagt:

    topas> Da haben wir beide wohl glück gehabt ;)

    Gestern hatte ich durch Zufall ein schönes Gegenbeispiel gesehen: Ein älteres Pärchen, auf fast der gleichen Stecke, sehr dunkle Kleidung, ABER mit jeweils kleinem Reflektor”ring” um jeweils einen arm – nur 3,4 cm sicherlich breit – aber vollkommen ausreichend um die Fussgänger sicher und rechtzeitig zu erkennen, kostet sicherlich auch nicht mehr als 2,3 euro, und ist nicht so “unkleidsam” wie eine komplette Warnweste ;)

  28. Tux2000 sagt:

    Skandinavien-Umrüstung bei alten Autos ohne Computer-Firlefanz braucht exakt zwei Relais, eine Sicherung, etwas Litze und ein paar Crimpstecker.

    Beschreibung und Schaltplan: http://www.bxig.net/viewtopic.php?f=10&t...

    Bei der Verkabelung geht übrigens beim Anlassen das Licht aus, funktioniert also auch mit altersschwachen Akkus. Letztere lassen sich im allgemeinen recht einfach wechseln, das löst auch die Startprobleme im Winter recht zuverlässig.

    Tux2000

  29. Tux2000 sagt:

    Die Skandinavien-Umrüstung bei alten Autos ohne Computer-Firlefanz braucht exakt zwei Relais, eine Sicherung, etwas Litze und ein paar Crimpstecker.

    Beschreibung und Schaltplan: http://www.bxig.net/viewtopic.php?f=10&t...

    Bei der Verkabelung geht übrigens beim Anlassen das Licht aus, funktioniert also auch mit altersschwachen Akkus. Letztere lassen sich im allgemeinen recht einfach wechseln, das löst auch die Startprobleme im Winter recht zuverlässig.

    Tux2000

  30. Ulli F. aus L. sagt:

    @Marcus, Andreas und Tux2000
    Ich bedanke mich fuer eure Antworten.
    ulli

  31. John sagt:

    Ich bin auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, jedoch sollte man es dann auch wieder nicht übertreiben da dann die anderen Verkehrsteilnehmer eher abgelenkt werden anstatt auf die Radfahrer aufmerksam zu machen.

  32. zoppo sagt:

    Die Hightec-Tipps für Fahrradlicht sind ja gar nicht verkehrt, allerdings sollte man sich lieber darauf konzentrieren, einen gewissen Mindeststandard bei der Masse der Räder zu erreichen. Wenn alle “schlechtes” Licht und 70% der Reflektoren hätten, wäre schon viel gewonnen!

    Darauf kann man am besten als Radfahrer die anderen Radfahrer hinweisen (an der roten Ampel…), schließlich gefährdet man sich ja auch schon unter Radfahrern. Ein zielführendes Gespräch zwischen Auto- und Radfahrern scheint ja total unmöglich, wie man schön an dieser Diskussion sieht.

  33. queru sagt:

    “Darauf kann man am besten als Radfahrer die anderen Radfahrer hinweisen (an der roten Ampel…)”

    wenn man das als autofahrer – will sagen umweltsünder und damit schlimmer als h*tler – macht, dann bekommt man meistens ein aggressives “kümmer dich um deinen eigenen scheiß, du arsch” zu hören

  34. zoppo sagt:

    @queru
    eben drum!

    Mir als Radler ist es ein Anliegen, entspannt schnell fahren zu können und da stören die unbeleuchteten nur.

    Abgesehen davon: Solche Reaktionen wie du habe ich bisher weder als Rad- noch als Autofahrer erhalten. Vielleicht einfach mal etwas entspannter im Verkehr unterwegs sein….falls du tatsächlich mehrfach als Arsch, Hitler oder Umweltsünder bezeichnet wurdest (was ich nicht glaube).

  35. queru sagt:

    als hätler umweltsünder direkt hat mich noch niemand betitelt, aber so denken “unsere” radfahrer leider. du als autofahrer bist der schlimmste verbrecher der gesamten menschheitsgeschichte, daher der vergleich.

  36. queru sagt:

    und da war ich mal wieder zu schnell mit dem absende-knopf.
    für das protokoll: wenn ich des nächtens mit dem rad unterwegs bin, dann grundsätzlich mit batterieleuchten und reflektierenen handschuhen und rucksack.

    nur wenn ich dann von den streifenhörnchen angehalten werde, weil die einen alkoholtest machen wollen, da der verdacht naheliegt, weil ich beleuchtet fahre und an roten ampeln anhalte, dann stimmt doch in dieser stadt etwas ganz gewaltig nicht…

  37. Daniel sagt:

    Ich fahre beruflich Auto (Bus und Taxi), privat eher nur Rad, und ich mache schon seit längerem etwas, das seit kurzem in Frankreich sogar Pflicht ist (siehe u.a. hier: http://48zwoelf.de/blog/index.php/2008/10/13/... ): ich trage bei schlechter Sicht eine Warnweste. Die eigene Sichtbarkeit erhöht sich ohne nennenswerten Aufwand ungemein. Und dass die Beleuchtung am Rad funktionieren muss, ist auch klar.

    Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wieso sich viele Radler in derartige Gefahr begeben und als dunkle Schatten durch die Stadt huschen.

  38. Tux2000 sagt:

    Wenn wir gerade schon dabei sind, auf Unterbelichteten herunzuhacken: Ich finde es auch höchst intelligent, in dunkler Herbstnacht komplett dunkel bis schwarz gekleidet fernab jeder Lichtquelle wie ein kopfloses Huhn über die Straße zu flattern. Diese Woche habe ich gleich zwei nur mit Mühe verfehlt. Können die nicht einfach vom Hochhaus springen wie alle anderen Selbstmörder?

    Tux2000

  39. Lars sagt:

    Ich fahre grundsätzlich mit Helm und Licht, letzteres dank meinem Nabendynamo auch ohne größeren Kraftaufwand. Und sobald es dann etwas dunkler wird, kommt noch eine Warnweste hinzu. Eine Segeljacke in den Farben weiß und rot (mit Reflexstreifen) trage ich ohnehin ständig, die hält nämlich sehr zuverlässig warm und trocken. Und die Warnweste trage ich auch, wenn ich nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Hund gehe. Zugegeben, ich bin mittlerweile im Dorf dafür bekannt. Aber das ist mir meine Sicherheit doch allemal wert!

    Und zum Thema Radwege: Nachts fahre ich auch viel lieber auf der Straße, weil die einfach besser beleuchtet ist und nicht so viele Unebenheiten aufweist, die ich nicht sehen kann. Und nicht zuletzt wird man auf der Straße von den Autofahrern wesentlich früher wahrgenommen, wenn man als orangefarbenes Männchen dort rumfährt.

    Nicht zuletzt lege ich als Feuerwehrler auch keinen Wert darauf, Radfahrer in Stücken bergen zu müssen. Da kann ich mir nachts wahrlich schönere Beschäftigungen vorstellen.

  40. Torsten Bentrup sagt:

    Ich war leider so kommentarfaul die letzte Zeit, daß ich einfach mal meine Meinung dazu zusammenfassen muß:

    Ich habe kein Problem damit, wenn sichtbare Radfahrer lieber die Straße und nicht den vorhandenen Radweg nutzen. Ich seh die Probleme (schlechte Beleuchtung, defekte Fahrbahnen, Bordsteine) und nehme deshalb gerne Rücksicht.

    Sogar die Verweigerung von Helmen kann ich nachvollziehen. Es gibt seriös erscheinende Studien, daß Autofahrer unbewusst weniger Abstand zu Helmträgern halten. Find ich nicht wirklich plausibel, aber meinetweg.

    Ich kann es nicht wirklich verstehen, aber auch mit defekten oder nicht vorhanden Leuchten kann ich noch leben.

    Absolut albern und selbstmörderisch ist aber die Verweigerung von Reflektoren. Keinerlei Nachteile und massive Vorteile, besser geht es nicht.

    Mehr muß gar nicht sein, aber ein bischen Lebenserhaltungstrieb sollte doch für jeden machbar sein. Notfalls auch, um den Unfallgegner vor einer traumatischen Erfahrung zu bewahren.

  41. ladida sagt:

    Ich musste einmal 15€ bezahlen, weil ich kein Licht am Fahrrad hatte… Seitdem bin ich nur noch mit Licht unterwegs :D

  42. berlinradler sagt:

    Gesetzeskonforme Beleuchtung bedeutet Schrott – der Ausfall nach 50 bis 100 km ist vorprogrammiert. Gäbe es beim Auto keine nenneswerten Qualitätsvorgaben, würden auch mehr Leute ohne Licht fahren. Hier könnte man also – zumindest bei neu verkauften Rädern – viel erreichen. Ein großer Teil der Radfahrer dürfte unwillentlich ohne Licht fahren.

  43. Torsten Bentrup sagt:

    Ich bin schon sehr gespannt. Nach 20 Jahren ohne Fahrrad bin ich grad dabei, mir eines zu kaufen und es wird wohl ein Standrücklicht und ein normales Vorderlicht haben (incl. Nabendynamo). Keine Nachrüstung, ist bei meinem derzeitig favorisiertem Bike halt so dabei. Ich werde berichten, wenn da irgendwas nach 100 km ausfällt!

    Nichtsdestotrotz: Wenn man als Fahrradfahrer sein Leben liebt, sollte man durchaus in der Lage sein, ein paar Euro in vernünftige Lichttechnik oder zumindest auffällige Reflektoren zu investieren. Jeder Fahrradladen hat Armbänder oder so in “extremauffällig” zu bieten. Es geht um Eure Knochen!

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