Auf’s Glatteis fahren

Ich will ja nur Euer Bestes! Wenn ich zum Beispiel (wie am Sonntag morgen ständig) am Ziel darauf hinweise, daß es wirklich richtig glatt ist, dann ist das auch so.

Okay, die Stamm-Fahrgästin kam auf dem Weg zum Taxi nicht in Kontakt mit dem Wetter, da war alles überdacht. Und mit guten Winterreifen und dem 130l-Gastank auf der Antriebsachse kann ich fast störungsfrei chauffieren. Trotzdem sag ichs ja nicht zum Spaß.

Besagtes Mädel stieg auch vorsichtig aus, probierte den Glättegrad aus und drehte sich wieder zu mir um. Streckte mir die Zunge raus und machte ein paar Charleston-Tanzschritte um mir zu beweisen, daß alles ja gar nicht so schlimm ist. Sie haut die Tür zu und geht Richtung Haus.

Noch im ersten Schritt fällt ihr aber auf, daß die Taxi-Tür nicht richtig zu ist. Sie dreht sich schwungvoll um, um das nachzuholen und kann den Türgriff grade noch zum Abfangen nutzen. Hätte sie daneben gegriffen, wäre sie wohl richtig formvollendet auf die Schnauze gefallen.

Ich hab so das dumpfe Gefühl, daß sie mir demnächst bei meinen Ratschlägen mehr Vertrauen schenkt. Wenn nicht, habe ich jetzt eine Geschichte, die ich ihr immer und immer wieder erzählen kann. :D

Nach dem Vorfall bin ich übrigens dazu übergegangen, kurz vorm Ziel noch eine kurz Schleudersequenz in die Fahrt einzubauen. Sorgt auch für credibility!

14 Antworten zu “Auf’s Glatteis fahren”

  1. Bernd sagt:

    Ich bin letzten Samstag auf Glatteis gefahren. Böse Sache, voll in die Kreuzung rein gerutscht. Aber glücklicherweise waren 2 Uhr Morgens nicht ganz so viele Autos unterwegs. Vorallen Brücken oder Waldstücke sind da sehr gefahrenreich.

  2. Uwe (required) sagt:

    “Auf das” => “Aufs”.

  3. Uwe (required) sagt:

    Oh, und wer mich für kleinkariert hält, ich handle nach diesem Motto:

    http://xkcd.com/386

  4. jemand sagt:

    Solange das Schleudern nicht so ausging
    http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/96...

  5. chmuhl sagt:

    @uwe

    “auf das” wird tatsächlich zu “auf’s”.
    Der Apostroph ist ein Auslassungszeichen, das weggefallene Buchstaben in der geschriebenen Sprache indiziert. Wenn “auf das” zu “auf’s” zusammengezogen wird, dann gehen dabei zwei Buchstaben verloren. Das es korrekt ausgesprochen/geschrieben “auf das” heißen müsste, wird durch den Apostroph angezeigt.
    Falsch verwendet wird der Apostroph in solchen Fällen “Torsten’s Taxi-Blog”. Korrekt hieße es “Torstens Taxi-Blog”.

  6. chmuhl sagt:

    edit: Der Deppensapostroph wie z. B. in “Torsten’s Taxi-Blog” wird wohl mittlerweile auch akzeptiert.

  7. michiausp sagt:

    ….uaaaah Korinthenkacker !

    In meiner alten Heimat in Hagen hätte mein ALTEHRWÜRDIGER Direx Manger-König vom Theodor-Heuss-Gymnasium gesagt: “Wärse ma voll auffe Fresse geseeegelt” ! ( Im Tor zum Sauerland “zieht man das “e” etwas) Liegt in der Familie, er war ein Cousin von Jürgen von Manger.

  8. Tim sagt:

    @ chmuhl: Ist leider falsch Deine Begründung. Richtig wäre “Aufs”.

    Gruß

  9. chmuhl sagt:

    Eigentlich möchte ich ja die Kommentarfunktion nicht mit Krümelkackerien zuspammen, aaaber: Die Begründung ist nicht falsch. Kann man gerne auch bei Wikipedia nachlesen. Seit der neuen Rechtschreibung ist der Apostroph allerdings nicht immer zwingend notwendig. “aufs” und “auf’s” ist also beides richtig. Meine Begründung stimmt allerdings.

  10. Tim sagt:

    Leider nicht! Schade das Du es nicht akzeptieren kannst.

    Grüße

  11. Guggug sagt:

    Habt ihr sonst keine Sorgen?

    Ich kann mir die Story mit der Frau am Griff schön vorstellen. Klar.. Schadenfreude ist schon spassig, aber wenn ich mir vorstelle, das ich mit so richtig schmackes mir da irgendwas auf dem harten und gefrorenen Boden aufschlage. Neeeee… das wünsch ich der Dame dann auch nicht.

  12. Korinthenkacker^2 sagt:

    @ chmuhl
    Die Begründung kann noch so richtig sein, aber wenn etwas Falsches kannst Du damit trotzdem nicht beweisen.

    “Aufs, ins, durchs” kommen zwar von “auf/in/durch das”, aber der Duden sagt: “Verschmilzt eine Präposition mit einem Artikel, wird kein Apostroph gesetzt.” Und das war auch schon vor der neuen Rechtschreibung so.

  13. Korinthenkacker^2 sagt:

    Sorry, das “wenn” in meinem ersten Satz ist bei Umformulierungen übrig geblieben und kann vom Finder woanders wiederverwertet werden.

  14. chmuhl sagt:

    @ Korinthenkacker
    Danke für deine Erklärung. Du hast natürlich recht, ich lag mit meiner Behauptung falsch. Also ist meine Begründung zur Verwendung des Apostrophs zwar richtig gewesen, in diesem Fall gibt es aber eine Regelung, die das ganze wieder aufhebt. Stimmt so? Und Tim: eine Erläuterung, warum meine Begründung falsch ist, wäre sehr hilfreich gewesen.

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