Murphy hervorgezerrt
Viel zu schade, um in den uralten Kommentaren unterzugehen:
180 (naja, ein paar ziehen wir ab, die sind doppelt) Wahrheiten aus dem Taxialltag. Und ich kann jeden einzelnen Punkt bestätigen.
Zum Beispiel die taxitechnische Anwendung der Chaos-Theorie:
144. Du hast als Taxifahrer die grosse Chance nicht nur dein Taxi sondern auch das Schicksal der gesamten Welt zu lenken : Stellst Du dich zum Beispiel mit Absicht an einen Taxistand an den Du dich normalerweise nie stellen würdest, dann bekommen alle Taxifahrer nach Dir einen anderen Fahrgast als den den sie eigentlich bekommen hätten wenn Du nicht an diesem Taxistand stehen würdest. Dadurch dass nun jeder dieser Taxifahrer wegen seiner Fahrgäste ein anderes Zielgebiet anfährt ändert sich auch der Taxistand den sie nach Beendigung der Fahrt ansteuern. Bereits nach wenigen Stunden bekommen alle Taxifahrer in ganz Deutschland ganz andere Fahrgäste usw. usw.. Dadurch wiederrum passieren neue Unfälle und andere werden verhindert, Neue Bekanntschaften entstehen, andere kommen nicht zustande usw.. Kapischi ?
Und eines der größten Mysterien im Taxi-Geschäft:
156. Wenn hinten 3 Leute einsteigen dann steigen SIe meistens alle gemeinsam durch die hintere rechte Türe ein. Beim Aussteigen wiederholt sich diese Prozedure, alle steigen durch die hintere rechte Türe aus. Dass Dein Auto dank ausserirdischer Technologie bereits mit 4 Türen ausgestattet ist wird vollkommen ignoriert !
Ich wundere mich auch immer über dieses Verhalten. Warum machen die das?
Viel Spaß!
24. September 2008 um 09:26 Nölarsch(Quote)
Zu 156.
Ich nehme an, das gilt nur für an der Fahrbahn rechts haltende Taxis und Türen in Fahrtrichtung rechts. Die Personen steigen dann von der Gehbahn direkt ins Fahrzeug. Sie betreten die Fahrbahn dabei nicht und können folglich nicht überfahren werden.
24. September 2008 um 09:35 Torsten Bentrup(Quote)
Das ist eigentlich nichtmal der wichtige Teil des Mysteriums, oft nutzen auch ALLE Hinteneinsteiger die linke Tür. Es ist die Ausnahme, wenn alle Türen genutzt werden.
Ich erkläre dann gerne, daß mein Chef unglaublich viel Geld für die ungenutzte Tür ausgegeben hat und das ich es ziemlich schade finde, wenn es nutzlos wäre.
Eigentlich würde es mich ja auch nicht weiter stören. Aber über dem doch recht hohem Kardantunnel (das ist der Huckel, der bei Heckangetriebenen Fahrzeugen mittig von vorn bis hinten im Innenraum ist) liegt ein Teil des obligatorischen Gummimattensatzes. Und der wird beim Drübersteigen regelmäßig abgerissen und liegt dann unbemerkt im Fußraum und wird kaputtgetreten.
24. September 2008 um 09:48 Balu(Quote)
Die Fahrgäste stehen üblicherweise in einer Gruppe. Der erste steigt ein und muss dann durchrücken, weil die anderen zu faul sind um das Auto rumzugehen.
Oder die Trampelpfad-Theorie: Alle folgen dem ersten, weil der sicher ins Auto gekommen ist.
24. September 2008 um 12:18 elbunk(Quote)
Sie haben das bei Hackenberg gesehen und denken es ginge nicht anders
24. September 2008 um 12:52 Christian(Quote)
War es nicht Frank Sinatra, der auch mal was hierzu beigesteuert hat?!
Taxis müssen wasserlöslich sein: immer wenn es regnet ist keines da
Einmal Murphy´s Law aus Sicht des Passagieres.
24. September 2008 um 13:10 Ulli F. aus L.(Quote)
Was Murphys Gesetz angeht, bin ich Ketzer.
Ich weigere mich, immer das Schlimmstmoegliche in einer kommenden Situation zu sehen und fahre gut damit. Dadurch bin ich in der Lage, all die positiven Aspekte wahrzunehmen, die das Leben mir bietet. Wenn etwas schiefgeht, bemerke ich das natuerlich, leite daraus aber nicht ab, das es IMMER schiefgeht.
Die Konsequenz aus Murphys Gesetz waere: Unter keinen Umstaenden irgendetwas unternehmen! Daran sieht man schon, dass: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“ kein allgemein gueltiges Gesetz sein kann.
Anfreunden kann ich mich mit einer um das Wort „irgendwann“ ergaenzten Fassung:
„Alles, was schiefgehen kann, wird auch irgendwann schiefgehen“, aber doch nicht zwangslaeufig hier, jetzt und bei mir.
24. September 2008 um 13:45 Beccy(Quote)
Mensch, wenn man sich das so durchliest, kriegt man ja wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn man nur ne kurze Strecke fahren muss. (Muss ich momentan recht häufig machen, weil ich hochschwanger bin und nur noch watschelnd voran komme…)
24. September 2008 um 13:57 Tim(Quote)
bin gerade in China…hier sind die linke Tür bei Taxen sowieso zugesperrt. Das geht nicht, und wäre ausserdem bei dem unkontrollierten Verkehr viel zu gefährlich (sprichwörtlich Lebensgefahr).
ich steige normalerweise auch von rechts in ein Taxi ein weil ich auf dem Bürgersteig unterwegs bin und Taxen normalerweise am Bürgersteig halten. Wieso sollte ich extra um den Wagen herum gehen?
24. September 2008 um 15:02 Carsten(Quote)
Ich hoffe, dass ich niemals mit dem Verfasser des Textes fahren muss. Da weiß ich ja jetzt schon, dass er schlecht von mir denken wird. Fahr ich ne kurze Strecke, ist das schlecht, weil er danach wieder hinten steht. Geh ich ne kurze Strecke zu Fuß, bin ich ein geiziger Idiot. Fahr ich ne lange Strecke, gefällt ihm mit Sicherheit die Richtung nicht oder ich halte ihn vom Feierabend ab. Und überhaupt störe ich ihn vermutlich gerade beim lesen, rauchen, einkaufen oder verhindere, dass er den viel besseren Fahrgast bekommt, der nach mir gekommen wäre. Vielleicht fahren die Leute auch bei -20° ja lieber Buss, weil Sie da nicht das Gefühl haben, den Fahrer zu belästigen.
24. September 2008 um 15:21 Beccy(Quote)
@ Carsten… entweder das (bei -20° Bus fahren…) oder man hat halt nur noch die 2 Euro für die Busfahrt übrig. So gehts mir meistens.
Irgendwie ist mir der Typ beim durchlesen auch immer unsympatischer geworden. Auch wenn es ja nicht wirklich ernst gemeint war…
24. September 2008 um 15:49 Christoph(Quote)
Geniale interpretation der Chaos-Theorie. Die finde ich fast besser, als die mit dem Schmetterling
24. September 2008 um 17:00 Webhosting(Quote)
nur so:
Eine Dame öffnet die Tür von einem Taxi.
“Sind Sie frei?” fragt sie den Fahrer.
“Jawohl, meine Dame”, entgegnet der.
“Dann fahren Sie mich bitte ganz schnell zum Standesamt.”
Der Taxifahrer wird kreidebleich. “Nein, nein, so frei bin ich nun auch wieder nicht.”
24. September 2008 um 17:16 Bad Planung(Quote)
Die Chaos Theorie ist ja mal genial
ich meine man könnte diese ganze Sache ja auch so erklären das wenn ich mir ein Taxi nehme bevor der Stammfahrgast kommt wiederrum alle nachfolgenden Taxis einen anderen Fahrgast bekommen und dadurch wiederrum alle Leute jemand andern kennenlernen ……
25. September 2008 um 00:19 buntklicker.de(Quote)
Komisch. Nun bin ich kein Taxifahrer und quetsche mich auch nur ungern und selten zu dritt auf die Rückbank eines PKW (Taxi oder nicht), aber ich habe noch nie (bewußt) erlebt, daß bei einer solchen Gelegenheit nicht zwei von der einen und der Dritte von der anderen Seite eingestiegen wäre. Wobei die Links-rechts-Verteilung durchaus wechselt, auch abhängig von der Park- bzw. Haltesituation.
25. September 2008 um 00:25 driver3367(Quote)
Regel Nr.181:Von 10 Fahrgästen schliessen 8 die Türe so lasch,das du die Tür nochmal zuziehen musst.
25. September 2008 um 06:30 CeKaDo(Quote)
Als Taxikunde kann ich durchaus noch hinzufügen, daß am Taxenstand immer dann ein Taxi steht, wenn ich mit dem Bus daran vorbeifahre. Habe ich jedoch den Bus verpasst, bekomme ich auch kein Taxi, weil alle unterwegs sind.
Rufe ich dann die Taxizentrale an, bekomme ich die Auskunft, daß ich ebenso lange warten müßte, wie ich mit dem nächsten Bus ohnehin zu spät kommen würde.
Fahre ich jedoch gleich mit dem Taxi, gerate ich in einen Stau, der dazu führt, daß ich zeitgleich mit dem Bus am Ziel ankomme.
25. September 2008 um 06:48 Torsten Bentrup(Quote)
@Ulli: Sowas nennt man nicht Ketzer, sondern Optimist!
@Beccy: Da Du mit jeder Fahrt den Fortgang des gesamten Taxigewerbes (und damit indirekt und vielleicht mit leichter Verzögerung auch den Lauf der Welt) veränderst, brauchst Du keinerlei Gewissensbisse zu haben.
Es könnte auch durch Deine Fahrt alles zum Positiven geändert werden, vielleicht steht direkt an Deinem Zielort die langersehnte Hammerfahrt rum und wartet nur auf einen glücklichen Fahrer.
@Carsten: Der Verfasser ist Bayer, da gehört doch das Granteln mit dazu. Und ich glaube nicht, daß jemand, der sich soviel Mühe macht, im Job unprofessionell genug ist, um seinen Frust am Kunden auszulassen.
Ich finds immer noch lustig!
@driver3367: Ich erfahre ständig die Abhandlung: “80% aller Fahrgäste brauchen zwei Versuche, um die Tür richtig zuzuschlagen.”
So schnell, wie die Fahrgäste ihren kraftlosen Zuschlagakt bemerken, bin ich fast nie am Türgriff.
25. September 2008 um 07:48 Lichterspiele(Quote)
zu 156: Der erste steigt ein und stellt dabei fest, dass er, wenn er nicht durchrutscht in der Mitte sitzen muss … Und da will ja normalerweise keiner sitzen.
25. September 2008 um 22:41 Maik(Quote)
Der Mensch ist halt doch ein Herdentier. Er folgt dem Leithammel…
25. September 2008 um 23:05 tapf!(Quote)
CeKaDo: Da ich noch nicht selbst fahre und daher oft mitgenommen werde hab ich mit der Tür auch so meine Probleme. Manche Autotüren muss man mit großer Wucht zuschlagen, damit sie zugehen – andere fallen fast von selbst zu – und lieber erstmal zaghaft und dann nochmal versuchen als gleich mit Wucht und dann nen Anschiß vom Fahrer kassieren….
26. September 2008 um 07:14 queru(Quote)
bei mir ist es so, daß die leute die tür beim ersten mal sanft schließen wollen und wenn das nicht hinhaut, dann versuchen die im zweiten anlauf scheinbar, mich durch die druckwelle der schließenden tür durch die frontscheibe zu katapultieren
27. September 2008 um 22:10 CeKaDo(Quote)
Wobei ich ja noch ergänzen möchte, daß frühere Mercedestüren mit einem satten “Wopp” schlossen. Ähnlich wie Tresortüren.
Die heutigen Türen machen “klonk” und erwirken den Eindruck eines Blechpanzers.