Und nochmal Telepolis…
Der Artikel war ja schon ganz lustig (ich schrub schon was dazu). Aber macht bloß nicht den Fehler, Euch noch die Kommentare durchzulesen…
Wenn man die Meinung einiger Kommentatoren dort ernst nehmen würde, gäbe es nur noch Verbrecher in unserem Beruf.
“”Ruckeln” an roten Ampeln – wozu ist das gut?”
Da fragt sich jemand, warum Taxen “oft” (ich habs noch nie beobachtet) an der roten Ampel vier- bis fünfmal um 10 cm vorfahren und dann wieder stehenbleiben.
“Hat das irgendwelche technischen Gründe oder fällt es auch in die Abteilung “Beutelschneiderei”?”
Konkreter wird dann der nächste:
“… sollte mal auf ein anderes Geschäftsmodell von Taxifahrern eingegangen werden: Unfälle mit folgendem Versicherungsbetrug. Ein Zeuge (der Fahrgast) ist schnell gefunden (der will ja nur nach Hause / zum Flughafen / zum Bahnhof)”
WTF? In der Regel zahlt ein Taxiunternehmen bei jedem Unfall drauf. Hohe Laufleistung drücken den Restwert und der Wagen kann kein Geld verdient werden (zumindest bis die Leihtaxe auf dem Hof steht). Völlig absurd, bei sowas von Geschäftsmodell zu sprechen.
“Warum fangen manche, um nicht zu sagen viele, Taxis in Kurven leicht an zu schlingern?
Weil der Fahrer den Luftdruck etwas mehr als zulässig gemindert hat. Das verringert den Abrollumfang und das Taxameter zählt etwas mehr Fahrstrecke.”
Wooohoo! Mein Chef muß wirklich ein Idiot sein. Mir bläut er regelmäßig ein, daß der Luftdruck bloß nicht zu niedrig sein darf. Im Gegenteil: erlaubter Maximalwert! Weniger Reifenverschleiß und deutlich weniger Spritverbrauch sind seine Argumente, von meiner Seite kommt noch der Sicherheitsaspekt dazu. Bei Cheffe weiß ich, daß er rechnen kann.
Manche Leute sind mir unheimlich. Diese drei Kandidaten gehören dazu.
Da scheint wirklich im Hirn sowas vorzugehen:
“Wenn ich was nicht verstehe, erfinde ich mir meine Wahrheit. Und damit mir jemand zuhört, behaupte ich, daß diese eigene Wahrheit doch offensichtlich ist und dauernd beobachtet werden kann.”
Wie billig, wie arm.
25. Februar 2008 um 09:07 Samuel Creshal(Quote)
Du kennst die Heiseforen schlecht, sowas ist da normal… *g*
25. Februar 2008 um 09:12 Bernie(Quote)
Ja, eine seltsame Welt, die heise-Foren. Was da gesagt wird, ist wirklich manchmal unheimlich, aber für das richtige Leben eigentlich völlig egal. Unvergesslich ist mir in diesem Zusammenhang Björns (Shopbloggers) schöner http://www.shopblogger.de/blog/archives/6284-... Wutausbruch von neulich.
25. Februar 2008 um 09:12 Bernie(Quote)
Ach Mist.
(erledigt! TB
)
25. Februar 2008 um 10:18 Renatus(Quote)
(ich schrub schon was dazu)
Schrub?
Sollte das nicht heißen “schrieb” schonmal was dazu?
25. Februar 2008 um 11:37 Rastloser(Quote)
Na ja, zumindest zwei der genannten Verhaltensweisen kommen mir aus Koblenz aber bekannt vor: Das “Rumruckeln” an Ampeln (besonders klasse, wenn man hinter dem Taxi steht und den Motor nicht ausmachen kann, weil der Fahrer die letzten 50 m zur Ampel im Lauf der Rotphase erst noch zurücklegen will) und das Schlingern in Kurven. Da braucht’s aber, denke ich, keine Verschwörungstheorien; hier fahren einfach viele Taxifahrer nachlässig und lenken dann halt nicht sauber um die Kurve, sondern fahren eher einen Polygonzug
25. Februar 2008 um 11:54 Bernie(Quote)
Mir hat immer die “Taxifahrerbremse” imponiert: So gefühlvoll abbremsen, dass die Insassen beim Stehenbleiben nicht mit dem Kopf nicken müssen. Erfordert einiges Fußspitzengefühl am Schluss des Bremsvorgangs. Kann ich mittlerweile fast perfekt! (Dazu gibts bestimmt auch ne heise-Verschwörungstheorie)
25. Februar 2008 um 12:40 Zeddi(Quote)
Ich ruckel auch manchmal an Ampeln rum (natürlich nur wenn ich niemanden damit störe) – und ich bin KEIN Taxifahrer
Warum? Es macht einfach spaß, probierts mal aus
25. Februar 2008 um 13:48 Paulus(Quote)
Das kurze Anfahren oder “Ruckeln” an den Ampeln kenne ich aus Köln auch. Als ich das erste mal einen Wagen mit Schaltautomatik gefahren bin, war mir klar, wo her das kommt. Einfach mal kurz ein klein bisschen den Fuß von der Bremse und der Wagen rollt vor. Ich habe das auch gemacht, ganz von selber. Wahrscheinlich aus Langeweile. Ich denke mal die meisten Fahrer merken das gar nicht, machen es unbewusst.
Einige Autofahrer klopfen mit den Fingern auf das Lenkrad, die anderen summen vor sich hin, wieder andere spielen mit dem Bremspedal. Das manche Fahrgäste das nicht abkönnen, daran denkt man wahrscheinlich nicht.
25. Februar 2008 um 15:41 Don Pepone(Quote)
Das Böse lauert immer… überall…
25. Februar 2008 um 15:46 Thommy(Quote)
Also das “ruckeln” habe ich auch schon gesehen und erlebt, allerdings habe ich das mehr mit einem nervöse Taxifahrer als mit Beschiss in verbindung gebracht.
Das mit den fingierten Unfällen habe ich auch schon gehört. Angeblich machen diese Unternehmen dann windige Geschäfte mit der Werkstadt von Bekannten oder Verwandten und so ist die Reperatur auf der Rechnung um einiges höher als die tatsächlichen Kosten. Stanni Versicherungsbetrug.
Punkt 3 und der Luftdruck ist wirklich totaler Schwachsinn.
Aber das ist bestimmt auch nur vereinzelt bei den schwarzen Schaafen der Branche so.
25. Februar 2008 um 16:11 jemand(Quote)
25. Februar 2008 um 16:11 jemand(Quote)
w
25. Februar 2008 um 16:40 Nachholer(Quote)
So verschwurbelt die Theorien auch sein mögen – nichts übertrifft die Bandbreite an Taxifahrern in Berlin. Neben Spitzenkräften gurken da Kollegen rum, da finde ich diese Theorien nicht so weit hergeholt.
Und der Fahrer hatte Funk abgeschafft, weil es ihm nur Nachteile brachte. Allerdings fuhr der auch nur noch für die Selbstkosten – er sagte, sein Frau wäre diejenige, die das Geld bringt.
Sehr schön kann man den Unterschied zwischen Ein-Mann-Unternehmen und größeren Unternehmen beobachten – umso größer die Bude, umso schlimmer sehen die Hütten aus und fühlen sich auch so an – Ausnahmen eingeschlossen. Mein schönstes Erlebnis war die zügige(!) Fahrt mit einer alten E-Klasse, welche mit einer defekten Hinterachse samt defekter Stoßdämpfer ausgestattet war. Geiler Sound samt Pomassage.Kurvenmäßig war wirklich nur noch der o.g. PolygonZug drin mangels Spurtreue.
Das angenehme Gegenteil war ein Selbstfahrer in einer geleckten, neuen E-Klasse, welche eine Ausstattung hatte, da kamen mir die Tränen.
Das soll keine Verallgemeinerung sein, sondern nur der Versuch, die mögliche Bandbreite darzustellen.
Egal, wie, aber welches Erlebnis das Angenehmere war, lässt sich wohl leicht erkennen.
25. Februar 2008 um 16:54 Ly(Quote)
ja, die koblenzer taxifahrer sind ganz besonders schlimm, das kann ich nur bestätigen
rumruckeln an der ampel kann als das gegenteil von betrug gewertet werden. sobald ich auch nur 10cm vorfahre, springt der taxameter aus dem wartezeit-modus, der geld kostet ( ok, in koblenz erst am der 3. minute ) in den normalmodus. rumruckeln kann also geld sparen.
aber es ist wohl eher so, wie Paulus sagt, viele taxen fahren mit automatikgetriebe, und es ist wohl so, es denkt sich kein einer überhaupt was dabei wenn er mal von und dann wieder auf die bremse latscht. aber der normale taxifahrer liest wahrscheinlich nicht in heise, sonst würde ihm sein abgrundtiefes verhalten bewußt sein.
im übrigen sind alle taxifahrer betrüger und unfallfingierer, und das ein unfall die kollegen oft viel geld kostet sind nur gerüchte, die man absichtlich in die welt setzte um die wahrheit zu kaschieren.
[ironietags bitte selbst setzen]
25. Februar 2008 um 17:47 Eckhart(Quote)
Den Versicherungsbetrug gibt es tatsächlich: http://www.taxi-heute.de/nachricht/news.php?p... (vorletzter Artikel auf der Seite).
25. Februar 2008 um 17:59 pastorentochter(Quote)
So, so, du schrubtest etwas dazu, wen frugtest du denn ob das so richtig ist?
Der Deutschkurs hat dir viel gehilft und hat gekostet gar kein Geld.
Tut mir ausserordentlich Leid, immer wenn ich sowas lese bekomme ich ein eigenartiges Kribbeln unter der Kopfhaut und meine Kopfhaare stellen sich langsam auf.
25. Februar 2008 um 19:39 nachholer(Quote)
Pastorentochter, Du musst entspannter werden und das Zwinkern des Autors wahrnehmen. (…, ob es da ist oder nicht)
25. Februar 2008 um 20:21 Torsten Bentrup(Quote)
@Bernie: Das kann ich auch!
@Nachholer & Ly: Ich schiebe ihn immer noch vor mir her, den Beitrag über die weite Bandbreite der “Fähigkeiten” der Kollegen. Es gibt wohl kaum einen Beruf, in dem so eine inhomogene Truppe zusammenkommt.
@Eckhart: Und wieder habe ich die kriminelle Dummheit mancher Menschen unterschätzt. Aber ich lerne…
@Renatus & pastorentochter: Ich habe übrigens nichts gegen Rechtschreibkorrekturen, auch ich verschreibe mich mal. Aber bei einigen Dingen habe ich meinen eigenen Kopf. “Schrub” wurde übrigens von “Die Ärzte” geprägt. Gerne angemeckert wird hier übrigens auch “nen” oder “ne”. Auch da mach ich keine Kompromisse, das ist westfälisch-richtig.
25. Februar 2008 um 21:22 Hdelmut S.(Quote)
@ alle Schrub-Anmeckerer: Weis doch jeder, dass er “schriebte” gemeint hat.
@ Torsten: “nen” aber bitte nur, wo es auch passt. Nicht “ich hab nen Taxi gesehen” oder so. “ich hab nen Kaffee getrunken” ist dagegen OK.
25. Februar 2008 um 21:32 Taximan224(Quote)
Alles Quatsch, wenn ich mehr Geld inne Uhr haben will mach ich den Kuckkuck an. Dann werd ich im dunkeln gesehen und kann mehr fahren. Allerdings brauche ich dann wegen der erhöhten Stromaufnahme mehr Diesel. Cheffe, wir fahren ab heute ohne Licht…
Ne, ne, ne, haben die Probleme…
26. Februar 2008 um
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26. Februar 2008 um 07:36 Puck(Quote)
Wenn ein Taxifahrer wirklich bescheissen will, dann ist ja wohl das Einfachste einen Umweg zu fahren. Fällt nur dann auf, wenn der Fahrgast nicht ortsfremd ist.
Und ja, es war in Berlin, wobei ich dort bis auf dieses eine schwarze Schaf nur korrekte Fahrer erlebt habe. Die Fahrzeuge haben aber wie schon von Nachholer beschrieben die volle Bandbreite abgedeckt.
Blöd wird es nur, wenn die Fahrgäste die gleiche Route schon seit 3 Jahren fahren und nicht nur die kürzeste Strecke auswendig wissen, sondern auch noch genau wissen was es maximal kosten darf.
“Kosten 20 Euro!” – “Ok, machen wir 16, was es eigentlich hätte kosten müssen!” – “Aber … ” – “Ja, was aber?”
Das dumme Gesicht werde ich nie vergessen …
26. Februar 2008 um 18:29 pastorentochter(Quote)
Westfälisch richtig…das ist eben Paderborn, da machen es die Mädchen morgens von hinten und abends von vorn.
Drauf einen Korn.
26. Februar 2008 um 19:52 zeitzeuge(Quote)
Telepolis Foren, da sind die besten Hartz-4-Spinner unterwegs, die es gibt. Von Reichsdeutscheflugscheibenmachtverschwörungstheoretiker über unverbesserliche Antifa-Linksradikale bis zu den üblichen Trollen.
Die Wahrheit ist irgendwo da draussen.
26. Februar 2008 um 20:34 Bobby(Quote)
Torsten, du gehst offensichtlich davon aus das jedes Taxiunternehmen so sauber ist wie deines. Dem ist aber ganz sicher nicht so, da habe ich leider schon Erfahrungen mit den allerschlimmsten Umwegfahrern und sonstigen Halunken. Selbst wenn die Telepolis-Beispiel total absurd sind
26. Februar 2008 um 22:25 Danny(Quote)
das vorrollen macht man, wenn man den verdacht hat, den anforderungskontakt nicht erwischt zu haben.
27. Februar 2008 um 02:44 driver3367(Quote)
Da brauchts aber schon viele Drogen um so nen Telepolis-Artikel zu schreiben.Wenn ich Geld verdienen würde wollen,würde ich nicht Taxi fahren.Das fällt unter die Kategorie:Der 11.9. war von den Amis inszeniert.Heilige Mutter Anna……..
27. Februar 2008 um 04:25 Daniel Weigelt(Quote)
Das mit dem Reifenluftdruck ist ja das Blödeste, was ich seit langem gelesen habe!
20. März 2008 um 19:00 notpanymore(Quote)
telepolis ist komplett am Ende,
dort wird mittlerweile regelmäßig versucht Trollbeiträge mit
absurden politischen Messages ( Solidarität mit der KP Chinas usw.)
von durchaus zweifelhaften Autoren als ernsthaften Online-Journalismus
zu vermarkten.
eben sponsored by microsoft, wie tp selbst ganz stolz verkündet…