Verkehrsprobleme I

Wenn sich zwei Fahrzeuge auf einer engen Straße begegnen, der Platz aber nur für einen reicht, muß man sich einigen.

Bei unserer Begegnung blieb ich stur. Die so entgegenkommende Fahrerin sag dann aber schnell ein, daß Ihr nur noch der Rückzug auf den Bürgersteig blieb.

Als wir dann aneinander vorbeikamen, signalisierte ich ihr, daß ich eine wichtige Mitteilung für sie hätte.

“Entschuldigung, ich wäre ja auch zurückgefahren. Aber das hier ist eine Einbahnstraße. Ich fahre in die richtige Richtung…”

Von der Rücksitzbank der Geisterfahrerin krähte ein Teenager:

“War klar, Frau am Steuer!”

Ich hab ja eine andere Theorie: Das Kennzeichen begann mit HX! Höxteraner in der “Großstadt”, eines der letzten Abenteuer dieser Welt!

PS: Eigentlich hätte die Überschrift “Höxteraner VII” heißen sollen. Wer Lust hat, kann ja mal die Suche oben rechts anschmeißen und sich die ersten sechs Teile ansehen.

27 Antworten zu “Verkehrsprobleme I”

  1. TorstenW sagt:

    Hallo Torsten…

    Ja, sowas solls wohl geben… Aber der Kommentar von nem Teenie??? *rofl*

    Und übrigens Glückwunsch zum neuen Job!

    LG TorstenW

  2. Kittyluka sagt:

    “Großstadt”….

    Paderborn… “Großstadt”

    Ich lach mich schlapp.

  3. Torsten Bentrup sagt:

    @TorstenW: Ich tippe drauf, daß am Steuer seine große Schwester saß. Da wäre die Reaktion nur natürlich.

    Und Danke für die Glückwünsche, ich habe es noch keine Sekunde bereut. Oh, moment. Doch. Wenn ich um 17 Uhr aufstehen muß, bereue ich es. Bei meinem Ex-Chef durfte ich irgendwann zwischen 21 und 23 Uhr anfangen. Das vermisse ich schon sehr…

    @Kittyluka: Die “” habe ich schon mit Bedacht gewählt. Allerdings haben wir sogar einen inneren und einen äußeren Ring, mehr hat München auch nicht… :D

    Und zu Höxter gibts gleich zwei Dinge zu sagen:

    Ich habe bereits mindestens zwei Höxteranerinnen kennengelernt, die geäußert haben: “In der großen Stadt fahre ich nicht (bzw. nicht gern).” Und damit war Paderborn gemeint.

    Nummer 2: Meine allerersten Taxi-Ambitionen haben mich in ebendiesem Städtchen ereilt. Damals war ich dort als Radio- und Fernsehtechniker angestellt. Als der Job weg war, hab ich mich über den dortigen Taxischein und die Ortskundeprüfung erkundigt:

    “Och, wenn Sie wissen, wo die Bundesstraße ist, reicht uns das schon.”

    So wahnsinnig mehr Straßen gibt es dort auch nicht. Oh ja, ich bin fürchterlich ungerecht. Die Stadt selbst ist wirklich schön. Nur fahren können die Bewohner halt nicht.

  4. Klugscheißer sagt:

    Ich glaube Du solltest Deine lateinischen Zahlen nochmal lernen: IV bedeutet 4, was Du meinst ist VI bzw. Du hast Dich im zweiten Teil des Satzes vertan.

  5. Torsten Bentrup sagt:

    Danke, Klugscheißer! Ich habs geändert. Es waren übrigens römische Zahlen oder lateinische Buchstaben. (Bevor die Frozelei jemand falsch versteht: Ich bin herzlich dankbar für jede Korrektur! Die “Retourkutsche” passte halt zu gut…)

    Noch ne Geschichte? Es gab da mal einen Taxiunternehmer, der seinen Fahrer bei Dienstantritt fragte: “Sag mal, Torsten, Du kennst Dich doch mit Computern aus. Ich will in meinen Rechnungen mit römischen Zahlen arbeiten. Wie krieg ich das denn hin?”

    Ich habs ihm dann erklärt… :)

  6. chilibean sagt:

    Aktuell kann ich nur sagen, die Paderborner fahren auch nicht besser… Ich war am Wochenende in der alten Heimat und ständig hab ich mich darüber geärgert, das die Paderborn die ich vor mir hatte, gefahren sind wie die letzten Schnarchnasen. ;-) Ok, besser als die Höxteraner fahren sie auf jeden Fall, aber mittlerweile, gewohnt an das Autofahren in Karlsruhe, ist der Unterschied zumindes für mich nicht mehr so groß. ;-)

    Da kann ich mich Kittyluka anschließen: Paderborn und Großstadt… *lach*

  7. Wolfgang sagt:

    Kleine Korrektur:
    München hat auch noch einen mittleren Ring! ;-)

    Gruß,
    Wolfgang

  8. Veit sagt:

    Chrchr, genau so bei uns auch passiert vor zwei oder drei Tagen – HXler in der Imadstr. in der falschen Richtung durch… Hat sich von entgegenkommenden Autos nicht stören lassen, auch als die ihn angeblinkt haben. Standen sicherlich 10 Leute am Straßenrand und haben sich das Spektakel angeschaut :)

  9. jemand sagt:

    Öhm, wenn dann Höxteraner VII
    Denn http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/84... ist schon vergeben.

    (Link repariert, einfach ohne Tags reinschreiben, WordPress wandelt es automatisch in kurz und klickbar um. TB)

  10. jemand sagt:

    Oh, anscheinend wandelt der das nicht um. :-(

  11. Torsten Bentrup sagt:

    @chillibean: Zugegeben, es sind auch verwirrte Paderborner unterwegs. Kann man aber auch verstehen, die müssen sich momentan an viele, blöde Vollsperrungen gewöhnen. Bahnhofstraße, Liboriberg und im weitestem Sinne die Verbindung zwischen Ahden und Brenken.

    @Wolfgang: War das vor 15 Jahren auch schon so? Ich war damals in München und fand die sehr ähnliche Beschilderung ganz prima.

    Ansonsten: Mist, kann ich die Geschichte auch nicht mehr erzählen.

    @Veit: Bei mir wars an der Westermauer von der Marienstraße kommend Richtung Alte Torgasse. Fairerweise muß man noch erwähnen, daß dort schräge Parkbuchten sind. Wenn man da nach Stunden wieder ausparkt, kann man die Verkehrsrichtung schon leicht vergessen haben. In der Imadstraße ist sowas aber völlig Schilderblindheit.

    @jemand: Och menno! Danke, ich änder es sofort.

  12. ewe sagt:

    Wenn jemand in der falschen Richtung durch die Einbahnstraße fährt, gilt dann am Ende “Rechts vor Links”? Ich habe das mal auf einem Firmenparkplatz gesehen.

  13. Benni sagt:

    @ Thorsten:
    Radio und Fernsehtechniker in Höxter? Das war mein Vater auch!
    Wann war das denn?

  14. Guggug sagt:

    Hahaha…. Du hälst nen Höxteraner in PB für nen Abenteuer? Dann schau dir mal nen Paderborner in Berlin an. ( Nein der Vergleich hinkt nicht, da sich PB ja als Großstadt selber feiert ) Der ist völlig überfordert. Wenn man in Berlin den Paderborner Fahrstil zur Schau fährt, lachen die sich da alle einen Muskelkater in den Bauch. ( Bei grün anfangen den Gang einzulegen… damit haste in Berlin schon nen Auffahrunfall provoziert. Und wenn du in PB mal einen hast, der bei gelb fährt.. dann wird bei dem danach rot. *koppschüttel* ) ..

    Sicher fahren nicht alle so.. aber die meisten Paderborner fahren als haben sie eine Baldrian/Opiumüberdosierung abbekommen.

    Gruß Martin

  15. Razool sagt:

    @guggug

    *lach* das gleiche dachte ich auch grad…..man muss sich mal den spaß machen und den touris beim fahren zugucken…..auch sehr schön sind immer bayrische kennzeichen die ich vorher in meinem ganzen leben noch nie gesehen hab……die fahren auch wie auf der alm………tja……………berlin is eben LEICHT aggressiv ;) ……aber juuuuuuuuuuuut :)

  16. Höxteraner Rammbock sagt:

    Hallo Torsten,

    bist du schon Mitglied in der StudiVZ-Gruppe “Höxteraner können nicht autofahren PUNKT”? Habe mal eine zeitlang versucht, da die Ehre der Höxteraner zu retten, aber bei so viel Ignoranz…

    Rolli

    P.S.

    Mein Leben:

    07.08.1973 Geboren
    07.08.1991 Führerschein beim Strassenverkehrsamt Höxter abgeholt
    08.08.1991 Erstes Auto gekauft
    20.08.1991 Zum ersten Mal nach Paderborn gefahren, erstes Auto zerstört (Westerntorkreuzung)

  17. Guggug sagt:

    @razool:

    In Berlin die Fahrweise ist nicht aggressiv, wenn du sie durchschaut hast. Klar wird da mehr mit Ellenbogen gefahren, das ist dort aber nicht als drängeln oder arschlochmässig gemeint. Wenn einer Hupt, heißt das nicht “du Arschloch”… sondern “mache hinne” .. und gut ist.. da muss man den Leuten nicht böse sein.

    Die schlimmsten Autofahrer die ich kenne, kommen aus OHV ( Oberhavelland ) und WUN ( Wunsiedel ).

    In Paderborn sind sie einfach nur langsam und mit ner normalen Umleitung schon überfordert. Schön zu sehen an der Umleitungskreuzung in der Riemekestrasse, wo der Haltestreifen um 10 Meter nach vorne gelagert ist. Die halten trotzdem noch alle am weißen Haltestreifen von der Originalampel. *roleeyes* ..

    Auch sehr beliebt ist das überholen von Rollern die ihre 50-55km/h fahren.
    Da muss man UNBEDINGT mit 70-80 Sachen vorbei ( egal wie knapp ) .. um dann an der nächsten Ampel einzuschlafen und dann mit 40 vor dem Roller her zu kriechen.

  18. topas sagt:

    @Guggug:

    Stimmt auch nur zeitweise mit den Berlinern: Meister sind sie immer im Synchronfahren: A100, rechte Spur wird chronisch ignoriert, in der Mitte mit gerade mal 80km/h gefahren und links wird mit kaum über 80km/h überholt. Und außerhalb Berlins wird es ganz schlimm: Vor jeder Kurve in die Bremsen, fast im Schritttempo rum, und wenn man dann überholen will wird Gas gegeben – Berliner erkennt man auf Kilometer im voraus (komme aus LOS (linke Oderseite, letzter Ostsektor, Land ohne Sonne)).

    Und zu der Ampel in der Riemekestraße: Wieviel Schilder müssen dort noch aufgestellt werden, damit der letzte erkennt, dass man stadtauswärts nur GERADEAUS fahren darf? Jedes zweite mal erwische ich da einen Helden, der meint, dort unbeding links abzubiegen – bei dem umleitungsbedingten Gegenverkehr bedeutet dies, dass in der ganzen Ampelphase quasi er als einziger “rüberkommt” – und die Schlange hinter ihm eine komplette Runde warten darf.

  19. jemand sagt:

    Danke für die Info Torsten. :-)

  20. D. sagt:

    @Guggug: Die einheimischen Autofahrer in Berlin sind aber auch so ein Völkchen für sich… als Hanseat auf Besuch fiel mir auf:

    Die Ampelphasen auf den Hauptverkehrsstraßen sind eine Plage; in den 10 Sekunden “grün” kommen etwa 4 Autos je Spur über die Kreuzung. Tempo 50 wird strikt eingehalten (ich habe mir sagen lassen, dass in den letzten Jahren viel geblitzt wurde – vielleicht deswegen). Alle 50 Meter hält ein Vorausfahrender in der rechten Spur oder stellt sich an eine Linksabbiegerspur an. Der Straßenzug Müllerstraße, der nach Mitte führt, besteht lange nur aus einer Spur und der Straßenbahn, die gefühlte 4 Spuren einnimmt.

    Aber mein Favorit sind die Radfahrer. Nicht etwa, weil sie sich mal an einer roten Ampel rechts neben den Autos vorbeizwängen – das gibt es hier auch. Vielmehr, weil man unflätig angepöbelt wird, wenn man sich erdreistet, mal nicht ganz links in der Spur zu stehen.

    Vor einiger Zeit stand ich an der Kreuzung Friedrichstraße (gefühlte Ampelhase: 10 Sekunden “grün”, 290 Sekunden “rot”) und es sammelten sich die Radfahrer vor mir, vor der Haltelinie. Die ersehnte Grünphase kam, und in diesem Moment gab es einen kleinen Auffahrunfall irgendwo links auf der Kreuzung – nur Blechberührung. Alle 14 Radfahrerköpfe ruckten gaffend nach links, an ein Weiterfahren war nicht zu denken. Als ich dann kurz die Hupe antippte, um auf “grün” hinzuweisen, sind vor lauter Schreck 12 der 14 Radfahrer umgekippt …

    Vermutlich aufgrund dieser vielen Unwägbarkeiten stellt sich bei den Einheimischen eine Fahrweise ein, die problemlose Reifenwechsel während der Fahrt erlaubt. Ich war schon mehrfach in Versuchung, während der Wartephasen mal eben schnell am Kiosk neben der Straße einzukaufen – längere Wartezeiten für die Fahrer hinter mir hätte es auch nicht verursacht.

    Fazit: Berlin ist eine schöne Stadt. Aber am schönsten ist Ostprignitz-Ruppin, denn dahinter fahren die Leute wieder normal. :-)

  21. Flo sagt:

    Hey Berliner! Seid ihr vielleicht schonmal in Mailand, Barcelona oder Paris gewesen? (Mit dem Auto natürlich) Da fühlt ihr euch dann wahrscheinlich auch wie ein Landei in Paderborn ;) Aber kann das schon nachvollziehen, ist hier in Benztown auch nicht besser.

  22. nightcab sagt:

    @Gugg:

    | Die schlimmsten Autofahrer die ich kenne, kommen aus OHV

    die fahren ja auch Ohne Hirn und Verstand ;)

    Als ehemaliger PB-Nachbarkreisler werde ich mich hueten, ueber die ProvinzBauern herzuziehen – ueber “Grossstadt” lache ich aber schon (ok, frueher hielten wir auch BI dafuer ;) )

    Einigen wir uns also auf ein “Welcher Affe Faehrt” sind die Schlimmsten? ;)

    n/c.

  23. Torsten Bentrup sagt:

    @Benni: Um ’93 rum, Elektro-Göggel. Ich war aber nur kurz da, als RFT war ich eine glatte Niete.

    @Guggug: Hey, aber unter den Einäugigen sind wir definitv die mit dem besten räumlichen Sehvermögen!

    Zur Riemeckestraße: Ich hab letzte Nacht bewusst drauf geachtet und erst dann ist mir das Abbiegeverbot aufgefallen. Das liegt aber daran, daß ich seit der Umleitung dort nie bewusst abbiegen wollte, die Beschilderung und die Straßenmarkierungen sind absolut eindeutig.

    @Höxteraner Rammbock: Nee, ich hab keinen eigenen Account, damit auch keine eigenen Gruppenmitgliedschaften.

    Aber einen interessanten Lebenslauf hast Du schon. So entstehen natürlich Traumata!

    @nightcab: Dir Reihenfolge aus meiner Sicht: HX vor LIP, GT und auf Platz 4 kommt WAF. Aber das darf man natürlich nicht auf alle Fahrer aus diesen Kreisen übertragen. Vielleicht ist es einfach Zufall, daß die größten Vollspacken dieser Regionen vor den Kühler fahren.

  24. Matthias B. sagt:

    @D.:

    Das, was du beschrieben hast, trifft aber glaube ich nur auf die Innenstadt zu. Da lob ich mir meinen “Randbezirk”, wo man auf halbwegs breiten Straßen auch offiziell 70 fahren darf [und wo man es nicht mehr darf, trotzdem 80 beibehöält ;) ]. Da ist das Fahren auch wesentlich spannender und unterhaltsamer.

    Aber Innenstadt? Bleib mir weg. Vor allem in den Linksgrünalternativen Bezirken, die die Autos möglichst aus ihren Straßen verbannen wollen. Was ich in Treptow in 5 Minuten zurücklege, schaff ich in Friedrichshain und co. nicht in einer halben Stunde.

  25. gingerwolf sagt:

    als Ex-Höxteraner der 6 Jahre lang sein HX in Bielefeld kutschiert hat und sich hier immer über LIP und GT aufgeregt hat halte ich mal die Fahne hoch :o ) . Auch wenn ich Anfang dieses Jahr nun mein liebgewordenes HX gegen BI getauscht hab.

    War hier in Bieledorf aber immer witzig; gugg mal einer aus HX… Huch der kann ja Autofahren…

  26. Tom (Purzelpfund.de) sagt:

    Ich hatte neulich ein ähnliches Erlebnis mit einem Augsburger Kollegen von Dir. Ich war bereits rund 50 Meter in eine Engstelle eingefahren, als von der anderen Seite ein Taxi auftauchte und trotz der offensichtlichen Verkehrssituation ebenfalls in die Engstelle einfuhr. Als mich der HErr Taxifahrer mittels Lichthupe und Gesten zum Rückwärtsfahren auffordern wollte, habe ich einmal den Kopf geschüttelt, kurz gewartet und als er weiter gefuchtelt hat meinen Motor abgestellt und angefangen meine Zeitung zu lesen. 10 Sekunden später war die Straße frei.

  27. Torsten Bentrup sagt:

    Es gibt leider auch dumme und rücksichtslose Kollegen. Sorry.

    Aber das mit der Zeitung sollte ich mir merken. Wäre deutlich sichtbarer als so ein Nintendo DS. :D

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