Wahlautomaten

…und warum sie (in der aktuellen Form) Scheiße sind!

Alle Infos (bitte auch die Links verfolgen) gibts z.B. hier:

www.lawblog.de

be.suedblog.de/wahlcomputer

Und nach gründlicher “Schlaumachung” freue ich mich über möglichst viele neue Unterschriften auf der Petition dazu:

itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/

(die “komische Domain” wird auf www.ccc.de/…/computerwahl-petition erklärt: “Die Petition findet sich auf den Seiten des International Teledemocracy Centre an der Napier Universität in Edinburgh.”)

35 Antworten zu “Wahlautomaten”

  1. Thomas sagt:

    Mit Wahlcomputern beschäftigt sich auch Andreas Bogk in seinm Blogg

  2. jo sagt:

    Siehe auch http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlin...:

    Das System “Öffentliche Petition” des Deutschen Bundestages basiert auf einem System des Schottischen Parlaments und den dort gesammelten Erfahrungen.

    Im Rahmen eines Modellversuchs werden die Internetseiten “Öffentliche Petition” vom International Teledemocracy Centre an der Napier-Universität in Edinburgh zur Verfügung gestellt.

  3. Volker Schepker sagt:

    Ich mag Wahlcomputer nicht, da man nichts kontrollieren kann.
    Woher will ich denn wissen, dass der Quelltext, der mir vorliegt, derselbe ist wie der, der in der Maschine werkelt?
    Woher weiß ich im Falle eines Falles, wieviele Stimmen abgegeben wurden, wie läuft das mit einer Nachzählung? Kann man den Automaten trauen?? NEIN! Ich tue das nicht.

  4. Tobi sagt:

    Na empfehle ich doch gleich mal mein Buch zu diesem Thema:
    “E-Demokratie – Chancen und Risiken”. Gibts bei Amazon und Co zu kaufen und kümmert sich um genau diese Themen. Fazit in kurzen Worten: Wer Wahlautomaten aufstellt und die Wahl dennoch verliert… der ist selbst schuld…

  5. Siggi sagt:

    @ Volker (ack):

    1. Wenn man denn den Quelltext wirklich zu Gesicht bekommt.

    2. 95% des Wahlvolks, mich eingeschlossen, können nicht mehr als Basic.

    3. Was ist bei Stromausfall? (OK, USV, ich weiß).

    4. Man kann auch, wie in Florida, einfach einen Teil des Volkes (dort die Schwarzen) von der Urne fernhalten.

  6. Volker Schepker sagt:

    @Siggi:
    Ich stimme dir zu, allerdings studiere ich grad Technische Informatik und weiß daher, dass man einem Computer alles beibringen kann, was man möchte.
    Er macht also das, was man ihm gesagt hat, nicht das, was er soll. Ist auch beim normalen programmieren ein Problem ;)
    zu 4.:
    Du musst die Wähler nicht mal fernhalten. Lass sie Ihre Stimme abgeben und die dann löschen, ohne, dass da jemand was von merkt. Zugegeben, das ist ein sehr paranoides Szenario, aber es ist ohne weiteres möglich und DAS ist das Problem.

  7. Erik sagt:

    *unterschreib*

    Alleine um nachher sagen zu können: Ich war dagegen!

  8. just be. sagt:

    schön dass alle so dagegen sind!

    Und in der Sache ist nicht nur unterschreiben sondern vor allem auch weitererzählen angesagt! Und auch “nicht-Computer-Menschen” vor den Computer zerren und sie ebenfalls unterschreiben lassen!

    Ach, und wer Lust hat könnte sich auch mal noch hier dazu äußern…

  9. just be. sagt:

    warum der Link nicht geht weiß ich leider nicht… war das Thorsten der eingebaute Links nicht mag?
    also dann nochmal eineutig:
    http://www.die-informatiker.net/viewtopic.php...

  10. Claudia sagt:

    Bei Wahlautomaten fällt mir immer sofort Bush ein … ob das so eine wünschenswerte Zukunft ist?

  11. Torsten Bentrup sagt:

    @just.be: In Deinem ersten Kommentar fehlt schlicht der Link (und ich glaube nicht, daß WordPress den gefressen hat)… Seit dem letzten Update funktionieren in den Kommentaren auch wieder die wichtigsten HTML-Befehle, daran liegts also nicht.

  12. Andre Heinrichs sagt:

    Wer dazu noch mehr wissen will, kann sich auch die letzten beiden Sendungen vom Chaosradio anhören. In der vorletzten Folge ging es um Wahlcomputer allgemein, und in der letzten Folge berichten in der ersten halben Stunde die Leuts vom CCC, wie das mit den Wahlen in Cottbus kürzlich so war. Sehr erchreckend.

  13. The Renitenz sagt:

    Danke für den Link :-)

  14. Andre Heinrichs sagt:

    Chaosradio ist zwar immer ziemlich lang (netto drei Stunden), aber ich finde es trotzdem ziemlich lohnenswert.

  15. Roli sagt:

    Ja also dass mit der Petition gegen Wa(h)lcomputer – sorry blödes Wortspiel – ist zwar gut und schön und ich werde nach Beenden dieses Kommentars auch gleich meine drei Kreuze hinterlasen. Aber kann es sein, dass die Anzahl der Petitionsteilnehmer beeinflussbar ist? Ich dacht so an ein paar Stunden lang die Gelben Seiten abtippen und so ein paar Leute ohne deren Wissen mit einzutragen. Ist unfair, aber doch bestimmt möglich.
    Naja, nur so ein Gedanke.

  16. Torsten Bentrup sagt:

    @Roli: Die 50.000 Stimmen sollten wir doch problemlos auch legal zustandebringen! Weitersagen ist angesagt.

  17. just be. sagt:

    @ Thorsten: nun da hatte ich mich wohl vertippt oder so…

    @ roli: darüber hab ich mir auch schon mal Gedanken gemacht, keine Ahnung wie davor geschützt wird…. aber es wäre ja lächerlich… und eben, die 50.000 sollten auch so zusammenkommen, außerdem geht es ja bei dieser Sache mehr um die allg Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, das das Thema überhaupt mal bekannt wird. In meinem Umfeld wusste kaum jemand, dass in Deutschland überhaupt, mit Computern gewählt wird!

    Übrigens: Aktueller Stand: 19542! Weiter-weitererzählen!

    Alle: vorgestern wurde zur Feier des Tages (in Holland wurde ein Baureihe von Wahlcomputern verboten – die nächste Wahl in Amsterdam wird wohl wieder per Papier stattfinden!) ein neues Chaosradio Express rausgelassen:
    “Der NEDAP-Hack”. Geht “nur” eine Stunde und lohnt sich. Vor allem am Ende wird nochmal von der Wahl in Cottbus erzählt: erschreckend!

    http://chaosradio.ccc.de/cre039.html

  18. Lukrezia sagt:

    Ich bin selber Wahlhelferin gewesen als diese Teile bei uns eingeführt wurde. Und ich fidne sie toll….
    die argumente die im lawblog aufgelistet sind hab ich versucht zu widerlegen aber die kommi-funktion ging nich. :-(

    lg

  19. Andre Heinrichs sagt:

    @Lukrezia: Dann widerleg doch mal das Argument, dass mit Wahlcomputern die Wahl nicht mehr nachvollziehbar (und unabhängig nachprüfbar) ist. Wie willst Du sicherstellen, dass der Kasten, den Du da hast, genau so funktioniert, wie er das sollte? Die Argumentation würde mich dann doch mal ganz stark interessieren.

  20. Volker Schepker sagt:

    @Andre: signed!

  21. just be. sagt:

    @ Lukrezia: wiederlege doch an dieser Stelle die Argumente des Lawblog (oder auch in Deinem eigenen Blog und weise hier darauf hin)!
    Was mich noch interessieren würde: warst Du auch vorher schon Wahlhelfer?

  22. Lukrezia sagt:

    Ja ich war auch schon Wahlhelfer bevor diese Teile benutzt worden sind. Das Problem dass die meisten haben ist schlicht dass sie Angst haben, vor Stasimethoden.
    Das heißt sie glauben dass man auf dem Minimonitor sehen kann was sie gewählt haben. Das ist aber Quatsch. In diesem Wahlautomaten steckt ein Modul. Die ganze Technik wurde uns sehr eindrucksvoll demonstriert bei der Wahlvorbereitung.

    Natürlich ist es richtig dass man auch Schach darauf spielen kann. Wenn man ein Schachmodul einführt, geht das sicher. Es ist schließlich ein Computer, wie jeder andere.

    Die Schlüssel sind nicht einfach irgendwelche Schlüssel (es ist nicht nur einer). Und an die kommt auch nicht jeder einfach so ran. Den letzten bringen dann erst die Menschen die die elektronische Wahlurne mitnehmen…..
    Damit kann man den Drucker betätigen, und das Wahlergebnis wird ausgedruckt.

    Natürlich ist ein Computer nie ganz fälschungssicher. Aber wenn ich das mit den Zuständen vergleiche die zu Urnenzeiten bei uns geherrscht haben (das waren Stasimethoden) dann haben wir deutlich einen Schritt nach vorne gemacht.

    Und da der Wahlautomat an kein Netz angeschlossen ist, kann er auch nicht funken. Wie das bei den niederländischen Wahlautomaten aussieht ist mir nicht bekannt. Aber bei den Deutschen ist das NICHT möglich, meines Wissens.

    Wenn es so unsicher wär, wie hier behauptet, dann wäre er doch niemals durch die Tests gekommen. Gerade in Deutschland legt man auf so etwas doch sehr großen Wert.

    lg Lukrezia

  23. Andre Heinrichs sagt:

    Okay, dann erzähl doch mal, wie Du sicher sein kannst, dass das Gerät auch genau das ausdruckt, was vorher den Tag über an Stimmen gewählt (also uneinsehbar auf den Knöpfen gedrückt wurde? “Die ganze Technik wurde uns sehr eindrucksvoll demonstriert bei der Wahlvorbereitung.” Aha, da hat also ein Vertreter von Nedap die gesamten Schaltpläne und Programmiercodes der Geräte erklärt? Ich glaube nicht.

    Wie willst Du sicher sein, dass das Gerät, was Du im Wahllokal antriffst/ausgehändigt bekommst genau die Anweisungen in seinen Chips enthält, die eine korrekte Wahl garantieren?

    Die Schlüssel sind dafür nebenbei völlig unwichtig. Dass die Geräte nicht abhörsicher sind, liegt daran, dass die Ansteuerung des Displays in der ‘Wahlkabine’ bestimmte elektomagnetische Wellen abstrahlt, die sich deutlich ändern, wenn das Display einen Umlaut anzeigen soll. Das ist das, was in den Niederlanden gezeigt wurde, was also ohne großen Aufwand (mit einem einfachen Funkempfänger!) abgehört werden konnte.

    Hör Dir einfach mal das aktuellste Chaosradio Express an, und beantworte Dir dann die Frage, ob die da erläuterten Angriffe bei den deutschen Geräten unmöglich sind. Nr als Tipp: Die Jungs und Mädels vom CCC, die von der Technik einiges verstehen, finden die Teile unsicher. Vielleicht sagt Dir das ja was.

    Ach ja: Das Schach-Spiel beweist, dass es ganz leicht ist, die Wahlcomputer tun zu lassen, was man will, wenn man nur die Möglichkeit hat, zwei einfache Chips auszutauschen. Dagegen hilft auch nicht, dass, wie in Cottbus, die Wahlhelfer darauf verweisen, dass das Display anzeigt, dass Null Stimmen abgegeben wurden. Immerhin kann man das ja ganz leicht programmieren, dass es das anzeigt.

    Bei der Prüfung der PTB hat man auf solche Angriffs-Szenarien schlicht keinen Wert gelegt, weil das ja nur theoretische Angriffsmöglichkeiten wären.

    Hör Dir das Chaosradio Express an, und sag mir dann, wie Du im Wahllokal sicherstellen willst, dass Du ein vollkommen korrekt funktionierendes Gerät hast. Das würde mich dann schon sehr interessieren.

  24. Starkiller sagt:

    statt hier nur auf dem “alles Scheiße, CCC says so”-Zug mitzufahren sollte man Lukrezia wenigstens mal zuhören. Wenn hier jemand sagt das die Zustände zu Zeiten von Papier und Kuli eine Katastrophe waren, dann bedeutet mir das mehr.

  25. Erik sagt:

    @Lukrezia: Wie sahen diese Stasimethoden bei Urnengänge denn aus? Und wo und wann fanden die statt? Was hat die Polizei dazu gesagt?

  26. just be. sagt:

    ähm.. ok, dann werde ich mich auch nochmal zu Wort melden.

    Das man also nicht weiß, was ein Computer _ wirklich_ macht, da sind wir uns hoffentlich einig, oder?

    Und ich war auch schon Wahlhelfer, und zwar beim ZettelSystem und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie man da “Stasimethoden” anwenden könnte, aber auch dies kann Lukrezia uns ja gerne noch erläutern, es würde mich sehr interessieren. (wie gesagt auch gerne in Deinem eigenen Blog, oder falls es Thorsten stört, wenn wir uns hier OffTopic auslassen dann auch gerne bei mir).

    An dem Tag, als ich Wahlhelfer war, kann ich mit (fast) voller Gewissheit sagen, dass alle gewählten Stimmen genauso angekommen sind, wie sie gewählt wurden. Der Mensch geht in die Kabine und steckt seinen Umschlaf in die Urne. Um die Urne herum sind immer mindestens 4 Personen, meistens sogar mehr. Nach 18 Uhr wird vor meinen Augen die Urne geöffnet, und ausgezählt. Hier kommt das “(fast)” zum tragen, denn hier herrschte teilweise etwas Tumult, so dass es theoretisch hätte sein können, dass ein anderer Wahlhelfer ein paar Zettel aus der Hosentasche hätte mit untermischen können (dazu hätte er aber 1. Blankowahlscheine haben müssen was schon mal nicht geht und 2. verdammt viel Glück dass es keiner sieht). Nun wir zählten also die Stimmen aus, und gaben das Ergebnis weiter. Am nächsten Tag habe ich in der Lokalzeitung sogar geschaut, ob dort ebenfalls das gleiche Ergebniss unseres Bezirks steht.

    Voila, ich hab alles durchschauen und alles prüfen können. Darum gehts.

    Oder?

    Würde mich interessieren wie es woanders abläuft, so eine Zettelwahl.

  27. Lukrezia sagt:

    Es geht nicht darum dass Stimmen verloren gingen zu Zeiten von Zettel und Papier. Sondern eher, dass genau geguckt wurde was wer wählt. Und wenn ich das recht verstanden habe, war auch genau das Thema deines Links.

    Sicherlich sind wir uns einig, dass wir nicht genug Ahnung von Computern haben, um das zu beurteilen. Aber wer A sagt uss auch B sagen. Dann können wir auch nicht beurteilen ob das FAchchinesisch dieses Interview-Typen richtig ist. Oder?

    Aber zurück zur Zettelwahl…..
    Es ist doch so, dass ein Siegel an die Urne kommt. Wer kontrolliert dass dieses bis zum Schluß verschlossen bleibt? Niemand!
    Zumindest bei uns. Vielleicht gibt es anderswo noch engagierte Wähler die zum Stimmen auszählen noch einmal ins Wahllokal kommen. Bei uns jedenfalls nicht.
    Es gibt doch bei jedem Wahlverfahren Vor-und Nachteile. Wenn die Kreuzchen mit Bleistift gemacht werden ist das unsicher. Wenn die Kulis ion unseren 2 Wahlkabinen verschiedene Farben haben, gibt das auch schon Aufschluß…..wenn man denn so will.

    Diese Radiosendung(?) hat da Fälle rekonstruiert…das ist ja haarsträubend. Und wenn ich genauso Fälle bei der Zettelwahl konstruiere die auftreten KÖNNTEN kommen wir zum selben Ergebnis.
    Ich hab einfach die Erfahrung gemacht dass sich mit einer Maschine leichter wählen lässt.
    Und das man auf einen Computer verschiedene Programme aufspielen kann, na das wussten wir ja.

    Ach ja und das mit dem besoffenen Hausmeister – die Stelle muss man sich ja auch noch einmal anhören. Das war eine bloße Mutmaßung….also dass er besoffen war. (Als ob Hausmeister immer besoffen sind)

    Wir waren damals außerdem noch vor dem Hausmeister und auch vor diesem Gerät da.

    lg
    Lukrezia

  28. just be. sagt:

    Wir waren damals außerdem noch vor dem Hausmeister und auch vor diesem Gerät da.
    Es freut mich sehr, dies zu hören. In Cottbus war dies wohl, zumindest an den beobachteten Stellen und nach deren Berichten nicht der Fall – was mich sehr schockierte.
    Gut, und wegen des Fachchinesisch was die Jungs da von sich geben muss ich sagen, dass ich es schon nachvollziehen konnte, aber inzwischen durch hohes Interesse an der Thematik auch ein ganz kleines bißchen auch vom Fach bin. Und der Punkt ist ja: bei der Zettelwahl gibt es ja kein Fachchinesisch!

    Nun, zur Urne kann ich mich nur wiederholen, in unserem Wahllokal sind immer mind. 4 Leute anwesend (eigtl 5, aber einer kann ja auch mal aufs Klo). Und auch bei der Auszählung. Dh wollte man hier etwas manipulieren müsste man 5 Leute bestechen, für einen popeligen Wahlbezirk!
    Nun, und Bleistifte sowie unterschiedliche Farben finde ich sehr unüblich, um das allerdings beurteilen zu können bin ich evtl noch zu jung und bei zu wenig Wahlen gewesen – habe meist Biefwahl machen müssen!

    Hat jemand schon mal mit Bleistift gewählt?

    Nun, natürlich sind die im Chaosradio geschilderten Situationen vielleicht etwas überzogen, aber allein die Tatsache _dass_ etwas derartiges möglich _wäre_ finde ich sehr schlimm. Und ich könnte mir wirklich keine konstruierte Situationen vorstellen, bei der ich eine Zettelwahl bedeutend manipulieren könnte – und eigtl habe ich eine “lebhafte Fantasie”. Aber helft mir auf die Sprünge!

    Ich hab einfach die Erfahrung gemacht dass sich mit einer Maschine leichter wählen lässt.
    Was war denn konkret einfacher? Das (fehlende) auszählen? Oder weil weniger Leute gebraucht wurden? Ging der einzelne Wahlvorgang schneller? Musste man nicht so früh aufstehen?

    Ach, und zu dem Anfangsvorwurf, dass genau geguckt wurde was wer wählt kann ich nur sagen:
    1. kann ich es mir kaum vorstellen dass sowas möglich ist, (wie denn eigentlich?) und
    2. Kabine ist Kabine, ob da ein Stift drinliegt oder ein Computer.

    Nur, wenn der Computer Frequenzen sendet, die man noch auf 25m Entfernung empfangen kann (wie in Holland geschehen, bewiesen und daraufhin die Geräte-Reihe verboten worden) dann hat dies doch eine ganz andere Dimension! Oder?

    Computer haben kein Gewissen!

  29. Lukrezia sagt:

    Der einzelne Wahlvorgang hat nicht so lange gedauert. Ich habe zwar nicht die Zeit gestoppt. Aber eine kurze Erklärung der Maschine genügte, und alles lief glatt. Niemand hat sich vertippt, und auch alte Menschen kamen damit klar. Die Schrift war groß und deutlich. Wir mussten bei niemandem mit in die Kabine kommen (in sonderfällen ist das ja erlaubt unter einhaltung der schweigepflicht).
    Und JA! bei uns lagen bereits Bleistift und auch verschiedenfarbige Kulis aus.

    Und wenn du dir nicht vorstellen kannst, wie man was an einem Papierhaufen verfälschen kann, na dann reicht deine Phantasie nicht wirklich weit. Gerade mit so “materiellen Sachen”. Als ob man die nicht zerstören könnte oder gar verschwinden lassen (also theoretisch jetzt – das habe ich noch nicht erlebt).
    Wenn das Modul weg ist, wo die ganze Wahl ja abgespeichert ist, dann fällt das schon mehr auf.

    Folgendes Beispiel:
    Wenn ich einfach an den Wahlautomaten gehe, und für jemanden stimme…mehrfach. Dann passt die Stimmenanzahl nicht mit der Anzahl der abgegebenen Wahlbenachrichtigungen zusammen. Wenn ich allerdings einen Stimmzettel und eine Wahlbenachrichtigung verschwinden lasse, würde das schon eher hinhauen. Ganz fernab von Computer-Spezies. Das ist für jeden einfachen Bürger /Laien/ Wahlhelfer (was auch immer )machbar. Das kannst du nicht bestreiten.

    Bei uns haben kurz nach der Wende (das weiß ich allerdings nur aus Erzählungen) die Wahlhelfer auch noch bestimmte Methoden angewendet. Die haben das mit dem Siegel nicht so genau genommen. Da hätte man jeden Stimmzettel der gerade eingeworfen wurde, herausfischen können, und schauen können was derjenige wählt.

    Sicherlich haben beide Methoden Vor- und Nachteile. So ist es doch bei allen Sachen.

    lg

  30. just be. sagt:

    Was nun konkret einfacher war, hast Du nun aber nicht wirklich gesagt…
    Das mit den Bleistiften finde ich krass! Ich kenne es nur, dass Buntstifte (gleicher Farbe) verwendet wurden, aber die lassen sich ja auch nicht radieren!

    Nun, Zettel verschwinden zu lassen ist so einfach nicht, denn die Anzahl der (gültigen und ungültigen) Stimmen muss mit der Anzahl der Personen übereinstimmen, die gewählt haben. Und ein ausgefülltes Blankoformular schon vorher zu haben ist ja schier unmöglich, da ja zb auch immer die Farben (des Papiers) anders sind, denke nicht dass das vorher schon bekannt ist – selbst wenn, man bewegt sich ja dann im Rahmen von ein paar einzelnen Stimmen. Somit kann meine Fantasie mir weiterhin keinen Weg zeigen, wie eine effektive Manipulation möglich wäre.

    Wenn das Modul weg ist, wo die ganze Wahl ja abgespeichert ist, dann fällt das schon mehr auf.
    sorry, aber wenn innerhalb des “Moduls” irgendwas total anderes drin ist, das nur so aussieht (und sich so verhält) wie das ursprüngliche Modul, wo ist dass dann bitte auffällig oder auch nur im geringsten ersichtlich? Wenn dieses Modul fein säuberlich genau die Ergebnisse ausspuckt, die erwartet werden, wo kann ich dann die Manipulation sehen?

    Ach und mehrmals direkt hintereinander stimmen geht afaik nicht, da der Computer jedesmal neu freigeschalten wird, aber dass solltest du evtl besser wissen? Habe noch nie mit den Dingern gewählt. Und Stimmzettel _und_ Wahlbenachrichtigung inklusive dem Häckchen auf der Liste und dem zweiten Häckchen auf der zweiten Liste einfach mal so verschwinden lassen – wie soll das denn bitte gehen? Und selbst wenn, dass ist eine kleine Stimme – und nicht das ganze Ergebnis.

    Ein etwas weithergeholtes – aber umso anschaulicheres Beispiel von hier:
    Man stelle sich mal vor die Lottozahlen würde nicht mehr mit einem mechanischen Gerät gezogen werden, sondern mit einem “Ziehungscomputer” der einfach 6 unterschiedliche Zufallszahlen im Bereich 1-49 ausspuckt. Während man dann mit seinem 10 Euro Lottoschein Samstags vor dem Fernseher sitzt hätte man ständig das ungute Gefühl, dass jeder zweite Gewinn sowieso an einen Spezi der Lottogesellschaft geht, Aufsichtsbeamter hin oder her. Genau deshalb gibt es keinen Ziehungscomputer, obwohl dieser weniger fehleranfällig und billiger wäre als das mechanische Ziehungsgerät. Ausserdem hätten die Tipper das Ergebnis schneller. Das Misstrauen wäre einfach zu groß, die Zahl der Lottospieler würde deutlich zurückgehen. Wahlcomputer sind ähnlich, hier kann man im Gegensatz zu einer Urnenwahl, die man vollständig beobachten kann und darf, nicht nachvollziehen wie es zu dem Endergebnis kommt.

    Na klar hat alles Vor-und Nachteile, aber man sollte sich eben informieren und danach klug entscheiden. Mich hast Du bisher noch nicht überzeugt!

  31. Andre Heinrichs sagt:

    Der Unterschied zwischen Papier- und Computerwahl ist, dass Du bei der Computerwahl die ganze Zeit im Wahllokal sein kannst, aber trotzdem nicht sagen kannst, ob das Ergebnis stimmt. Bei der Papierwahl *kann* man zumindest im Wahllokal sitzen und die gesamte Wahl beobachten. Da *kann* man sich versichern, dass das Wahlergebnis für dieses Wahllokal korrekt ermittelt wurde. Bei der Papierwahl wird das Wahlgeheimnis doch dadurch gewahrt, dass der Wähler seinen Zettel zusammengefaltet zur Urne trägt, und dann da einwirft. Wenn Du aus den Zetteln in der Urne herausfinden kannst, wer genau den Zettel angekreuzt hat, dann hat also wohl einer der Wahlhelfer entweder den Zettel markiert (das würde dem Wähler wohl auffallen), oder den Stift für genau den Wähler ausgewechselt. Außer bei ganz leerem Wahllokal würde das aber wieder auffallen. Mal ganz davon abgesehen, dass der Wahlbeobachter das merken würde. Nein, ich sehe das Bedrohungsszenario bei der Papierwahl noch nicht.

    Bei der Computerwahl muss ich den komischen Kisten vertrauen, aber eine Papierwahl kann auch funktionieren, wenn ich niemandem, nicht einmal den Wahlhelfern vertraue. Dann setze ich mich eben in das Wahllokal, und bleibe da, bis das Ergebnis für eben dieses Wahllokal ermittelt ist. Wenn das ganz viele Leute machen, könnte höchstens noch beim Zusammenzählen geschummelt werden, was man aber meines Wissens durch Veröffentlichung sämtlicher Einzelergebnisse umgeht.

  32. just be. sagt:

    könnte höchstens noch beim Zusammenzählen geschummelt werden, was man aber meines Wissens durch Veröffentlichung sämtlicher Einzelergebnisse umgeht.
    ganau, also in unserer Lokalzeitung sind nach einer Wahl fein säuberlich alle einzelnen Ergebnisse aufgelistet, mit Summen und dann den Ergebnissen der anderen Städte und bezirke usw. (ist lustig weil man dann kuckn kann, wie “in der Nachbarschaft” so gewählt wurde – ein einzelnes Wahllokal deckt ja immer nur ein Viertel ab – hehe)

  33. Lukrezia sagt:

    hm…
    ci muss sagen dass eure Argumente schon gut sind. und ich fast keinen einspruch mehr dagegn erheben kann. aber iich kann trotzdem irgendwie nichts gegen wahlcomputer haben.

    ihr mögt mir verzeihen. mein kopf schlägt nicht alarm….

  34. taxi-blog.de » Blog Archive » wg. Wahlcomputer nochmal sagt:

    [...] Einige Info-Links: im alten Beitrag, insbesondere auch in den Kommentaren [...]

  35. isularossa sagt:

    Hallo alle zusammen! Heute, 10.11.06, auf der Seite: http://www.gerhard-wisnewski.de wird geschrieben, dass es Probleme mit der Onlinepetition (siehe Bundestag) gibt.
    Habe meinem Wahlkreisabgeordneten, der im Petitionsausschuss sitzt ne mail geschrieben, mal schaun was ich für ne Antwort bekomme

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