Teurer ADAC
Nee, die “Pannenhilfe” an sich war kostenlos und für die 5,x Liter Super hab ich den normalen Tankstellenpreis bezahlt.
Teuer war dafür der Anruf beim ADAC!
Ich hab grad mal online meine Rechnung kontrolliert und durfte den stolzen Preis von EUR 2,40 für dreieinhalb Minuten Gesprächszeit zur 22 22 22 (die Nummer geht aus allen Mobilnetzen) bezahlen.
Ist da Callmobile (ein D1-Prepaid-Billiganbieter) einfach nur unglaublich teuer? Oder müssen Vertragskunden auch ähnlich hohe Preise abdrücken?
Auf jeden Fall werd ich zukünftig die 089 22 22 22 wählen und hoffen, daß ich dort auch Pannen im Inland melden kann. Ansonsten halt die 01802 22 22 22 in der Hoffnung, daß die Sondernummer nicht ganz so besonders teuer ist (Hoffnung gestorben, siehe unten).
Hat eigentlich jemand eine Ahnung, wieviel von den Gebühren der ADAC einstreicht? Das bleibt doch nicht alles bei den Telcos, oder?
PS: Hab grad verzweifelt versucht, eine Preisliste für die Sondernummern zu finden. Erst durch den Hilfe-Chat kam ich darauf, daß man einfach nur wie folgt vorgehen muß:
callmobile.de, Tarife anklicken, dann unterhalb der Hauptnavigation mit der Maus auf den passenden Tarif fahren und das Menu mit den Links popt auf.
Es in die überall zu findende Preisliste zu schreiben wäre wohl zu einfach gewesen…
Aber man kann halt nicht alles haben. Beim alten Vertrag hatte ich monatlich eine Rechnung von rund 20 Euro, jetzt sinds im Schnitt 7,20 Euro. Dafür nimmt man solche Albereien schon mal hin.
PPS: Grad gefunden, 0180er-Nummern (egal, welche Tarifstufe) kosten auch pauschal 60 Cent die Minute. Grrrr. Glücklicherweise kenne ich niemanden mit Satelliten-Telefon, 9,90 Euro/Minuten.
19. Juni 2008 um 09:40 Taximan224(Quote)
Irgendwie müssen diese armen Unternehmen ja bestehen…
19. Juni 2008 um 09:59 Philipp(Quote)
Offtopic: Taxifahrer als Schleuser verurteilt
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?r...
19. Juni 2008 um 10:11 Markus(Quote)
Sehr sehr interessant in diesem Zusammenhang ist diese Seite:
http://www.tk-anbieter.de/0180/
Dort findet sich zu fast allen 0180x-Nummern die passende Festnetz-Nummer.
Gruß
Markus
(ein bis dato stiller und begeisterter Leser
19. Juni 2008 um 10:29 Fragebär(Quote)
.. Ist da Callmobile (ein D1-Prepaid-Billiganbieter) einfach nur unglaublich teuer? Oder müssen Vertragskunden auch ähnlich hohe Preise abdrücken? ..
Nein. Ja, Sondernummern sind Abzocke par Excellence. Großteils durch die Netzbetreiber und Rufnummernbetreiber. Aber den Nummernkunden wie dem ADAC kann man natürlich eine Mitschuld nicht absprechen, da je nach Nummer auch eine Auszahlung erhalten wird und in Zeiten von Festnetzflats derartige Spielchen einfach nur mies sind. Und komm mir keiner mit “Aber das Routing ist über Sondernummern besser” – blablabla!
Noch Fragen?
19. Juni 2008 um 10:37 Man in Metropolis(Quote)
Das ist ja krass… Wieder was gelernt.
19. Juni 2008 um 10:51 Torsten Bentrup(Quote)
@Phillip: Ich kann mich zu dem Thema nur wiederholen: http://www.taxi-blog.de/wordpress/blaulicht/1...
@Markus: Danke für den Link, ausgerechnet der ADAC ist nicht aufgeführt. Aber in einem Artikel vom November wird mein Tip mit der 089/222222 bestätigt, das scheint zu gehen:
http://www.teltarif.de/arch/2007/kw46/s27871....
Und Danke fürs Lob!
@Fragebär: Stimmt, heute hat ja jeder zweite eine Festnetztelefonflatrate. Hab ich übrigens auch, kostet auch fast nichts und ich kann soviel telenieren, wie ich möchte. Im Schnitt liegt mein Festnetzgesprächsaufkommen bei etwa 50 Cent.
Meine Kommunikationsbedürfnisse befriedige ich meist persönlich oder online. Und ich hab Freunde und einen Chef mit Flatrate, die mich anrufen.
@Man in Metropolis: Ich auch, Man, ich auch!
19. Juni 2008 um 11:24 Matthias B.(Quote)
Ohne Sprit liegengeblieben? Das gehört zu den vermeidbaren Behinderungen im Straßenverkehr
19. Juni 2008 um 11:34 anonym(Quote)
Es gibt bei Sonderrufnummern, speziell bei 0180er-Nummern, immer die Vorstellung, daß die Unternehmen solche Anschlüsse primär einrichten lassen, um daran kräftig zu verdienen. Das ist aber gerade bei den genannten Anschlüssen nicht der Fall. Diese Nummern sind einfach technisch aufwendiger gestaltet und daher vielseitiger zu nutzen.
Man kann sie auf normale Telefonanschlüsse aufschalten und damit z. B. eine Hotline des öfteren räumlich umschalten. Der Anrufer wählt den ganzen Tag dieselbe Nummer, wird aber zum Unternehmen tagsüber in den Ort A verbunden, in der Nachtschicht dagegen in den Ort B. Beim Taxi wechselt mit der Schicht der Fahrer, der Wagen bleibt derselbe; hier bleibt die Nummer dieselbe, aber das Personal wechselt auch.
Tatsache ist auch, daß die Einrichter dieser Anschlüsse (also wohl meist oder ausschließlich die Deutsche Telekom) den Löwenanteil der Gebühren kassieren, zumindest bei Anrufen aus dem dt. Festnetz. Bei 0180er-Nummern kassiert die Deutsche Telekom, wenn ich mich richtig erinnere, mehr als 50 Prozent der Gebühr, es war wohl sogar noch deutlich mehr.
Ein Nebeneffekt dieser Anschlüsse mag bei den Unternehmen sein, daß die relativ teuren Nummern auch weitgehend verhindern, daß Leute “zum Spaß” dort anrufen, denn auch das gibt es ja heutzutage noch.
19. Juni 2008 um 12:04 Anke W.(Quote)
@Markus:
geht leider nicht immer. Beim schwedischen Möbelhändler klappt das bestens, bei der Familienkasse kommt “kein Anschluß unter dieser Nummer”
19. Juni 2008 um 12:26 chrissi aus Le(Quote)
es gab mal so nen kalkulator für unternehmen bei denen man kalkulieren konnte wie hoch die einnahmen bei bestimmten Rufnummerntypen sind. also selbst mit einem durchschnittlichen Telefonaufkommen eines Unternehemens in Höhe von 100 Telefonaten täglich a 1 Minute waren so über 1000 Euro im Monat zusätzlicher Gewinn möglich.
19. Juni 2008 um 12:47 jo(Quote)
Auf die Idee, dass es völlig legitim ist, wenn Unternehmen Dienstleistungen zumindest anteilig über Mehrwertrufnummern abrechnen, kommt hier keiner? Das ist für mich jedenfalls transparenter und nachvollziehbarer (ausser bei Anfragen im Rahmen einer Garantie, natürlich), als eine Mischkalkulation über pauschale Mitgliedsgebühren (ADAC) oder den Verkaufspreis (IKEA). Mal abgesehen davon, dass niemand zum Anruf gezwungen wird, oder?
19. Juni 2008 um 12:55 chrissi aus Le(Quote)
Das is ja mal Blödsinn wenn ich bei einem Verein, das ist nämlich der ADAC ,der mit den Mitgliedsbeiträgen und den anderen Sachen die so anbieten jedes Jahr mehrstellige Millionengewinne erzielt, Mitglied bin der dafür da ist mir in einem Pannenfall zu helfen? Was meinst du sollte mich dann davon abhalten da anzurufen oder welche alternative hätte ich? Das man den Kunden dann noch über teure Mehrwertrufnummern das Geld aus der Tasche zieht ist das allerletzte. Wird eh Zeit das der ADAC nicht mehr als Verein anerkannt wird.
19. Juni 2008 um 13:09 André(Quote)
Bei 0180-Rufnummern dürfen eigentlich nach Regelung der Bundesnetzagentur die Telekommunikationsunternehmen von den eingenommen Gebühren nichts an den Rufnummerninhaber ausschütten. Einige Anbieter umgehen das aber, in dem ein “Zuschuss zu den Werbekosten” gezahlt wird: Der Rufnummerinhaber erwähnt bei der Angabe der Rufnummer das TK-Unternehmen, z. B.:
“Rufen sie uns an: 01805/0000 (0,14EUR/Min, Taxi-Telekomm. AG)” und bekommt dafür einen Betrag. Natürlich ist dieser jeden Monat unterschiedlich
Dadurch wird 0180 natürlich zu einer Art 0900-light.
Eingeführt wurden 0180-Nummern übrigens früher damit man Firmen günstiger erreichen kann; Zu dem Zeitpunkt waren die Kosten im Festnetz noch höher. Die Kosten für den Anruf haben sich dann Anrufer und Angerufener geteilt. Heute gibt es diese Kostenteilung eigentlich nur noch bei 01802 und 01804, die jeweils pro Verbindung statt pro Minute abgerechnet werden.
Um Funktionen wie die Verteilung des Anrufs auf mehrere Callcenter nutzen zu können braucht man Sonderrufnummern auch nicht. Das geht heute problemlos mit normaler Festnetzrufnummer.
19. Juni 2008 um 14:34 jo(Quote)
Chrissi: Du bezahlst für eine Serviceleistung (0180 hin oder her). Zum Beispiel für die Vermittlung eines Pannenhelfers. Natürlich kann man argumentieren, dass das doch bitteschön ebenso im pauschalen Mitgliedsbeitrag enthalten sein sollte, wie die anschließende Pannenhilfe.
Als Mitglied, das ebenfalls diese Pauschale zahlt, quasi als Notfallversicherung (was sie quasi ist, im Gegensatz zu einer Reparaturflatrate, sonst würde das System zusammenbrechen), finde ich es durchaus fair, wenn man im tatsächlichenen Pannenfall tatsächlich etwas (zu)zahlt (und im Nichtpannenfall eben nicht). Und bitte, 2,40 Euro für eine 24/7 Pannenhotline sind im Falle eines liegengebliebenen Fahrzeugs im Nirgendwo ein echtes Schnäppchen.
Bei einem Möbelhaus ist es vielleicht deutlicher: Wenn ich dort die Bestellhotline anrufe oder mich beraten lasse nutze, binde ich Arbeitskraft. Deren Bezahlung (zumindest anteilig) auf eine Mehrwertrufnummer umzulegen, finde ich gegenüber Kunden, die diesen Service nicht nutzen, und lieber etwas weniger zahlen recht fair. Bei berechtigten Beschwerden erwarte ich natürlich eine kostenlose Hotline. Aber das ist nochmal eine andere Baustelle.
Ich mein, wie reden hier nicht von einem solidarisch finanzierten Gesundheitssystem oder der Rente. Wir reden von expliziten Serviceleistungen.
19. Juni 2008 um 15:44 chrissi aus Le(Quote)
Wenn du bei einem Möbelhaus die Bestellhotline anrufst willst du aber erst noch einen Kauf tätigen eine einmalige Sache. Beim ADAC bezahlst du deine beiträge ob du eine Panne hast oder nicht. Dann sollte man doch zumindest kostenfrei wenn man einmal alle paar Jahre ne Panne hat anrufen dürfen. Is ja schließlich ein Notfall. Bei der Polizei mußte doch auch nich 2,40€ bezahlen.
19. Juni 2008 um 16:08 jo(Quote)
Chrissi: Mit Verlaub, der Vergleich hinkt wie ein amputierten Esel auf dem Weg zum Abdecker. Die Mitgliedschaft im ADAC ist freiwillig und mit Vorteilen für das Mitglied verbunden. Die Sicherung der öffentlichen Ordnung durch die Polizei ist, wie die bereits angesprochene Rente oder das Gesundheitssystem, eine Grundleistung des Staates (der wir bekanntlich alle sind), von dem die komplette Gesellschaft profitiert.
19. Juni 2008 um 16:21 Chris(Quote)
Man kann auch einfach die jeweilige Netzbetreibervorwahl voranstellen. Funktioniert zumindest bei o2 so…
19. Juni 2008 um 16:58 Anke W.(Quote)
@jo:
Ich hatte eine Beschwerde (die sache zieht sich über mittlerweile 5 Wochen hin) und musste immer wieder da (0180) anrufen (damit ich zurück gerufen werde, denn die Nummer kommt bei einer Zentrale raus wohingegen nur das Möbelhaus was mit meinem Problem zu tun hatte). Da war ich ganz froh, dass ich die 0180 so umgehen konnte. Wenn man da mehrmals täglich für 10-30 Minuten anrufen muss, ist man froh wenns nicht so teuer wird
19. Juni 2008 um 18:20 jo(Quote)
Anke: Klar. Mir ging’s auch eher um die generelle Ablehnung von telefonbasierten Mehrwertdienstleistungen. Bzw. letztendlich die mangelnde Bereitschaft für Servicedienstleistungen zu zahlen.
Ich glaube auch nicht, dass das mit dem Schmuddelimage der 0190-Nummern zusammenhängt. Eher mit so einem diffusen “Isjaallessoteuer und sowassollteselbstverständlichsein”-Denken. Nicht selten – sorry für die Pauschalisierung – von Leuten, die sich erst im Fachhandel beraten lassen und anschließend bei geizhals.at oder günstiger.de auf Schnäppchenjagd gehen.
Und spätestens in solchen Fällen kann ich dann gut nachvollziehen, wenn Beratung und Service einzeln abgerechnet werden,
19. Juni 2008 um 19:18 Anke W.(Quote)
Kann ich auch verstehen. Wenns schnell gehen soll und geht, machen mir die Servicenummern nichts. Oder wie im Falle der Familienkasse, da musste ich bei der 0180er Nummer anrufen.
Wie ist das eigentlich, wird die Zeit in der Warteschleife mit abgerechnet oder erst, wenn jemand dran geht?
Ich hab prizipell nichts gegen Servicenummern aber wenn ich für den teuren Preis erst 15 Minuten Gedudel hören muss, sehe ich da keinen Service sondern nur Abzocke.
Mein persönliches Problem mit solchen Nummern: Ich kann sie mir einfach nicht leisten
Bin froh dass ich da so selten anrufen muss (und bei IKEA überbrücken kann O:-))
20. Juni 2008 um 03:39 gb(Quote)
089 funzt auch, nach Gespraechsannahme mit ’1′ weiter zur Pannenhilfe…
@ Anke W.: Bei 0180ern ist auch die Warteschleife kostenpflichtig
Ich rufe nicht bei 018x an, entweder es gibt eine Alternativnummer, oder ich gehe (gerade bei der Post zB. klappt das gut) ueber die Zentrale. Hier sind die 018x auch im System gesperrt – neulich empfahl mal eine Zentrale, ich solle vom Handy aus anrufen – “geht nich, alle” – “dann gehen Sie doch zur Telefonzelle” – :wall:
Is’ nich, dann halt garnicht…
20. Juni 2008 um 07:08 Anke W.(Quote)
@gb:
dann bin ich ja froh, dass man bei IKEA wirklich überbrücken kann, denn da hört man unter Umständen (je nach Tageszeit und Lust der Supporter vermute ich mal) locker 15-30 Minuten ABBA bis man durch kommt. Das dann zum teuren Tarif, da macht einen der Laden echt arm
22. Juni 2008 um
[...] Der ADAC ist nicht immer gut, siehe Bericht. [...]
6. September 2008 um 19:57 Hotline Mitarbeiter(Quote)
Also ich persönlich betreue die Anrufer auf verschiedenen Hotlines (verschiedener Unternehmen).
Ich finde diese Diskussion um das Pro und Kontra der (01805er) Servicenummern unsinnig. Sie sind da und gut. Ändern kann man es eh nicht.
Ich finde diese kostenpflichtigen Servicelines wesentlich besser, als die freecall-Lines. Warum? Schon alleine weil wir (die Mitarbeiter im Service Center) dann nur einen Bruchteil der “Spaß-Anrufe” haben, verglichen mit den freecall-Helplines.
Und letzten Endes finde ich es gerade richtig, wenn für den gewünschten Service eine 24/7-Line eingerichtet wird, welche rund um die Uhr – auch an Feiertagen – besetzt ist.
Und Anrufer, die dann mit dem Help- oder Serviceline-Mitarbeiter eine Grundsatzdiskussion über die Bepreisung/Kosten dieses Anrufes beginnen, sind mir persönlich ja die Liebsten *g*.
Und letztlich ist es ja auch so, wenn der Kunde sein Anliegen gezielt und ohne Umschweife schildert, dem Mitarbeiter zuhört und nicht unterbricht bzw. konkrete Nachfragen stellen lässt, wenn sich der Kunde “unglücklich” bzw. missverständlich ausgedrückt hat… das würde die Gesprächsdauer und Kosten für den einzelnen Anrufer verringern und letztendlich auch möglich Wartezeiten verkürzen.
Auch wir Mitarbeiter sind über Warteschleifen nicht glücklich.
Ganz toll sind übrigens auch Kuden die anrufen und ein Problem schildern, welches nicht sofort gelöst werden kann. Der Hotline-Mitarbeiter (zumindest ist das bei uns so) notiert alle erforderlichen Angaben und reicht dies zur Bearbeitung weiter und man sichert dem Kunden einen Rückruf zu. Keine zwei Stunden ruft der Kunde wieder an und will wissen, was denn nun ist und warum man sich noch nicht gemeldet hat.
Sowas liebe ich. In solchen Fällen finde ich die Vergebührung des Anrufes auch sinnvoll
Hat das schon mal von euch Jemand vond er Seite gesehen? Denkt mal drüber nach…
Hotline-Mitarbeiter
2. Januar 2011 um
[...] Der ADAC ist nicht immer gut, siehe Bericht. [...]