taxi-blog.de http://www.taxi-blog.de/wordpress Night on Earth, every night... Wed, 17 Mar 2010 15:54:17 +0000 http://wordpress.org/?v=2.9 en hourly 1 Quizfrage http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2456/quizfrage-3/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2456/quizfrage-3/#comments Wed, 17 Mar 2010 15:54:17 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2456 Was haben alle diese Dinge gemeinsam?

Tsatsiki
Rohkostsalat
Möhrensalat
Bohnensalat
Griespudding
Joghurt mit Fruchtzubereitung
Körniger Frischkäse
Johannisbeeren
Cornflakes
Quark
rohe Möhren
Tomaten
Oliven(öl)
Bierwurstaufstrich
Leberwurst
Marmelade
Nußnougatcreme
vegetarischer Brotaufstrich “Korso-Art”
Buttermilch
Tofu in allen Varianten

Die Auflösung folgt nach dem Weiterklick:

Alle diese Lebensmittel habe ich bis vor rund zwei Wochen so vehement abgelehnt, daß ich nicht einmal bereit war, sie auch nur zu probieren. Meist schon aus optischen Gründen. Bevor ich “sowas” esse, esse ich lieber nichts.

Dann bekam in der Gruppenernährungstherapie eine Mitpatientin die Aufgabe: “Probieren Sie doch das und das einfach mal aus. Vielleicht schmeckt es ihnen ja doch!” und ich hab mich da mal drangehängt und mir selbst auch das gleiche Ziel mit meinen Hasslebensmitteln gestellt.

Okay, das meiste davon wird es nicht in meine Riege der Lieblingslebensmittel schaffen. Aber immerhin, nichts davon war auch nur annähernd so eklig, daß ich das probieren bereut habe.

Tschakka! Therapieerfolg! :D

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Last days of BadÖ… http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2497/last-days-of-bado/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2497/last-days-of-bado/#comments Tue, 16 Mar 2010 16:55:16 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2497 Tja, Donnerstag ist es soweit… Zehn kurze Wochen in der Klinik am Korso gehen dem Ende entgegen…

Ein komisches Gefühl. Auch wenn in der Klinik das Wortspiel vom “Nest” in den letzten Wochen mehr als ausgereizt wurde: Es fühlt sich komisch an, wieder in den Alltag zurückzukehren.

Zu verdanken ist das schlicht den tollen Menschen, die ich hier kennengelernt habe. Da sind Freundschaften entstanden, die Bestand haben werden.

Und auch wenn da eine gewisse Traurigkeit vorhanden ist, weil man diese Menschen eben nicht mehr täglich sondern nur noch alle paar Wochen, Monate, Jahre sehen wird:

Ich freu mich auf zuhause, das Leben!

PS: Danke, daß Ihr mit dabei wart!

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Verdammt Halsbrecherische Seminartitel http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2473/verdammt-halsbrecherische-seminartitel/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2473/verdammt-halsbrecherische-seminartitel/#comments Sat, 13 Mar 2010 17:11:37 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2473 Zumindest interpretiere ich die Abkürzung VHS hier in BadÖ so. Wahrscheinlich hat da irgendwann mal ein Verantwortlicher den Kurs: “Wie mache ich mich durch Plakate zum Vollhorst?” besucht.

Am schrägsten finde ich diesen hier:

Hilfe

Mein erster Gedanke:

“Oh, ein Autounfall! Ich brauch meine Globuli!”

Der nächste ist dagegen schon fast harmlos…

Hier kommt die Sonne

“Bürger machen Sonnenstrom”

Und ich hab echt immer gedacht, das man dafür Photovoltaikanlagen bräuchte. Aber macht mal.

Allerdings würde es mich wundern, wenn da nicht handfeste kommerzielle Interessen mit diesem Vortrag verbunden wären. Die “Energieagentur NRW” ist nichts anderes als “Prisma Consult GmbH” und plötzlich klingt der Name nicht mehr ganz so öffentlich-rechtlich-seriös. Ich würde jedenfalls sehr vorsichtig sein, was die mir da empfehlen wollen. Bauchgefühl, speziell nach den aktuellen Kürzungen der schwarz-gelben Katastrophen in Sachen Solarförderung.

Sind Eure VHSen eigentlich auch so kreativ? Dann schreibt mal!

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Co-Abhängigkeit http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2467/co-abhangigkeit/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2467/co-abhangigkeit/#comments Thu, 11 Mar 2010 17:09:02 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2467 Heute mache ich es mir mal ganz einfach und hole den Kommentar von Andy auf den alten Eintrag “Von Moral und so” nach vorne. In meinem Eintrag ging es um Besorgungsfahrten mit Suchtmitteln, per Taxi wird halt auch oft Alkohol geordert. Den Kommentar eines direkt durch Co-Abhängigkeit betroffenen Menschen finde ich wichtig, aber halt auch kontrovers diskutierbar. Wo hört die Verantwortung eines Dienstleisters auf?

Für mich habe ich inzwischen das Fazit gezogen, daß ich mich nur in Extremfällen aktiv einmischen würde und dem Kunden Hilfe anbiete. Wenn, wie im unten geschilderten Fall, allerdings schon klare Ansagen vom Sohn gekommen sind, geht nichts mehr. Dann müssen sich eben die Mitbewerber die Finger schmutzig machen, da ist mir mein Gewissen wertvoller.

“Hallo Liebe Fahrer und Schreiber.

Dieser Bericht trifft es nur zu gut. Nur frage ich mich, wo die Moral von den Taxiunternehmen und den Fahrern bleibt… und ob man wirklich nichts dagegen machen kann!?!

Meine Mutter ist so eine Alkoholikerin, zu fertig noch irgendetwas zu schaffen. Dann “ertappe” ich einen Fahrer, der ihr den Alk bringt und will ihn ansprechen darf ich mich noch aggressivst anbrüllen und beschimpfen lassen. Dann ruft man das Taxiunternehmen an, beschwert sich und nix passiert. Denn der betreffende Fahrer erzählt seine Lügengeschichte und gut ists. Das Taxiunternehmen das liefert sagt erst zu, ihr nichts mehr zu bringen und am nächsten Tag stehen wieder drei Flaschen Cognac hier. Jeden zweiten Tag kommt der Notarzt wegen ihr, jeden zweiten Tag das Ordnungsamt, die Nachbarn werden terrorisiert wenn man kein Taxi kommen kann … Tag & Nacht. Meine Freundin und ich werden terrorisiert. Das kanns doch nicht sein. Was ist das für eine Moral? Was ist das für ein sch*** Verhalten?

Ich danke denjenigen hier, die moralische Bedenken äußern und denjenigen die in so einem Fall keine Alkohol etc liefern. Ihr verdient meinen Respekt. Allerdings halte ich auch diejenigen die dennoch liefern würden gleichwertig mit denen, die ihre Frau lieber krankenhausreif schlagen weils ihnen Spaß macht.

Vielleicht bekommt man ja hier Gehör und ein wenig Verständnis von der Branche für denjenigen Sohn, der als Co-Abhängiger ohnmächtig zuschauen muss, wie geldgierige und moralisch verwerfliche Unternehmen das Leben dieser Menschen und Familien zur Hölle machen!”

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Danke! http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2440/danke-2/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2440/danke-2/#comments Sun, 07 Mar 2010 16:53:24 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2440 Puh, das nenn ich mal eine großartige Rückmeldung! Herzlichen Dank an Euch alle, auch für die vielen Komplimente!

Die Brille ist jetzt genau so bestellt. Randlose Modelle fielen bei meiner Sehstärke, bzw. Sehschwäche leider pauschal raus. Dafür müssten es Kunststoffgläser sein und die werden dann an den Rändern deutlich dicker als bei Mineralglas. Sieht scheiße aus…

Zum Gewicht noch ein paar Worte: Laut Waage sind noch 25-30 Kilo nötig, um in den Richtigwohlfühlbereich zu kommen. Das werd ich bis Ende des Jahres schaffen. Was natürlich nichts daran ändert, daß jetzt schon mein Leben hundertmal besser ist (schon aus rein technischer Sicht) als in den Jahrzehnten zuvor.

Im Moment versuche ich grade, Psyche und Körperformen in Einklang zu bringen. Der Kopf versucht gern noch, alte Dinge hochzuhalten: meide enge Stühle, Durchgänge und ähnliches. Wenn man das weiß und drauf achtet, macht es einfach auch unglaublich Spaß, alles neu zu “eichen”. Die Erfahrung, daß die vor einem Jahr noch verhassten Bistrostühle superbequem sind. Das man im Bus mit einem Platz auskommt. Alles solche Dinge, die mir täglich passieren und richtig gut tun. Sehr geil!

Daneben passiert hier momentan ganz viel im Themenkomplex Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstfürsorge. Ganz viel “selbst” also, wo früher wenig bis nichts vorhanden war.

Mein Leben hätte ganz übel kippen können, wenn ich nicht ein paar echte Freunde, einen für mich perfekten Job und auch diese Blog gehabt hätte.. Dinge, für die ich nie kämpfen musste. Sonst hätte ich sie auch nicht.

Einer der übergeordneten Dinge aus meiner Vergangenheit. Ich war immer der rücksichtsvolle Typ, der anderen den Vortritt gelassen hat und sich selbst hintenangestellt hat. Da arbeite ich jetzt auch an einer Justierung, der gesunde Egoismus.

Und tatsächlich komme ich auch so ein wenig an die Ursachen ran. Schwere Sache, aber auch da lohnt die Arbeit. Grade für mich, eine Verhaltensänderung fällt mir einfach viel einfacher, wenn ich auch die Gründe für das falsche Verhalten erkannt habe.

Fazit, running gag und Klinikinsider: “Es geht mir gut!” ;)

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Umarmung http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2441/umarmung/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2441/umarmung/#comments Sun, 07 Mar 2010 13:31:07 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2441 Ab und zu muß ich ja mal wieder auf meinen “Klick-Fetischismus” hinweisen.

Also, klickt mal:

(Direktumarmung, via Werbeblogger.de)

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Mal ne blöde Frage http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2426/mal-ne-blode-frage/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2426/mal-ne-blode-frage/#comments Fri, 05 Mar 2010 16:35:01 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2426 Was haltet Ihr eigentlich von dieser Brille? Steht mir die?

Des Taxifahrers neue Brille?

Das Preisschild am Ohr dürft Ihr Euch natürlich wegdenken… ;)

Meine derzeigen Gläser (siehe Impressum) trage ich schon seit DM-Zeiten und so langsam bin ich die kleinen, runden Gläser leid.

Das ist übrigens auch typisches Klinik-Verhalten. Kaum einer geht hier ohne einschneidende optische Veränderungen raus. Und damit meine ich nicht nur die Gewichtsveränderungen nach oben oder unten. Nein, auch die Frisöre und Tatoo/Piercingläden der Umgebung verdienen sich eine goldene Nase an uns.

Oder in meinem Fall: die Optiker! Morgen fällt die Entscheidung.

PS: Apropos Frisöre… Kommentare über die doofe “Frisur” werden gnadenlos gelöscht!

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Zweistellig http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2419/zweistellig/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2419/zweistellig/#comments Thu, 04 Mar 2010 16:36:56 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2419 Nur mal so zur Info: die Rentenversicherung ist ihrer Linie treu geblieben.

Die Zusage zur Verlängerung kam wieder am eigentlichen Abreisetag. Und ich darf noch die nächsten zwei Wochen hier bleiben!

Tschakka! ;)

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Einfach irre http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2409/einfach-irre/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2409/einfach-irre/#comments Wed, 03 Mar 2010 17:05:08 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2409 Als ich Anfang Januar hier in die Klinik “eingezogen” bin, hab ich mich eigentlich recht gesund gefühlt. Seitdem fühle ich mich von Woche zu Woche “kaputter”. Auf eine sehr gesunde Art allerdings. Klingt paradox, ist aber logisch. Vorher war da oft nur ein diffuses “kann ich nicht/will ich nicht/trau ich mir nicht zu”, ich war damit unzufrieden aber habe es nicht als Problem erkannt, daß mich in meinem Leben einschränkt. Wollte es oft auch unbewusst nicht erkennen.

In den letzten Wochen war es immer der gleiche Ablauf: ich entdecke ein merkwürdiges Verhaltensmuster, eine Blockade, manchmal wurde ich auch von Mitpatienten drauf aufmerksam gemacht. Dann überlege ich und suche nach Gründen und Lösungsmöglichkeiten. Und kommt einfach selbst nicht drauf. Sehr zermürbend.

Und dann geh ich mit einer kleinen Geschichte, einem Erlebnis, bei dem ich mal wieder nicht über meinen Schatten springen konnte, zu unserem Therapeuten und innerhalb weniger Minuten hat er genau die Fragen gestellt, die mir die Lösung bringen. Oder einen Ansatz. Oder eine Erklärung.

Ich hätte nie gedacht, daß es so einen Unterschied machen kann, wenn man einem “Profi” gegenübersitzt. Der Unterschied ist riesig…

Vor ein paar Wochen war meine Meinung zur Psychotherapie eher gespalten. Ich hab mich immer schon für die Fragen nach dem “warum” im menschlichen Verhalten interessiert, viel dazu gelesen und kenne auch durchaus die üblichen Vorgehensweisen, um solche Verhaltensmuster “umzuprogrammieren”.

Im letzten Jahr habe ich da auch einige Erfolge in der “Eigentherapie” gehabt und vieles richtig gemacht. Ein Grund dafür, daß ich den Therapeuten hier keine großen Sprünge mehr zugetraut habe. Ich weiß ja eigentlich, wie es richtig geht, muß mich nur überwinden. Scheiß auf irgendwelche Erlebnisse in der Vergangenheit, wichtig ist es, die Zukunft zu meistern.

Erst jetzt merke ich, wieviel kleiner die Hürden für mich werden, wenn ich auch die Ursachen finde und bearbeite.

Und das ist mal ein richtig gutes Gefühl!

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(K)Urlaubsvertretung? http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2385/kurlaubsvertretung/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2385/kurlaubsvertretung/#comments Sat, 27 Feb 2010 15:58:22 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2385 Moin zusammen, es ist mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen aus BadÖ! :D

Tja, das war es auch schon. Viel Neues gibt es nicht zu vermelden. Mein Heimatbesuch, hier im Setting nennt man das Rea-Training, ist prima verlaufen. Die Arbeit an mir selbst macht Fortschritte und damit bleibt als Fazit: Alles ist gut (und wird noch besser)!

Und damit Euch die nächsten Tage (wenn die Verlängerung durchgeht sinds nächsten Donnerstag noch zwei Wochen, ansonsten ist am Donnerstag schon Schluß) nicht zu langweilig werden, hab ich das freundliche Angebot von Andreas, doch mal etwas aus seinem Alltag “auffem Dorf” zu berichten angenommen.

Dann soll er sich mal selbst vorstellen, die ersten Geschichten kommen dann in den nächsten Tagen:

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Hallo liebe Lesergemeinde,

wie wir ja alles wissen befindet sich Torsten derzeit immer noch in Kur.

Gut für ihn, langfristig auch für uns, schließlich dient es ja dem Erhalt seiner Arbeitskraft und somit für Lesestoff. Kurzfristig fehlt aber genau dieser :(

Nachdem ich nun endlich am Ende (oder doch eher dem Anfang?!) des Blogs angelangt bin, hab ich vielleicht die Lösung gefunden, leider nur für Euch und nicht für mich, denn viele der kommenden Geschichten kenne ich ja schon, schließlich sind sie von MIR. ;)

Denn auch ich bin Taxler, nur eben nicht in Paderborn, sondern in Weinheim. Für die, die Weinheim nicht kennen:

Mittelgroße Stadt, ca. 40.000 Einwohner, bei Heidelberg und Mannheim.

Ebenso wie Torsten bin ich Nachtfahrer, kenne aber auch die Tagschicht zu genüge und springe dort auch immer mal wieder ein. Unter der Woche ist es etwas ruhiger, an den Wochenenden geht es aber dann auch meist rund, ebenso gibt es natürlich auch hier immer wieder zahlreiche Großveranstaltungen.

Briten haben wir keine, dafür Amerikaner. Denn eine der Attraktionen hier am Wochenende ist die Diskothek DOWNTOWN, durchaus überregional bekannt, viele Gäste nehmen rund 100km Anfahrt in Kauf. Leider mit eigenem Fahrzeug. ;) Hauptziel- und Besuchergruppe sind die Amis aus den umliegenden Kasernen (Mannheim/Viernheim/Heidelberg/etc.).

Zweite große Wochenendattraktion ist das SCHABERNACK, eine Mischung aus Kneipe und Disko, schon eher mein Geschmack. KEINER mag es, JEDER ist dort ;) Es wird immer über das platte Niveau gelästert, außerdem seien da ja nur Dorfprolls und überhaupt…. Trotzdem ist es der klassische Versacker, und auch viele gehen dort mit Vorsatz hin. Ich mags, denn es ist einfach irgendwie „ehrlich“, es ist kein literarisches Quartett in dem man heimlich aus dem Flachmann nuckelt, sondern eben ein Sauf- und Partyschuppen ;)

Somit haben wir von jeder Klientel etwas und erleben hier auch so ziemlich alles denkbare, von der Omma die zum Bahnhof muss, über langweilige Flughafentransfers, über Besorgungsfahrten aller Arten, Lebens- und Sinnkrisen, bis hin zu allen möglichen Totalausfällen.

Fragen zu meinen Beiträgen jederzeit gerne an Taxi@wolff-services.com (MEINE private Emailadresse, ansonsten ungenutzte Domain).

Bleibt mir nur noch das Wochenende für die ersten Geschichten abzuwarten und Torsten weiterhin angenehmes Kuren zu wünschen.

So long

Andreas

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Tja… http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2366/tja/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2366/tja/#comments Sat, 13 Feb 2010 14:33:43 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2366 Vor ein paar Tagen hab ich hier noch geschrieben, daß ich mich zwischen sechs und acht Wochen Reha-Dauer entscheiden muß. Die sechs Wochen wären am kommenden Donnerstag beendet und inzwischen ist die nächste Verlängerung geplant, auf die acht Wochen sollen noch ein paar draufkommen.

Die letzte Woche war heftig für mich. Viereinhalb Wochen habe ich gedacht, daß ich hier nicht mehr als Sport und Ernährungsberatung mitnehmen kann. Das ganze psychotherapeutische Angebot schien mir für mich nicht passend. Die Waage gab mir ja recht, die Essstörung habe ich im Griff und an die Gründe würde ich wohl eh nie rankommen. Ich war viel zu jung damals und dreißig Jahre sind eine lange Zeit. Blick nach vorn und die Zukunft wichtig nehmen war die Devise. Okay, in Sachen Gewicht ist die Devise immer noch richtig.

Aber da ist ja mehr. Die paar Psychoprobleme, die ich noch mit mir rumschleppe kriege ich auch irgendwann in den Griff. Je leichter ich werde, desto leichter werden auch die anderen Probleme. Dachte ich…

Was mir dann leider erst Anfang letzter Woche klar geworden ist: Die therapeutischen Angebote in dieser Klinik helfen nicht nur, die Ursachen von Essstörungen zu erkennen und aufzuarbeiten. Sie können auch bei der Bewältigung der daraus entstandenen, aber nicht offensichtlich damit zusammenhängenden Problemen helfen.

Und damit bin ich jetzt erstmal heftigst beschäftigt. Und hoffe, daß die Rentenversicherung der Verlängerung zustimmt. So geballte Kompetenz krieg ich sonst so schnell nicht wieder auf dem silbernen Tablett serviert… Drückt mir die Daumen!

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Mein allererstes Taxierlebnis http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/1592/mein-allererstes-taxierlebnis/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/1592/mein-allererstes-taxierlebnis/#comments Fri, 05 Feb 2010 16:08:14 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=1592 Und noch ein fast verschollener Eintrag. Vermutlich habe ich den mal geschrieben, als auffallend viele negative Berichte über Taxifahrten und -fahrer von Euch in den Kommentaren erschienen.

Vorhang auf!

Vielleicht lebe ich ja wirklich in einer rosaroten Märchenwelt. Aber irgendwie will mir nicht so recht einleuchten, warum so unglaublich viele Menschen so schlechte Erfahrungen mit unserem Berufsstand gemacht haben. Und üblicherweise dann auch noch gleich mit der Mehrzahl der Kollegen. Ich bestreite ja nicht, daß es viel zu viele Deppen unter den Kollegen gibt, aber mehr als 50% ist schon ein Armutszeugnis (wenn die berichteten Erlebnisse nicht maßlos übertrieben sind).

Vielleicht ist Paderborn und die umliegenden Dörfer auch wirklich das Märchenland und es ist einfach überall anders so schlecht wie berichtet. Und wenn ich nur meine Erlebnisse mit Frankfurter Taxen als Maßstab nehmen würde, wäre ich auch der Verzweiflung nahe: 2 Fahrten, 1 übel gelaunter Fahrer und 1 versuchter Betrug. Aber immerhin beide mit ordentlichem Fahrstil.

Davon abgesehen hatte ich immer das Vergnügen, eine ordentliche Dienstleistung zu bekommen. Ob in Würzburg, Gütersloh, Verl, Bielefeld oder natürlich in Paderborn (aber das gilt nicht, die kennen mich ja…), ich hätte nie eine schlechtere Gesamtnote als 2+ verteilen können.

Aber eigentlich wollte ich ja von meiner allerersten Taxierfahrung berichten.

Wir schreiben das Jahr 1977. Oder 1978. Wir befinden uns in Kaunitz, ein kleines Dorf im Dreieck zwischen Paderborn, Bielefeld und Gütersloh. Damals mußte man auf Briefe allerdings noch 4837 Verl II schreiben, wenn man Kaunitz meinte. Wenig später sollte ich übrigens auf dem dortigem “Hobbymarkt” meine ersten Erfahrungen als Kaufmann machen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls war und ist Kaunitz ein Kaff. Es gibt genau zwei Ereignisse im Jahr: Feuerwehrfest und Schützenfest. Das Feuerwehrfest wird erst zur Pubertät interessant, aber der Autoscooter beim Schützenfest hatte es mir angetan.

Während meine Eltern also in der Halle feierten, schlich ich über den Schützenplatz und überlegte mir, wie ich am sinnvollsten mein Schützenfestgeld anlege. Und als ich mir dann ein paar Chips für den Autoscooter kaufen wollte, passierte es. Der Schausteller hatte damals seinen Schäferhund frei vor der Kasse liegen. Keine Ahnung, warum der plötzlich durchdrehte. Vielleicht schlecht geträumt… Auf jeden Fall zerriss mir der Hund den Hemdärmel und biss mir in den Oberarm, bevor der Besitzer ihn zurückreißen konnte.

Als erster am “Unfallort”, mit dem Verbandskasten unter dem Arm, war ein Taxifahrer. Nachdem der erste Schreck verdaut war, die Wunde versorgt und meine Taschen sich vor kostenlosen Fahrchips ausbeulten, ging der lustige Abend für mich weiter. Autoscooter, Kettenkarussell, es war toll. Die Jacke verdeckte auch prima den kaputten Hemdärmel.

Irgendwann waren die Chips verbraucht und ich ging wieder in die Halle zu meinen Eltern. Die Hundeattacke hatte ich zu dem Zeitpunkt längst verdrängt. Das konnte ich schon damals ganz gut…

Dafür hatte der Taxifahrer ein besseres Gedächtnis. Er sah mich zurück in die Halle gehen und wollte nach dem Rechten sehen. Er war es dann auch, der meinen Eltern erklärte, was passiert ist. Zur Belohnung durfte er uns dann auch zur Tetanusimpfung ins Krankenhaus nach Gütersloh fahren, auch damals dürfte eine 16-km-Tour ganz lukrativ gewesen sein.

Ich glaub ja nicht wirklich, daß diese frühkindliche Erfahrung meine jetzige Berufswahl beeinflusst hat. Aber so ganz von der Hand zu weisen ist es auch nicht. Noch heute sind mir die Kollegen am liebsten, die auch abseits der lukrativen Aufträge Herz beweisen. Wir verbringen soviel Zeit an Orten, wo viele Leute unterwegs sind, manchmal auch Hilfe brauchen. Und (jetzt kommt eine geschickte Überleitung zum Anfang des Beitrags… ;) ) zumindest meiner persönlichen Erfahrung nach sind deutlich mehr als 50% der mir bekannten Kollegen aus ebendieser Kategorie.

Hoffentlich ist Paderborn und Umgebung nicht wirklich das einsame Märchenland…

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Illegal ReHabend http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2343/illegal-rehabend/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2343/illegal-rehabend/#comments Thu, 04 Feb 2010 17:01:29 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2343 Irgendwie zumindest. Oder eher “in der Luft hängend”.

Aber eigentlich auch egal, schließlich ist es weder mein Fehler noch mein Problem. Keine Entscheidung ist in dem Falle nämlich eine faktische “Pro-Entscheidung”.

Die Rede ist von der Rentenversicherung, die mir eigentlich eine 4-wöchige ReHa-Zeit genehmigt hat. Und obwohl mir die Ankunft hier eher wie letzte Woche vorkommt, ist tatsächlich schon exakt dieser 4-Wochen-Zeitraum rum. Seit rund drei Wochen ist die Verlängerung beantragt, eine Antwort ist bis heute nicht angekommen…

Die Regelung ist bei Nichtreaktion des Kostenträgers dann ganz einfach. Der Patient bleibt und die Rentenversicherung muß zahlen. Sollte (was praktisch nie vorkommt bei der ersten Verlängerung) eine Ablehnung kommen, geht es in den Widerspruch und auch bis zur dann fälligen Entscheidung nach Überprüfung würde ich bleiben. Ich bin also mehr als gelassen.

Beantragt sind übrigens vier weitere Wochen mit der Option, daß ich nach insgesamt sechs Wochen (in 14 Tagen also) auch regulär beenden kann, ohne negativen “Abbruchvermerk” in meinen Krankenakten.

Momentan schwanke ich heftig zwischen den beiden Varianten. Wenn tagelang keine interessanten Fortschritte passieren tendiere ich zur Kurzversion. Aber momentan gehts auch wieder gut voran und unter den letzten Neuankömmlingen waren interessante Personen. Aktuell freunde ich mich also mit acht Wochen an. Mal sehen, was es wird.

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Omid Djalili, the Mini Cab Musical http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1631/omid-djalili-the-mini-cab-musical/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1631/omid-djalili-the-mini-cab-musical/#comments Wed, 03 Feb 2010 16:24:21 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=1631 Und noch ein Beitrag aus der Mottenkiste, diesmal nicht ganz so alt!

Omid Djalili, iranischer-britischer Comedian mit eigener Show auf BBC (und wenn meine grad durchgeführte Recherche richtig ist ganz aktuell heute Nacht auf 3sat von 00:55 – 01:25, weitere 11 Folgen an den nächsten Dienstagen gegen kurz vor 1.00 Uhr nachts (sorry, man kommt hier mit den Wochentagen durcheinander, habs grad korrigiert, TB)) hat aus unserem Berufsstand ein kleines Musical gemacht. Okay, es geht eher um die Mini Cars, die Funkmietwagen. Also eher die direkte Konkurrenz in der Individualpersonenbeförderung zum Taxi. Aber wie singt er so schön:

At the end of the day we’re all drivers together, there is enough work for all!

(Videos lohnen sich leider nur, wenn man einigermaßen Englisch versteht. Sorry!)

(Direktlink)

Am besten, grade aus Paderborner Sicht mit fünf britischen Kasernen, finde ich die letzten Sekunden:

Drink and rain, they`re cabbys friend. Drink and rain, may they never end. We drive them home for money and they let us talk bollocks.

God bless the british for being lazy alkoholics!

(Vielen Dank für die Korrekturen in den Kommentaren!)

Wer Omid und seine Musicals mag, sollte dringend seine Erklärung zur Finanzkrise anschauen und sich anschließend durch Youtubes Empfehlungen klicken, es lohnt sich:

Youtube: Credit Crunsh

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Weeeerbung (…kann auch gut sein!) http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1396/weeeerbung-%e2%80%a6kann-auch-gut-sein/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1396/weeeerbung-%e2%80%a6kann-auch-gut-sein/#comments Tue, 02 Feb 2010 10:27:12 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=1396 Und eine weitere “Unveröffentlichte”.

Gefunden vor gaaanz langer Zeit bei den pimpnasen.de, eine umfangreiche Sammlung richtig guter Werbung:

http://www.sinn-frei.com/die-besten-werbeideen_8075.htm

Alle Bilder gehören in die Kategorie “Kreative Werbeideen unter besonderer Einbeziehung der Umgebung”. So mag ich Werbung!

Aber warum verstehe ich ausgerechnet das einzige Taxi-Bild nicht? Toll, da hängt ein Arm aus dem Kofferraum… Häh? Kennt da jemand die Hintergründe? Wer wirbt da für was?

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http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1396/weeeerbung-%e2%80%a6kann-auch-gut-sein/feed/ 7
Exorzismus in Paderborn http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1399/exorzismus-in-paderborn/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1399/exorzismus-in-paderborn/#comments Mon, 01 Feb 2010 15:32:53 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=1399 Zwar schon über ein Jahr alt, aber zu schade zum löschen. Sorry, ich hab den alten Postingentwurf grad wiedergefunden (Therapieerfolg #32: Endlich mal Wordpress aufräumen! ;) ).

Aber zum Thema:

“[…] Überraschend hat jetzt auch das Erzbistum Paderborn eingeräumt, mehrere Teufelsaustreibungen genehmigt zu haben.

“In den vergangenen acht bis zehn Jahren hatten wir 18 ernst zu nehmende Anfragen. Zwischen 2000 und 2003 hat es dreimal eine Beauftragung gegeben, nach strengen Kriterien”, sagte Pressesprecher Ägidius Engel dieser Zeitung. […]“

(Quelle: nw-news.de/Neue Westfälische, online leider nicht mehr verfügbar)

Natürlich “nur” nach dem neuen Ritus von 1999, mit ärztlichen Gutachten und so… Und geholfen hat es auch, es gibt immerhin zwei “Heilungsbestätigungen” von den drei “genehmigten” Exorzismen. Zwei Paderborner Pastoren sollen aber schon nicht genehmigte Teufelsaustreibungen zugegeben haben.

“[…] Bei den Symptomen, unter denen die Betroffenen litten, handele es sich üblicherweise um Phänomene aus dem Bereich der Parapsychologie: “Hautausschlag, an Wänden hochgehen oder in fremden Sprachen und Dialekten sprechen können, obwohl die Person es nicht gelernt hat”, sagt Engel. “Diese Menschen leiden tiefste Not, da kann nur noch der liebe Gott helfen.” […]“

(Quelle: dito)

Erschreckend, was für eine Parallelgesellschaft wir hier haben. Mir fehlen echt die Worte. Das ist mal Okkultismus in Reinkultur!

Weiterer Artikel:

www.sueddeutsche.de

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http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1399/exorzismus-in-paderborn/feed/ 15
Zahlenspiele http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2306/zahlenspiele/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2306/zahlenspiele/#comments Thu, 28 Jan 2010 16:33:44 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2306 Nur mal so als Zwischenstand zur vermutlichen ReHa-lbzeit:

21 Tage, davon
16 Tage ohne Nikotin. Gestern stand die Waage bei
6 Kilo Gesamtgewichtsverlust in dieser Zeit.
11,50 Euro werde ich gleich im Fitness-Studio lassen,
1 Monat lang dann
3-5mal die Woche dort trainieren und danach jeweils
30 Minuten im Whirlpool der Therme liegen, ein paar
100 Meter schwimmen und es mir gut gehen lassen.

Alles mitnehmen halt! :D

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Klinikomiker http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2297/klinikomiker/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2297/klinikomiker/#comments Wed, 27 Jan 2010 19:14:26 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2297 Wenn der Fokus der Klinik eher auf Ursachforschung, Verhaltenstherapie und Ähnlichem liegt, kann man die Therapeuten am zufriedensten machen, wenn man bei der Entlassung auch “was mitnimmt” in den Alltag.

Letztens stand ein Mitpatient kurz vor der Entlassung und wurde auch gefragt:

“Und, können Sie denn was mitnehmen?”

“Nun, die Handtücher auf jeden Fall. Vielleicht die Bettwäsche. Und die Schreibtischlampe!”

Klarer Therapieerfolg! :D

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Geh zum Arzt und Du wirst krank! http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2293/geh-zum-arzt-und-du-wirst-krank/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2293/geh-zum-arzt-und-du-wirst-krank/#comments Tue, 26 Jan 2010 16:54:20 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2293 Der Spruch hat ja durchaus seine Berechtigung. Aber wo ich schonmal Zeit habe, wollte ich dann doch ein paar Dinge noch prüfen lassen. Dinge, die ich jahrelang ignoriert habe, nicht wichtig fand oder einfach die nötige Zeit nie erübrigen wollte…

Tja, heute war dann ein Termin beim örtlichen HNO-Arzt angesetzt. Ich hatte schon eine ganze Weile die Vermutung, daß mein Hörvermögen nicht mehr optimal ist. Auch, weil mir aufgefallen ist, daß ich in letzter Zeit verdächtig oft in schwierigen Geräuschumfeld erst über das Gehörte nachdenken mußte: In welchem Kontext ergeben welche Worte Sinn? Meinte er Hose oder Rose?

Erwartet hatte ich eigentlich sowas wie “Oh, da hinten sitzt noch Schmalz. Den spülen wir mal weg!”.

Die Diagnose sah anders aus: Circa 10-15% unter dem erwartetem Hörvermögen auf dem ganzen Frequenzband. Nichts dramatisches, kann man auch nichts dran machen und auch nicht sagen, wie es kommt.

Die “Behandlung”: Einmal im Jahr kontrollieren lassen.

Na super! :(

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Lebenszeichen aka FREI! http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2290/lebenszeichen-aka-frei/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2290/lebenszeichen-aka-frei/#comments Thu, 21 Jan 2010 16:45:38 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2290 Wundert Euch nicht, Klinikspeech ist merkwürdig…

Seit wenigen Minuten bin ich also kein “Sperrling” mehr. Die 14-Tage-Kontaktsperre ist also aufgehoben. Meine Mobil-Telefone werd ich bis zum Auschecken nicht wiederbekommen, es wird also sicher kein getwitter oder Fotos aus dieser Zeit geben.

Aber immerhin darf ich jetzt die Zimmertelefone nutzen und die freie Zeit auch ausserhalb des Geländes verbringen. Und das wird erstmal ausgenutzt. Der erste Weg führte ins Internetcafé, das ist natürlich reiner Zufall und dem Umstand geschuldet, daß ich erstens neugierig auf Eure Kommentare war und (viiiel wichtiger) ich hier das erste zweite Mal seit zwei Wochen richtig guten koffeeinhaltigen Kaffee bekomme!

Die Post kam dann heute auch endlich an, genau passend nachdem ich gestern das letzte mitgebrachte Buch “erledigt” hatte…

Leute! Darf ich mal kurz schimpfen? :)

Meine Bitte nach Lesestoff hab ich eigentlich so gemeint, daß vielleicht der eine oder andere seinen Bücherschrank durchforstet und ein-zwei gebrauchte Bücher rüberschickt. Von kaufen war nie die Rede! Und dann mußte ich heute Mittag mit dem Arm voller Amazon-Kartons durch die Gänge wanken!

Danke, Ihr seid echt supergeil!

Bevor ich es vergesse, kurzer Zwischenstand zur Reha (Kur sagt man nicht mehr): Ich fühl mich ein wenig fehl am Platz… Meine Psyche scheint inzwischen schon zu “repariert” zu sein, die allermeisten Mitpatienten haben deutlich mehr aufzuarbeiten.

Zum Ausgleich gehts dafür sportlich einfach zu langsam für meinen Geschmack. Ab Mitte nächster Woche werde ich aber endlich das naheliegende Fitness-Studio unsicher machen dürfen, die 60-120 Minuten Minimalsport täglich (Ergotrainer, Walken, Aqua-Gymnastik und ähnliches) sind definitiv nicht genug für mich.

Gewichtstechnisch gehts langsam in die richtige Richtung. Langsam ist dabei auch durchaus gewollt, drei Kilo in 14 Tagen passt schon. Insbesondere, weil ich auch seit neun Tagen nicht mehr rauche! :D

PS: Ich trau mich kaum zu fragen, aber bei all den Bücherpaketen ist eine Kategorie gar nicht vorhanden gewesen. Spannende Krimis oder Thriller wären mir noch höchst willkommen… Aber nicht wieder Amazon plündern, lieber den überfüllten, heimischen Bücherschrank. Sonst krieg ich ein schlechtes Gewissen!

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Und offline! http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2285/und-offline/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2285/und-offline/#comments Thu, 07 Jan 2010 05:55:18 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2285 Wir hören in ein paar Wochen wieder voneinander!

Sollte zufällig jemand von Euch Lust haben, mir mit Briefen oder Büchern eine Freude zu machen, die Adresse der Klinik steht auf deren Website klinik-am-korso.de. Fänd ich toll.

Bis dahin alles Gute!

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Danke! Einfach nur Danke! http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2276/danke-einfach-nur-danke/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2276/danke-einfach-nur-danke/#comments Wed, 06 Jan 2010 01:25:25 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2276 Da komm ich grad nach hause, hab mit meinen Freunden feucht-fröhlich den Abschied gefeiert und lese Eure Kommentare…

Und möchte Euch einfach nur virtuell in den Arm nehmen und Danke sagen! Ihr seid großartig, einfach nur geil!

Toll, daß Ihr da sein werdet, wenn ich wieder da bin. Toll, daß Ihr meine Blogeinträge so schätzt. Toll, daß Ihr durch diese Einträge wisst, daß ich ein Mansch bin, der Eure lieben Kommentare nicht nur schätzt, sondern auch braucht…

Momentan ist wieder so eine Phase, in der ich verzweifeln könnte (die Gründe liegen im engeren privaten Bereich). Tu ich nicht, weil zumindest die wichtigsten Freunde mir Kraft geben, dazu der Zuspruch durch Euch.

Ihr kennt mich größtenteils nicht einmal und trotzdem ist es vielen von Euch offensichtlich wichtig, daß es mir gut geht. Das tut mir unglaublich gut und gibt mir Kraft für die kommenden Monate. Und diese Kraft werde ich noch brauchen. Dringend brauchen.

Fühlt Euch bitte umarmt, mehr kann ich virtuell nicht zurückgeben.

Ich hab Euch lieb!

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Jahresrückblick 2009 http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2146/jahresruckblick-2009/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2146/jahresruckblick-2009/#comments Tue, 05 Jan 2010 02:28:02 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2146 Spät, aber ich kann es dann doch nicht lassen. Mein persönlicher Rückblick auf mein ereignisreichstes Jahr ever.

Und wieder ein erstes Mal. Das erste Mal, daß ich auf ein Jahr zurückblicke und sage: Alles richtig gemacht und fast alles gut gelaufen!

Diejenigen unter Euch, die hier regelmäßig mitlesen, werden es gemerkt haben: Es war das wohl wichtigste Jahr meines Lebens. Ich habe Euch zumindest in Bruchstücken daran teilhaben lassen!

In Kurzform würde ich sagen: Ich habe endlich angefangen zu leben!

Bis zum Frühjahr war eigentlich alles wie in all den vielen Jahren zuvor. Am Karnevalssonntag war der Wendepunkt. Im Nachhinein würde ich es als “kleinen Nervenzusammenbruch” bezeichnen.

Für mich war es der absolute Hammer. Ich habe fünf Wochen lang keinen klaren Gedanken fassen können, war in dieser Phase mehrfach ganz kurz davor einen echten Schlußstrich unter mein Leben zu ziehen. Mir ist damals schlagartig (Scheiße, das ist grade mal ein dreiviertel Jahr her!) bewusst geworden, wie armseelig mein Leben über die letzten Jahrzehnte war.

Zu dem Zeitpunkt wog ich 190 Kilo, war 37 Jahre alt und hatte bis dahin eigentlich nichts auf die Reihe bekommen. Mein Leben war weitestgehend ohne jeden Sinn.

In diesen Wochen habe ich viel nachgedacht. Mir sind viele Dinge, die falsch gelaufen sind, erst bewusst geworden. Und ich konnte trotzdem nichts dagegen tun. Erst als mir klar wurde, daß ohne professionelle Hilfe nichts mehr geht, wurde es besser. Ironischerweise war genau das der Wendepunkt, ab dem ich zumindest die akutesten Probleme selbst in den Griff bekommen habe.

Ich bin damals zu meinem Hausarzt gegangen und wir haben gemeinsam die ab Donnerstag beginnende Kur beantragt. Die Klinik-am-Korso in Bad Oeynhausen wurde mir von einer erfahrenen Freundin empfohlen, eine Fachklinik für psychosomatische Essstörungen.

Als jemand, der in “Spitzenzeiten” rund 250 Kilo auf die Waage brachte schien mir diese Empfehlung absolut richtig.

Dort werde ich dann wohl den letzten Schliff bekommen.

Oder lernen, daß meine bisherigen Erfolge nur an der Oberfläche gekratzt haben. Ich bin gespannt und freue mich darauf!

Apropos “bisherige Erfolge”: Seit dem Frühjahr habe ich 55 Kilo abgenommen und bin jetzt von “ekelhaft fett” auf “soeben akzeptabel” geschrumpft. Von 190 Kilo auf 135 Kilo. Schlank werde ich sicher nie, aber bei knapp 1,90 Meter Körpergröße ist mein Ziel ein zweistelliges Gewicht. Das hab ich irgendwann in der Pubertät zuletzt gehabt und werde es dieses Jahr wieder erreichen!

Es gab in den letzten Monaten einige Kommentare zu dem Thema. Leute, die mein “Rezept” wissen wollten. Der für mich wichtigste Punkt, eben jener Zusammenbruch, ist nicht nachahmenswert.

Davon abgesehen habe ich nur ein paar doofe Verhaltensmuster eliminiert: Kein “Feierabendbier” mehr, nur noch Wasser und Kaffee außerhalb geselliger Runden. Und ich kaufe keine Süßigkeiten oder Knabbereien mehr (habe aber kein Problem oder Schuldgefühle, wenn ich bei Freunden sowas angeboten bekomme). Sehr geholfen hat mir auch meine Magen-OP vor 11 Jahren, d.h. der Magen ist einmal zusammengetackert. Bei normalen Mahlzeiten ist dadurch nach ein paar Bissen Feierabend. Hätte ich diese OP nicht nach den ersten Erfolgen mit Süßigkeiten und flüssigen Kalorien torpediert, wäre ich wohl schon viel früher auf meinem Wunschgewicht gewesen. Doof von mir…

Zusätzlich hab ich konsequent an meiner körperlichen Leistungsfähigkeit gearbeit und diese ausgenutzt. Innerhalb Paderborns gehe ich zu Fuß oder nehme mein Fahrrad. Ein eigenes Auto hab ich nicht mehr und das Taxi ist Tabu, wenn das Wetter mitspielt.

Ja, ich bin selbst überrascht, daß man damit solch einen Gewichtsverlust hinbekommt.

Zehn oder zwanzig Kilo “Hüftspeck” sind eine Sache, aber über Jahrzehnte mehr als 100% über Normalgewicht ist definitiv zu heftig. Und da ist es nur normal, daß es rapide runter geht mit dem Gewicht, wenn die ersten Psychoprobleme erledigt sind.

Aber weg von den Krankheiten, hin zum Leben!

Urlaub!

Ich hab es hier so oft erwähnt: Ich liebe meinen Job. Ich bin in der besten Firma in der besten Stadt mit den besten Kollegen und mit den besten Stammkunden und das bei für einen Taxifahrer durchaus anständiger Bezahlung. Kurz, ich habe immer gerne gearbeitet! Und das ist keine Übertreibung, ich bin wirklich glücklich mit meiner Arbeit!

Eine tolle Änderung im ausgehenden Jahr war dann auch die konsequente “Finanzoptimierung”. Wohnkosten halbiert, Auto abgeschafft!

Und deshalb ist das erste Mal in meinem Leben eine richtig gute Summe monatlich über. Und das wurde und wird auch zukünftig in eine Sache investiert: Erlebnisse!

2009 war noch harmlos. Eine Woche Partyurlaub am Sonnenstrand/Bulgarien und ein ultraerholsamer Urlaub in Holland, das wäre auch ein prima Familienurlaub gewesen. Nach Jahrzehnten mit maximal Wochenend-Städtetouren alle paar Jahre schon eine unglaubliche Steigerung. Das verlängerte Wochenende in München hat dann den Vorsatz “3-4 Urlaube im Jahr” komplettiert.

2010 sind schon fest geplant ein Tauchurlaub in Ägypten und 2-3 Wochen mit Mietwagen die Westküste der USA entlang. Verdammt, ich freu mich schon so auf diese Reisen, das wird so unglaublich geil!

Und es gibt noch ganze Kontinente, die ich noch bereisen muß! Afrika, Asien, Südamerika. Die nächsten Jahre werden so unglaublich werden! Ich habe die Zeit dafür, ich hab das Geld dafür und ich habe die Energie und den Mut dafür. Alles Dinge, die bisher nie zusammen gekommen sind!

Das mit dem Mut ist auch so ein Ding. Mit 190 Kilo und mehr hatte ich einfach nicht den Mut, mich in ein Flugzeug zu setzen. Schon sowas hat mich daran gehindert, mein Leben wirklich zu genießen! Aus heutiger Sicht schlicht unglaublich.

Das waren also die positiven Entwicklungen des Jahres.

Es gab allerdings auch ein ambivalentes Thema in diesem Jahr. Die WG. Grade hat sich die “Besetzung” geändert, ich werde einen neuen Mitbewohner bekommen.

Diese Änderung war meine Entscheidung. Um es kurz zu machen: Ich habe mich im vergangenen Jahr sehr geändert, meine Mitbewohnerin nicht. Daraus haben sich Spannungen ergeben, die leider unüberbrückbar sind. Besonders werde ich meinen “Stiefkater” vermissen.

Aber da zeichnet sich schon eine Ersatzlösung für die Zeit nach meiner Kur ab, eine Katzenbesitzerin hat schon starkes Interesse angemeldet, mir ihren Tiger zu überlassen. Aber keine Katze wird jemals Bolle ersetzen können. snief. Menno, ich vermisse den Racker echt! Bolle bleibt der geilste Kater der Welt. Isso!

Auch wenn meine erste WG letztendlich gescheitert ist, habe ich doch unglaublich viele Dinge gelernt und mitgenommen dadurch. Musikalisch bleibt am meisten hängen. Ohne die WG hätte ich niemals so viele unglaublich geile Konzerte erleben dürfen! Peter Fox, Pink, Donots, Bloodhound Gang sind die bekanntesten Namen.

Ich durfte sie live erleben und jedes Konzert war ein absolutes Highlight in meinem Leben. Momente, an die ich mich ewig erinnern werde. Und genau das ist es doch, worauf es im Leben ankommt: Unbezahlbare Erinnerungen, die einem keiner mehr nehmen kann!

Sodele, soviel von mir. Kommen wir nun zu Sash. Der wird jetzt vermutlich leicht verwundert gucken, aber auch er gehört zum Jahresrückblick 2009. Sash ist nämlich der Shootingstar 2009 unter Deutschlands Taxibloggern! Hätte er schon geschrieben, als ich darüber nachdachte anzufangen, gäbe es das Taxiblog.de nicht.

Deshalb für alle, die bis hierhin durchgehalten habe: Wer mein Blog mag, wird auch Sashs Taxiblog lesen wollen (das vermindert auch die Entzugserscheinungen während der Kur):

http://www.sashs-blog.de/wordpress/

Und eine ganz große Bitte habe ich noch an Euch: Auch wenn ich demnächst für 1-2 Monate komplett vom Internet abgekoppelt bin wegen der Kur: Bitte bleibt mir trotzdem treu und schaut gelegentlich nach, ob ich wieder da bin. Mein Blog ist nur dann weiterhin mein schönstes Hobby (und auch meine persönliche Support-Plattform, Ihr habt mir bei Problemen immer schnell und gut helfen können!), wenn Ihr anschließend weiter mitlest und fleißig kommentiert.

Lasst mich nicht im Stich! Ich zähl auf Euch! :D

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http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/2146/jahresruckblick-2009/feed/ 64
8l/100km http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2253/8l100km/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2253/8l100km/#comments Sun, 03 Jan 2010 07:09:02 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2253 Die Überschrift ist quasi schon die Quintessenz der Silvesternacht. Normalerweise sollten in einer Stress-Nacht an dieser Stelle im Display eher 9-10 Liter stehen.

Es ist aber auch einfach ärgerlich, wenn ausgerechnet in der Nacht, in der fast alle ein Taxi brauchen und sowieso schon reine Mangelverwaltung in den Zentralen herrscht, das Wetter nicht mitspielt. Schneefall und stellenweise spiegelglatte Straßen, wir waren nur mit halber Kraft unterwegs und konnten nichts dagegen tun.

Ansonsten war es einfach nur unspektakulär. Die Fahrgäste haben sich größtenteils gut benommen, die Trinkgelder waren im Schnitt leicht überdurchschnittlich (wobei rund 50% großzügige Fahrgäste die anderen “0-bis-30-Cent-Geber” ausgeglichen haben). Völlig normal also, keine besonderen Vorkommnisse.

Wenigsten mußte ich dieses Jahr nicht den Jahreswechsel auf der Bundesstraße verbringen. Stattdessen habe ich mich mit ein paar lieben Kollegen oberhalb der Stadt getroffen. Ein idealer Panoramablick über Paderborn!

Sehr beeindruckend, bisher kannte ich Feuerwerke immer nur mit Nackenstarre. Bei nahezu vollständiger Ruhe und mit ein bißchen Entfernung ist das Ganze doch deutlich schöner. Naja, allein in Paderborn gingen auch über eine halbe Million Euro in die Luft, grob geschätzt allerdings nur die Hälfte zur normalen Zeit.

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http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2253/8l100km/feed/ 13
Feiert schön! http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2248/feiert-schon/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2248/feiert-schon/#comments Thu, 31 Dec 2009 16:56:44 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2248 Seid lieb zu Euren Taxifahrern, schießt Euch möglichst nicht völlig ab und kommt heile nach Hause!

Oder ganz profan: Guten Rutsch und ein möglichst tolles 2010!

Ich werd die Nacht übrigens im Taxi verbringen. Drum gerissen habe ich mich nicht, aber auch nicht sonderlich gewehrt. Es ist halt immer ein Glücksspiel, Silvester kann grandios sein (wie letztes Jahr) oder man hat jede Menge durchgefrorene Fahrgäste, die ihren Frust über den alljährlichen Taximangel ausgerechnet dann abladen, wenn sie endlich einen Wagen bekommen haben.

Wer übrigens immer noch nicht weiß, wie er in dieser Nacht die Chancen auf eine schnelle Heimfahrt maximieren kann:

Stellt Euch nicht in eine größere Menschenansammlung!

Geht den Taxen (wenn Ihr NICHT telefonisch bestellt habt!) auf den Hauptstraßen entgegen. Winkt deutlich, aber springt nicht auf die Straße!

Bei telefonischer Bestellung: Eine klare Bezeichnung des Abholortes hilft. “Wir sind am Bahnhof.” ist nicht sinnvoll.

Habt Glück! Und wenn Ihr ein Taxi habt, meckert nicht über die Wartezeit, sondern freut Euch. Gerne auch mit guten Trinkgeldern, für den Stress der Nacht wird jeder Taxifahrer unterbezahlt.

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Heiersstraße http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1571/heiersstrase/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1571/heiersstrase/#comments Thu, 31 Dec 2009 05:39:31 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=1571 Genau das wollte ich in der SMS schreiben. Das T9 meines Sony-Ericsson-Telefons kennt das nicht. Aber es hat einen guten Vorschlag:

“geherrstrbsrd”

Okay, nehm ich. Versteht jeder! :D

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Minitest: W212, die ganz neue E-Klasse http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2234/minitest-w212-die-ganz-neue-e-klasse/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2234/minitest-w212-die-ganz-neue-e-klasse/#comments Wed, 30 Dec 2009 08:48:17 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2234 Unsere Chefetage tut momentan alles, um unseren (noch ganz neuen) Ruf als Taxiunternehmen mit dem neuesten Fuhrpark zu stützen. Die letzte E-Klasse der Serie W210 wurde vor ein paar Tagen Opfer eines Motorschadens. Und deshalb gesellt sich jetzt zu den vielen W211-Modellen auch eine ganz, ganz neue E-Klasse der Serie W212.

Letzte Nacht hatte ich die Taxe zum zweiten Mal, die erste Schicht damit war allerdings ruhiger und ich konnte schon ein paar Eindrücke twittern.

Aber natürlich muß das auch alles strukturiert ins Blog, hier ist er also: Der erste Minitestbericht des W212, die E-Klasse 220 CDI!

So sieht er übrigens aus:

W212-Aussenansicht

Designtechnisch eher unspektakulär, erinnert eher an Japaner aus den 90ern als an einen Daimer. Vielleicht fehlen auch einfach die runden Frontscheinwerfer.

Mercedes verkauft dieses Modell als “Die beste E-Klasse aller Zeiten”. Nö, kann ich nicht bestätigen. Mein Eindruck ist eher: “Die am billigsten produzierbare E-Klasse aller Zeiten”.

Das reine Fahren ist nah an der Perfektion. Das war es allerdings auch beim Vorgänger schon über jeden Zweifel erhaben, ich merke da keine Verbesserung.

Sicherlich gibt es ein paar Pluspunkte, aber für mich als Berufskraftfahrer überwiegt ein Nachteil: Es gibt kaum nutzbare Staufächer!

Im Vorgängermodell gab es z.B. zwei Fächer (in den letzten Exemplaren nur noch eins) am Armaturenbrett. Eines war perfekt für ein paar Schmierzettel, Handy oder Sonnenbrille. Das Fach in der Mitte war ideal für den Nintendo DS. :D

Im W212 gibt es da: gar nichts!

Ich recherchiere jetzt mal nicht, inwieweit das Sonderausstattung war. Dieser Erfahrungsbericht bezieht sich ausdrücklich auf die Modelle, die bei uns im Unternehmen fahren und ist natürlich fürchterlich subjektiv.

Aber die Mittelkonsole zwischen den Sitzen ist deutlich gewachsen. Von außen zumindest. Das Hauptfach in der Mitte ist dafür kaum noch nutzbar. Das ist so klein geworden, daß nichtmal der Falk-Stadtplan von Paderborn reinpasst, einfach nicht lang genug. Im W212 bleib da noch an allen Seiten Platz übrig. Damit kann man sich auch gleich abschminken, dort eine Getränkeflasche unterzubringen…

Detail am Rande: Bisher war das Fach immer dadurch zu öffnen, daß man am vorderen Ende des Deckels zog. Auch hier gibt es einen griffähnlichen Überhang, der allerdings ohne Funktion ist. Der Deckel klappt auf, wenn man auf der Beifahrerseite der Box einen “versteckten” Knopf drückt. Bloß nicht zu intuitiv, könnte ja einer sofort drauf kommen.

Die Taschen in den Türen wurden auch geändert. Deutlich tiefer und dafür nicht mehr so breit in den Innenraum rein. Früher konnte man da prima die Taxibörse rein- und rausbekommen. Heute kriegt man die kaum noch rein, wenn man genug Kleingeld drin hat und erst recht nicht raus, weil sie viel zu tief reinrutscht und beim Rausziehen verkanntet.

Und sogar im Kofferraum wurde verschlimmbessert. Seitlich gibt es Netze, die den unvermeidlichen Kleinkram an seinen Platz halten sollen. Beim W211 konnte ich da prima meine Arbeitstasche mit fixieren. Im W212 endet das Netz so tief, daß die Tasche in der ersten Kurve rausrutscht.

Nun, die Staufächer hat Mercedes also mal auf ganzer Linie verkackt. Und grade die sind im Taxi wichtig, man lebt schließlich fast im Auto.

Oben schrub ich schon von “billig produziert”. Das Gefühl hab ich insbesondere bei den ganzen Tasten des Armaturenbretts. Die fühlen sich deutlich mehr nach “Computer” als nach “Auto” an. Billiges Plastik, komische Druckpunkte. Das kann Daimler deutlich besser.

Okay, die Negativkapitel haben wir damit abgehandelt. Ansonsten fühlt sich der Wagen schon gewohnt prima an. Aber eben auch nicht besser als der Vorgänger.

Kommen wir zu den Dingen, die mir besser gefallen als im Vorgänger.

Das Taxischild lässt sich jetzt im Menue um über 33% einfacher aus- und einschalten! Statt drei verschiedener Tasten muß ich jetzt nur noch zwei davon nutzen. Hmmm…

Und eine schöne Spielerei gibt es jetzt ganz neu: Die Momentanverbrauchsanzeige! Ohne Witz, der Vorgänger hatte zwei Verbrauchsanzeigen: “ab Reset” und “ab Start”, letzterer wurde nach einigen Stunden ohne Zündung automatisch genullt und neu gestartet. Ersteren musste man manuell nullen.

Beides gibt es noch, zusätzlich gibt es jetzt diese Anzeige:

Momentanverbrauchsanzeige

Wenn man nicht grade steht und Fotos macht, ist der weiße Balken natürlich nicht ständig am Endanschlag.

Okay, in der Praxis ist der Nutzwert gering. Die Anzeige ist eher eine “Gaspedalstellung”- oder im weitesten Sinne “Drehzahl”-Anzeige. Aber auf längeren graden Strecken mit Tempomat kann man so ausprobieren, wie man den Verbrauch minimieren kann. Ich mags!

Dann gibt es jetzt den “Attention Assist”! Was der macht? Im Taxi hauptsächlich eines: Er blendet eine dampfende Kaffeetasse ins Display ein…

Kaffeetasse. Yeah!

Ohne Scheiß, mein Auto empfielt mir damit eine Pause, wenn ich zulange den Motor laufen habe. Für private Urlaubsfahrten ganz nett. Aber wenn ein Fahrzeug rund um die Uhr von verschiedenen Fahrern genutzt wird, ist es einfach nur albern. Kann man aber auch abschalten.

Ein Feature liebe ich allerdings jetzt schon heiß und innig!

Gurtanzeige für die Rückbank

Sobald die Türen geöffnet werden, wird diese Grafik eingeblendet. Und da sehe ich mit einem Blick, ob sich die Passagiere hinten angeschnallt haben. Vorne wird weiterhin gepiept, hinten muß ich selbst aktiv werden.

Jeder Taxifahrer, der seine Kunden auf die Gurtpflicht hinweist, kennt das Problem: Die Kunden lügen dreist! Wirklich, es vergeht keine Schicht, in der auf die Frage: “Angeschnallt?” nicht gelogen wird. Ich werde es nie verstehen. Jetzt kann ich die Lügen sofort entlarven und im schlimmsten Fall rette ich damit Leben (auch das eigene).

Das war es eigentlich auch schon. Mein persönliches Fazit: Ein paar Verbesserungen, ein paar Verschlechterungen. Die E-Klasse ist auch in dieser Version mein favorisierter Arbeitsplatz. Aber “Die beste E-Klasse aller Zeiten” ist deutlich zu dick aufgetragen, der Vorgänger war in der Summe der Eigenschaften auch nicht schlechter.

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Schnief… http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2230/schnief%e2%80%a6/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2230/schnief%e2%80%a6/#comments Tue, 29 Dec 2009 16:46:30 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2230

(Direktcatcontent)

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Fragen? http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2209/fragen/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2209/fragen/#comments Mon, 28 Dec 2009 04:49:34 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2209 Es gibt so Dinge, auf die hat die Welt gewartet. Zum Beispiel auf die Möglichkeit, ausgerechnet mir Fragen zu stellen. Vielleicht sogar anonym.

Nicht?

Egal.

Nachfrage entsteht manchmal auch durchs Angebot.

Und hier ist es: www.formspring.me/taxiblog

Fragt mich doch! Was auch immer Ihr wollt!

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Bestechungsversuch http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2202/bestechungsversuch/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2202/bestechungsversuch/#comments Sun, 27 Dec 2009 07:52:07 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2202 Auf halber Strecke in den Nachbarort kommt das Gespräch mit meinem Fahrgast nach ausführlicher Diskussion über das schlechte Benehmen mancher Menschen im Taxi auch auf das Thema “Fahrstil von Taxifahrern”.

“Ich bin wohl noch nie so gesittet mit einem Taxi gefahren worden wie heute. Allerdings bin ich auch meist in Berlin unterwegs. Da kann man auch schonmal eine lange Strecke innerhalb der Stadt fahren. Ist auch deutlich günstiger dort.”

“Aber bei solchen Fahrten freuen sich die Kollegen dort doch sicher, oder? Ich les da gerne das Blog eines Berliner Kollegen. Wenn der gelegentlich mal seine Umsätze raushaut und sich über die guten Schichten freut, denke ich mir immer: Hmm, bei uns wäre das jetzt eher eine schlechte Schicht gewesen.”

“Sag mal, da gibt es doch in Paderborn auch einen bloggenden Taxifahrer, oder? Bin ich irgendwann mal drüber gestolpert!”

Ich hab mich dann geoutet…

“Mensch, was muß ich denn jetzt machen, um morgen von mir im Blog zu lesen? Schlechtes Benehmen fällt ja jetzt aus…”

“Tja. Blöd, was? Du könntest es ja mal mit 50 Euro Trinkgeld versuchen. Nee, Scherz!”

Eine Abwandlung meiner Standardantwort “Benimm Dich richtig scheiße oder aussergewöhnlich perfekt. Hohe Trinkgelder könnten helfen”. Aber natürlich immer mit dem Zusatz, daß ich bei geplanten “ins-Blog-kommen” doch ein bißchen mehr Kreativität erwarten würde.

Er war ein wenig enttäuscht. Hat aber eingesehen, daß es gar nicht so schlecht ist, zu den 95% ganz normalen, netten Fahrgästen zu gehören.

Stunden später reifte dann der Gedanke, daß es doch auch mal ganz schön wäre, wenn ich den Rest des Jahres nur noch schöne Geschichten aufschreibe. Als Kompensation zu den fiesen Fahrgastgeschichten der letzten Zeit und natürlich auch, um mal den ganz normalen Alltag mit den vielen, vielen netten Fahrgästen zu dokumentieren.

Wird mir sonst auch selbst zu düster hier.

Und so kommt man dann überraschend doch noch ins Blog! Haha!

PS: Und morgen fasse ich mal meine Twitterei von letzter Nacht zusammen und erstelle einen Minitestbericht zu unserem neuen W212-Taxi. Die ganz neue E-Klasse, ich durfte gestern das erste Mal damit durch die Nacht rauschen.

PPS: Sein Trinkgeld war übrigens trotzdem sehr ordentlich. :D

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Wann dann? http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2198/wann-dann/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2198/wann-dann/#comments Sat, 26 Dec 2009 06:36:06 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2198 Die letzte Nacht war genauso untypisch wie der Heilige Abend. Während am Donnerstag unglaublich viel los war, sogar das übliche “Bescherungsloch” blieb völlig aus, war am ersten Feiertag bis Mitternacht so gut wie nichts zu tun.

Vor lauter Langeweile und weil an allen anderen Ständen genau gar nichts ging hab ich mich dann auch mal an den Bahnhof gestellt.

Kurz nach 20 Uhr stand ich dann als sechster oder siebter in der Reihe und hörte von einem Kollegen weiter vorne über Funk:

“Vorsicht, die will nach $15kmWeitWeg, hat aber kein Geld! Ich fahr sie nicht!”

Bei den ersten Taxen hatte sie also kein Glück. An den beiden Wagen vor mir in der Reihe ging sie schnurstracks vorbei und setzt sich ohne Kommentar zu mir in den Wagen. Rucksack, anständig gekleidet, etwa 25-30 Jahre alt, schwer einzuschätzen.

“Ich muß nach $15kmWeitWeg, meine Oma wartet da auf mich und bezahlt die Taxifahrt.”

Tja, falls die Oma nicht bezahlt sitzte ich mit einer unbezahlten Taxifahrt im Wert eines halben Schichtverdienstes da. Und auch wenn ich den Job sehr mag, eigentlich will ich damit Geld verdienen. Ich stellte also die üblichen Fragen:

“Wie sieht es denn mit einem Pfand aus? Handy, Uhr, Schmuck? Wenigstens ein Ausweis? Überhaupt kein Bargeld, nicht mal ein bißchen?”

Zwecklos, einzig eine Krankenkassenkarte mit Zusatzzettel “Zuzahlungsbefreit lt. SGB” oder so ähnlich. Jedenfalls ein klarer Hinweis darauf, daß die Dame eher keiner regulären Arbeit nachgeht. Da schrillen eigentlich alle Alarmglocken.

Es wäre durchaus möglich, daß sich auf diese Weise z.B. ein Junkie die Fahrt zum Dealer erschwindelt und am Ziel einfach abhaut.

“Ich hab eben noch Oma von der Telefonzelle aus angerufen, das klappt bestimmt!”

Sie war den Tränen nahe. Eine gute Minute saß sie jetzt schon im Taxi und machte einen wirklich verzweifelten Eindruck.

In dem Moment setzte dann auch endlich der “Taxifahrer-Verstand” aus und ich begann mal ernsthaft nachzudenken.

Was, wenn die Geschichte wahr ist.

Erster Weihnachtsfeiertag ohne Geld am vermutlich häßlichsten Bahnhof Deutschlands gestrandet, noch 15 Kilometer bis zur Familie. Oder vielleicht bis zum letzten Teil der Familie, mit dem man Weihnachten noch verbringen möchte. Was mag vielleicht passiert sein, ist der Heiligabend vielleicht so dermaßen schief gelaufen, daß sie sich Hals über Kopf und ohne Geld auf die Reise gemacht hat?

Scheiße, selbst wenn es am Ende der Fahrt kein Geld gibt: Es ist Weihnachten!

Wann, wenn nicht jetzt muß einfach das Herz über den Geldbeutel siegen? In diesem Monat werde ich allein an Trinkgeldern das zehnfache dieses Fahrpreises in der Tasche haben…

Eigentlich war es eine Win-Win-Situation. Entweder habe zur absolut schwachen Zeit eine sehr gute Fahrt. Oder ich bessere mein Karma-Konto ein wenig auf und kann mit gutem Gefühl nach Hause fahren.

“Schnallen Sie sich bitte an, los gehts!”

Am Ziel stand übrigens Oma schon mit geöffneter Geldbörse in der Haustür…

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Radiotipp http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2194/radiotipp/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2194/radiotipp/#comments Thu, 24 Dec 2009 16:40:14 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2194 Wenn es bei mir überhaupt eine Tradition zu Weihnachten gibt, dann die, daß ich Heiligabend im Taxi sitze und EinsLive im Radio höre.

Zwischen 18 und 1 Uhr moderiert nämlich Mike Litt als “einsamster DJ der Welt” (Link zur Sendung).

Und das macht er ziemlich klasse!

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Festtagsgrüße! http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2186/festtagsgruse/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2186/festtagsgruse/#comments Thu, 24 Dec 2009 06:38:35 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2186

Dings!

(Quelle: Festplatte, Ursprung: unbekannt)

Oder so. Macht man halt so, ich hab letzte Nacht auch schon dutzendfach die diversen Wünsche erwi(e auf freundliche Aufforderung hin entfernt)dert…

Persönlich freue ich mich eigentlich in erster Linie auf den ersten Januar. Bis dahin wird noch rangeklotzt, erst dann ist wieder ein bißchen verschnaufen angesagt. Ich hab’s ja auch nicht anders gewollt!

Nun denn: Feiert schön, erholt Euch gut und seid lieb zueinander!

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How to order a taxi without acting like a honk http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2180/how-to-order-a-taxi-without-acting-like-a-honk/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2180/how-to-order-a-taxi-without-acting-like-a-honk/#comments Wed, 23 Dec 2009 03:09:19 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2180 Nun, ich möchte diesmal das böse “S-Wort” vermeiden, sagen wir also einfach: Es gab da so eine große Party in einem der größten Gebäudekomplexe der Stadt. Und traditionell enden diese Partys ziemlich pünktlich gegen 3 Uhr morgens. Und wie das so ist wenn viele Leute gleichzeitig nach Hause wollen: Taxen werden knapp.

Wenn man schlau ist, sucht man sich einen markanten Punkt in der Nähe und ordert telefonisch. So auch unsere Protagonisten. Sie haben eine Tankstelle als Treffpunkt erwählt.

Beginnen wir nach dieser Vorgeschichte mit einem kleinen Quiz. Ich gebe Euch immer zwei Antwortmöglichkeiten. Eine ist die richtige Variante, die andere ist die von den “Fahrgästen” gewählte Version.

Nun, die Tankstelle war ja schon erwähnt.

Was macht man also nach der Taxibestellung:

a) man begibt sich zum Tankstellengelände und wartet
b) man stellt sich 50 Meter davon entfernt auf die andere Straßenseite

Das Taxi kommt und fährt an den Fahrgästen vorbei, schließlich gab es ja einen vereinbarten Treffpunkt und jede Menge andere potenzielle Kunden. Würde ich bei jedem anhalten und fragen, hätte ich zwar schneller meine Fahrt aber ganz sicher nicht die Anrufer.

Nun kurvt das Taxi um die Zapfsäulen rum und hält Ausschau. Die richtige Reaktion der am falschen Platz stehenden Menschen ist:

a) schnell rüberrennen und mit Handzeichen signalisieren, daß man doch gerne mitfahren möchte
b) stehenbleiben und dumpf glotzen

Nun, auch Taxifahrer haben manchmal Mitleid mit komischen Leuten. Als dort also keiner an der Tankstelle zu finden war, bin ich mit knapp über Schrittgeschwindigkeit an den Gestalten vorbeigefahren. Was macht man dann?

a) die Hand heben oder sonst irgendwelche Signale geben
b) stehenbleiben und dumpf glotzen

Nun, da keine Reaktion kam bin ich halt die 50 Meter zum großen Sammelplatz gefahren und dort eine sehr nette Fahrt begonnen.

Jetzt könnte die Geschichte eigentlich schon zu Ende sein. Aber gute 10 Minuten später klingelt in unserer Zentrale das Telefon. Was könnte wohl der Inhalt des Gesprächs gewesen sein?

a) Die Bitte, doch noch einen Wagen vorbeizuschicken, weil man sich ja offensichtlich verpasst hat
b) Die Beschwerde, daß der blöde Taxifahrer gar nicht angehalten hat

Wenn jemand von Euch jetzt jedes Mal die Antwort b) gewählt hat: Du hattest Deine Chancen, Du hast sie mehrfach nicht genutzt. Und das ist sicher nicht meine Schuld!

Vielleicht sollte man doch einfach mal einen “Grundkurs Taxinutzung” ins Vorlesungsverzeichnis aufnehmen. Da scheint es ja doch gewisse Defizite zu geben…

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Und die heißen dann alle Klaus? http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1240/und-die-heisen-dann-alle-klaus/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/1240/und-die-heisen-dann-alle-klaus/#comments Sun, 20 Dec 2009 16:48:39 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=1240 Belooochen und betroochen habense uns all die Jahre! Hier die ganze ungeschminkte Wahrheit über die Herkunft des Weihnachtsmanns!

(Achtung: Nichts für Kinder, schwangere Frauen und Menschen mit schwachen Nerven. Dieses Video wird den Glauben an den Weihnachtsmann erschüttern.)

(Direktweihnachtsmann)

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Nu is aber auch gut! http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2168/nu-is-aber-auch-gut/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2168/nu-is-aber-auch-gut/#comments Sat, 19 Dec 2009 08:12:57 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2168 Eine Sache zieht sich seit Jahren hier durchs Blog: Die Dreier-Regel!

Kurz, Dinge passieren gerne im Dreierpack.

In den letzten Wochen gab es ja schon zwei ärgerliche, teils teure und zugegebenerweise auch mit gehöriger Portion Dämlichkeit meinerseits fabrizierte Ereignisse. Erst tanke ich falsch und dann noch die dämliche Schlüsselaktion..

In den letzten Tagen hab ich schon scherzhaft mit Kollegen überlegt, was jetzt noch kommen könnte. Höchstwahrscheinlich, so waren wir uns einig, müsse jetzt noch ein kleiner Blechschaden dazukommen. Vorzugsweise natürlich dämlich, also sinnvollerweise rückwärts irgendwo gegen.

Ratet mal! :(

Naja, ganz genau ist es nicht eingetroffen. Und auch nicht ganz so dämlich, eher so ein “shit-happens”-Ding. Sicher nicht unvermeidlich, aber hätte wohl wirklich jedem passieren können.

Letzte Nacht begann ja in Paderborn der sibirische Winter. Minus 15 Grad in der Innenstadt, weiter draußen auch bis zu -18 Grad. Dazu sowas ähnliches wie Schnee, also weißes Wasser von oben. Untypisch für unsere Stadt blieb der temperaturbedingt auch liegen, zumindest in Nebenstraßen und Höfen.

Und genau auf einem dieser Höfe ist es dann passiert. Ich war auf der Suche nach einer Hausnummer und statt einfach rückwärts aus der Hofeinfahrt rauszufahren hab ich dort gewendet. Weils sicherer ist, hmpf.

Dabei hab ich blöderweise einen komplett eingeschneiten recht flachen Findling übersehen und mit der vorderen Stoßstange gerammt. Nix wildes, aber blöderweise ist unser “Acht” foliert… Die anderen beiden Male war es übrigens auch dieselbe Taxe.

Bei derartigen Minusgraden ist die Folierung nicht wirklich flexibel und wenn der unterste Teil der Stoßstange ein wenig eingedrückt wird, hängt anschließend ein Fetzen Folie blöd in der Gegend rum. Ich hoffe mal, daß darüber hinaus kein weiterer Schaden zu beklagen ist, zumindest hab ich auf die Schnelle nichts erkennen können.

Und damit hab ich die drei “Mißgeschicke” innerhalb eines Monats hinter mich gebracht. Und wehe, das ist damit nicht erstmal für die nächsten Jahre erledigt!

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Verschlossen http://www.taxi-blog.de/wordpress/technisches/2159/verschlossen/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/technisches/2159/verschlossen/#comments Wed, 16 Dec 2009 05:23:31 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2159 Eine Sache kann man mir eigentlich nicht vorwerfen. Ich mache zwar Fehler, aber zum Glück zumindest die besonders doofen nur einmal.

Momentan scheine ich allerdings verstärkt daran zu arbeiten, alle dämlichen Sachen einmal “durchzubekommen”.

Gestern war es wieder soweit…

Ihr kennt das hoffentlich auch: der Moment indem einem klar wird, daß man grade etwas sehr, sehr blödes gemacht hat ist komisch. Nicht lustig-komisch, eher panisch-komisch.

Dieser Moment zieht sich dann wie Kaugummi. Ich hab sicher eine Minute gebraucht, bis ich wieder einigermaßen klar denken konnte.

Ach ja. Ich sollte vielleicht erzählen, was überhaupt passiert ist.

Ich hatte gestern die schöne Idee, kurz vor 22 Uhr noch kurz einkaufen zu gehen. Man kann die Pause ja auch mal sinnvoll nutzen.

Und wenn man dann die Hände voll hat, verfügen unsere E-Klasse-Limousinen über ein sehr praktisches Feature. Der Kofferraum kann mit dem Funkschlüssel geöffnet werden, ein Knopfdruck und der Kofferraumdeckel klappt auf.

Dann einfach alles in den Kofferraum legen und den Deckel wieder zuschlagen. Das Auto blinkt dann noch einmal schelmisch um mir zu signalisieren: “Jetzt ist wieder alles verschlossen. Auch der Kofferraum!”

Auch der Kofferraum? Und wo ist jetzt der fucking Zündschlüssel? Genau!

Okay, bis hierhin ist es peinlich. Cheffe anrufen, den Ersatzschlüssel bringen lassen. Nervig, aber nicht so schlimm.

Und dann fällt mir ein, was ich letzte Woche miterleben durfte. Der Tagschichtfahrer eben dieses Wagens macht Feierabend und vergisst, den Schlüssel abzugeben. Damit begann die Suche nach dem Ersatzschlüssel, leider völlig erfolglos.

Die Taxe war mal ein Leihwagen des örtlichen Mercedeshändlers, offensichtlich hat man bei Übergabe vergessen, den zweiten Schlüssel mitzuliefern…

All das schoß mir in dem Moment durch den Kopf. Und die Tatsache, daß im Wagen nicht nur meine Jacke, sondern auch Wohnungsschlüssel und ein paar andere wichtige Dinge lagen.

Die Lösung des Problems war dann verblüffend einfach. Cheffe angerufen, gebeichtet und nochmal auf die Suche geschickt in der kaum vorhandenen Hoffnung, daß es vielleicht doch einen Zweitschlüssel gibt und er einfach nur gut versteckt ist.

Und was soll ich Euch sagen: Direkt nach der Geschichte mit dem Tagschichtkollegen hat er tatächlich den Zweitschlüssel besorgt und konnte mir damit aus der Patsche helfen.

Wenn es eine Steigerungsform von “perfektes Timing” gäbe, mir würde jetzt ein Anwendungsbeispiel dafür einfallen…

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All-In-One-Student http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2014/all-in-one-student/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2014/all-in-one-student/#comments Tue, 15 Dec 2009 01:35:39 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2014 Ja sicher, es gibt auch ganz, ganz viele total nette Studenten und Studentinnen. Und die meisten anderen “komischen” Studenten, von denen ich hier gelegentlich berichte, würden gar nicht mal auffallen, wenn sie nicht gleichzeitig so gerne darauf hinweisen würden, daß sie “was Besseres” sind. Ich habe also eigentlich nichts gegen Studenten.

Und dann kriegt man durch einen “All-In-One-Studenten” wieder alle Vorurteile bestätigt. Okay, nicht alle. Die Forderung, doch fünf Leute in der Limousine zu befördern wurde nicht sehr vehement vorgetragen. Und es wurde auch nicht um den Preis gefeilscht. Aber ansonsten war fast alles dabei.

Zuerst der Hinweis darauf, daß Taxifahrer ja sowieso immer betrügen und Umwege fahren:

“Aber kürzester Weg zur Uni, ich bin zwar betrunken aber ich merke das!”

Die nächsten Meter wurde dann ausdiskutiert, an welchem Haltepunkt alle einen fairen Restfußweg haben und die Taxifahrt möglichst billig wird. Okay, kann man machen. Wenn man die letzten Cent noch sparen möchte.

Am Ende der Fahrt drückt er mir dann seinen tropfenden $TürkischenImbiss in die Hand mit den Worten:

“Halt mal, kriegst auch 40 Cent Trinkgeld!”

Verabschiedet hat er sich dann mit: “Hitler!”

Muß man alles nicht verstehen… Aber immerhin hatte ich den Innenraum nach wenigen Minuten wieder sauber.

Die andere Hälfte der Fahrgäste war übrigens eher peinlich berührt. Ich sagte ja schon, es gibt auch ganz viele vernünftige Studenten.

PS: Die “Schilderstürmer” vor zwei Monaten waren übrigens auch definitiv Studenten. Weiß ich inzwischen aus absolut sicherer Quelle…

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All-In-One-Soldat http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2118/all-in-one-soldat/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2118/all-in-one-soldat/#comments Fri, 11 Dec 2009 03:47:23 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2118 Keine Ahnung, was mit unseren Briten zur Zeit los ist. Zumindest die “Insassen” der Barker machen den Eindruck, als wenn es Probleme beim Ritalin-Nachschub gäbe. Oder irgendeine andere Drogenproblematik, zu viel oder zu wenig…

Letzte Nacht war es besonders heftig. Schlägereien rund um die “Sammelplätze” aka Britendiscos. Mindestens ein Kollege wurde tätlich angegriffen, der entsprechende Soldat wurde dann direkt der Polizei übergeben.

Ich hatte zum Glück nur die üblichen Kindsköpfe und einen (siehe Überschrift), der fast alle Klischees erfüllte.

Seine Fahrt gehört zu den absoluten Standardstrecken, kostet immer um die Achtfuffzig.

Stufe eins, die Verarschungstour:

Kurz nach Fahrtbeginn drückte er mir sein “Restgeld” in die Hand und meinte:

“Sind neun Euro, das reicht!”

Wie ärgerlich, ich bin bei sowas ja gerne ein bißchen mißtrauisch und zähle nach. Es waren genau sieben Euro, kein Cent mehr. Und außerdem bin ich auch noch extrem nachtragend, wenn man mich verarschen will…

“Okay, sind sieben Euro. Findest Du noch die restlichen einsfuffzig oder möchtest Du bei sieben Euro aussteigen?”

Fand er doof. Folgerichtig kam dann auch

Stufe zwei, Dooftour:

“Da kommt doch nicht mehr als sieben Euro raus, das passt auf jeden Fall!”

Nö, tut es nicht. Hab ich ihm auch klar zu verstehen gegeben.

Stufe drei, die Mitleidstour:.

“Aber es ist kalt und ich bin allein. Du kannst mich doch nicht einfach laufen lassen!”

“Hey, Du hast Dein Geld versoffen. Und Du bist Soldat, ein paar hundert Meter bei plus sieben Grad sollten für Dich machbar sein!”

Nö, nicht nach dem Start. Nichtmal zehn Meter! Hätte er Anfangs nicht gelogen, hätte ich wohl noch ein paar Meter an den Ampeln rausschinden können. Aber: Nö!

Stufe vier, die Beleidigungen:

Bei knapp über sechs Euro hat er dann langsam eingesehen, daß er so nicht weiterkommt. Und folgerichtig begann er dann mit den Beleidigungen.

“Hartherziges Arschloch! Weißt Du, warum wir Engländer Euch Deutsche nicht leiden können? Du bist der Grund!”

Ah, ja. Und ich hätte doch tatsächlich auf so Gründe wie Zweiter Weltkrieg oder Mallorca getippt. Wie dumm von mir.

Stufe fünf, die Drohung:

“Ich hab mir Dein Gesicht gemerkt! Nächstes Mal fahr ich nicht mit Dir!”

Sprachs und schlug endlich die Tür zu. Und wenn ich mir sein Gesicht hätte merken können, würde ich ihn auch bei nächster Gelegenheit an seine Worte erinnern. Die hat er bis dahin wohl leider auch vergessen…

PS: Weils die letzte Zeit zum beherrschendem Thema hier wird der kleine Hinweis: Wenn ich sage, daß es momentan auffällig schlimm ist, dann bedeutet das, daß der Deppenanteil von 1-2 Prozent grad gefühlt auf 10% angestiegen ist. Die 90-99% netten oder zumindest normalen Fahrgäste unter den britischen Soldaten sind “leider” unspektakulär, es wäre schlicht zu langweilig von ihnen zu berichten.

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Stupid Idiots http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2112/stupid-idiots/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2112/stupid-idiots/#comments Wed, 09 Dec 2009 06:19:14 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2112 Manchmal muß man bei unseren Briten einfach “ein Exempel statuieren”. Wenn man ihnen nicht ab und zu zeigt, daß man sich nicht alles gefallen lässt, wird es sonst irgendwann unerträglich.

So war es vor einigen Monaten, als innerhalb kürzester Zeit eine ganze Anzahl Soldaten meinten, sie könnten einfach ohne zu bezahlen weglaufen. Nachdem die ersten erwischt und trotz kleiner Schadenssumme angezeigt wurden, hörte der Spuk fast schlagartig auf. Sowas spricht sich sehr schnell in den Kasernen rum.

Letzte Nacht war ich dann mal dran. Und es hat im Endeffekt sogar Spaß gemacht! :D

Ich steh so alleine an der Barker-Kaserne, eine Gruppe Soldaten stürmt auf meine Taxi-Limousine zu. Vier der Jungs steigen ein und nenne ihr Fahrziel. Als ich grade losfahren will, höre ich den Kofferraumdeckel zuschlagen.

Als ich den Kofferraum öffne, liegt da tasächlich einer drin und grinst mich breit an. Nun, mit wohlgesetzten Worten bat ich ihn, doch mal schleunigst auszusteigen.

Dann flogen seine feixenden Freund aus dem Taxi, ich schnauzte sie an, sie sollen gefälligst ihre geschlechtsverkehrten Hinterteile aus meinem geschlechtsverkehrendem Taxi entfernen. Und zwar geschlechtsverkehrt sofort! Die schüchterne Fragen des Beifahrers “Why?” hab ich dann mit “Zu blöd zum Taxifahren!” beantwortet.

Anschließend Zentralverriegelung reingehauen und mir die Szene angeschaut. Die vier waren sehr traurig über die unerwartete Trinkpause und haben ihrem kofferraumreisendem Kameraden mit ähnlich fein gewählten Worten klargemacht, was sie von seiner Aktion halten.

Ein paar Minuten später, es war immer noch kein anderes Taxi vor Ort, klopfte dann einer nett an die Fahrertür und bat darum, doch wenigstens zu dritt befördert zu werden. Das wären dann auch die “Good Guys”. Die Fahrt verlief dann auch wie erwartet völlig unspektakulär…

Solche Aktionen gehören übrigens zu den klassischen Ablehnungsgründen: Gefährdung der Betriebssicherheit.

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Sonderpreis http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2053/sonderpreis/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2053/sonderpreis/#comments Mon, 07 Dec 2009 04:07:10 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2053 Er war deutlich angetrunken und wollte von einer Kneipe zur nächsten mit mir fahren.

“Sch krich abba Sonderpreis!”

“Äh, wieso?”

(Seine folgenden Aussagen hab ich mal ins Nüchtern übersetzt)

“Bin beruflich unterwegs, ich musste da was richten!”

“Ah, so. Und wieso deswegen jetzt Sonderpreis?”

Der Taxameter lief schon längst… Immer freundlich bleiben!

“Na, ich kenn doch den $ZecherUndVollzahler, der kriegt auch Sonderpeis bei Euch!”

“Nö, kriegt er nicht.”

“Ich aber schon, krieg ich immer.”

Ähnliche Dialogfetzen zogen sich über die nächsten fünf Minuten hin, ich hab nicht wirklich einen Grund für einen Sonderpreis finden können. Kurz vor Ende der Fahrt hab ich mal ganz unschuldig gefragt, was er sich denn so für einen Preis vorgestellt hätte.

“Wir werden uns schon einig!”

“Okay, da sind wir. 7,10 Euro bitte!”

“Siehste. Das ist doch ein fairer Sonderpreis. Da lass ich mich auch nicht lumpen! Mach Zehn!”

Manchmal ist es wirklich einfach, die Leute glücklich zu machen! :)

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Zweimal http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2096/zweimal/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2096/zweimal/#comments Sat, 05 Dec 2009 08:14:35 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2096 Hach, ich mag ja die Überschriften, die gleich mehrfach passen. Deshalb gibt es in diesem Beitrag auch gleich zwei Geschichten.

Und zwar, weil die letzte Nacht die zweite Vollmondnacht zelebriert wurde. Wie gestern waren auch diesmal besonders viele Honks unterwegs…

Mehr als die üblichen zwei auf jeden Fall!

Die Sache mit den zwei Nebelscheinwerfern

Mitternacht, mein Fahrgast wartete vor einem Zoogeschäft am Liboriberg. Ich blinke rechts, halte am Straßenrand und er steigt ein. Während er sein Fahrziel erklärt klopft es an die Beifahrertür und ein älterer Herr gestikuliert wild. Ich fahre das Fenster runter und er schnauzt mich an:

“Wenn wenigstens beide Nebelscheinwerfer gehen würden, würde das ja noch Sinn machen!!!”

Nee, würde es nicht, nichtmal ergeben. Es war nicht im geringsten nebelig, die einzige Sichtbehinderung war die Dunkelheit und damit kamen die Xenons schon ganz gut alleine klar.

“Sorry, das ist das Daimler-Kurvenlicht.”

“Erzähl nicht so einen Scheiß, Du Kasperkopp!”

Wow, Kasperkopp hat mich noch nie einer genannt.

Und schonmal gar nicht für Dinge, für die ich nicht im Geringsten etwas kann. Mercedes (und inzwischen auch viele andere Hersteller) fanden es halt sinnvoll, die Nebelscheinwerfer mit dem Blinker und der Servolenkung zu verknüpfen und damit ungefragt angehen zu lassen.

Ist für den Fahrer allerdings schon ziemlich angenehm, grade in engen Kurven.

Aber meine Erklärungen wollte er nicht hören, für ihn stand fest: Taxifahrer sind eh Lügner und Idioten, is halt so.

In meinen Augen hatte er sich allerdings eher geoutet als jemand, der selten aus seiner Wohnung rauskommt (diese Schaltung sieht man inzwischen schon recht häufig im Straßenbild), null Lernfähigkeit besitzt und zudem auch noch zur unangenehmen Sorte der Immerbesserwisser gehört.

Das ist übrigens der Grund, warum ich Kritikpunkte bei denen ich mir nicht 100%ig sicher bin gerne in Frageform formuliere und mich dann gerne aufklären lasse, wenn ich falsch angenommen habe. Macht einfach einen deutlich sympathischeren Eindruck!

Die Sache mit dem zweimal sehen

Es gibt ja die alte Weisheit: “Man sieht sich immer zweimal im Leben!”. Gelegentlich geht das sogar recht fix. Früher Abend, ich werde zu einem Supermarkt geschickt. Ein paar ältere Gewohnheitsalkoholiker stehen am Eingang, eine Kiste Bier und ein paar Tüten im Schlepptau.

Ich stelle mich daneben und harre der Dinge. Als sie nach 20 Sekunden keine Reaktion zeigen, lasse ich die Scheibe runter und frage:

“Hatten Sie das Taxi bestellt?”

“Ja sicher, was denkst Du denn!!”

Okay, ich war ja auch in Tarnhellelfenbein mit Undercoverdachschild unterwegs. Konnte man ja kaum erkennen. Sie packen ihre Einkäufe in den Kofferraum und los geht die Reise.

Sagte ich Reise? 300 Meter weiter hatten sie ihre “Homebase” erreicht

Der Beifahrer zahlt, seine Mitfahrer schnappten sich ihre Klamotten aus dem Kofferraum (hab ich von innen schonmal aufklappen lassen).

Woran ich leider nicht gedacht habe: Im Kofferraum lag noch mein Mittagsnachtessen, eine leckere Portion Tortellini. Und die waren blöderweise weg. Drecksäcke, diebische, elende!

Naja, Ersatz kann man beschaffen. Die fünf Euro taten auch nicht so weh, da sind mir schon teurere Dinge geklaut worden.

Und mir blieb als Trost der obenstehende Satz.

Ich hab allerdings nicht damit gerechnet, daß es so schnell gehen würde. Irgendwann kurz vor Feierabend habe ich getankt, ein Kollege fuhr ebenfalls an der Tankstelle vor und aus seinem Taxi steigt tatsächlich einer der Jungs aus.

Ich hab ihn dann an der Kasse mal drauf angesprochen. Er hat sich dann ein wenig gewunden, war halt ein Versehen und täte ihm auch leid. Er gab mir dann die fünf Euro dafür und zog von dannen!

Eigentlich schade. Nach seiner aggressiven Art auf der Einkaufsfahrt hätte ich mit etwas mehr Gegenwehr gerechnet und mich schon auf ein feines Brüllduell eingestellt.

Aber das Leben ist ja kein Wunschkonzert und manchmal sind auch saure Äpfel befriedigend. Genug Stress hab ich ja eigentlich die Nacht schon gehabt.

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Nachberichterstattung Domian http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2092/nachberichterstattung-domian/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2092/nachberichterstattung-domian/#comments Sat, 05 Dec 2009 05:30:20 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2092 Die ganze Domian-Aktion von vor einigen Wochen hat übrigens richtig hohe Wellen geschlagen. NICHT!

Tatsächlich haben mich grade mal drei Kollegen der eigenen Firma drauf angesprochen. Sonst nicht ein Einziger. Kein Kollege, kein Fahrgast. Nada! Hier in der Gegend scheint es deutlich mehr Blog-Leser als Domian-Hörer zu geben.

Zumindest bis letzte Nacht. Ich übernehme eine Fahrt im Riemeke und werde an der Haustür schon begrüßt:

“Du bist Torsten, oder?”

“Jau!”

“Nee!”

“Doch!”

“Du warst doch der bei Domian, oder?”

“Ähem, ja…”

“Wie geil, wir haben grade alle Paderborner Taxiunternehmen durchtelefoniert und gefragt, ob dort ein Torsten fährt! Super, daß es geklappt hat!”

Tja, jetzt hab ich also ein paar neue Stammkunden, die ganz glücklich sind, endlich den Taxifahrer aus dem Radio kennengelernt zu haben.

Lustige Welt manchmal! :D

Und sorry an alle anderen Zentralisten, die sicher ein wenig genervt waren!

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Dumme bei Vollmond http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2079/dumme-bei-vollmond/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2079/dumme-bei-vollmond/#comments Fri, 04 Dec 2009 04:05:42 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2079 “Habt Ihr heute auch gemerkt, daß Vollmond war? Bei uns waren unglaublich viele Idioten!”

So die Frage der Discomitarbeiterin…

Keine Ahnung, ob es wirklich am Vollmond lag. Vielleicht lag es auch einfach daran, daß die Uni-Nikolausparty mit vielen Weihnachtsfeiern der britischen Soldaten zusammenfiel. Beide Personengruppen haben unter Alkoholeinfluß einen unübersehbar überhöhten Deppenanteil.

Die vielen kleinen Dumpfbackenaktionen erspar ich Euch.

Aber eine Sache habe ich mir ganz fest ins Hirn graviert. Lieber fahre ich zukünftig fette Umwege als nochmal mit vier besoffenen Briten an der Uniampel vorbeizukommen.

Rote Ampel, rundum jede Menge auf Taxen wartende Studenten. Die Briten pöbeln dämlich durchs offene Fenster, die Studenten sind doof genug, um darauf einzugehen.

Ein Wort gibt das andere und ein paar Sekunden später sind alle Türen aufgerissen und man prügelt sich in und ums Taxi. Ätzend.

Ein Kollege hat mir eben von ähnlichen Erlebnissen berichtet. Da gab es gleich zwei Prügeleien im Taxi, einmal eine Gruppe Studenten und einmal eine Gruppe Briten.

Den Rest der Schicht bin ich dann freundlich winkend um alle offensichtlich besoffenen Briten und Studenten rumgefahren. Ein paar Meter weiter stand garantiert der nächste, deutlich angenehmere Fahrgast.

Ein Luxus, den man sich letzte Nacht prima leisten konnte. Der Umsatz lag, quasi als Entschuldigung des Schicksals, deutlich über meinen letzten Wochenendschichten und somit für einen Donnerstag in schwindelerregenden Regionen. Immerhin.

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Funky Dialoge http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2075/funky-dialoge/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2075/funky-dialoge/#comments Thu, 03 Dec 2009 23:01:48 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2075 Meine Information an den Zentralisten:

“Ich fahr nach Bali!”

Ein recht neuer Kollege fragt nach:

“Wo ist eigentlich dieses Bali?”

“Direkt hinter Malo!”

Soviel aus der Kategorie “Dumme Antworten”… Bei nächster Gelegenheit werd ich ihn mal fragen, ob er schlau draus geworden ist. Bali ist übrigens Bad Lippspringe und das liegt von Paderborn aus gesehen hinter Marienloh.

Ich finds übrigens prima, daß er nachfragt.

Nur so kann er was lernen! :)

Und normalerweise sind meine Antworten auch hilfreicher, diesmal konnte ich es mir aber dann doch nicht verkneifen…

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