Warum Taxen teuer sind

Bereits mehrfach nach entsprechenden Kommentaren habe ich versprochen, mal einen eigenen Eintrag zum Thema “Taxipreise” zu machen. Hier ist er!

Also: Warum sind Taxen eigentlich so teuer und warum kann das Taxiunternehmen die Preise nicht selbst bestimmen.

Die rechtliche Seite:

Taxen sind ein wichtiger Teil des öffentlichen Personennahverkehrs. Überall dort, wo man mit Bussen und Bahnen nicht hinkommt, fährt das Taxi. Wir haben jede Menge Pflichten, u.a. dürfen wir keine Kunden willkürlich ablehnen (was jeder Kaufmann tun kann), müssen eine bestimmte Stundenzahl pro Woche das Fahrzeug auf der Straße haben (und dieses auch nachweisen), wir dürfen keine Preisnachlässe geben aber auch keinen “Sonderzuschlag” an Hochlasttagen wie Silvester nehmen.

Die Intention des Gesetzgebers: Flächendenkende Verfügbarkeit rund um die Uhr zu kalkulierbaren Kosten für den Kunden.

Die kaufmännische Seite:

Der Vorwurf “Monopolist” zieht nicht. Es gibt jede Menge Mietwagenunternehmen, die ihre Preise frei festlegen können.

Das günstigste, mir bekannte Unternehmen fährt für EUR 1,– je Kilometer. Bei einer durchschnittlichen Fahrt von fünf Kilometern spart der Kunde da zwischen 2 Euro und 2,50.

Mit anderen Worten: Der Nutzen für den Kunden ist eher gering. Ein Bierchen… Wen wundert es da, das auch diese Unternehmen nicht wirklich besser ausgelastet sind als die örtlichen Taxiunternehmen. Fahrten werden dort ja auch nicht erzeugt (dazu später mehr) sondern nur umverteilt zu lasten der Taxen.

Eine weitere Reduzierung des Taxipreisen unter den “magischen” 1,– Euro ist kaum dauerhaft möglich.

Die Gründe dafür:

1. Es wird im Schnitt nur jeder zweite bis dritte Kilometer bezahlt. Der Rest geht drauf für den Weg zum Startort und vom Zielort zum nächsten Start. Das ließe sich mit steigender Fahrzeugzahl pro Zentrale verbessern. Leider sinkt damit wieder der Umsatz pro Fahrzeug, kann also nicht bis zur Stufe “An jeder Straßenecke steht einer von uns parat” ausgereizt werden. Durch den Grundpreis, der üblicherweise bei Fahrtantritt berechnet wird, wird erfahrungsgemäß ein Betrag zwischen 60 und 80 Cent Umsatz pro gefahrenen Kilometer erzielt. Für Fahrer, Fahrzeug, Steuern (7% – 16% Umsatzsteuer sind da schon drin), Benzin, Reparaturen, Versicherungen (übrigens um ein Vielfaches teurer als bei gleichen Fahrzeugen zur Privatnutzung), etc.. Da wird die Luft schon dünn, wenn Gewinne erzielt werden sollen.

2. Jedes Fahrzeug benötigt einen Fahrer, der wiederrum gerne bezahlt werden möchte. Während in anderen Branchen gerne nach der Devise “Die Masse machts” verfahren wird, können wir nicht einfach in ein neues Taxi investieren. Es muß sich halt auch lohnen, die hohen laufenden Kosten zu finanzieren.

Die These: Preise lassen sich nicht senken, ohne daß die Taxiunternehmen reihenweise pleite gehen oder in die Illegalität abzutauchen. Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, Versicherungsbetrug – Wollen wir das?

Würde man die Preise freigeben und den Unternehmern die Entscheidung darüber überlassen, käme es zu folgenden Effekten:

1. Zu Zeiten mit wenig Aufträgen unterbieten sich die Unternehmen gegenseitig. Es wird auch zu Preisen gefahren, die auf legalem Wege nur Verluste erzeugen. Nicht jedes Unternehmen macht da mit, aber geschädigt werden alle.

2. Bei Volksfesten, Silvester, etc. werden die Preise explodieren. Wenn 10o Leute am Stand stehen kann der Fahrer den Preis in die Höhe treiben.

Auch das schadet massiv dem Gewerbe, weil die Kunden sich nicht mehr auf die Preise verlassen können. Wer dann das erste Mal für die 5-Kil0meter-Heimfahrt 30 Euro bezahlt hat, wird wohl so schnell nicht mehr mit dem Taxi fahren…

Noch ein Punkt:

Durch niedrigere Preise würde in unserem Gewerbe kaum ein Fahrgast zusätzliche Touren machen. Oder kann sich jemand vorstellen, daß Hans Meier sagt: “Heute kostet der Kilometer nur einen Euro, da fahr ich doch mal ein bischen durch die Gegend!”.

Nein, Taxi fährt man, wenn keine andere Möglichkeit zur Erfüllung der Mobilitätswünsche hat. Ob Trunkenheit, Krankheit, Alter oder einfach das fehlende Auto der Grund ist, ist da egal. Niemand fährt zum Spaß mit dem Taxi.

So, viel geschrieben und nach der Nachtschicht wahrscheinlich auch noch ein paar Fehler eingebaut. Haut sie mir um die Ohren! :D

88 Antworten zu “Warum Taxen teuer sind”

  1. Starkiller sagt:

    hmm…Früher war Taxi etwas das man sich “geleistet” hat, wenn man nach dem Theater keine Lust mehr auf die Straßenbahn hatte, wo man also bewusst die Kosten zu Gunsten der Bequemlichkeit in Kauf nimmt. Heute herrscht anscheinend nur noch die sich H5N1-artig verbreitende Geiz-Ist-Geil-Mentalität vor. Heute ist nicht nur “alles teurer als Früher”TM, sondern heute muss ich mir alles leisten können. Wenn ich früher etwas haben wollte, es mir aber nicht leisten konnte, hatte ich schlicht und ergreifend zu wenig Geld, heute dagegen ist das Produkt dann überteuert und sollte billiger werden… o.O

    Ups, ich komme vom Thema ab, aber auch auf die Gefahr hin mit dieser Meinung völlig alleine dazustehen, die Preise fürs Taxi können von mir aus noch steigen, wenn dafür der Service mal stimmen würde. Es gibt sicherlich viele nette Fahrer außer Thorsten, ich kenne hier in Köln selber auch ein paar, aber ich habe auch schon ganz andere Sachen erlebt wo ich mich dann frage warum ich diesen Leuten den gleichen Preis zahlen muss…da war der Fahrer der die Zähne nicht auseinander bekam und nicht mal “Guten Abend” sagen konnte, da war die ältere Fahrerin die penetrant nach Urin roch, oder die Fahrer absolut besser als ich wissen wie man da zu fahren hat (ich fahr die Strecke ja nur 2-mal täglich)…von den Fahrern die anscheinend zum ersten Mal in der Stadt sind und weder Sprachverständnis noch Ortskenntnis mitgebracht haben, will ich gar nicht reden.

    Kurz und gut, mir ist völlig klar warum die meiste Prominenz nicht mehr Taxi fährt, sondern auf Mietwagen umgestiegen ist, das hat sicherlich nichts mit den Preisen zu tun, sondern man müsste besser kontrollieren um die „paar“ schwarzen Schafe rauszufiltern.

    Oh, etwas lang geworden der Rant…

  2. Marc sagt:

    Bis auf den letzten Teil mit Herrn Meier sicherlich richtig.

    Zu diesem Punkt sei aber angemerkt, dass es nicht selten eine Frage zwischen Nach-Hause-Laufen und Sich-ein-Taxi-gönnen ist. Entscheidend ist dann oft der Preis und wären Taxen entsprechend günstiger, würde ich sicherlich öfter diese Alternative bevorzugen.

  3. Torsten Bentrup sagt:

    @Starkiller: Es gibt leider einen gefühlten “Wert einer Dienstleistung”, der durch den Euro komplett ausgeschaltet wurde. Unsere letzte Tariferhöhung war noch zu DM-Zeiten. Trotzdem höre ich fast jeden Tag, wie teuer wir doch (oft mit Zusatz “durch den Euro”, manchmal verständnisvoller “Der Spritpreis ist ja auch so hoch gestiegen”) geworden sind.

    Mit den Totalausfällen in “meinem” Gewerbe hast Du dann absolut recht. Wenn es genügend gute Leute für kleines Geld gäbe, hätten wir das Problem nicht. Aber find mal gute Fahrer! Naja, es werden ja “dank” hoher Arbeitslosenquote immer mehr qualifizierte Leute gezwungen, auch schlecht bezahlte Jobs anzunehmen.

    Die Prominenz fährt übrigens eher Limousinenservice. Ist zwar rechtlich auch ein Mietwagen, aber preislich eher das krasse Gegenteil des normalen “Mieters”.

    @Marc: Gehen wir mal von der zu Fuß auch betrunken noch bewältigbaren Strecke von 5 Kilometern aus. In PB kostet das EUR 9,25. Bei einer (ohne zu bescheissen grad noch rentabel möglichen) Reduzierung auf 1,– pro Kilometer sind es noch 7,50. Wenn ihr zu viert unterwegs seit, habt Ihr dann 45 Cent pro Nase gespart. Entscheidet Ihr Euch deswegen ernsthaft für oder gegen das Taxi nach Hause? Oder ist nicht eher der Zustand im Kopf und in den Beinen das Kriterium für oder wider?

    Und provokativ gefragt (Servicegedanken mal heftig beiseitegeschoben, nicht für meine Meinungsäußerung halten): Fällt diese Entscheidung nicht typischerweise zu einer Zeit (Fr/Sa-Nacht), in der eh jedes vernünftige Taxiunternehmen gut zu tun hat? Wir brauchen eine Lösung für die schwachen Stunden… Und da sehe ich Optimierungsmöglichkeiten und neue Geschäftszweige, aber kein Heil in einer Preisreduzierung für das Kerngeschäft.

  4. Philipp sagt:

    Also, ich habe kein Auto und trotzdem bin ich in letzter Zeit wirklich kaum Taxi gefahren…es ist mir einfach zu teuer!
    Ich habe ein Monatsticket für die Bahnen in Düsseldorf und Kölnk (so ein verbundübergreifendes). Die Bahnhaltestelle ist ca. 10 km von mir weg und normalerweise suche ich mir immer jemand, der mich hinbringt. Wenn ich mal niemanden finde, bleib ich lieber zuhause, auch weil ich nicht weiß was mich die Fahrt kosten würde.

    Ich würde wirklich sehr gern auf den Mercedes verzichten. Ich kann meinetwegen auch Micra fahren, wenn ich dadurch 2 Euro spare. Viel wichtiger ist doch, ob der Fahrer freundlich ist.

  5. hugo sagt:

    Weitere Gründe, ein Taxi zu nehmen: mangelnde Ortskenntnis, der schnellste Kurierdienst.
    Bei Mietwagenunternehmen merkt man häufig am Fahrstil, das die Fahrer unter einem extremen Preisdruck arbeiten, siehe auch z.B. http://www.taxiblogger.de/?p=292
    Den eingedellten Kotflügel meines Wagens verdanke ich übrigens wohl auch einem Mietwagenfahrer, die Farbreste sind recht eindeutig

  6. M.One sagt:

    Ich nehme meist dann ein Taxi, wenn ich mit der Bahn an mir fremden Orten angekommen bin. Letztes Mal wusste nur leider auch der Fahrer nicht genau, wo wir hinmüssen. Haben es (das Ziel) aber beide zufällig und damit auch gut gefunden.

  7. Markus sagt:

    Moin zusammen,

    ich fahre aus beruflichen Gründen sehr viel Taxi und finde die Preise ehrlicherweise recht fair. Aber daß 1/3 der Fahrer mal ‘ne Serviceschulung machen und danach auch noch beherzigen sollten, ist leider auch unbestritten. Auch hätte ich bei Neulingen nichts gegen die Nutzung einer Navi während der Fahrt — besser als suchend durch die Gegend zu gurken.

  8. genevainformation sagt:

    Taxifahren in Deutschland ist die wahre Freude. Einziges Land, das da noch mithalten kann ist Portugal (da sind die Taxen übrigens auch hellelfenbeingelb). Ansonsten ist Taxifahren in Europa keine so große Freude. In Frankreich (also hier auf dem flachen Land) geht’s so lala, Paris ist die Hölle. Du stehst in CDG (Charles-de-Gaulle, größter Flughafen der Welt Frankreichs) und wartest auf ein Taxi. In der Schlange (es gibt nur eine). Mercedes, Mercedes, BMW, ah, ich bin an der Reihe: Altersschwacher Peugeot. Ich bin kein ängstlicher Mensch. Ich springe aus Türmen, übernachte draußen im Dunkeln auch wenn es kalt ist, habe Flugzeuge geflogen und eine Frau geheiratet – aber die Fahrt mit diesem Taxi hat mir Angst gemacht. Zumal der Vollspacken weder meine Kreditkarte noch einen Scheck akzeptieren wollte (mit beidem kann man in Frankreich *ÜBERALL* bezahlen, auch in den meisten Taxen, auch beim Friseur und selbst beim Bistro um die Ecke). So mußte ich meinen Kunden anpumpen (auch sehr lustig – schafft eine gute persönliche Bindung, haha).

    Die Schweiz ist auch nicht viel besser – wer die ganz große Tour haben möchte, steigt am Genfer Flughafen in ein Taxi um sich nach Frankreich (um die Ecke) fahren zu lassen. Neben der Tatsache, daß man dann bei 30 Franken (rund 20 Euro) für .. na sagen wir 10km .. ist, ist die Chance auch groß, daß man noch beleidigt wird, weil die Strecke so kurz ist. Noch übler als die Genfer Taxifahrer sind eigentlich nur die notorisch unfreundlichen Kellner in italienischen Restaurants in Genf..

    Zürich ging so, aber der Taxifahrer war auch kein Schweizer, sondern Gastarbeiter .. sprach dann sogar französisch statt deutsch mit mir :-)

    England – ok, aber auch elend teuer (man vergisst ja immer wieder wie der Kurs Pfund/Euro ist…das tut dann erst hinterher weh, dafür aber richtig). Ich habe mich bis heute geweigert, die Kosten für die Taxifahrt von Heathrow weg in irgendeine Währung umzurechnen, die ich verstehe. Genausowenig für das Bier, das ich trank.

    Nee, dagegen ist Taxifahren in Deutschland eine Freude. Es ist nicht teuer (finde ich), die Autos sind in Ordnung, die Fahrer (und die wenigen Fahrerinnen) von zumindest grundsätzlicher Höflichkeit und einige (in Berlin vor allem) blühen geradezu auf, wenn man sie bittet doch ein paar Umwege zu fahren weil man Berlin ja noch nicht kennt und noch ein bißchen was sehen möchte, bevor man wieder wegfliegt.

  9. Tonstube » Blog Archive » Taxipreise sagt:

    [...] Torsten erklärt in seinem (sehr lesenswerten) Taxiblog, warum die Preise für Taxifahrten so sind, wie sie sind, und warum sie sich auch nicht ändern werden und können. Ein schöner Einbilck durch die Augen eines Insiders. [...]

  10. andy sagt:

    also den besten satz des tages habe ich heute hier gelesen:

    “Wenn ich früher etwas haben wollte, es mir aber nicht leisten konnte, hatte ich schlicht und ergreifend zu wenig Geld, heute dagegen ist das Produkt dann überteuert und sollte billiger werden…”

    wort drauf, taxifahren ist da ja nur eine sache von vielen

  11. Tina sagt:

    Taxifahren ist doch wirklich nicht so teuer in D. Wie oben schon erwähnt, einfach mal nach Frankreich oder England gehen und dort ein bisschen ausgehen incl Heimfahrt im Taxi. Dann jammert ihr nicht mehr über hohe Preise. Und mehr verdienen tun die Leute dort auch nicht zwingend. Ruhe jetzt ihr Jammerlappen :-) !

  12. ninscha sagt:

    Letzte Woche veröffentlichte eine deutsche Tageszeitung eine Übersicht der Kosten, die für ein Auto im Durchschnitt zusätzlich zum Anschaffungspreis pro Kilometer auflaufen. Ich als Nicht-Autobesitzer wusste nach dem Lesen der Tabelle, dass JEDE Taxifahrt um ein Vielfaches billiger ist, als mir ein Auto anzuschaffen. Lohnt einfach nicht. Ich fahr jetzt also mental viel erleichterter Taxi, weil ich mir denke: Billiger geht’s kaum :-)

  13. jo sagt:

    Und da sehe ich Optimierungsmöglichkeiten und neue Geschäftszweige

    Du meinst einen Fisherman’s Friend Lieferservice? Oder PrOn-Videos on Demand – und zwar durch Lieferung in unverbindlich lackierten Taxis? Lässt Edoki-Sushi eigentlich immer noch per Taxi ausliefern (Böser Krach mit einer lieben Bekannten, die das Prinzip erst nicht verstand ,)?

    Was die Ortskenntnis angeht: Sind Ortskundeprüfungen nicht Pflicht, bevor es eine Lizenz gibt?

  14. Torsten Bentrup sagt:

    @all: Sorry, daß ich erst jetzt hier kommentiere. Irgendwie gabs ja fast nur Zustimmung… Hab ich schonmal erwähnt, daß ich ungefähr die besten Leser überhaupt und so! :D

    @Philipp: Ob die 10 Kilometer 14 oder 16 Euro kosten "macht den Kohl auch nicht fett", oder? Und grade beim Taxi weißt Du spätestens bei der zweiten Fahrt, was auf dem Taxameter steht.

    @Jo:

    Fisherman’s-Lieferservice? Gibt es seit vielen Jahren. Ohne diesen Service wäre manches Schützenfest in Borchen wohl musiklos geblieben (Grüße an Olli) ;)

    Video on Demand: Hat doch eh jeder Wi*er DSL inzwischen. Sogar ich!

    Edoki: Soweit ich weiß, ja. Kann Dir übrigens auch bei anderen Bringdiensten passieren. Chinaimbiss Mandarin oder Pizza Toni hat Auftragsspitzen in den letzten Jahren auch schon per Taxi erledigt. Nicht regelmäßig, aber kam vor. Ich hab es allerdings vorgezogen, mich mit "Pizza ist da!" zu melden und nicht mit "Taxi ist da!". Wie kam es zum Krach?

    Ortskundeprüfung ist für Taxifahrer Pflicht, aber keine Garantie für Ortskunde. Es wird ja nur ein geringer Teil der Straßen geprüft (und selbst die möglichen Kombinationen sind idR bekannt). Und: Jeder Taxifahrer hat Straßen, die er nicht sofort zuordnen kann. Auch nach 20 Jahren noch. Es sollte aber nicht so weit gehen, daß Hauptverkehrsstraßen nicht bekannt sind.

  15. Stefan sagt:

    natürlich sind taxifahrten nicht ganz billig, aber hallo, da sitzt für mich alleine ein fahrer neben mir der nur für mich alleine sich die mühe macht und nur von mir alleine bezahlt wird. was erwartet ihr.

    trotzdem bin ich klar gegen staatliche preisfestsetzung. ein richttarif quasi als gütesiegel zum verbraucherschutz ist angebracht, aber kein zwang zum tarif.

  16. Alex sagt:

    Ich find teuer klingt so negativ.

    Ich bin eher für "Taxen kosten viel Geld" aber die Situationen in denen ich mit dem Taxi fahre, sind sie es auch wert.

    Wer in München mal die U- und Tram-Fahrpläne gelesen hat, kennt das Problem nach Mitternacht noch irgendwo hin zu kommen… Und das ist auch am Wochenende nicht viel besser.

    Und mal ehrlich: Wenn ich 30,- versaufen kann, hab ich auch noch nen Zehner fürs Taxi übrig.

  17. taxiblog.de » Blog Archive » Wunsch = Befehl = FAQ sagt:

    [...] Warum ist Taxifahren eigentlich so teuer? [...]

  18. Michaelis sagt:

    Ich finde Taxifahren hat kein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis. Wenn ich immer im gleichen Autotyp, gleich alt oder besser neu, gleich gepflegt und mit gleich gekleideten und gleich freundlichen Fahrern oder Fahreerinnen fahren kann, wenn ich also immer weiss was ich für mein GEld bekomme, dann ist Taxifahren besser als Autofahren. Jedenfalls ind e rStadt.
    Aber heute ein Focus, morgen ein Passat mit 600.000 km auf dem Buckel, dann wieder eine S-Klasse neu (alle 5 Jahre!) dann wieder ein eine E-Klase mit klöderiger Kardanwelle ….. und die
    Fahrer – genauso. Von S-Klasse bis versifftem Pampers Bomber alles drin. Taxi am Telefon bestellen ist echt Abenteuerurlaub.

  19. Starkiller sagt:

    Das habe ich ja auch oben angesprochen, allerdings sehe ich mittlerweile auch ein das es eigentlich ein anderes Thema ist, hier stört ja eigentlich nicht der Preis sondern die "schwarzen Schafe", oder anders ausgedrückt die Qualitätssicherung!

  20. Torsten Bentrup sagt:

    @Michaelis: Das Problem kommt dann mit dem Preis. Wenn Du eine fast neue Luxuslimousine mit in allen Taxibelangen (Höflichkeit, Konversation, Auftreten, Fahrkönnen, etc.) ausgebildeten Fahrer haben möchtest kommst Du eben nicht mit 1,irgendwas Euro pro Kilometer hin…

    Sicherlich nicht schön, daß es so gravierende Leistungsunterschiede zum gleichen Tarif gibt. Lösungsansätze sind die diversen Plus-Taxi-Versuche, die einfach eine eigene Kategorie für die telefonische Bestellung einführen. Bestellt man ein Plus-Taxi, kann man sich darauf verlassen, daß ausschließlich technisch einwandfreie Fahrzeuge einer Mindestkategorie mit entsprechend geschulten Fahrern vorfährt.

    Das Problem aus Unternehmersicht: kostet alles Geld und davon ist im Moment irgendwie zuwenig im Umlauf. Blöderweise wird es wohl noch teurer, sich einem gewissen Mindeststandard zu verschließen…

    In Städten, die das nicht anbieten hilft nur das durchprobieren der Taxizentralen. In Paderborn könnte ich für viele Wünsche eine Firma empfehlen, die genau darauf gesteigerten Wert legen. Aber auch da gibt es in jeder Firma Ausrutscher, zumeist bei den Fahrern.

    Ein guter Ansatz ist es auch, sich von den positiv aufgefallenen Fahrern den Namen geben zu lassen und bei der nächsten Bestellung um ebendiesen Fahrer zu bitten.

  21. tatjana winderlich sagt:

    ich kann dieses gemeckere von den fahrgästen nicht mehr hören.
    ich bin taxiunternehmerin in berlin – mit einem wagen – neue s-klasse langversion. aber die fahrgäste ziehen es vor ihr taxi bei den zentralen zu bestellen statt mich anzurufen. und an den halteplätzen – selbst an den nobelhotels steigen die kunden doch lieber in schmuddelkarren ein.
    als ordentlicher dienstleister ist man heutzutage verloren. qualität ist in deutschland und erst recht in berlin – nicht gefragt
    mfg t. winderlich

  22. Torsten Bentrup sagt:

    @Tatjana: Meine Vermutung: Kunden, die die Taxipreisbindung in Deutschland nicht kennen, erwarten bei einer Nobellimousine oft höhere Preise. Bei den hier als Taxi laufenden Sprintern und VW-Bussen liest man deshalb oft auf den Türen: "Großer Taxi, kleiner Preis" oder "1-6 Personen zum Taxitarif". Seitdem werden diese Fahrzeuge auch am Stand nicht mehr so oft ignoriert…

    Aber ob ich so einen schnöden Werbespruch auf ner langen S-Klasse haben möchte. Da hilft wohl nur ein langer Atem und fleißig verteilte Visitenkarten mit dieser Aufschrift.

    Zum Thema Qualität teile ich auch Deine Ansichten. Qualität gerne, aber es darf nichts kosten. Und das in Deinem Fall die Qualität nichtmal teuerer ist, muß man den Leuten erstmal ins Hirn hämmern.

  23. Paul Vleugels sagt:

    Also als relativ häufiger Fahrgast finde ich die Seite interessant, aber in erster Linie geht es mir darum, die Telefonnummer von Tatjana Winderlich zu bekommen. Wenn sie diesen Eintrag zufällig liest: bitte anrufen auf 0160 5308630

  24. tatjana winderlich sagt:

    dank handy und netzwerk finden fahrgast und taxichauffeur zusammen:

    ein vor 6 monaten in berlin gegründetes taxinetzwerk bietet den fahrgästen zuverlässige und freundliche bedienung, und super gepflegte fahrzeuge der oberklasse und luxusklasse.
    leider wissen dies nur wenige zu schätzen.
    es gibt hunderte von taxidienstleistern, die alle 5 jahre in ein neues fahrzeug investieren, dieses hegen und pflegen, dem fahrgast alle wünsche erfüllen und trotz des einheitlichen tarifes mit den schwarzen schafen in einer reihe stehen und auf aufträge warten müssen.
    weshalb diese kollegen von den fahrgästen nicht bevorzugt werden, ist mir ein rätsel.
    wenn ich die finanzielle möglichkeit hätte, würde ich eine funkzentrale aufbauen und ausschließlich wagen anschließen die ein höchstmaß der anforderungen an die kriterien erfüllen.
    hotels und firmen ausschließlich über handy zu bedienen ist in einer großstadt nicht möglich.
    mit einer funkvermittlungszentrale, welche sowohl die interessen der fahrgäste als auch die der fahrer achten, wäre es möglich dem gewerbe ein neues image zu verleihen – nämlich die einer perfekten dienstleistung.
    eine gute dienstleistung ist zur zeit nur unter einem exorbitanten stundenaufwand (15 std. an 6 tagen die woche) möglich und trotzdem bleibt unter dem strich nicht mehr als das existenzminimum übrig.
    würden mehr kunden die sauberen wagen mit freundlichen, ortskundigen fahrern bevorzugen, dann könnten diese ihren beruf wieder unter menschenwürdigen bedingungen ausüben.
    vielen fahrern in berlin ist der tägliche umsatz gleichgültig, weil sie staatliche zuwendungen in form von hartz4 erhalten. die schwarzarbeit im taxigewerbe wird nicht kontrolliert. und die ehrlichen, welche professionell arbeiten, haben das nachsehen. – dank der fahrgäste denen alles egal ist.

    es scheint ein gesellschaftliches und auch ein deutsches problem zu sein:
    alle wollen alles billig, besser noch umsonst. auf qualität wird nicht mehr geachtet – preisdumping, bis der arzt kommt.
    was einer nicht mit ehrlicher arbeit verdienen kann, das holt er sich vom staat – damit ist die grundversorgung gesichert und der rest ist taschengeld.
    das jeder immer und in jeder hinsicht mit diesem verhalten an seinem eigenen arbeitsplatz sägt, scheint keinem bewußt zu sein.
    dank des sich in unserer gesellschaft eingeschlichenen egoismus, gleichgültigkeit und feigheit.
    alle meckern und jammern. aber niemand hat soviel rückrat seinen mund dort aufzumachen, wo es angebracht ist – nämlich an den übergeordneten stellen. da kneifen alle den schwanz ein und verbiegen sich in der absicht nicht als querdenker aufzufallen.
    querdenker muß es aber geben, wer mit scheuklappen durch´s leben geht, sieht irgendwann nicht mehr, was um ihn herum vorgeht.

    “wer sich wehrt, kann verlieren, aber wer sich nicht wehrt, der hat schon verloren.” diesen spruch habe ich im taxiforum gelesen. dem schreiber kann ich nur zustimmen.
    wer nur an sich selbst interessiert ist, ist früher oder später auch ein verlierer.
    ein mensch dem es gut geht, kann positiv auf andere einwirken.

    nach vielen zermürbenden jahren als taxifahrerin merke ich, das ich am ende meiner kräfte bin – dank einer gewerbepolitik die in keinster weise unsere interessen vertreten hat.
    aber da ist noch ein funken energie. ich will keinen krieg, sondern die durchsetzung von gerechtigkeit und die erhaltung von menschenwürdigen rahmenbedingungen.

    es kann und darf nicht sein, das jemand, der 350 stunden im monat arbeitet, ein einkommen erzielt, welches unter dem von der europäischen kommision festgelegtem existenzminimum liegt.
    auch wir haben ein recht auf eine krankenversicherung und eine altersvorsorge. wenn nicht, dann können wir doch gleich alles hinschmeißen und auch hartz4 beantragen – oder etwa nicht?

    ich möchte hier deutlich zum ausdruck bringen, das dieses nicht nur für taxifahrer gilt, nein: für alle die mit ähnlicher problematik behaftet sind!

    wir sind auf dem besten weg in die sklavenhaltung. die sklaven halten den mund und lassen ihren ärger ab, indem sie sich gegenseitig anprangern anstatt geschlossen den oberen instanzen einhalt zu gebieten.

    ist das bildungsniveau schon so weit gesunken, das keiner weiß, das WIR, DAS VOLK der staat sind? können deshalb die politiker mit uns machen was sie wollen?
    alle hoffen und warten auf besserung. in die hoffnung müssen wir alle auch selbst etwas einbringen. man darf nicht darauf warten, das andere es tun.

    wir sind die gesellschaft und ein jeder von uns muß selbstständig darauf einwirken, das die kranken strukturen gesund gepflegt werden – mit all unserer zur verfügung stehenden kraft und dabei ist es unerheblich ob der ein oder andere mehr oder weniger energie dafür aufbringt.
    ein schwacher mensch verliert nicht seinen stolz, wenn er sich von einem stärkeren unterstützen läßt – im gegenteil: es beweist mut zu sagen “du, ich bin nicht so stark, aber wenn du mir hilfst, dann kann ich es vielleicht werden”.
    nur wer in der lage ist etwas anzunehmen, kann später etwas weiter geben.

    so ist es mit allem, was unser leben bildet. wenn wir uns gegenseitig ausbeuten, führt es dazu, das wir früher oder später alle verloren sind.

  25. tatjana winderlich sagt:

    apropos politiker:

    gestern habe ich eine abgeordnete befördert. diese dame hat ihr schlüsselbund in meinem wagen verloren. ich habe es der funkzentrale mitgeteilt und meine handynummer hinterlassen. zwei stunden später kam ein rückruf vom bundestagsfahrdienst mit der bitte die schlüssel bei ………abzuliefern. gesagt, getan: 5km anfahrt, 30 minuten im stau gestanden, 15 minuten auf die entgegennahme gewartet. Dafür würde ich mit einem trinkgeld in höhe von 1.60€ belohnt. normalerweise hätte ich einen anspruch auf 16€ geltend machen können. aber ich hatte an diesem tag kopfschmerzen und keine lust auf eine diskussion.
    mir geht es hier auch nicht um einen bestimmten geldbetrag, sondern darum, wie meine arbeit gewertet wird.
    eine abgeordnete “verdient” etwa 8.000€ im monat plus aufwandsentschädigung etc. ich erbringe eine dienstleistung von 45 min. zeit und erhalte dafür 1,60 (in 20ct – stücken).

    ich werde zur gegebenen zeit darüber öffentlich berichten.
    des weiteren habe ich mir vorgenommen, fundsachen zukünftig im fundbüro abzugeben.

    diese dame (von den grünen) hat wohl vergessen, das sie von uns bezahlt wird. wahrscheinlich ist sie in dem glauben, das wir für unsere leistung keinen lohn verdienen — weil wir doch nur sklaven sind???

  26. Steffen sagt:

    In Dresden gibt es seit schon vielen Jahren ein Taxiunternehmen, das sich nicht so nennen darf, sondern Chaufuerservice, ist aber das selbe, nur das die Autos schwarz sind und kein Taxischild haben (neue Audi A6, Jaguar 10-Zylinder kostet 20 Euro Aufpreis je Fahrt, Fahrer tragen Kleidung nach Wunsch). Die Preise sind fast identisch, Marktanteil schätze ich auf 30%.

    Dresden ist von der Fläche her größer als München. Ich begreife es nicht, wie das geht – schon seit langem bieten die eine 111 Euro Flatrate für fast das gesamte Stadtgebiet. Das kann doch nicht seriös sein. Stadtgetuckel kostet alles in allem ohne den Fahrer schon bei einem Kleinwagen 50 cent je km mindestens. Sie rechnen wohl damit, dass sich niemand traut, das Wort Flatrate wörtlich zu nehmen.

  27. Erik sagt:

    111 EURO pro Jahr/Monat/Woche/Tag/Stunde?

    Und wenn ich keinen Wunsch äußere? Sind die dann nackt?

  28. Torsten Bentrup sagt:

    Okay, wenn Steffen nicht antwortet, wage ich mal eine Mutmaßung ohne Faktenwissen. Es handelt sich wohl um ein auf edel getrimmtes Mietwagenunternehmen. Kleidung nach Wunsch dürfte darauf hindeuten, daß gezielt einen Fahrer im passendem Anzug o.ä. bestellen kann (z.B. für Hochzeitsfahrten oder für Geschäftspartner, vor denen man ein wenig angeben möchte).

    Zur Flatrate (die wahrscheinlich monatlich zu entrichten ist) hab ich mich ja schonmal geäußert. Steffens Überlegungen (kostet im Kleinwagen schon über 50 Cent ohne Fahrer) geht an der Taxi-Mietwagen-Realität leicht vorbei, weil der Wertverlust je Kilometer bei uns wesentlich niedriger anzusetzen ist. Und der hat einen sehr hohen Anteil an den genannten mind. 50 Cent. Ein heftiger Kostenfaktor ist natürlich der Fahrer. Aber der kostet nicht pro Kilometer sondern pro Zeiteinheit. Ob derjenige pro Schicht 100 Kilometer oder 350 fährt ist da ohne Belang.

    Trotzdem kann sich das nur rechnen, wenn man sehr viele Flatrate-Kunden hat. Und das bedeutet natürlich wieder Engpäße und verärgerte (weil wartende) Kunden. Ob und wie die Dresdener den Widerspruch in den Griff bekommen. Denkbar wäre eine “unechte” Flat, die nicht zu den bekannten Hochlastzeiten nutzbar ist oder zu diesen Zeiten einen Aufpreis kostet.

    Viel praktikabler finde ich allerdings eine Variante mit “Rabattkarte”. Man könnte es so regeln, daß man nach Zahlung der Monatsgebühr ein Recht auf x % Rabatt hat. Damit wären die “Spaßfahrer”, die nur fahren wollen, weil sie ja dafür bezahlt haben schonmal aussortiert.

  29. John sagt:

    Also schöne grüsse aus Österreich
    Bin zufällig auf das Blog gekommen recht aufschlussreich was da bei Euch so los ist.

    @tatjana winderlich
    Du triffdt den Nagel auf den Kopf wenn Du meinst das gerade die Vielverdiener die jenigen sind die die Schnorrer sind.In der Regel denken gerade diese Kunden sie hätten dich gekauft wenn sie € 10,- für die Fahrtstrecke zahlen.

    Zu Deinen Angesprochenen Netzwerk.Mich würde da schon mal interessieren wie das so funktioniert bei euch.Ich habe bei uns in der Hauptstadt meinen eigenen Kundenstock aufgebaut.Als sich das herumgesprochen hat konnte ich mit meinen Fahrzeugen die kunden nicht mehr zufrieden stellen.Also was soll es ich fragte andere Kollegen ob sie daran interesse hätten mir Fahrtaufträge abzunehmen.Einerseits wurde ich belächelt andererseits aber wieder unterstützt nur das problem in der Bundeshauptstadt ist ein anderes.Hier exestieren 3 Funkzentralen und keine der 3 hackt der anderen ein Auge aus.Alle sind sie mehr oder weniger gleich teuer (Ups hier wird nicht genögelt) Nein formulieren wir es anders Sie sprechen sich nicht mit dem Preis ab sondern sie schauen was verlangt die eine dann verlange ich das selbe plus 10 Cent merh oder weniger.Damit sind wir wieder beim Preis des Kunden angelangt was mich natürlich auf eine kurze Rechnung bringt welche dir Fixkosten aufzeigt die ein solche Fahrzeug hat.
    Grundgebühr beim Funk zwischen € 140,- und € 195,-
    Pro vermittelter Fahrt € 1,5,- (der Fahrgast Zahlt € 2,- bei Anruf über Funk)
    So kommt man schon auf eine Rechnung von ~ € 500,- im Monat
    Jetzt kommen noch die Chaufeurkosten dazu Brutto € 900 – € 1200,-
    Reparaturkeosten kann man im Monat auf €300 beziffern wenn das Auto 5 Jahre fahren soll / darf
    So ein Mercedes E-Klasse hat schon bei der Auslieferung einen Fehler in der Elektronik Die ist zwar im 1+2 Jahr Garantie aber was ist dann???
    Diese oder ähnliche Probleme gibt es bei VOLKSWAGEN nicht.
    Und da sind wir schon wieder beim nächsten Thema Fahrzeug
    So ein Passat kostet netto €23 000 ,- der Mercedes gute € 10000 netto mehr bei ängeren Werkstättenaufenthalt beliebne wir ber noch kurz bei den Kalulationen
    Bisher haben wir so um die €2000,- ausgegeben das Auto darf aber noch nicht fahren da ist ja noch die Versicherung in der Prämienstufe 9 (Neuanmeldung) sind hier zu Lande € 250,-/Monat inkl Kasto für einen Passat der Mercedes kostet bei € 310,- bsi dato sind ~€ 2200,- jetzt kommt noch der Treibstoff hinzu das sind nochmals bei einen Passat € 586,- beim Mercedes etwas mehr.So ein Fahrzeug macht einen Umsatz von € 3000,- bis € 3500,- pro Monat bei guter Lenkerbesetzung (24 Stunden).Was in dieser Rechnung natürlich noch nicht enthalten ist sind die Lohnnebenkosten.Wenn wir diese noch mit € 500 im Schnitt beziffern kann sich wohl jeder ausrechnen was da noch übrig bleibt.

    Lenkerqualifikation:
    Zu diesen Thema will ich mich nicht wirklich äussern denn wen man bedenkt das jeder Unternehmer der ein T A X I betreibt angewiesen ist auf Personal egal welcher COLEUR dann kam man sich vorstellen warum die QUALITÄT nicht wirklich hoch ist.Auch hier in A in der Bundeshauptstadt bestehen diese Probleme.Ich würde gerne nur Hochqualifiziertes Personal verwenden nur es gibt es nicht,Was bleibt einen Unternehmer also anderes Übrig als alles zu nehmen was zur Verfügung steht und den Taxischein hat.
    Denn jeder Tag den das Autuo in der Parklücke verbringt kostet geld das ich erst mnal reinfahern muss. Also gehen wir davon aus ich warte suf hochqualifiziertes Personal bis sich da wer meldet der brauchbar ist sind Monate vergangen wo im Monat die Funkgrundgebühr , Versicherungskosten zu berappen ist.

    Zu letzt will ich euch aber noch etwas von den Wiener Funkzentralen berichten was Kreditkarten etc betrifft für Dissagio verlangen die zwischen 2,5 und 4,5 % die der Unternehmer Zahlen muss.Bi uns ist das nicht so wie in Deutschland das man für Kreditkartenzahlung einen Aufpreis verlangen darf.Die Funkzentralen werben dafür das man mit KKarte zahlen kann.Das geht sogar soweit das man gar keinen Funkvertrag bekommt wenn man keine Kreditkarten annimmt.
    Weiter Diktieren in Wien die Funkzentralen den Preis Hier nur ein kleines Beispiel
    Ein Airporttransfer von Wien Schechat in die Stadtmitte
    Geht man zum richtigen TAXISCHALTER in der Ankunftshalle dann bekommt man ein ´günstiges taxi von einer Funkzentrale zum Pauschalpreis von €30,- Soweit der Preis für den Kunden.
    Nachdem der Kunde bei der Bestellung sagen muss wo er hin fährt verrechnete die Zentrale dem Kunden zwar €30,- nur von den € 30,- verlangt sie vom Unternehmer zwischen € 3 und €10,-
    So und jetzt mache ich schluss

  30. Torsten Bentrup sagt:

    @John: Kreditkartengebühren dürfen auch in Deutschland nicht beim Endkunden berechnet werden. Kein Gesetz, sondern die Bedingungen der KK-Unternehmen. Wer sich nicht dran hält, riskiert den Verlust des Akzeptanzvertrages.

  31. John sagt:

    Also das ist Schlichtweg nicht war hier ein Link den ich
    von vielen gefunden habe.
    http://www.taxi-in-berlin.de/taxitarif/
    Hier werden € 0,5 pro Kartenzahlung berechnet

  32. Torsten Bentrup sagt:

    Das ist ja lustig… Ich kenne tatsächlich keinen KK-Anbieter, der nicht unverzüglich meckern würde, wenn er sowas sieht. Entweder haben die also eine Sondervereinbarung mit ihrem Clearing-Unternehmen oder setzen sich bewusst über die AGB hinweg.

  33. Torsten Bentrup sagt:

    Grad erst gesehen… Scroll mal ganz runter auf der Berlin-Seite:

    “Ferner sind die Berliner Taxifahrer / -innen verpflichtet, bei bargeldloser Zahlung einen Zuschlag zu erheben. Dieser Zuschlag ist auch bei der Bezahlung mit einer EC-Karte oder Kreditkarte (z.B. Amex, Diners, Eurocard, Visa) fällig. Auch wenn Ihr Vertrag, den Sie mit Ihrer Bank geschlossen haben, so etwas nicht vorsieht, so steht die Taxitarifordnung als Verordnung mit Gesetzeskraft über jeden privat abgeschlossenem Vertrag.”

    Is ja nen Ding! :D

  34. John sagt:

    http://www.cityfunk.de/501245958e0f0960c/5012...

    Taxis per Handy/Telefon bestellen
    Hier werden sogar Mindestumsätze pro zahlung
    gefordert.
    http://www.parisinfo.de/taxifahren-in-paris.h...

    Wenn ich noch weiter suche werde ich sicher noch fündig
    Wen wer € 10,- bezahlt dann bleiben dem unternhemen nur je nach Kartenzahlung 2,5 % -4,5% weniger gelt im Börsl

  35. Erik sagt:

    Die gesetzliche Verordnung hat natürlich einen höheren Rang, trotzdem können die KK-Unternehmen den Vertrag dann einfach lösen. Das werden sie wahrscheinlich nicht tun, weil ihnen dann das Geld entgeht.

  36. Michael sagt:

    Tja und bei den Geiz ist Geil Geschichten ist auch
    das Taxi Gewerbe betroffen. Ich kann nicht mehr ;)
    Nach nun 41 Jahren Taxi Unternehmer, werfe ich das Handtuch und
    überlasse das Feld meinen lieben Mitstreitern und wünsche alles Gute.

  37. Bodo Siegel sagt:

    Ich versuche täglich meinen Kunden und vor allem zukünftigen Kunden zu zeigen, “Wir sind der Unterschied”. Und ich entnehme den Fakten (BWA) das ich damit recht habe, man kann heute noch etwas erreichen, auch i diesem Gewerbe. Ich habe in den ersten 9 Monaten des Jahres 2006 40% Umsatzzuwachs erreicht. Ich denke darauf kann ich mir etwas einbilden. Und ich bin mir sicher, das kann jeder schaffen, der es wirklich und ernsthaft versucht, JAMMERN HAT NOCH NIE GEHOLFEN

  38. TOM TOM sagt:

    Taxifahren ist sicherlich seit der Tariferhöhung am 07.03.2007 um etwas teurer geworden (0,50 €), aber meiner Meinung nach zu einem recht fairen, vertretbaren und erschwinglichen Preis. Ich bin selber angestellter Taxifahrer und finde, die Leute die sich ständig über die angeblichen hohen Tarife beschweren, sollen doch nicht Taxi fahren, sondern zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln übergehen. Doch leider geht es eben nicht anders. Und so muss man eben doch zum schnellsten Verkehrsmittel greifen.

  39. BigBoy sagt:

    ich fahre eigentlich sehr gerne taxi,habe sogar einen bevorzugten taxi betrieb. allerdings ist es auch mir viel zu teuer :(

    wären taxis billiger so würde sicherlich nur noch mit dem taxi fahren.

    ist es doch sehr komfortabel sich unmittelbar vor der tür abholen zu lassen anstelle 500m zum bus zu laufen,an der haltestelle ewig warten zu müssen und sich dann mit schlecht gelaunten busfahrern rumzuärgern oder übel riechende mitmenschen um sich zu haben :D

    mit nidrigeren preisen sehe ich bei taxen doch das dann sicher noch mehr leute diese art der vortbewegung bevorzugen würden,so würde es sich doch irgendwann wieder ausgleichen.

    auch brauch ich keinen mercedes als taxe,nen günstigeren mondeo oder ein anderes mittelklasse modell reicht.

  40. Torsten Bentrup sagt:

    @BigBoy: Wie billig muß es denn sein, um wirklich mehr Fahrten zu generieren? Wir können naturgemäß weder mit Bus noch mit Privat-PKW mithalten, wir werden immer die teuerste Alternative im Individualverkehr bleiben…

    Ich glaube nicht, daß wir kostendeckend arbeiten könnten, wenn wir die Preise soweit senken, daß einen nennenswerte Anzahl Menschen das Verkehrsmittel wechseln.

    Die Fahrgäste nutzen unsere Dienstleistung immer dann, wenn andere Verkehrsmitteln nicht oder nur mit Mühe genutzt werden können.

    Anders gesagt: Würdest Du statt des Busses für 2 Euro das Taxi nehmen, wenn es statt 10,– nur 8,– kosten täte? Und viel mehr Spielraum (trotz höherer Fahrgastzahlen) dürfte in einer Branche mit durchschnittlich etwa 10% Umsatzrendite einfach nicht machbar sein. Bedenke bitte auch, daß Taxen nicht beliebig vervielfältigbar sind. Freitag oder Samstag Nacht können wir auch so schon nicht immer alle Fahrten bewältigen. In diesen Zeiten wäre ein niedrigerer Preis ein Minusgeschäft, weil ein Mehr an Fahrten einfach nicht mehr zu bewältigen wäre.

    Worüber ich allerdings gerne nachdenken würde wäre ein “Lastabhängiger Tarif”. Wer zu schwachen Zeiten fährt, würde weniger bezahlen, in besagten Wochenend-Nächten wäre das Taxi dafür deutlich teurer. Aber das müsste ein seeehr einfaches System sein. Ich möchte nicht erleben, daß die Lokalzeitungen analog zu den Anfangszeiten der Vorvorwahl beim Telefon “Tariftabellen” abdrucken müssen.

  41. Ly sagt:

    sooo teuer ist das fahren nicht.

    man denke mal anders:

    für das Geld, für das ich ein Auto finanziere, mit Anschaffung, Abschreibung, laufenden Kosten wie Steuer, Versicherung, Benzin, Parkgebühren, Reparaturen…

    kann ich zig mal im Monat Taxi fahren, zb zum Einkaufen, oder abends in die Kneipe, brauche keinen Parkplatz, und mich auch sonst um nix zu kümmern.

    wenn man zusammen mit Freunden fährt, vieleicht aus der Disse nach Hause, oder rein in die Stadt am frühen Abend, ist es sogar spottgünstig, klar kommt es auf die Fahrstrecke an, aber bei uns zahlen 4 Leute vom Vorort in die Innenstadt sagen wir mal 10,- Euro. Zusammen würden sie das für den Bus auch bezahlen. Werden aber individuell gefahren.

    Geh ich abends mit meinem Liebsten essen, ist es ähnlich. Mitm Auto Sprit, Parkplatz suchen, Parkgebühren. Mitm Taxi bissel mehr, ok, aber hat die Nerven geschont , und kann was trinken.

    Manchmal hab ich das Gefühl, nur in D wird Taxifahren als so sauteuer gesehen, und damit in Verbindung als elitär eingestuft. Mir hat letzt eine Kundin erzählt, die den zweitwagen abgeschafft hat und seither ab und an mitm Taxi fährt, die Nachbarn hätten schon gesagt, na, sie habens ja gut, nich.. ?? Dabei spart sie so ohne ihr autochen sogar geld. wir habens durchgerechnet, sie könnte an die 30 mal im Monat Taxifahren für den Gegenwert, den der Wagen kostete (incl. Anschaffung).

    so mal als Kommentar dazu :-)

    liebe grüße nach Paderborn

  42. Ly sagt:

    nuja, alles war eigentlich schon gesagt ;-) vorher lesen, dann schreiben, ich merks mir, aber vieleicht hält doppelt gemoppelt ja besser :-P

  43. Frank sagt:

    Preise vergleichen mit Taxihelp.com(Welt taxi führer).

  44. Jürgen Borrmann Oldenburg sagt:

    zu dem thema kann ich nur beisteuren,so lange ein vertreter des gewerbes taxi und mietwagen seine hand im spiel hat,werden wir einzelunternehmer immer untergebuttert. ein beispiel aus dem oldenburger taxigewerbe.der ehemalige stellvertret des taxi – und mietwagengewerbes herr bartels hat mit der aok niedersachsen und den dialysebetrieben der region einen rahmenvertrag abgeschlossen um an diese fahrten zu kommen. für einen kopfpreis von € 14,05 wird jeder patient zur dialyse gefahren,egal wie kurz oder lang die wegstrecke ist. das herr bartels dabei den taxitarif unter-bzw.überschreitet,ist in oldenburg völlig normal,kein unternehmen legt sich mit den geflogenheiten des herrn bartels an.ich habe der ihk dieses mitgeteilt ,leider hat es bisher keinen erfolg gehabt.

  45. Phill sagt:

    Ich versteh garnicht warum alle denken, dass Taxi fahren unbedingt mit Luxus zutuen haben muss. Ich bin in Shanghai und in anderen Chinesischen Großstädten Taxi gefahren und habe Startpreis 50 Cent bezahlt. Danach ging es so schön billig weiter.

    Dabei war es mir scheißegal ob es ein VW Jetta oder sonst irgendwas war. Einmal bin ich sogar mit einem mitgefahren der einen Platten auf der Hinterachse hatte. Und ich sage euch, es war mir wurst.

    Über die Taxis hierzulande kann ich nur schmunzeln. Vor meinem Haus stehen sie die ganze Nacht rum, teilweise stunden ohne den wagen zu bewegen. Warum? Weil es einfach zu teuer ist alsdass es der normale Mensch nutzen würde. In china stehen die Taxis nicht sinnlos rum, sondern fahren ständig auf der suche nach Kunden. Wobei man bei diesen sogar für Chinesen günstigen Preisen nicht lang suchen muss.

    Wobei wir schon mal beim wichtigsten Punkt sind. Für alle die sagen wollen dass man China nicht mit Deutschland vergleichen kann. Als ich meine Chinesischen Arbeitskollegen gefragt habe ob sie ein Auto haben, da sagten sie, dass man doch hier immer Taxi fahren kann und deshalb kein Auto notwendig ist. Also Chinesen können sich es auch leisten.

    Das ist nunmal ein Teufelskreis, wenn die Preise nicht stimmen dann fahren nur wenige. Wenn wenige fahren dann steht der fette Benz dann länger rum. Und dadurch muss es noch teurer werden, damit die standzeit bezahlt ist.

    Ich bin mir sicher wenn vor der Disco oder Bar 2 Taxen stehen, ein proziger gelber Benz mit überaus höflichem Fahrer und ein Jetta mit stinkendem Fahrer, der mich für 4 Euro heim fährt, weil er kaum laufende Kosten fürs Auto hat, dann würd ich in den Jetta steigen.

    Angenommen in Deutschland würden dann normalos aus dem Kaufhaus kommen und sich ins Taxi setzen und die billigen Taxen würden am laufenden Band Kunden haben, dann wäre sicher mit 50 Cent pro km auch noch Geschäft gemacht.

    Ich würde dann nicht mehr aus frust an einem wartenden Taxi vorbei laufen und mir den Arsch abfrieren, wärend beim Benz der Motor läuft damit der Fahrer nicht erfriert.

  46. Ly sagt:

    Jetta hin, Mercedes her ( wobei schaut man sich in der Taxilandschaft um geht der Trend zu günstigeren Fahrzeugen als Mercedes )

    Die Anschaffungskosten eines Taxis machen nicht alleine den Taxi-Tarif aus.

    Es muss zb die Zentrale finanziert werden, man möchte ja in der Regel Funkfahrten haben. Entweder, so wie bei uns, schließen sich Unternehmer zu einer Genossenschaft zusammen, und haben so eine eigene Zentrale, oder man mietet sich in eine selbstständig geführte Zentrale ein. ( oder aber einer hat 15 Taxen die er über eine eigene Zentrale bedient ).

    Da sind Löhne für 24 Stunden 7 Tage die Woche fällig, für Zentralisten, und diverse technische Anlagen bis hin zu vollautomatischer Vermittlung per GPS, sowie Räumlichkeiten, und finanzielle Reserven sollten auch sein, für alles möglich denkbare. ( plus bitte Gewinnmaximierung bei selbstständigen Zentralen )

    Da sind die Löhne der Fahrer, sowie die Lohnnebenkosten. Die Löhne sollen bitte den Fahrer in die Lage versetzen ein halbwegs normales Dasein zu haben. Deutsche Lebenshaltungskosten sind nicht niedrig zu nennen, Brutto-Lohn von 3,25 Euro/Std ist Lohndumping, und das gibt es auch im Gewerbe.

    Da sind die für gewerblich genutzte Fahrzeuge teurere KFZ-Versicherungen.

    Da sind Reparaturen die nicht zur Garantie gehören ( oder für nach der Garantiezeit) zu kalkulieren, da sind Reserven für evtl leichtere selbsterurschte Unfall-Schäden zu kalkulieren, manchmal ist es wirtschaftlicher nicht die Kasko in Anspruch zu nehmen, da ist zu kalkulieren wenn ein Auto geschrottet wird selbstverschuldet, das ist ein Minusgeschäft, da sind Umsatzausfälle zb bei Erkrankung zu kalkulieren.
    Der Unternehmer die oft sehr viel fahren, müssen zudem für das Alter vorsorgen. Gut beraten ist wer daran denkt.

    Mal ganz abgesehen von Spritkosten, zu kalkulierender ständiger Verschleiß der Fahrzeuge, und und und.

    Die laufenden Kosten eines Taxlers sind, unabhängig vom Fahrzeug, schon so ziemlich hoch. Da hat er immer noch keine eigene Miete bezahlt, und noch kein Brötchen auf dem Tisch oder Klamotten an, von Urlaub gar nicht erst zu reden.

    Ach so, die fast überall frei handelbaren Taxikonzessionen hab ich vergessen. Nicht jeder bekommt sie gegen Bearbeitungs-Gebühr frisch von der Behörde. Du schaffst nicht nur ein Auto an, du legst vorher je nach dem wo! wann! wie! schon mal nen richtigen Batzen Geld auf den Tisch. Nen richtigen Batzen, ich red hier nicht von 5000 Euro.

    Unabhängig davon ob es dir persönlich egal ist, mit einem stinkenden Fahrer in einem Jetta zu fahren, das sei dir überlassen wie du willst, das meine ich genau so, nicht wertend:

    Viele Kunden haben eine empfindsame Nase, manche beschweren sich schon auf Zentrale, hab ich erlebt, wenn einer bei 38 Grad im Schatten nach 10 Std Schicht nicht mehr ganz so lecker ist. Ich weiß 100% das wir keine “stinkenden” Fahrer haben, ich kenne sie allesamt.

    und legen zudem Wert auf ein KFZ, das dem entspricht, was in D inzwischen üblicher Weise auf der Straße ist. Neuwertigere sicherheitsakzeptable Fahrzeuge, gepflegter Zustand. Mindestens mal im Taggeschäft.

    Sicher ist der Jetta ( ein neuer) eine Option, man muss sich die Beinfreiheit und den Comfort anschauen. So wie in D inzwischen viele Passat, Touran, und andere Wagen laufen. Es ist lange nicht mehr nur der Mercedes. Dessen Ruf und Tradition als Taxi der Wahl nicht von ungefähr kam. Sehr guter Fahrcomfort, guter Service, lange Lebensdauer, und und und. Aber die anderen Marken haben gut aufgeholt. Den Toyota Avensis, der kleine Kombi, den ich auch fahre, lieb ich. Geiles Auto, geiles Fahrgefühl. Die Fahrgäste mögen den in der Regel auch, sind auch schon mal überrascht, der ist einfach bequem und kuschelig, und gibt einen Eindruck von Sicherheit im Mitfahrgefühl.

    Frage: wie sieht es denn ich China und anderswo mit der Sicherheitsüberprüfung der Fahrzeuge aus? Wie sind die Standards? Hier in D sind die ziemlich hoch. Entsprechend laufen doch eher neuere Fahrzeuge.
    Die kosten eben.

    Zudem, ausnahmen, eher arme Leute, bestätigen die Regel, verlangen die Kunden hierzuland wertige Fahrzeuge. D hat im Vergleich zu manch anderen Ländern einen recht hohen Lebensstandard. Viele pflegen den, wollen den auch haben im Taxi, auch wenns genug arme Schweine hier gibt.

    Dazu kommt eben auch, das ein eigenes Auto hierzulande als Statussymbol steht, und wir ein ziemliches Mobilitätsvolk sind, lange nicht alle machen die Rechnung auf, ob regelmässig Taxifahren günstiger sein könnte als ein eigenes Auto, allein schon aus Prinzip nicht.

    Bei vielen lautet die Lebensregel:
    Haus gebaut, Baum gepflanzt, Kinder gezeugt UND: Auto vor der Tür.
    da kann man nicht kulturelle Andersartigkeit einfach auf Deutschland drüberziehen wie ein Nachthemd was man wechselt.
    Kunden hier fahren Taxi wenn sie keine andere Möglichkeit haben, oder mal bequem sind. Sonst nix.

  47. Phill sagt:

    Hallo Ly,

    danke für deine Erklärungen. Es war mir schon bewusst dass hinter einem Taxiunternehmen mehr steckt aus 6 Fahrer und 3 Autos. Ich wollte auch nicht Asiatische Verhältnisse direkt hierher übertragen. Mein Denkansatz war eher dahingehend zu sehen dass Taxifahren in Deutschland aufgrund der hohen Preise eine solche exklusivität aufweist, dass normalos wie ich Student lieber laufen und schlussfolgernd unsere Taxen immer rumstehen und auf zahlungsfreudige Kundschaft hoffen. Ich seh es ja jeden Tag vor der Haustür. Ich als Unwissender schätze mal die standzeit Tagsüber bei 30%. Nachts sicherlich noch höher.

    Ich bestreite auch nicht, dass es Kunden gibt die gern in nagelneuen Autos sitzen und nach Möglichkeit von atraktiven Fahrern/Fahrerinnen schoffiert werden, doch beschrängt sich das Taxigewerbe da nicht zu sehr im Kundenkreis? Ich meine man tut alles um den derzeitigen Kunden (mit all seinen Anforderungen an Sicherheit und BlaBla Blub ) zu befriedigen und schließt dadurch mal eben Studenten und andere Wenigverdiener vom Geschäft aus.

    Andrererseits wenn eine einfache Fahrt mit Bus, U-Bahn, oder Tram bei uns schon 1,60Eur kostet, dann kann ein Taxi ja fast nicht mehr Billiger werden ohne den Öffentlichen die Kunden wegzunehmen.

    Aber nochmal zu den Kosten für ein Fahrzeug. Inclusive Verschleiß, Benzin und Wertverfall bezahlt unser Vater Staat pro km ca 25 Cent, wenn man z.B. eine Fahrt zum Bewerbungsgespräch abrechnet. Also 25 Euro pro 100 km. Mittlerweile könnte es sogar mehr sein, diese Zahl schwebt mir noch aus der Vergangenheit. Wenn man ein kleines Auto hat (Polo) dann kommt man mit schön chinesischer untertouriger Fahrweise mit 5 Litern hin. Bei deutschem Fahrtemprament evtl. mehr. Also kann man sagen dass bei 25 Cent Fahrpreis mit jedem gefahrenen km 20 Cent verdient werden (Der Fahrer bekommt noch nichts). Wenn wir einen Fahrpreis von 50 Cent annehmen dann machst du aus einem Euro Benzin 10 Euro Umsatz. Wenn sich damit kein Geschäft in Deutschland mehr aufbauen lässt, dann weiß ich auch nicht. Dann sind wir einfach zu überreguliert.

    Sicherheitsbestimmungen würd ich dir auch recht geben, aber Sicherheit im Fzg. ist ja heutzutage sowieso ein privileg der Neuwagenfahrer. Die arme Sau von nebenan fährt doch im alten Golf 2 ohne zu merken dass sie jederzeit sterben könnte. Und in China konnte an sich teilweise nichtmal anschnallen. Ich habs überlebt.

  48. Ly sagt:

    deine Rechung, 50 cent, 25 cent die der staat pro km ansetzt bei bewerbungfahrten, geht überhaupt nicht auf fürs gewerbe. der staat zahlt ja auch nicht die realen kosten, der bezuschusst dich nur. sorry, aber wer zahlt die leerkilometer zurück wenn du 100 km ( um bei deinem beispiel zu bleiben) fährst? rechne bitte nicht nur die km und den preis, den du bereit wärest zu zahlen für einfache fahrt.

    und um weiter bei deiner rechnung zu bleiben:

    sagen wir also, die zurück-km belaufen sich im preis auch auf 50 cent. dann hast du in der summe 1,- Euro. das ist das was das unternehmen kostet. so in etwa, das ist die rechnung die ein unternehmer auf seinem entsprechenden lehrgang lernt. den lehrgang muss er machen, damit er eben nicht blauäuig ins verderben rennt.

    bei einem tarif, wie bei uns inzwischen, von 1,50 pro gefahren km MIT Kunde bleiben also noch 50 cent als gewinn übrig.

    die nimmt sich dann der unternehmer zum leben und für alles was dazu gehört, und das darf er auch.

    ein taxi-unternehmen ist nicht dazu da kostendeckend zu fahren, es ist dazu da, gewinne zu erzielen. das wollen bei uns teils noch nicht mal die studenten der wirtschafts-elite-uni, die 5000 euro per monat kostet, aus nachbarstadt kapieren. Und das was du da vorrechnest, ist noch nicht mal eine null-summen-rechnung an gewinn, das ist ein verlustgeschäft par excellence.

    keinesfalls, ich betone, keinesfalls, ist es so, das bei 25 cent pro km 20 cent als rein-ertrag hängenbleiben..

    in deiner rechnung fehlen sämtliche kosten eines taxi-unternehmens, wenn überhaupt so zu rechnen ist.

    Sicherheit: ein taxi ist nicht ohne grund NICHT der alte zweier-golf von nebenan. das ist auch gut so. wir befördern fahrgäste, auf deren sicherheit wir bedacht sein müssen.
    Rückbau als wirtschafts- und gesellschaftsidee ist durchaus eine Idee.. aber so einfach funktioniert es dann doch nicht.

    Im Übrigen: Studenten sind bei uns mit die häufigsten Kunden im Wochenend-Nachtgeschäft. Vier Studis für 10 euro zum Wohnheim gebracht ist 2,50 pro Nase. Der Nachtbus, sofern er da überhaupt hinfährt, kostet bei uns 2,20 Euro für diese Tarif-Zone.

    Drei junge Leute nach ( wie schreibt Torsten das immer ) $Nachbarstadt gebracht für 12,50. Der Bus dahin kostet pro Nase inzwischen 3,05 Euro. Ok, geht nicht ganz auf.. müsste einer mehr mitfahren, aber dafür holen wir dich/euch vor der Tür ab, und bringen euch vor die Wohungstür.

    Individualverkehr ist nun mal teuer als Bus.

  49. Ly sagt:

    PS:

    nicht das einer meint das hier wäre aber viel:

    “bei einem tarif, wie bei uns inzwischen, von 1,50 pro gefahren km MIT Kunde bleiben also noch 50 cent als gewinn übrig.”

    das ist nicht viel. und bei festpreisfahrten für ausserhalb unter (!) tarif wirds noch weniger. wie du selbst feststellst, bei den taxen vor deiner tür: wir sind nicht nur am fahren, sondern auch sehr oft am warten. Es gibt hochbetriebszeiten, ok. sind immer nur ein paar wenige stunden, und diese kompensieren durch mehr umsatz die zeiten, wo eben nix geht.

    Prinzipiell ist klar, der kunde denkt oft, man verdiene sich im gewerbe eine goldene nase. wenns denn mal so wäre, wäre das toll. Fakt ist jedoch, das Jungunternehmer oder solche die es werden wollen schlucken müssen wenns denn mal zu sache geht. Sie tragen, zumeist über viele Jahre, ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko, bis mal alles sicher und rund läuft, allein schon durch die Konzession, für die sie in Vorlage treten müssen bevor sie überhaupt nur einen einzigen Meter gefahren sind. Der häufigste Grund sich in dem Gewerbe selbstständig zu machen ist wohl eben die natur der Sache: Selbständigkeit, und damit eine gewisse persönliche Unabhängigkeit. Bei uns geht die Tendenz sogar zum Alleinfahrer. Die wissen ziemlich genau warum sie das machen. Die Kosten der Unternehmung sind so hoch, und die Gewinne so niedrig, das der Einsatz von Personal sich für manche inzwischen gar nicht erst rechnet. Zudem ist ein Fahrer immer ein Risiko für das Fahrzeug.
    Das geht aber gottlob nur für die, für die eine absolut flexible Arbeitszeitgestaltung drin ist, nicht Frau und Kinder zuhause haben, also Tag oder Nacht im wechsel fahren (wollen oder können) wies zu den jeweiligen Umsätzen passt, insofern sind es nicht viele.

  50. Donalbain sagt:

    @Phill: Nun ja, Shanghai und andere chinesische Städte sind ja auch Millionenmetropolen mit entsprechend chaotischen Verkehrsverhältnissen. Selbst wer sich da ein Auto leisten kann oder will, hat ja mit den entsprechenden Problemen wie Stau oder Parkplatzmangel zu kämpfen, so dass ein eigenes Fahrzeug wohl nicht wirklich praktische Vorteile bringt, sondern eher ein Statussymbol ist. Da kann man dann, wenn es nötig ist, gut auf das Taxi setzen, übrigens ähnlich wie in London oder in New York, wo ja auch viele Leute, die direkt in der wohnen, gut auf einen eigenen PKW verzichten können und auch den öffentlichen Personennahverkehr ausweichen – im Notfall wird dann eben auf das Taxi zurückgegriffen, das dort übrigens selbstverständlicher benutzt wird als hier, eben weil man es anderes als hier eben nicht als Luxus wahrnimmt.
    Auch hier wäre es vermutlich für einige Leute günstiger, auf ein eigenes Auto zu verzichten und auf Bus & Bahn umzusteigen und sich in bestimmten Situationen ein Taxi zu bestellen oder für seltene weite Touren, an die man mit der Bahn nicht gelangt, einen Leihwagen zu organisieren. Nur wollen halt die wenigsten aufs eigene Auto verzichten, obwohl gerade das doch der eigentliche Luxus ist, wenn man mal die laufenden Kosten betrachtet.

    Außerdem glaube ich kaum, dass die von dir genannten 50 Cent Grundpreis und 50 Cent pro Kilometer (wenn diese Zahlen stimmen sollten, hab es nicht nachgeschaut) dem normalen Chinesen als günstig erscheinen, allerhöchstens dem relativ gutverdienenden Stadtbewohner. Hier ist der Kilometerpreis ja auch nur 3 mal so hoch und ich glaube doch, dass der Durchschnittsdeutsche immer noch etwas mehr verdient als der Durchschnittschinese, da wir zum Glück auch nicht diese extremen Einkommensunterschiede zwischen Stadt und Land haben wie in China.

    Recht hast du allerdings bei den Standzeiten. Es wäre schön wenn man die möglichst verkürzen könnte, doch wenn Flaute ist, dann ist nun mal Flaute. Und ich glaube auch nicht, dass mehr Leute ein Taxi nutzen würden, wenn man zu solchen Zeiten für den halben Preis fahren würden, denn wer zu dem Zeitpunkt kein Taxi braucht, der bestellt auch dann keines.

    Und die laufenden Kosten so weit zu senken, dass dabei hier in Dtl. ein Kilometerpreis von 50 Cent herauskäme ist illusorisch und wäre nebenbei auch der Ruin für alle in der Branche. Klar versucht fast jeder Unternehmer seine Kosten zu senken, aber doch höchstens um selbst über die Runden zu kommen, nicht um die Ersparnis an den Kunden weiterzugeben. Aber wo willst du da noch groß sparen?
    Klar, bei den Autos, was ja auch gemacht wird…ein Benz muss es ja auch nicht immer sein, aber irgendwo ist da die Grenze erreicht: ein Passat oder Touran wird sicherlich von der Kundschaft noch relativ klaglos akzeptiert, aber alles andere (Dacia Logan etc.) wird schwierig werden und in einen alten Golf2 oder in irgendein Fahrzeug mit nem Platten auf der Hinterachse und ohne funktionierende Sicherheitsgurte wird (zurecht) niemand einsteigen. Falls du das machst, dann bist du die seltene Ausnahme.
    Blieben die Fahrergehälter, aber auch da ist nichts zu machen. Ein angestellter Fahrer wird bei der ganzen Geschichte heute schon alles andere als reich, sollten die Löhne noch weiter sinken, findet sich überhaupt niemand qualifiziertes oder motiviertes mehr…wie es dann aussähe, will ich mir mal gar nicht erst ausmalen.
    Alle anderen Kosten, wie Ly sie angeführt hat, sind fest, da ist also auch nicht dran zu drehen.
    Wenn das Taxi dann trotzdem in einigen Fällen (nicht zu lange Fahrstrecke, mehrere Personen) preislich mit dem Bus konkurrieren kann, ist das schon erstaunlich, zumal der öffentliche Personennahverkehr ja finanziell gefördert wird…und früher ja nicht einmal kostendeckend arbeiten musste.
    Wo es das nicht kann, finde ich das auch okay. Dafür kann ich mich zu jeder Tages- und Nachtzeit von fast überall abholen und fast überall hinbringen lassen, kann mir relativ sicher sein, dass immer ein Taxi fährt, was ja bei Bus und Bahn in den letzten Tagen leider nicht immer der Fall war und kann noch Wünsche äußern, bei denen mich der Busfahrer nur schräg angucken würde (“Können wir eben noch bei $Schnellimbiss vorbei?” oder “Ne, den nehmen wir nicht mit!”). Dafür kann man dann schon mal ein wenig mehr zahlen.

  51. Phill sagt:

    Also ich möchte kurz anmerken dass ich keinesfalls die Gehälter oder die Motivation der Fahrer anprangern möchte. Auch gönne ich dem entsprechenden Unternehmer seinen Eigenverdienst. Ich möchte nur zum einen Verstehen DASS es nicht billiger geht und zum anderen anregen ob sich doch etwas ändern lässt. Zur Zeit empfinde ich das Leben hier in Deutschland einfach nur noch als unverhältnismäßig teuer. Ein Chinese in der Stadt verdient im Schnitt ein viertel bis ein fünftel von uns. (Putzfrau 100Euro und Jungingenieur 400-600 euro). Die Taxigebür beträgt ca 50cent Startgebühr womit man ungefähr 3-4 km fahren kann, ohne dass sich das Taxometer ändert. Danach fallen 10 Cent pro km an.

    Ich weiß dass sich nicht alles vergleichen lässt, aber dass wir deutschen kau Taxi fahren ist ja eine Tatsache und die rühert irgendwo her. Ich möchte das gern aufgreifen. OK wir benötigen Transfer auf stadt und Land, aber auch das war in China möglich. Auch den Hin- und Rückweg haben Chinesen gleichermaßen. Ein Kollege hat sich für 90 Euro von Changchun nach Peking fahren lassen (1000km) da musste der Taxifaher auch wieder zurück. Gut Benzin kostet da etwa 50 Cent je Liter soweit ich das in Erinnerung habe.

    Also nocheinam kurz und knapp. Gehalt bekomme ich ungefähr das 4-5 Fache.
    dr Taxikilometer kostet das 15fache.

    Man könnte ja einen Stadt bzw. Landtarif einführen. Denn bei billigen Preisen würde in der Stadt ein Taxi auch voll ausgelastet sein. Übrigens kommt mir der Preis von 1,50Euro den Ihr sagt doch zu billig vor. Ich habe derzeit kein Auto und bin letztens eine Strecke mit dem Taxi gefahren, die ich mit dem Fahrrad in 15min erfahre und es hat 12 Euro gekostet. Können nicht mehr als 5-6 km gewesen sein.

  52. Phill sagt:

    Wenn du meinst mit 20 cent pro km nicht hinzukommen was Fahrzeugverschleiß und Wertverlust … angeht dann weiß ich auch nicht. Als Beispiel könntest du mit diesem Geld Reparaturen im Wert von 10.000Euro im Jahr haben wenn du 50tkm fährst. Oder alle 2-3 Jahre nen neuen A4 kaufen

  53. Ly sagt:

    Phill,

    es zählt, ich wiederhole, nicht nur sprit und autoanschaffungskosten!

    zum tarif: 1,50 der km, 2,50 euro grundgebühr, 2,40 der erste gefahrene km. 6 km bei uns kosten dich: 12,40 Euro. Das ist noch günstig im Vergleich zu manch anderen Gemeinden, in denen aber teils auch die Lebenshaltungskosten höher sind.

    China: wenn die eine kurz-strecke nach der anderen fahren, also überall und allerorts einstiege haben, ohne große standzeiten, mag das angehen.

    Wir haben das nicht. insofern ist die grundgebühr sinnvoll und nicht nur in D schon immer gegeben.

    niemand hat gesagt, du würdest die gehälter oder motivation der fahrer anprangern, das kann man auch nicht rauslesen, keinesfalls.
    Aber die gehälter würden sinken, bei niedrigeren tarifen, beispiele gibts aus der minicar-szene genug, und unser Gehalt ist so schon nicht sehr hoch. Allerdings hoch genug, um denen die den beruf gerne machen, so einige machen ihn auch weil sie ihn gerne machen, und er eine gewisse freiheit bietet, noch einigermaßen bei der stange zu halten.

    aber nochmal taxifahrer in china. warum fahren die für so wenig im verhältnis zu den gehältern wie von dir genannt in den Städten? wie ist statusmässig der beruf des taxifahrers da eigentlich angesehen? es gibt länder da gehören taxifahrer zu den allerallerniedrigsten schichten, zu den ärmsten der armen. warum nur? weil sie wirklich kaum was verdienen. zum leben zu wenig, zum sterben zuviel. Länder, in denen es keine sozialen sicherungssysteme wie hier gibt, musst du gucken wie du selbst klar kommst.

  54. Ly sagt:

    PS

    du sprachst von überregulierung hierzulande, unter folgendem link kannst du lesen, was mangelnde regulierung bedeuten kann, es geht um shanghai:

    http://www.china-observer.de/index.php?entry=...

    Und:

    ich hab mal nachgeschaut: in Shanghai kostet eine Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt etwa 16,30 Euro, also 150 CNY (RMB) mit einem regulären Taxi. Das ist eine Fahrstrecke von ca 40 km und für hiesige Verhältnisse wirklich sehr günstig. Allerdings kostet die Fahrt mit der U-Bahn lt. Empfehlungen von Reisenden knapp die Hälfte, was dafür spricht, das die Lebenshaltungskosten und das dortige Einkommensverhältniss und dortige Gegebenheiten was den öffentlichen Personennahverkehr nicht zu vergleichen sind so einfach. Man kann davon ausgehen, das es sehr viele Menschen in Shanghai gibt, die sich kein Taxi leisten können, und wenn du selbst die Putzfrau anführst, die um die 100 Euro per Monat verdient, wird diese sich das in Shanghai ebensowenig erlauben wie du es dir hier in D nicht erlaubst.

    Es kommen bessere zeiten auf dich zu, wenn du zuende studiert hast und, es sei dir zu wünschen, alsbald einen entsprechenden Job hast.
    Aber am Taxitarif lässt sich nix drehen. Die Schraube ist und bleibt sehr eng gedreht.

  55. Phill sagt:

    ” zum tarif: 1,50 der km, 2,50 euro grundgebühr, 2,40 der erste gefahrene km. 6 km bei uns kosten dich: 12,40 Euro. ”

    Hier zeigt sich doch schon wieder dass die Preisrelation nicht stimmt. Wir dikutieren über 1,50 Euro Fahrpreis pro km. Dieser ist notwendig um Kostendeckend bzw. Gewinnbringend zu arbeiten. Aber in Wirklichkeit, gibt es noch eine Grundgebühr und einen 160% teuen ersten Kilometer. Wobei in der Grundgebühr kein einziger km enthalten ist.

    Effektivpreis bei durchschnittlicher Stadtfahrstrecke von 5 km 10,90 Euro
    macht Fahrpreis 2Euro und 20 Cent pro Kilometer. Nicht vergessen man darf bei dieser Rechnung nicht an der Ampel stehen.

    Bei mir in Nürnberg kostet es glaub ich noch mehr. 3 Euro nur fürs einsteigen, die ich dann nicht einmal verfahren darf. Wen wundert es dass man entweder knallhagel dicht sein muss um bei uns das Taxi zu fahren, oder falls man sich beide Beine gebrochen hat. Ich hab mal in die Runde gefragt, der Durchschittsstudent nimmt nur das Taxi, wenn es überhaupt keine andere Alternative gibt. Warum? Weil zu teuer.

    Ich hab ja schon erzählt, dass ich kein Auto habe, und als ich einmal, nachdem mein kleiner Hund angefahren wurde dringend zu Tierarzt musste, haben alle Taxifahrer (4 stehen regelmäßig vor meinem Haus rum) abgelehnt weil auch ein in Decken eingewickelter 5 Kilo Hund (kleiner als eine Katze) Haare verlieren könnte. Ich bin dann 20 Minuten gelaufen und hab ihn getragen.

    Ich träumte von einem Deutschland, in dem man mit voller Einkaufstüte am Straßenrand schnell die Hand raus hält und sofort ins Taxi steigt und mal eben 1 km fährt anstelle 15 min zu laufen. Dann noch schnell 1Euro bezahlt und fertig. Wenn man aber genau darauf achtet, fahren auch hier in der Großstadt viel zu wenige Taxen rum als das man sich darauf verlassen könnte immer eines zu bekommen. Denn nicht nur der Preis spielt eine Rolle, sonder auch die Verfügbarkeit ohne Anrufen zu müssen.

  56. Donalbain sagt:

    “Wen wundert es dass man entweder knallhagel dicht sein muss um bei uns das Taxi zu fahren”…Ist die Zeit hinter dem Steuer für die Nürnberger Kollegen schon so hart, dass sie die Schicht nur noch dank Alkohol ertragen können?

    Aber Spaß beiseite:
    Das ist ja auch nur ein Tarif von vielen möglichen: Hier liegst du beispielsweise tagsüber bei 2,50€ Grundpreis und 1,50€ pro Kilometer, dazu kommt ein sogenannter Zeitpreis von 26€/h, macht 0,10€ je 13,85 Sekunden.
    Ergibt für eine Fahrt von 5km etwas über 10€, bei 6km gut 12€, wobei anzumerken ist, dass 5 oder 6 Kilometer für die durchschnittliche Stadttour zu hochangesetzt sind, viele privat bezahlte Fahrten liegen tagsüber wohl eher im einstelligen Bereich.
    Aber nehmen wir dies mal an, dann liegst du bei ungefähr 2€/km. Du empfindest das als zu teuer, andere empfinden das als angemessen, der Taxiunternehmer vielleicht sogar noch als zu preiswert. Ist alles eine Ansichtssache, und mann muss sich entscheiden, ob man bereit ist, diesen Preis zu zahlen oder eben nicht. Aber das ist doch eine Entscheidung, die man bei fast allen Produkten oder Dienstleistungen so.
    Mag auch so sein, dass jemand, der “knallhagel dicht” ist, generell eher bereit ist diese 10 oder 12 € aufzubringen, weil er gerade eh sein halbes Monatseinkommen in der Kneipe gelassen hat und es nun auf diesen Zehner auch nicht mehr ankommt, als der Student, der sowieso jeden Euro dreimal umdrehen muss. Könnte erklären, warum ich meist mehr “Angetrunkene” im Wagen habe als Studenten. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass Studenten hier sowieso verpflichtet sind, ein Semesterticket für den ÖPNV zu erwerben und das dann auch entsprechend nutzen oder daran, dass diejenigen von ihnen, die ein eigenes Auto haben, dieses auch nutzen wollen. In so einer Situation würde ich ein Taxi dann auch als Luxus und als zu teuer empfinden.
    Nachts, wenn die Busse dann jedoch nicht mehr oder nur noch eingeschränkt fahren, empfindet dann auch der Student die 12€ eher als angemessen, weil es irgendwie doch bequemer ist, sich zuhause abzusetzen zu lassen, als bei Dunkelheit und Kälte angeheitert sechs Kilometer durch die Stadt zu latschen. Und da Studenten merkwürdigerweise fast immer nur in Gruppen von mindestens vier Leuten auftauchen und der Preis dann entsprechend durch vier geteilt wird, sind 3€ für den Weg nach Hause doch noch recht human.
    Und doch fällt mir – außer den Freigängern aus der JVA – keine Gruppe ein, die so häufig unter dem absolut nichtssagenden Argument “aber wir sind doch arme Studenten” nach irgendwelchen “Festpreisen” oder “Rabatten” fragt oder zu irgendwelchen nicht-legalen Aktionen auffordert…dachte erst, das hinge mit dem Alter zusammen, muss aber wohl ein Problem der Sozialisation sein…aber ich schweife ab.

    Von einem Deutschland mit ständiger Verfügbarkeit von Taxen an jeder Ecke darfst du ruhig träumen, das ganze bleibt aber vollkommen illusorisch, gerade dann, wenn du nur dazu bereit bist, für eine Fahrt von einem Kilometer einen einzigen Euro zu bezahlen. Taxen kosten nun einmal Geld, Fahrer kosten Geld, und je mehr Taxen auf der Straße sind, desto weniger Umsatz bleibt für den einzelnen. Einfach Umsatz zu generieren, indem man dutzende oder hunderte Wagen auf die Straßen schickt, wäre schön, aber zu einfach funktioniert das leider nicht.
    Nebenbei, was ist so schlimm daran, für ein Taxi mal eben durchzurufen und dann maximal 10 Minuten zu warten, falls du am Stand keins vorfindest? Außerdem können bei dir in der Großstadt wohl kaum zu wenig Taxen rumfahren, wenn schon alleine vor deinem Haus ständig vier Wagen rumstehen!

  57. Ly sagt:

    phill,

    bei aller neigung und mühe, dir alles, wirklich alles, zu erklären.
    du bleibst bei deinen persönlichen wunschträumen, blendest weiterhin sämtliche kosten aus.

    die tarife der städte und gemeinden werden von den städten und gemeinden festgelegt. dahinter stehen lanwierige sehr ausgiebige befragungen der taxler und offenlegung von einkünften, eine erhebung des bedarfs an taxen, konzessionen von taxen sind begrenzt, nicht ohne grund, und mehr als 50 jährige Erfahrung von behörden-mitarbeitern, die das von mitarbeiter zu mitarbeiter weitergeben.

    eine kurzstrecke ist nun einmal teurer in relation als eine lange strecke. ich würde mich bedanken, stiege einer ein und führe für einen euro einen kilometer, für die fuhre hab ich unter umständen eine stunde gewartet.

    du blendest auch hier wieder aus, wie die verhältnisse hier zu lande nun mal sind. es gibt nicht die millionen von abwinkenden kunden die ständig umsatz generieren. es gibt sie einfach nicht. und wird sie hierzulande nie geben.

    folge bitte nicht nur deinen eigenen wünschen, sondern schaue bitte über den tellerrand. Die aussicht die hinter dem rand liegt haben wir hier zur genüge inzwischen dargelegt. es liegt an dir.

    mit besten wünschen
    Ly

  58. Phill sagt:

    @ Donalbain : Bitte nicht auf die studentenbeleidigende Tour kommen. Wenn es mir an Sozialisierung fehlt, dann würde es mich schon stark wundern. Kommt natürlich darauf an was du unter diesem Wort verstehst.

    @ Ly, kosten hin oder her, in weiten Teilen der Bevölkerung sieht man Taxifahren nunmal als teuer an. Deshalb ist es auch wenig zielführend zu erwarten, dass mehr Menschen Taxifahren nur weil ihr die Preise runter drehen würdet. Keiner würde es merken, weil in den Köpfen drinnensteckt: “Taxi=teuer”. Das ist versaut und wird sich nicht von heut auf morgen ändern können. In unserem Land rechnet auch einfach kaum jemand mit Verbilligerung von irgendwelchen Preisen außer denen von LCD Flachbildschirmen. Ich will auch keinen Umsatz aus dem nichts generieren, sondern ich sage einfach, dass der Anteil von Taxifahrten je Einwohner bei uns sehr gering ist. Auch im Vergleich zum EU Ausland.

    Und warum soll es zum Beispiel nur in der Solarindustrie so funktionieren, dass Masse (Menge) den Stückpreis verkleinert? Wenn etwas mehr genutzt wird dann sollte es auch billiger anzubieten sein.

    Die öffentlich Verkehrsmittel zeigen es doch immer deutlicher: Obwohl in den letzten 2 Jahren die Nutzung von Bus, Tram und U-Bahn extrem zugenommen hat und Gas bzw. Treibstoff wieder Billiger geworden ist, werden die Preise angehoben. Als müsste ein knacke voller Bus öfter zur Inspektion, oder als würde der Busfahrer mehr verdienen, wenn nicht nur 5 sondern 80 Leute mitfahren. Es ist einfach die Notwendigkeit die ausgenutzt wird.

    So ist es auch beim Taxi. Es bietet sich nicht an und wirbt nicht um Kunden. Es weiß einfach, dass es in bestimmten Siuationen gebraucht wird egal zu welchem Preis.

    Dass mit den derzeitigen Verhältnissen keine günstigeren Preise möglich sind, habe ich verstanden. Dass es nichts bringt es billiger zu machen begreif ich auch. Ich verstehe auch dass sich Taxifahren für den Angestellten lohnen muss, und dass man in diesem Land 10 Euro verdienen muss um 4 zu behalten ist mir auch klar. Mit 10% Rendite ist es in der Welt von Hedgefonds und Co auch nicht wirklich lohnenswerter ein Taxiunternehmen zu gründen, als sein Geld anzulegen.

    Vielleicht ist es auch einfach nur mein Falschdenken. Ich bin Maschinenbauer udn für mich bedeutet Stückzahl gleich billig und Kleinserie gleich teuer. So läuft es in der Industrie. Weil man mit Preisen für reelle Produkte nicht bescheißen kann. Bei der VAG (öffentlicher Nahverkehr) Nürnberg scheint der Grundsatz zu gelten: Je mehr Stückzahl desto teurer, denn dann gilt viel x viel = noch mehr.

  59. Ly sagt:

    die leute sehen taxifahren als teuer an…

    stimmt teilweise. andere, übrigens oft vornehmlich ärmere Menschen, sind längst drauf gekommen, das taxifahren ab und an, und sei es vom supermarkt mit den wocheneinkäufen nach hause, günstiger ist als ein auto zu finanzieren. weit günstiger. ich habe selbst kein auto. und zahle gerne für die dienstleistung taxi, wenn ich mal nachts von einer kneipe heimwill, oder im supermarkt so viel gekauft habe, das ich es nicht heimschleppen kann.

    ich spare so eine menge geld. und risiko. ein autochen geht gern auch mal kaputt, insbesondere die älteren günstigeren.

    das ist kundensicht, was ich das schreibe. ich bin ja auch kunde.

    das taxifahren luxus ist für viele in D ist nicht mein problem. eher das der nachbarn und eben landläufig. D ist aber nun mal wie es ist.

    übrigens stimmt es nicht, das taxiunternehmen keine kunden werben und nix tun um mehr kunden zu bekommen. es ist eher das gegenteil der fall.

    was donalbain über studenten schreibt, kann ich übrigens unterschreiben. sie machen leider, nicht alle, aber doch eine prägnante menge, die meisten schwierigkeiten im nachtgeschäft. ok, wir haben keine briten :-D
    die leute die längst im arbeitsleben stehen sind etwas anders drauf. aber die studenten von heute sind die lukrativeren kunden von morgen, insofern hält man da einfach oft “das maul”. ;)

    schönen abend noch
    Ly

  60. pinkysbain sagt:

    Seiz 1.1.2009 gilt bei uns in Bamberg ein neuer Tarif: Grundpreis von 2,60 auf 2,90. Die ersten vier km 1,70EUR und jeder weitere 1,50EUR.Wartezeit 24EUR/h und Zuschläge sind gleichgeblieben. Für Koffer 50ct .Kombi oder Großraumtaxi 3,00EUR.
    Das finde ich als Taxifahrer trotz gestiegener Kosten schon sehr teuer,Service hin,flexibilität her…
    Am dollsten find ich nur die nachtschwärmer die ich morgens vom puff abhole:”Ihr seid ja voll teuer geworden, können wir nen specialpreis ausmachen” ? Im puff vorher ham se aber 500EUR gelassen…!

  61. Phill sagt:

    @pinkybain

    im Puff habens aber besseren Service als im Taxi. Ohne mich großartig auszukennen behaupte ich mal für 500 Euro muss man echt abgefahrene Wünsche haben.

    Wartezeit 24Euro pro Stunde geht aber finde ich. Dafür dass der Bruttostundenlohn bei über 20 Euro/h liegt.

    Ich finde halt diese ganze Staffelung ist Betrug am Kunden. Warum den ersten km anders abrechen? Nur um die Grundgebühr angeblich kleiner aussehen zu lassen. Warum nicht gleich 4 Euro Grundgebühr? Dann weiß wenigstens jeder was er zu zahlen hat.

  62. Ly sagt:

    was heißt denn hier besserer Service im Puff als im Taxi?

    immerhin soll es schon vorgekommen sein, das päarchen einsteigen und sagen, ach, du fahr mal ne schöne runde, es stört ich doch nicht wenn.. :-D

  63. Ly sagt:

    PS: ne, mal ernsthaft, im puff biste schnell mal ein paar hunderter los. unsere finca nimmt allein fürs reinkommen 50 euro, softdrinks und buffet incl. Anfassen kostet extra. Die Getränke der Dame auch. Und weiteres sowieso. Die Herren bleiben in der Regel ein paar Stunden. da kommt man flott auf ein gutes Sümmchen.

    Natürlich gibt es auch billigabsteigen. aber das gute Läden viel kosten muss nicht unbedingt auf ausgefallene Wünsche der Kundschaft schließen lassen.

    Und mal nochwas, bevor ich jetzt so langsam kiebig werde: da du soviel Taxi fährst, weißt du sicher um den Service den wir bieten. ( ich hab nämlich langsam das gefühl, du musst unbedingt das dicke haar in der suppe finden)

    Service:
    natürlich gibts im Taxi normalerweise keine Pizza für den Kunden, keinen Champagner, und von diverser Handarbeit wollen wir nun gar nicht erst anfangen.

    aber:
    Zb Strahlen- oder Dialyse-Patienten ans Händchen nehmen, gegebenenfalls Treppauf- Treppab begleiten, je nach dem wie schwach sie sind, Fahrgästen, gerne auch mal ältere Damen, auch mal ohne extra Bezahlung die Einkaufsüte hochbringen, Kofferdienste sowieso auf Verlangen und gegen bezahlung, aber gerne mal eben den Koffer ein paar Meter zur Haustüre bringen für lau, Türen aufhalten, älteren oder gehbehinderten Menschen ins Auto helfen, mal die Füße reinheben, darauf achten, das sie sich nicht den Kopf stoßen., Türen schließen, auf Glatteis hinweisen wenn leute austeigen. Und sich lebensgeschichten und krankengeschichten anhören, zuhören, kommunizieren, täglich und immer wieder aufs neue. Auch das ist dienstleistung, auch das gehört zum gewerbe, auch das wird sogar teilweise und direkt verlangt, gehört für viele beim taxifahren als kunde dazu.

    Taschentücher reichen, sogar mal was zu trinken geben ( wasser ), bonbons als trostpflaster bei liebeskummer geben, zur Not den total besoffenen Fahrgast zur Haustüre bringen damit er sich nicht auf der gasse verläuft und erfriert ( derzeit ), Mädels händchen halten wenn sie kotzen müssen ( ich darf das, bin ja ne frau ), oder bei aggressiven Fahrgästen noch halbwegs cool reagieren (müssen), und und und.

    lauter so ein Gedöns. das eine ist eh service, das ander sind dinge die einfach darin liegen das du es mit menschen zu tun hast. also rede bitte nicht so als würden wir keinen service bieten.

    der übrigens mit eingerechnet wird bei den taxigebühren.

    vier euro grundgebühr . es gibt fahrgäste die fahren nur 500 meter, oder einen km. alles gibt es. die staffelung macht sinn. sonst würde ja der fahrgast der sehr kurz fährt noch mehr zahlen also so schon, also vier euro grundgebühr + gefahrene km.

    die jeweiligen Taxitarife sind übrigens im fahrgastraum sichtbar einzusehen, womit klarheit geschaffen wird. bei uns kleben sie auf dem handschuhfach, du sitzt also direkt mit der nase davor.

    Wenn du das was sinn macht direkt als betrug empfindest dann ist das deine sache. du unterstellst uns bzw dem gewerbe damit aber unlautere unklare abzocke. das ist dein subjektiver eindruck. was hast du eigentlich, das ist eine ernstgemeinte frage, für ein problem? du fährst doch gar nicht mit dem taxi. ich finde man entscheidet sich für, oder gegen etwas. und macht das dann so. aber nur weil man sich gegen entscheidet, muss ich doch nicht versuchen alles madig zu machen das auch nur im entferntesten damit zusammen hängt.

  64. Ly sagt:

    ps:

    sachlich:

    du sagst:

    “Wartezeit 24Euro pro Stunde geht aber finde ich. Dafür dass der Bruttostundenlohn bei über 20 Euro/h liegt.”

    die Wartezeit ist eine Zeit, in der das Taxi für weitere Fahrten nicht zur Verfügung steht, und in dieser Zeit keinen Umsatz einfahren kann, es ist ein reiner Ausgleich, der festgelegt wurde, ob man in dieser zeit genau diesen umsatz fahren könnte, oder mehr, oder weniger, ist damit nicht gesagt.

    zb der Fahrer wartet, bis man zurückfährt, ist also eine stunde später wieder zurück, um weiter Umsatz einfahren zu können, bei einer weiteren Fuhre. Die Rückfahrt der weiteren Fuhre ist frei, genau bis ortsgrenze Pflichtfahrgebiet, dann kann man den Taxameter wieder einschalten. Insofern kann sich die Wartezeit für den Kunden lohnen, er spart unter Umständen Geld, das Taxi warten zu lassen, statt mit einem anderen Taxi mit laufendem Taxamter die komplette Strecke nochmal zu bezahlen.

  65. pinkysbrain sagt:

    @phill+Ly : Ich hab mich mißverständlich ausgedrückt.Der Fahrgast den Ich ausm Puff holte,war eben zu geizig und wollte über den Fahrpreis verhandeln. Der wollte keine Nummer schieben.LOL

    Zum Bruttolohn : Wir fahren mit Fixum und Prov…

    Ich würde mich nie abfällig über Taxler und deren service äussern ,da ich selbst einer bin.

  66. Ly sagt:

    *g*

    ne, pinkysbrain, war alles eindeutig und unmissverständlich, ich jedenfalls hab keinesfalls angenommen, das der fahrgast eine nummer schieben wollte mit dir. wenn doch, hat er für 500 euro im puff etwas zu wenig bekommen oder kriegt den hals nicht voll ;) obwohl. mir ist das schon passiert. bekam kopfgeld, 10% von dem was der kunde dagelassen hat, also 40 euro. hatte ihn drei stunden vorher hingebracht, war der einzige laden der noch auf hatte. ist leider keine gute absteige, das kopfgeld ist ja gut, und, ehrlich, aber man kann kaum einen hinbringen allein schon wegen dem ambiente. doch der Kunde hat mich dann bei abholung doch glatt noch angebaggert..????!!!! *Önnnk*

    ne, war schon klar, der Kunde, egal ob im Puff, oder auf Sauftour, lässt oft ne Menge geld, und meckert dann wegen paar Euro Taxikosten.

    Teile meiner antwort auf phills hinweis von wegen der service im puff sei besser als der service im taxi war eher ironischer natur ;)

    Bruttolohn: ich bin mir echt nicht im klaren was phill damit meint, im direkten zusammenhang mit Wartezeit..

    ich glaub ja er meint umsatz. hm, wenn er aber nu meint man habe 20 euro bruttolohn als unternehmer oder gar fahrer die stunde, wo nur grad mal die lohnnebenkosten abgehen, so abgeleitet aus den kosten der Wartezeit, dann frag ich mich warum Torsten und donalbain und ich und andere derart intensiv die kosten einer solchen unternehmung dargestellt haben, dann war es für die katz.

  67. Phill sagt:

    Also ich habe das mit der Wartezeit genau so gemeint wie es da steht:

    Wenn ein Taxifahrer (meine Schätzung) 20 Euro Brutto-Stundenlohn erhält, dann empfinde ich die Wartekosten von 24 Euro als sehr günstig.

    Dies war also keineswegs negativ gemeint oder berechnet, nein ich wunderte mich nur wie man trotz der ganzen Fixkosten so günstige Wartezeit anbieten kann.

    Das mit dem Servicevergleich zwische Taxi und Puff hast du auch missverstanden. Es sollte ein kleiner Joke sein um die Diskussion etwas zu lockern, nicht etwa euren Service in Frage stellen.

    Das ich das Taxi nicht nutze liegt nicht daran dass ich nicht will oder brauch, ich habe mich nur aus finanziellen Gründen dagegen entschieden und nach meiner mehrmonatigen Chinatour war ich vom vielen Taxifahren so verwöhnt, dass es mich geärgert hat, dass gerade ich, der ein Taxi hin und wieder bräuchte es sich nicht leisten kann.

    Als Situationsbeispiel:

    Ich fahre mit dem Bus in die Ikea und kaufe mir da ein relativ günstiges aber schweres Möbelstück (Benzkofferaumtauglich). für die 15 km quer durch die Stadt würde ich fürs Taxi fast genau so viel zahlen, als wenn ich mir einen Mietwagen bei Europcar für ein ganzes Wochenende leihe. Der kostet nämlich für Busdauerkartenbesitzer nur 50 Euro.

    Der Chinese hat für die 7 Euro zum Flughafen (1h) sogar seine Rücksitzbank ausgebaut um meine Koffer einzuladen.

    Also meine Kommentare bitte nicht als bösartig ansehen, ich bin froh hier mitdiskutieren zu können und möchte keineswegs ein Gewerbe madig machen.

  68. Phill sagt:

    PS: Am Ende ist es eh der Staat der uns das Leben so teuer macht.

    Er gibt uns Geld: Wir bekommen Lohn den wir versteuern müssen. Mit diesem versteuerten Gehalt kaufen wir dann Dinge und müssen diese bei Kauf versteuern, obwohl der Hersteller sie auch schon versteuert hat und der Verkäufer eine Gewerbesteuer bezahlt.

    Irgendwann gibts dann den Bürgerkrieg, wenn keiner sich mehr was leisten kann und dann nehm ich ein Taxi und lass mich in die Schweiz fahren. Versprochen

  69. Torsten Bentrup sagt:

    @Phill: Ich glaube langsam an ein großes Mißverständnis. Kann es sein, daß Du bei den hohen Taxipreisen auch gleich auf riesige Umsätze schließt? Von extremen Ausnahmen (lange Autobahnfahrten) kommt kein Taxi auf einen höheren Stundenumsatz als 30-40 Euro. Bei unseren hohen Tarifen. Incl. Umsatzsteuer und davon müssen alle Kosten mit Fahrerlöhnen bezahlt werden. Und das gilt nur für Vollauslastung, die deutlich überwiegende Stundenzahl bleibt im Bereich von 10 Euro/Stunde.

    @Steuern: Keiner mag Steuern, aber sowas wie Straßen, Krankenhäuser, Polizei, … möchte ich halt doch haben.

  70. Ly sagt:

    @ Phill

    ok ok, hab den scherz nicht verstanden, kommunikation im netz ist manchmal eben missverständlich, hab aber schon verstanden das es nicht verlangt wird im taxi den service wie im puff zu bieten, das war ein scherz meinerseits ;)

    bruttostundenlohn: wenn es dann mal so wäre! ist es aber nicht.

    Selbst die vielen Tage und Nächte mit Umsätzen von 10 Euro/Stunde im Schnitt sind nicht garantiert. Das Geschäft ist auch Glücksache, hast du einen schlechten Lauf, gehts noch weiter runter. Saisonal bedingte umsatzschwache Zeiten gibt es zudem auch noch, da sind selbst die eigentlich vollauslastzeiten schwach, diese sasionalen zeiten, wie derzeit nach silvester, oder in den Schulferien, müssen allesamt aufgefangen werden.

    Das was du schreibst mit Möbelpaket von Ikea 15 km nach Hause transportieren ist ein Prob. Ich würde das auch nicht mit dem Taxi fahren. So wie sicher viele nicht, da wird das Möbel eben teurer. Da ich selbst auch kein Auto habe, organisiere ich sowas privat, über Freunde Familie, etc. benötigt halt eine andere Planung, spontankäufe gehen eben nicht.

    Das mit dem Preis von 50,- Euro per Mietwagen am WE ist mir neu in verbindung mit Busdauerkarte. Ich habe eine Zeitlang bei denen ( und noch einem anderen kleinen Autovermieter ) am Counter gearbeitet, da waren die Preise noch anders, mag sein das der Markt und damit Preiskampf inzwischen noch härter geworden ist.

  71. Ly sagt:

    PS: und, bedenke:

    der Preis von 50 euro, mal davon ab das es dir eigentlich wurscht sein kann, hauptsache du hast günstig einen Mietwagen, für Busdauerkarteninhaber, ist mit sicherheit nicht kostendeckend, aber das wird weggesteckt, am WE sind dafür Transporter teurer, man schielt sehr sicher auf die typische Kundschaft mit busdauerkarte, häufig Studenten oder Azubis, die Kunden von morgen, die sich mit angenehmem Eindruck erinnern an den verleiher, sobald sie in Positionen sind, wo in der Woche der Mietwagen zu ganz anderen Preisen gebraucht wird, als Geschäftswagen für Aussendienst und haste nicht gesehen.

  72. Phill sagt:

    bei 10 Euro Umsatz in der Stunde machen wir aber wirklich was falsch, das verdient ja ein chinesischer Taxifahrer sogar, obwohl da die fahrt nur im schnitt 1 Euro kostet. Liegt dann wohl an der Standzeit zwischen den Fahrgeschäften.

  73. Torsten Bentrup sagt:

    Der Umsatz-Schnitt liegt durch die “guten Stunden” ja schon etwas höher.

    Wenn ein chinesischer Taxifahrer mehr als 10 Euro die Stunde einnimmt, unterstellst Du damit, daß er 10 Fahrten die Stunde macht, jeweils nach Deinen angeführten Preisen runde 8 Kilometer weit. Das ist schön, aber nicht mal ansatzweise erreichbar. Das wäre eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h (wenn die Fahrgäste das Geld abgezählt während der Fahrt rüberreichen und auch bei 80 km/h ein- und aussteigen).

    Selbst in der vollausgelasteten Silvesterschicht hab ich nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 40 km/h lt. Boardcomputer angezeigt bekommen. Und der Verkehr in Paderborn dürfte deutlich flüssiger sein als in irgendeiner chinesischen Großstadt.

  74. Phill sagt:

    Du da täuschst du dich, die chinesen fahren wie die verrückten. Es ist durchaus möglich dass man durch die halbe stadt fährt ohne einmal stehen geblieben zu sein. Das muss man mal erlebt haben. Taxis dürfen da z.B. offiziell den Gehweg benutzen. Und die überholen links wie rechts. Also es war nur eine gedankliche Näherung von mir mit den 10 Euro, aber eine durchschittliche Geschwindigkeit von über 50km/h ist durchaus möglich.

    Meine 7km zur Arbeit sind wir in 10 min gefahren. Hat dann ca. 70-80 Cent gekostet. Also sind max 6 Euro die Stunde verdienbar. Aber wie gesagt China (alter Jetta)

  75. Torsten Bentrup sagt:

    Behalte nur bitte das “max 6 Euro die Stunde” im Kopf und denk dran, daß es sich dabei um Umsatz handelt. Auch in chinesischen Großstädten sind niemals alle Taxen gleichzeitig voll ausgelastet. Ich bezweifle weiterhin, daß dort in einer 12-h-Schicht mehr als 30-40 Euro Umsatz gemacht werden, wenn Deine Preisangabe stimmt (also auch offiziell mit Taxameter).

    Ich fürchte, Du hast da immer noch die falschen Größenordnungen.

    Lass uns mal eine Rechenaufgabe machen. Ein Taxi soll 24/7 auf der Straße sein und Geld verdienen. Wir brauchen zwei Vollzeitfahrer, die jeweils fünf Schichten übernehmen. Der Einfachheit halber noch zwei 400-Euro-Kräfte für die restlichen Schichten. Urlaubsansprüche und Krankheit lassen wir aussen vor..

    Die “Geringverdiener” verursachen Kosten von 1.000 Euro (gaanz grob, will jetzt nicht noch lang recherchieren). Wieviel sollte ein Vollzeitfahrer heutzutage Netto verdienen? Bei 200+x Stunden im Monat wären 1.200 Netto doch angemessen, oder? Damit verursachen die beiden Vollzeitkräfte zusammen grob 5.000 Euro Lohnkosten für das Unternehmen.

    Da wir grob vereinfachen, gehen einfach mal 20% der Umsätze als einzig hier berücksichtigte Kosten für Sprit und Umsatzsteuer drauf.

    Gute 7.500 Monatsumsatz, um nur die Personalkosten zu decken und die unmittelbarsten variablen Kosten zu bezahlen. 250 Euro in 24 Stunden.

    Ein gutgehendes Unternehmen hat in diesen 24 Stunden vielleicht 4 Stunden zum jetztigen Preismodell Vollauslastung, mit Glück fährt jeder Wagen in dieser Zeit 4 x 30 Euro Umsatz ein.

    In den restlichen 20 Stunden werden die fehlenden 130 Euro plus x eingefahren. Mit x werden die ganzen sonstigen Kosten bezahlt, ein gelegentlicher Blechschaden repariert, auf ein neues Auto gespart.

    Das System funktioniert einigermaßen. Aber selbst wenn man ausschließlich für die schwachen Stunden einen niedrigeren Preis verlangt, wird sich dadurch kaum der Gesamtumsatz (-direkt gekoppelte var. Kosten) verbessern lassen. Wir werden nie mit dem Privatwagen (Autofahrer veranschlagen ja üblicherweise nur die Spritkosten, wenn sie ausrechnen, was die Fahrt kostet) preislich konkurrieren können, mit Bus und Bahn nur bei möglichst voller Belegung des Taxis.

    Das bedeutet aber auch, daß die Preisschwelle, bei der wirklich ausreichend viele, neue Kunden zu uns umsteigen, extrem niedrig liegt.

    Und die wollen dann auch zeitnah bedient werden (Neukunden wollen halt auch mal um 2 Uhr Samstagnacht aus der Disco nach Hause, wie viele andere auch).

    Die Grundprobleme:

    -Wir werden immer teuerer sein als eine Fahrt mit dem Privat-PKW und genau damit werden wir verglichen. Es sei denn, aus irgendeinem Grund steht kein PKW oder fahrtüchtiger Fahrer zur Verfügung.

    Daraus folgt:

    -Wir müssten die Preise auf einen Wert kurz über Spritverbrauch senken, um wirklich massenhaft Leute in die Taxen zu bekommen. Damit würde jeder Meter für Verluste sorgen.

    Was bleibt:

    -Eine angemessene Mischkalkulation mit gesetzlicher Regulierung, damit nicht irgendwann in den schwachen Zeiten gar kein Taxi mehr rausfährt.

    @Phill: Schlag doch mal einen Kilometerpreis/Grundgebühr vor, bei der Du deutlich häufiger fahren würdest. Wie oft im Monat und zu welchen Zeiten würdest Du dann bei uns einsteigen und wie weit wäre die Fahrt dann?

  76. Phill sagt:

    Ich verstehe die Rechnerei mit Auslastung und Lohnnebenkosten schon, aber man muss auch bedenken, dass ein Kude der z.B. 10 min in einem Taxi sitzt nicht versteht, dass er für rumstehen und warten auch mit bezahlen muss. Er empfindet nur die ihm direkt zukommende Dienstleistung. Er misst also 10 minuten haben 12Euro gekostet. Also Umsatz 72 Euro/h. Das es nicht so ist, liegt nicht am Kunden. Es ist notwendig die Auslastung so zu ändern, dass der Preis für die 10 min z.B. 5 Euro beträgt. Dann hat ein Kunde auch das Gefühl die Fahrt zu bezahlen und nicht die nächsten 40 min Wartezeit. Wie ich das anstellen würde? Naja man müsste sich zusätzliche Dienstleistungen einfallen lassen, z.B. Kurierdienstfahrten oder Medikamente. Preislich müsste das dann so gestalltet werden dass der Taxifahrer gerade so kostendeckend arbeitet (Zeit überbrückt). Dann wäre es auch billiger als ein Kurierdienst, denn der macht ja momentan auch gewinn mit jeder Fahrt.

    Nur ein Gedanke.

    PS:

    Gegenbeispiele finden sich auch:

    PKW-Werkstatt: Stundenpreis 25 Euro >>> MA verdient ca. die Hälfte (12Eur/h) und nicht behaupten dass die kein Equipment brauchen.

    Tiefkühlkosthersteller mit Auslieferung: Fährt an einem Tag ca. 250 Euro auf einer Strecke Quer durch Deutschland ein(Tankstellen beliefern und so)
    250/10h = 25Eur/h. Davon werden Herstellkosten der Ware und Fahrkosten abgedeckt. Der Fahrer verdient 10Eur/h

  77. Donalbain sagt:

    @Phil: Welche Kfz-Werkstatt berechnet denn für eine Stunde Arbeit nur 25 Euro? Bei einer Markenwerkstatt kannst du eher mit dem Dreifachen rechnen, bei einer “Premiummarke” sicherlich mit noch mehr!

    Leider lässt sich die Kfz-Werkstatt aber auch nicht mit dem Taxigewerbe vergleichen. Die haben bestimmte, feste Öffnungszeiten und du kannst nur dann vorbeikommen, wenn die einen Termin frei haben. Ist ja auch völlig okay. Taxifahren funktioniert aber leider so, dass jeder, der anruft, “sein” Taxi sofort – naja, zumindest innerhalb von fünf bis zehn Minuten – haben will. Dauert es mal länger, ist der Kunde in den meisten Fällen sofort ungehalten. Da kannst du dann noch so gut erklären, warum es jetzt dieses eine Mal länger gedauert hat, die meisten interessiert es nicht.
    Und dieses sofort gilt für 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
    Die Unternehmen sind ja verpflichtet zu bestimmten Zeiten eine bestimmte Anzahl von Wagen auf der Straße zu haben und dies auch nachzuweisen. Hinzu kommt die Pflicht, jeden innerhalb des Pflichtfahrgebietes abzuholen und innerhalb dieses Gebietes zu transportieren.
    Das kostet alles Geld und ja, der Kunde bezahlt das mit. Aber stell dir doch bitte mal vor, wie es aussähe, wenn es diese Regelungen nicht gäbe. In den umsatzschwachen Zeiten würdest du kein Taxi kriegen, weil niemand Interesse hätte dann zu arbeiten. Tagschicht am Wochenende – ersatzlos gestrichen. Tagschicht an den anderen Tagen – naja, schicken wir mal zwei Wagen raus, vielleicht reicht es ja…und wenn nicht, dann muss der Kunde eben mal zwei, drei Stunden warten. “Wie, Sie möchten heute um 11.30h ein Taxi zum Bahnhof? Ne, das geht nicht. Aber Dienstag in zwei Wochen zwischen 23.15h und 23.23h könnte ich Sie noch reinquetschen!” – “Was? Zehn Kilometer Anfahrt, nur um Sie die 150m von Ihrer Stammkneipe nach Hause zu bringen? Die können Sie ja wohl zu Fuß gehen!” Und in der Nachtschicht fragen die Fahrer die Wartenden an den Ständen nach ihren Fahrzielen aus, bevor sie einladen. Die lukrativsten Touren werden dann mitgenommen, unattraktive Fahrten ignoriert, mögliche Problemkandidaten links liegen gelassen.
    Willst du wirklich solche Zustände? Ich möchte die jedenfalls nicht erleben!

    Ach so, zusätzliche Dienstleistungen bietet eigentlich jedes Taxiunternehmen an. Seien es nun die klassischen Besorgungsfahrten (mal eben der Kasten Pils, eine Flasche Korn und ne Packung Zigaretten oder die Salbe gegen XY von der Notfallapotheke), Fahrten für Krankenhäuser (Patienten, Akten, Blut, Material) plus Kurierfahrten (lies noch mal den Eintrag über Torstens Kurierfahrt nach Wien).

    Aber warum soll der ganze Spaß deiner Meinung nach nur kostendeckend erfolgen? Ly hat es dir doch schon zu erklären versucht (“ein taxi-unternehmen ist nicht dazu da kostendeckend zu fahren, es ist dazu da, gewinne zu erzielen.”), oder wie eine Kollegin letztens sagte: “Wir sind nicht das Sozialamt!” Warum sollten wir das deiner Meinung denn tun. Die von dir als Beispiele angeführte Kfz-Werkstatt oder der Tiefkühlkosthersteller arbeiten doch auch nicht auf Kostendeckung hin, sondern auf Gewinn. Kannst denen ja auch mal erzählen, die sollten dein Auto für die Hälfte reparieren. Oder der Bedienung in der Kneipe erzählen “Was? 3,40 Euro fürs Glas Bier? Im Getränkemarkt bekomme ich fürs Doppelte aber einen Kasten mit zehn Litern!” Wäre mal interessant, wie die reagieren würden.

  78. Ly sagt:

    yeep.

    und: du zahlst in fast jedem Gewerbe umsatzschwache Zeiten oder Leerlaufzeiten mit. Nimm den Masseur, oder meinetwegen das Thaimassage-Studio, die haben oft Leerlauf. Nimm das Sonnenstudio. Nimm die Pizzeria im Vorort um 22:00 Uhr oder am Nachmittag, wo oft zu ist. Nimm den Einzelhandel. Als Beispiel exclusive Boutiquen. Ähnliche Ware zu billig gibts auch woanders. Die exclusiven aber haben hochpreisige Ware. Deren Verkauf, meinetwegen 25 mal am Tag, muss den Laden tragen.

    Bei allen möglichen Branchen gilt: Umsatzschwache Zeiten müssen ausgebügelt werden, läuft der Laden jedoch, gibts satte Gewinne.
    Die werden kaum auf Gewinne verzichten, und eben mal kostendeckend in umsatzschwachen Zeiten arbeiten, um zu gefallen. Wir leben in einer Marktwirtschaft, ein kapitalistisches System.

    Wobei, ein Restaurant kenne ich, die haben happy hour von 17-20 Uhr, alles zum halben Preis. Das ist der reinste Notnagel um den Laden am laufen zu halten. In der Hoffnung, die Kunden die zu diesem Preis kommen kommen auch zu gängigeren Essenszeiten. Man darf miträtseln, wie lange die das so noch schaffen. Das Restaurant ist zur happy hour brechend voll. Und dann leer.

  79. pinkysbain sagt:

    Es sollen ja noch wirklich schlechte zeiten kommen, und da will ich mal sehen ob ich bei bedarf auch ne happy hour einführe.Wir sind uns nur noch nicht einig zu welchen zeiten wir das dann machen sollen.vielleicht nach dem der feierabendverkehr vorbei ist…?

  80. Sash sagt:

    @Phill:
    Du hast geschrieben, dass der Kunde es nicht versteht, dass er für die Wartezeiten und dergleichen auch bezahlt – und nur die an ihm gebrachte Dienstleistung sieht.
    Da gebe ich dir recht – und das ist vielleicht in der Tat ein Kommunikationsproblem zwischen Kunden und den Unternehmen, bzw. den Kommunen, die die Preisgestaltung betreiben.
    Aber ganz im Ernst: Das ist eben ein Missverständniss! Ich denke, wir wären auch beide z.B. froh darum, wenn es Pizza im Supermarkt für 25 Cent geben würde – denn mehr kosten die Zutaten (so man sie grammweise erwerben könnte) auch nicht. Aber an der Stelle ist uns auch klar, dass dazu die Kosten für die Produktionsanlagen, die Bezahlung der Mitarbeiter, der Transport und eine gewisse Menge Gewinn kommen.

    Warum funktioniert das beim Taxifahren nicht?
    Ich weiss es nicht, es wäre sicher ein Ansatz zur Verbesserung – aber billiger wird das Taxifahren dadurch natürlich nicht…

  81. bestbrand sagt:

    Meiner Meinung nach kann man Taxi zu einem recht fairen, vertretbaren und erschwinglichen Preis fahren. Man kommt sicher und schnell ans Ziel.

  82. amok sagt:

    Also ich(Taxler in Würzburg) verstehe die ganze Aufregung nicht hier nicht. Da bringt ein realitätsferner Student (Vergleich D-China) regelmäßig Beispiele (1km fahren und 1€ zahlen;20€/h Bruttoverdienst usw..) und man müsste es einfach nur mal nachrechnen.
    Selbst wenn!!!! man unter Volllast Fahrten a la Phill machen würde und 2€ für eine Fahrt von 1km kassiert(hab mal 100% draufgeschlagen, damit es nicht heißt ich würde zu billig rechnen), käme man auf 24€ Umsatz!! pro Stunde, gesetzt den Fall so ne Fahrt inklusive Einsteigen, ich sag nur: “wart mal kurz …”, Fahrt (naja in China können sie ja meinetwegen 80km/h Durchschnitt fahren in D gilt 50 innerorts und dich hab selbst Faschingssonntag eine atemberaubende Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,6km/h Arbeitszeit zustande gebracht bei nahezu Null Standzeit ausser Ampeln), Bezahlen(zu dem Thema kann jeder Taxler zig Storys erzählen) und Aussteigen nur 5min dauert und eben gleich wieder einer einsteigt(was bei uns in WÜ normalerweise nur Silvester, Fasching und an Shuttleparties der Fall ist und das auch nicht 24h sondern meist nur 10-12, wenn überhaupt.
    Die Kosten die hiervon zu bezahlen sind, wurden weiter oben schon vielfach diskutiert. Wenn also 24/7 Volllast wären – warst du schon mal So auf Mo Nacht zwischen 2 Uhr und 6 Uhr in Würzburg?? – dann könnte sich das vielleicht rechnen(nicht zu vergessen, das ich schon recht gut kalkuliert habe mit den 2€/1km Fahrt.

    Zum Wirtschaftlichen Aspekt, das der Fahrgast nicht einsieht, warum er Stand- und Leerzeiten mitzubezahlen hat nur Folgendes:

    was “produziert” den die Verfügbarkeit der Pizza im Supermarkt bzw der Taxis um Nahverkehr

    Pizza: Zutaten – Taxi: Fahrzeug UND!! Bereitstellung
    Pizza: Produzent bzw Arbeiter – Taxi: Unternehmer bzw Fahrer
    Pizza: Verteiler bzw Supermarkt – Taxi: Zentrale

    so und jetzt noch ein kleiner Hinweis an Phill: erst mal selber deine Zahlen genauer nachrechnen und dann sich beschweren über zu hohe Fahrpreise.

  83. Sash » Meine erste Tariferhöhung… sagt:

    [...] ist teuer. Das ist es, und schon mein entfernter Kollege Torsten vom Taxiblog hat dereinst in einem lesenswerten Beitrag aufgezeigt, dass es auch nicht anders geht. Aber vielerorts verschätzt man sich dann eben doch. [...]

  84. kiwikatze sagt:

    Klasse. einfach nur klasse

  85. Robert sagt:

    … Robben und Wintjes kostet 8€ die Stunde. Das ist ein LKW.

    8€!!

    Was kostet mich eine Taxifahrt für eine Stunde? Und das ist kein riesiger LKW.

    Klar, der Fahrer muss bezahlt werden.

    Man müsste die Taxifahrer irgendwann mal durch Roboter ersetzen, die Preise sind einfach zu überteuert.

  86. Taxi - Das einzig Wahre sagt:

    Viele denken, dass sich Taxifahrer und Unternehmer dumm und dämlich verdienen. Die Laien denken da nicht daran, dass Kosten gedeckt werden müssen! Sie denken, der Umsatz ist gleich Gewinn. Ein etwas normal gebildeter Mensch, sollte sich denken können, dass alle Kostenfaktoren eines Taxis um das Vielfache höher ist als für ein normales Kfz, ich bezahle für mein Taxi in 2 Monaten mehr als für mein privates Kfz in 12 Monaten an Versicherung. Nur ein kleines Beispiel für den Kunden, der wenig bezahlen möchte! Ich sage nur:
    Leben und leben lassen!
    Wem es nicht passt, der soll laufen oder in einem Minicar um sein Leben bangen!

  87. Airport Transfer sagt:

    Aber Spaß beiseite:
    Das ist ja auch nur ein Tarif von vielen möglichen: Hier liegst du beispielsweise tagsüber bei 2,50€ Grundpreis und 1,50€ pro Kilometer, dazu kommt ein sogenannter Zeitpreis von 26€/h, macht 0,10€ je 13,85 Sekunden.

  88. Was tun bei Verlust der VISA-Karte zu tun. Liste der Telefonnummern von allen Seiten (Französisch Edition) | INFO-BARELLS.COM sagt:

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