Erwin Grosche

Grad erkunde ich den Internetauftritt vom Heft, dem Anzeigen-, Veranstaltungs- und Stadtmagazin von Paderborn. Schön, daß man Erwin Grosches Heftigkeiten jetzt mal gebührend hervorhebt. Neben den Kleinanzeigen eigentlich die einzigen Seiten, die in jeder Ausgabe von mir durchgelesen werden…

Kleine Kostprobe der Heftigkeiten (diverse Monate, das Copyright soll natürlich bei Herrn Grosche und dem Heft verbleiben, Nummerierung wie im Orginalabdruck, daher nicht von mir sortiert. WordPress ist allerdings anderer Meinung und macht aus 5., 3., 4.,6., 9., 3. und 10. mal eben 1. bis 7.! Nun ja, warum nicht… WP wird schon wissen, was es tut.):

5. Otto Schily sammelt Zuckerstücke. Im Grunde sollte uns das allen Angst machen.

3. Aus dem Schlaraffenland bin ich mal fortgerannt weil von dem überfluss ich dauernd kotzen muss

4. Leute, Leute, Leute der Stadt Paderborn. Wie könnt ihr nur ein so lobenswertes Buch wie »Christa Mertens: Zwangsarbeit in Paderborn 1993-1945« herausbringen und darunter den Stadtslogan »Paderborn überzeugt« hinzufügen? Wenn das der Stani sieht, der macht doch wieder eine ganz böse Kabarett-Nummer daraus. Der macht seine »Schwarze Nacht« und bringt diesen unglücklichen Zusammenprall von Dokumentation und Werbung ohne mit der Wimper zu zucken. »Zwangsarbeit in Paderborn« und »Paderborn überzeugt« gehört auch nicht zusammen.

6. Einmal kaufte sich Herr Tretoh im Marktkauf eine Doppel-CD von Jimi Hendrix. Nicht, das ihm Jimi Hendrix unbedingt in seiner CD-Sammlung gefehlt hätte, aber die Hendrix-CDs wurden im Marktkauf für 4 Euro 99 angeboten und für das Geld konnte Herr Tretoh nicht widerstehen seine frühere Vorbehalte gegen diesen wilden Gitarristen zu hinterfragen. Es war einfach auch sehr erstaunlich, die Musik dieses Revoluzzers im Marktkauf vorzufinden und vielleicht verlangte auch der Anstand des Rock ‘n’ Rollers diesen Gitarrengott aus der doch eher bürgerlichen Umgebung zu befreien. Vor allen Dingen bekam Herr Tretoh für 4 Euro 99 sonst gerade mal sein Meerschweinchenheu, geschweige denn eine Dose Sauerkraut.
Für 4 Euro 99, dachte Herr Tretoh, da kann man nichts falsch machen.
Wie erstaunt war er dann, als er nach dem Hören dieser CDs bemerkte, dass auf dieser CD gar nicht Jimi Hendrix seine Stücke spielte, sondern ein Hammondorgelspieler namens Uwe Kopinski. Es war noch nichtmals so, dass dies als Zeitgeistmusik oder als Parodie gedacht war, sondern einfach nur Hendrixkompositionen auf der Hammondorgel interpretiert worden waren. Was es alles gibt, dachte Herr Tretoh und trank weiter seinen Latte Macciato aus einem Plastikbecher.

9. Manches ist von außen betrachtet viel schöner, als wenn man es von innen betrachtet, dachte Jona, als er sich im Wal umschaute.

3. Ich entdeckte jetzt bei »Lidl« eine IGLO-Fischstäbchenverpackung mit 13 Fischstäbchen. Da dachte ich auch, was soll denn diese Unglückszahl in einem Fischstäbchenset? 13 Fischstäbchen, das schreit doch nach Streit und Zwietracht.

10. Der CDU-Spitzenmann Jürgen Rüttgers vertraute im Vorfeld der Landtagswahlen 2005 einer Paderborner Zeitung an, dass Nutella bei ihm im Kühlschrank steht, weil sie es lieber kalt mögen und nicht, wenn es weich ist. Vielleicht sagen solche Aussagen mehr über einen möglichen Ministerpräsidenten, als seine Befürchtung das Hauptschüler heute aufgrund verfehlter Bildungspolitik nicht mal mehr ein Moped frisieren können.
Es ist einfach eine Tatsache, dass Nutella erst seinen vollen Geschmack entfalten kann, wenn man es nicht in einen Kühlschrank stellt. Ich sehe wirklich schwarz für die Zukunft dieses Landes, wenn bald wieder nun behauptet werden darf, dass ein Löffel in einer bereits geöffneten Sektflasche ihre Sektperlen über Tage hinaus bewahren kann.
Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen man glaubte, man könnte sich gegen atomare Bestrahlungen schützen, indem man einfach seinen Kopf in eine Aktentasche steckt und dabei dreimal »Kinder statt Inder« ausstößt.

Hab ich schon erwähnt, daß ich zu Weihnachten Erwin Grosches Haus gesucht habe? Als ich ihn dann frierend vor der Haustür entdeckte, hab ich mir ein weiteres Hausnummernvergleichen erspart. Danke nochmal nachträglich, auch für die sehr angenehmen Fahrgäste. Über die Durchnummerierung der Häuser in dieser Straße sollten wir uns allerdings bei Gelegenheit nochmal unterhalten…

Übrigens mag ich Erwin Grosche auch, weil man problemlos neben ihm im Lenz sitzen kann, ohne das er einen blöd von der Seite anquatscht.

PS: Im Gegensatz zu Codex gratuliere ich übrigens nicht zur neuen Heft-Seite. Früher war besser!

10 Antworten zu “Erwin Grosche”

  1. taxiblogger(FRankfurt) sagt:

    Prost Neujahr, Torsten – wo ist denn dein Header abgeblieben??

  2. Torsten Bentrup sagt:

    @Taxiblogger: Hmm, hier sieht alles normal aus…

  3. taxiblogger(Frankfurt) sagt:

    Komisch, ich sehe mit dem Firefox dein Logobild nicht mehr …

  4. Torsten Bentrup sagt:

    Hmm, hier gehts mit Opera, Firefox und sogar dem ollen IExploder… Ich vermute, der Fehler liegt auf Deiner Seite.

    Oder hat noch jemand das Problem mit dem fehlenden Logo?

  5. taxiblogger(Frankfurt) sagt:

    arrgh, habe extra meinen firefox extra neu installiert, na ja, wenn es sonst niemand betrifft, nix für ungut! ;-)

  6. Erik sagt:

    Hier ist der ‘mozilla-firefox-1.5-r4′ installiert und alles läuft super!

  7. taxiblogger(Frankfurt) sagt:

    Bin ich wirklich der einzige, bei dem das Taxi-Blog mit Firefox 1.5 plötzlich soo aussieht (Schluchz…)?

    guckstduhier

  8. taxiblogger(Frankfurt) sagt:

    so, und jetzt ist alles wieder wie vorher – wird ja immer mysteriöser … ;-)

  9. Torsten Bentrup sagt:

    Ich hab nix gemacht! Ehrlich!

  10. Taxi München sagt:

    Sehr interessanter Artikel, den ich gerne gelesen habe. Grüße aus München

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