Mein allererstes Taxierlebnis

Und noch ein fast verschollener Eintrag. Vermutlich habe ich den mal geschrieben, als auffallend viele negative Berichte über Taxifahrten und -fahrer von Euch in den Kommentaren erschienen.

Vorhang auf!

Vielleicht lebe ich ja wirklich in einer rosaroten Märchenwelt. Aber irgendwie will mir nicht so recht einleuchten, warum so unglaublich viele Menschen so schlechte Erfahrungen mit unserem Berufsstand gemacht haben. Und üblicherweise dann auch noch gleich mit der Mehrzahl der Kollegen. Ich bestreite ja nicht, daß es viel zu viele Deppen unter den Kollegen gibt, aber mehr als 50% ist schon ein Armutszeugnis (wenn die berichteten Erlebnisse nicht maßlos übertrieben sind).

Vielleicht ist Paderborn und die umliegenden Dörfer auch wirklich das Märchenland und es ist einfach überall anders so schlecht wie berichtet. Und wenn ich nur meine Erlebnisse mit Frankfurter Taxen als Maßstab nehmen würde, wäre ich auch der Verzweiflung nahe: 2 Fahrten, 1 übel gelaunter Fahrer und 1 versuchter Betrug. Aber immerhin beide mit ordentlichem Fahrstil.

Davon abgesehen hatte ich immer das Vergnügen, eine ordentliche Dienstleistung zu bekommen. Ob in Würzburg, Gütersloh, Verl, Bielefeld oder natürlich in Paderborn (aber das gilt nicht, die kennen mich ja…), ich hätte nie eine schlechtere Gesamtnote als 2+ verteilen können.

Aber eigentlich wollte ich ja von meiner allerersten Taxierfahrung berichten.

Wir schreiben das Jahr 1977. Oder 1978. Wir befinden uns in Kaunitz, ein kleines Dorf im Dreieck zwischen Paderborn, Bielefeld und Gütersloh. Damals mußte man auf Briefe allerdings noch 4837 Verl II schreiben, wenn man Kaunitz meinte. Wenig später sollte ich übrigens auf dem dortigem “Hobbymarkt” meine ersten Erfahrungen als Kaufmann machen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls war und ist Kaunitz ein Kaff. Es gibt genau zwei Ereignisse im Jahr: Feuerwehrfest und Schützenfest. Das Feuerwehrfest wird erst zur Pubertät interessant, aber der Autoscooter beim Schützenfest hatte es mir angetan.

Während meine Eltern also in der Halle feierten, schlich ich über den Schützenplatz und überlegte mir, wie ich am sinnvollsten mein Schützenfestgeld anlege. Und als ich mir dann ein paar Chips für den Autoscooter kaufen wollte, passierte es. Der Schausteller hatte damals seinen Schäferhund frei vor der Kasse liegen. Keine Ahnung, warum der plötzlich durchdrehte. Vielleicht schlecht geträumt… Auf jeden Fall zerriss mir der Hund den Hemdärmel und biss mir in den Oberarm, bevor der Besitzer ihn zurückreißen konnte.

Als erster am “Unfallort”, mit dem Verbandskasten unter dem Arm, war ein Taxifahrer. Nachdem der erste Schreck verdaut war, die Wunde versorgt und meine Taschen sich vor kostenlosen Fahrchips ausbeulten, ging der lustige Abend für mich weiter. Autoscooter, Kettenkarussell, es war toll. Die Jacke verdeckte auch prima den kaputten Hemdärmel.

Irgendwann waren die Chips verbraucht und ich ging wieder in die Halle zu meinen Eltern. Die Hundeattacke hatte ich zu dem Zeitpunkt längst verdrängt. Das konnte ich schon damals ganz gut…

Dafür hatte der Taxifahrer ein besseres Gedächtnis. Er sah mich zurück in die Halle gehen und wollte nach dem Rechten sehen. Er war es dann auch, der meinen Eltern erklärte, was passiert ist. Zur Belohnung durfte er uns dann auch zur Tetanusimpfung ins Krankenhaus nach Gütersloh fahren, auch damals dürfte eine 16-km-Tour ganz lukrativ gewesen sein.

Ich glaub ja nicht wirklich, daß diese frühkindliche Erfahrung meine jetzige Berufswahl beeinflusst hat. Aber so ganz von der Hand zu weisen ist es auch nicht. Noch heute sind mir die Kollegen am liebsten, die auch abseits der lukrativen Aufträge Herz beweisen. Wir verbringen soviel Zeit an Orten, wo viele Leute unterwegs sind, manchmal auch Hilfe brauchen. Und (jetzt kommt eine geschickte Überleitung zum Anfang des Beitrags… ;) ) zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach sind deutlich mehr als 50% der mir bekannten Kollegen aus ebendieser Kategorie.

Hoffentlich ist Paderborn und Umgebung nicht wirklich das einsame Märchenland…

26 Antworten zu “Mein allererstes Taxierlebnis”

  1. Alexandra sagt:

    Ich hab erst einmal schlechte Erfahrungen mit einem Taxifahrer gemacht – und das war nicht in Deutschland, das war in San Francisco. Allerdings muss man vielleicht dazu sagen, dass ich in meinem ganzen Leben bisher vielleicht dreimal mit dem Taxi gefahren bin – somit sind also etwa 30% aller Taxifahrer Chaoten ;)

  2. die75 sagt:

    also zumindest im Nürnberger / Erlanger Raum gibt es auch kaum negativ Beispiele..

    sind so ziemlich jedes Wochenende 3-4x mit dem Taxi unterwegs und 2x davon ne Strecke um die 20km und da gibt es ganz selten mal iwelche Vollidioten. Selbige lassen sich aber auch ganz gut erkennen :) da steigt man dann schon gar nicht mehr ein… trifft wahrscheinlich manchmal den Falschen aber Erfahrungen sind Erfahrungen….

    1x gabs ne Fahrt die normalerweise so bei 35-40€ liegt sogar für nen 10er und ne CD :) die Fahrerin war aber auch irgendwie anders als der “normale” Taxifahrer

  3. AnjinSan sagt:

    eine einzige ausnahme gabs mal, und das bei doch recht vielen fahrten in den letzteb jahren. dieser ausnahme chaffeur fragte mich bei ner innerstädtischen fahrt in big bielefeld wie man denn zum zielort käme. ziel war eine nicht kleine strasse im randbereich. ist passiert, hat sich nicht wiederholt.

  4. noodle sagt:

    Also ich fahre oft mal Taxi (Südbrandenburg), besonders im Winter und weil ich selbst keine Fahrerlaubnis habe. Ich darf sagen, bis auf ein paar wenige “schräge Vögel” hab ich kaum bis nie schlechte Erfahrungen mit Taxifahrern gehabt.

  5. densie sagt:

    Meine erste Erinnerung: geschätze 120 km/h im Ort, vorbeifliegende Häuser, und ich so von der Rückbank: “Ach das ist witzig, ich will auch Taxifahrer werden!” Man darf raten was ich jetzt bin… Komischer Berufswunsch finde ich mittlerweile, obwohl ich es immernoch ganz gerne mache. Ach ja, noch eine: noch ein paar Jahre vorher, wir leben in einer ländlichen Gegend und kommen nur per Taxi zur Disco (sofern keiner fahren will, und wer will das schon?), damals hatte “meine” Firma noch PKW, heut nur noch VW-Busse, jedenfalls waren wir minimal zuviele, einer lag schon im Kofferraum, ein weiterer kam gerannt und wollte mit, Stimme aus dem Kofferraum: “hier ist noch platz!”. Musik auf der Heimfahrt, zweistimmig: “I´m sittig here in the kofferroooooom”

  6. Paul sagt:

    Hier in Bremen ist es wohl tageszeitabhängig. Tagsüber keinen Grund sich zu beschweren, nachts (insbesondere am Wochenende) durchaus abenteuerlich. Da sind so Dinge wie während der Fahrt in einer mir nicht verständlichen Sprache ins Handy am Ohr reinzubrüllen, irgendwelche üble Charts-Mucke hören und dazu mitsingen oder Kommunikation per Zeichensprache weil der Fahrer der deutschen Sprache nicht mächtig ist ja noch relativ harmlos.

    Weniger harmlos sind 120 laut Tacho in der Stadt (da bin ich aber auch ausgestiegen unterwegs). Oder das konsequente ignorieren aller roten Ampeln inklusive Mittelfinger in Richtung der Ampel selbst und noch einen extra an die an der Ampel wartenden, die ja die Weiterfahrt behindern. Ebenso ausgestiegen. Oder auch – yes, it’s a woman – beinahe Frontalzusammenstoss mit einem entgegenkommenden Taxi, da wir zwecks Kurve schneiden schön auf die Gegenfahrbahn geraten sind.

    Es soll ja Leute geben, die sich bestimmte Autos suchen, ich suche mir mittlerweile bestimmte Fahrer, schont die Nerven.

  7. driver3367 sagt:

    @die75,na dann kuck mal in Erlangen nach den Ordnungsnr. 33 und 67.Da werden Sie geholfen.Sind nämlich meine…..hähä

  8. Ly sagt:

    mein erstes Taxierlebnis, an das ich mich überhaupt erinnere, war ebenso ein notfall, und ebenso ganz ganz früh. Meine schwester hatte mich auf einem Schaukelstuhl so dolle geschaukelt, was ja auch richtig spass machte, das hatten wir oft gemacht mit dem dingen, das ich vorneüberflog ( der stuhl war aus lackiertem glatten holz ) und mit dem Kopf an dem damals noch üblichen Rippenheizkörper landete. das musste genäht werden, und dann kam mein Vater, und fuhr mich ins Krankenhaus.

    nuja, es war eigentlich kein taxi, es war ein funkmietwagen, mein Vater war damals Subunternehmer, es war ein schwarzes Auto mit Trennscheibe, ich mein mal wenigstens so dunkel erinnert das es die Trennscheibe damals hatte zum hinteren Fahrgastraum, das war ja mal eine weile Vorschrift, und wir schrieben etwa das Jahr 1968-69. Funkmietwagen gab es bei uns etwa seit Anfang der 60er, und wir haben heute in unserer Stadt einen Tick mehr Funken als taxen, ein Novum in Deutschland. Jedenfalls kann ich mich noch an den Funk auf dieser Fahrt erinnern, und die Hektik um mich rum

    Mein Vater erzählte mir vor einer weile ein weiteres erlebnis, an das er sich erinnert, ich jedoch nicht, das muss so auch so 1968 gewesen sein, ich war wohl Vier. Mein Vater machte zuhause eine Pause von der Arbeit. Die Zentrale rief an per Tel, und gab ihm einen dringenden Auftrag durch.

    Tja. Der Autoschlüssel von der Funke war verschwunden. Kunde war stinksauer, hat die Bahn verpasst, und ich hab wohl irgendwann den Schlüssel in den tiefsten Ritzen des Sofas rausgefischt, wo ich ihn versteckt hatte da ich nicht wollte das der Herr Papa wegfährt. Oha. ;-)

  9. MacSpi sagt:

    Also meine Erfahrungen mit Taxen sind sehr gemischt. Und ich fahre wirklich viel Taxi.
    Eins vorweg noch, den IMHO besten Service (allerdings eher mit Minicar als mit richtigem Taxi) hat man in Japan und Taiwan.

    Jetzt zu den deutschen Erlebnissen:
    - DD Neustadt ins Taxi gestiegen, 10m später wieder ausgesteigen und Polizie gerufen, der Fahrer war total blau.

    - DD MDR an der Staufenberger, eingestiegen, Fahrer schaut links, schut rechts, fährt dem Auto vor ihm mit Schwung auf.

    - LU Berliner Platz, Taxi gerufen, Taxi kommt, Taxi fährt wieder weg, der Fahrer sprach leider weder Deutsch noch Englisch.

    - MA HBF, mitten in der Nacht, nur 2 Taxen da, beide haben sich geweigert mich zu fahren, die Strecke sei zu kurz (erfahrungsgemäß wirklich nur 5 EUR). Auf Pflichtfahrgebiet hingewiese, beleidigt wurden, Polizei gerufen.

    - DD Bahnhof Neustadt, Zeuge eines Raubüberfalls geworden, das Opfer hat sich an seinem Fahrrad einen echt bösen Schnitt zugezogen und recht stark geblutet. Als Fußgänger hat man nun selten Varbandszeug dabei, also jedes einzelne der 8-10 Taxen die da standen abgeklappert und nach selbigem gefagt, nein, geht nicht – naja, Polizei kam ja sowieso.

    - DO HBF-> Uni, Fahrer biegt gleich am Anfang falsch ab, Fahrt kostet statt um die 18 EUR (ich fuhr die Strecke zu der zeit oft) 30EUR, Streit, Beleidigung und wieder Polizei.

    - S Semicon, Schon 4 mal die Strecke MesseHotel gefahren, kostet etwa 30EUR.
    Fahrer will plötzlich 20EUR “Messeaufschlag”.

    - Insgesamt im gesamten Bundesgebiet mit dem Taxi 5 mal angehalten worden wegen Geschwindigkeitsübertretung.

    - Mehrere male wieder ausgestiegen weil Fahrer oder Auto stanken.

    - Unzälige male Taxi bestellt und selbiges kam einfach nicht.

    Als Konsequenz fahre ich eigentlich wo es geht Minicar. Und der ÖPNV wird so weit es geht genutzt ehe ich in ein Taxi steige.

  10. Nim sagt:

    Hey :)

    Ich hatte bis jetzt keine enorm negativen Begegnungen eher nur mal etwas nervige. An sich fahre ich kaum Taxi, jetzt in zwei Wochen vier mal, immer in Begleitung einer älteren Dame. Da das die aktuellsten sind gehe ich mal auf die ein:
    Nr. 1 nahm der älteren Dame die Gehilfe einige Meter vor dem Taxi weg. Und promt saßen wir im Taxi erzählte er auch, dass wir es wohl kaum zum Termin schaffen könnten, da soviele Defekte auf der Straßen. (Schlussendlich waren wir 15 Minuten zu früh. ) Klar, viele Leute haben keine Erfahrung mti alten Menschen aber a; Gehilfe nimmer man einem Menschen nie weg und b; soviel altes Menschenwissen sollte man haben, dass die sich leichter mal beunruhigen lassen.
    c; sein Fahrstil war leider grausig, wäre ich ein anderer Fahrer gewesen, hätte ich nur über ihn geflucht. Das Argument, dass wir deshalb schnell waren geht auch nicht, waren wir nämlich nicht – die Rückfahrt verlief kürzer und günstiger.
    Nr. 2 War in Ordnung, meinte allerdings es wäre unmöglich ein “niedriges” Taxi zu bestellen, da die Zentrale nicht weiß mit welchem Taxi sie redet. Stimmt das wirklich? Kann die Zentrale nicht mit ihren Fahrer kommunzieren in welcher Art Auto er sitzt? (Limosine oder doch eher was hohes zb. ). Das wäre kein Manko der Fahrer sondern der Zentrale ;)
    Nr. 3 war soweit auch gut, nicht zwingend mein Fahrstil aber das ist Geschmackssache, dafür hatte er einen angenehmen Umgang mit altem Menschen :)
    Nr. 4 Nervig! Begann plötzlich zu reden, nonstop, und erzählte alles. Und war nicht zu stoppen. Tut mir leid, aber mich interessieren neue Matratzen oder die Hirnschläge fremder Kollegen (er führte kurz ein privat Telefonat und nacher kam das über seinen Kollegen. ) nicht so sehr.

    In Summe fahre ich nicht enorm gerne Taxi, warum kann ich gar nicht sagen, hatte schon genügend positive Erfahrungen. Die negativen beruhen sicher eher auf Großstadt, denke ich mal.

    Wünsche dir gutes Weiterkommen :)

  11. Schlafzimmer Blog sagt:

    Jetzt abhänig von dem Artikel, ich habe den Eindruck die Leser sind gerade in diesem Fall fast nur andere Taxifahrer :)

  12. Ly sagt:

    @ Nim:

    Nr 2:

    ich kenne es von beiden Seiten, von Zentrale-Seite und Fahrer-Seite.

    es ist in großen Städten tatsächlich oft für den Zentralisten schwierig, ein niedriges Auto auszuwählen, also eine Limousine. Sehr häufig kennen Zentalisten auch nicht die Fahrer und damit die Autos persönlich, der Kontakt läuft nur über Funk, wenn überhaupt. Hier helfen dann nur Listen mit den Daten, aber je nach Zentrale sind das bis ein paar Hundert Autos ( teils vierstellig sogar) die eingepflegt werden müssen, zudem kommen Fahrzeugwechsel vor.

    Dazu kommt, das inzwischen sehr normal in Großstädten, dass das vermitteln der Fahrt nur über Datenfunk läuft, per Satelitt wird der Standort des Fahrzeuges ermittelt, das der Kundenadresse am nächsten ist, vereinfacht gesagt, und dann automatisiert als Text die Zieladresse auf ein Display gegeben. Da gibt es gar Taxis, die haben teils noch nicht mal mehr Sprechfunkkontakt zu einer der Vermittlungszentralen.

    Hier ist es dann, je nach System, durchaus machbar, Großraumfahrzeuge bei der Vermittlung auszuschließen. Vieleicht kann noch differenziert werden zwischen Großraum 6er, also Touran, Sharan, die nicht ganz so hohe Einstiege haben, und 8er, wie zb Mercedes Vito, die tatsächlich sehr hoch sind.

    Aber unter den normalen Taxen dann noch zu differenzieren, dann wirds schwierig, da ist dann die Sitzhöhe einer E-Klasse oder einem VW-Passat niedrig, und die Sitzhöhe der Mercedes-B-Klasse etwas höher, aber als Fahrzeuge mit 4 Personen max an Zustieg entsprechen sie einer Kategorie.

    Die stehen jetzt zb am Taxistand durcheinander in einer Reihe und warten auf Fahraufträge, die nächste Fahrt wäre für den ersten in der Reihe, wie will man da noch unterscheiden.. Vieleicht kann man als Zentralist, bei 30 Autos die insgesamt vermittelt werden, per Funk nochmal explizit nachfragen, nach besonders niedriger Sitzhöhe, aber wie will man das machen sind es 100, 300, oder mehr Fahrzeuge, denen Fahrten zu vermitteln sind. Zudem teils ohne Sprechfunk, und wenn in Spitzenzeiten das Telefon nur klingelt und es kaum Atempausen gibt.

    Dazu kommt dann noch eine Besonderheit, die zu beachten ist. Rollator-Kunden wollen nicht per se eine niedrige Sitzhöhe. Bis auf die 8er Busse ist es manchen schlicht egal wie hoch die Sitzhöhe ist, andere wollen im Gegenteil zu deinem Wunsch keine niedrige Sitzhöhe, weil man da “reinplumst” und wiederum schwieriger raus bzw hochkommt als zb bei einer B-Klasse oder einem Touran.

    Was man also machen kann als Kunde ist, bei Bestellung in größeren Städten zu betonen, das man keinen Großraum möchte, das sollte machbar sein.

    Ansonsten kann ich nur den Tip geben, das der ältere Fahrgast sich beim Einsteigen mit dem Rücken zum Sitz dreht, sich langsam nach hinten ( zum Sitz hin) absenkt, das klappt immer am besten, und dann einfach die Füße reindreht ins Auto, sobald er sitzt. ( beim einsteigen auf den Kopf achten, bzw hand drüber halten). Ebenso funktioniert der Ausstieg am besten. So gesehen und gemacht erweisen sich die leicht höheren Fahrzeuge wie B-Klasse sogar häufig als etwas komfortabler für den älteren Kunden.

    Was Punkt 1 angeht: sich den Rollator nicht wegnehmen lassen von einem sehr eifrigen Fahrer ;-)

  13. Computerfuzzi sagt:

    Oh, mein erstes Taxi-Erlebnis war doof :) .. Lag aber auch an den Umständen. Ich, kleiner Junge, vielleicht 7 oder 8 Jahre alt, hatte mir beim Baumhausbauen gerade fröhlich das rechte Handgelenk gebrochen. Als schlauer Junge mache ich sowas aber ja nicht irgendwo sondern unweit des örtlichen Ärztezentrums, so dass ich flink zum Onkel Doktor rüberwandern konnte, welcher ein Taxi bestellte, das mich zum Krankenhaus bringen sollte. Der Taxifahrer lud mich dann auch in seinen Wagen, fuhr ein paar Meter und hielt dann die Hand auf. 5 Mark wollte er haben, sonst würde er mich wieder auf die Straße setzen und ich könnte zu Fuß gehen (waren ja nur 10 Kilometer zum Krankenhaus). Ich war total verschüchtert und ließ mich zu mir nach Hause fahren, wo ich dann die geheime Spardose meiner Mutter knackte (Eltern waren beide nicht daheim und nicht telefonisch erreichbar, Handys gabs da noch nicht ;) ) um dem Fahrer sein Geld zu geben.

    Sonderlich nett fand ich den jetzt nicht. Heute würde man wohl “verklagen” brüllen. Dafür waren fast alle Fahren die ich in den diversen späteren Jahren hatte teils sehr nett, teils etwas chaotisch – aber nie doof. Die eine Fahrerin hatte sich mal so ins Schwärmen über ihre Taxifahrerzeitschrift vertieft, dass sie mich ins falsche Dorf kutschierte und dort sehr rot wurde, als ich eine der seltenen Atempausen nutzen konnte, ihr zu erklären, dass sie irgendwie falsch gefahren ist ;) . Einem anderen Fahrer habe ich dann freundlich erklärt, dass die tollen Internetseiten, auf denen sein Sohn immer die neuen Filme bekommt, nicht so ganz legal sind. Man kommt schon ins Fachsimpeln, wenn man sich als computerfuzzi von der Arbeit abholen lässt. Dafür hat der Fahrer damals von mir nicht nur die Adresse dieses Blogs bekommen und den kostenlosen Ratschlag mit den Seiten seines Sohnes sondern am Tag darauf auch noch eine ausführliche Computerberatung, als er mich dann als Kunde aufsuchte :) .

  14. Knut sagt:

    Huhu,

    fahre oft in Kiel mit einem großen Taxi-Unternhemen (der mit den vielen 7 in der Nummer). Sie fahren fast nur neue Mercedes E-Klasse, Autos sind immer gelekt und die Fahrer sprechen Deutsch, sind Freundlich und eine fahrt kostet über 2 Jahre hinweg +-20 Cent pro Fahrt. Mittlerweile halte ich gezielt nach diesen Taxen ausschau und rufe auch nur diese an. Selbst zur Kieler Woche kommen sie pünktlich zur genannten Zeit (warten muss man trotzdem). Ob 3 oder 10 EUR sie nehmen einen immer mit.

    Lieben Gruß

    Stephan

  15. anonym sagt:

    Wie ich schon mal an ganz anderer Stelle bemerkt habe: Mit den allermeisten Taxifahrern gibt es keine Probleme. Ich fahre seit mehr als dreißig Jahren als Fahrgast mit der Taxe (fast ausschließlich in Berlin), habe inzwischen also mehrere hundert Fahrten oder sogar mehr absolviert. Die wenigen Fahrer, die da negativ auffielen, sind dabei nicht der Rede wert. Wobei man sich natürlich auch noch selbstkritisch fragen darf, ob man, wenn es mal ein Problem mit dem Fahrer gab, selbst immer richtig reagiert hat.
    Also, zur Beruhigung: Meine (wie ich denke: realistische) Rückschau offenbart eigentlich so gut wie nur Positives über Taxifahrer.

  16. Steffen sagt:

    Ich fahre auch oft Taxi. Häufig im Ausland, wobei mir die Türkei immer wieder negativ auffällt. Dort sind 120 in der Stadt normal. Wir wurden auch schon von der Polizei angehalten, weil der Fahrer auf dem Standstreifen am Stau vorbei wollte….

    Letztens hatte ich einen netten, älteren selbständigen Fahrer, mit dem ich über seinen 124er T-Modell fachsimpelte.

    In Polen ist es manchmal abenteuerlich in welchem Zustand die Fahrzeuge sind.

    Aber Hagen….
    In Hagen ist irgendwie alles anders! Neben dem hässlichsten Bahnhof ist ein Chaotischer Taxistand. Wenn ein Fahrer so gnädig war mich zu befördern, hat niemand mir geholfen mein Gepäck einzuladen. Im allgemeinen wurde telefoniert während der Fahrt. 70km/h im Ort kamen auch schon vor.

    Ich kann mich nur anschließen, in Japan ist Taxifahren am angenehmsten. Wobei ich bei meinem Stammtaxi hier zu Hause auch nichts zu meckern habe. Autos sind sauber, Fahrer höflich und man kennt sich…

    Steffen.

  17. Hobbytrucker sagt:

    Zählt die Trucker-Weihnacht nicht zu den Ereignissen in Kaunitz?

  18. Torsten Bentrup sagt:

    Hobbytrucker: Zählt die Trucker-Weihnacht nicht zu den Ereignissen in Kaunitz?

    Oh, natürlich. Wie konnte ich das vergessen. Da hab ich sogar meine einzige Promi-Fahrt bisher hin gemacht: Truck Stop!

    Aber zur Zeit meiner Geschichte gab es dieses Ereignis noch gar nicht!

  19. Tiffy sagt:

    Torsten Bentrup:
    Oh, natürlich. Wie konnte ich das vergessen. Da hab ich sogar meine einzige Promi-Fahrt bisher hin gemacht: Truck Stop!

    Waren die Truck Stops denn zuvorkommend?

  20. maik sagt:

    Klar Tiffy, so wie alle Lkw – Fahrer :-)

  21. Torsten Bentrup sagt:

    @Tiffy: Zu mir ja, zum an einer engstelle entgegenkommenden Taxifahrer dann weniger, aber den mochte ich auch nie! :D

  22. Max_Angeln sagt:

    Ich fahre immer in München Taxi und habe bisher noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.
    Ausserdem hebe ich mir von manchen Taxen die Namen auf, wenn ich besonders zufrieden war.

    Ich versuche dann auch diese Fahrer wieder zu bekommen.

  23. Alf sagt:

    Kann dir da mit deinem Beitrag eigentlich auch nur zustimmen ich glaube kaum das 50% deiner Kollegen solche Trottel sind. Den ich habe bisher zwar schon einige Fälle erlebt (aber vllt liegts ja auch an der Gegend^^) die viel zuspät, unfreundlich und abzocker waren. Aber im großen und ganzen sind Taxifahrer ein sehr nettes und liebenswertes Volk xD.

    Auf 100 Taxifahrten kommen vielleicht 9 Negative. Das ist in mansch anderen Berufsgruppen eine Traumqoute. ;-)

  24. Torsten Bentrup sagt:

    @Alf: Einer der bisherigen Therapieerfolge ist auch eine positivere Sicht auf die Dinge, die mich betreffen. ;) Von daher geb ich Deiner Quote einfach mal recht.

    Ist halt eine Binsenweisheit: Die negativen Erlebnisse bleiben länger present, werden lieber weitererzählt und wenn dann auch noch die äußere Erscheinung (Taxischild auf vorzugsweise E-Klasse in Hellelfenbein) eine nicht vorhandene Homogenität der Branche suggeriert, entstehen schnell die Vorurteile von den “doofen Taxifahrern”.

  25. Daniel sagt:

    Bei uns gibts Taxis in allen Farben, warum weiss ich nicht, aber viele wundern sich drüber die nicht aus Osnabrück kommen…
    Bin gestern Abend auch Taxi gefahren, war ein kleiner Umweg den der gefahren ist, aber obs daran lag das er nicht so recht wusste wo meine Seitenstrasse ist oder er noch n bisschen Geld verdienen wollte weiss ich nicht ^^

  26. DerDieDas sagt:

    bin gestern mit einem Kollegen gefahren….
    Nicht das ich mich im dem neuen Mercedes nicht sicher gefühlt hätte, allerdings dachte ich mir bei 160 kmh auf der Landstraße sagst du ihm doch mal er solle langsamer fahren. Noch dazu sind auf dieser Strecke erst an Fastnacht 2 Menschen ums Leben gekommen.

Kommentar schreiben