taxi-blog.de http://www.taxi-blog.de/wordpress Night on Earth, every night... Thu, 02 Sep 2010 04:05:06 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.0.1 Do as I want, don’t do as I say! http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3295/do-as-i-want-dont-do-as-i-say/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3295/do-as-i-want-dont-do-as-i-say/#comments Thu, 02 Sep 2010 04:05:06 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3295 Naja, eigentlich geht der Elternspruch in den USA eher so: “Do as I say, don’t do as I do”. So hat es mir das wunderbare Blog “USA Erklärt” vor ein paar Monaten mal, nunja, erklärt halt.

Aber im Taxibereich stimmte die letzten beiden Schichten eher meine Version. Dienstag stieg eine Gruppe Fahrgäste in meinen Wagen und nannte als Fahrtziel ein vernuscheltes “Heiersstraße, Imbiss”. Zumindest hab ich es so verstanden, hab aber noch zweimal nachgefragt um sicher zu gehen.

Protest kam dann zum Glück recht zügig. Mein Beifahrer bestand darauf, “Haller Straße” gesagt zu haben. Okay, klingt ähnlich. Aber dort gibt es blöderweise keinen Imbiss. Und mit zwei Frauen dabei fährt man ja auch üblicherweise nicht in den dortigen Puff.

Gemeint hat er übrigens “Halberstädter Straße”. Bis ich die Leutchen dort absetzen konnte, durfte ich mir noch allerhand über meine angeblich nicht vorhandene Ortskunde, meinen Versuch, sie abzuzocken und die Unfähigkeit meines Navis anhören. Naja, ich bin bei sowas dickfellig und dem Navi war es egal. Das war schließlich noch nichtmal eingeschaltet…

Letzte Nacht begann meine Schicht gleich mit so einer Tour. Angesagt war eindeutig “Rathenaustraße” im Riemekeviertel. Kurz davor wurde sie leicht panisch und meinte was von “Stadtheide”, ganz andere Gegend. Nur gibt es die Straße dort leider nicht.

Nach kurzer Diskussion einigten wir uns drauf, daß sie mir den Weg zeigen wolle. Auf meinen Vorschlag “Dr.-Röhrig-Damm” reagierte sie immerhin leicht positiv. Die “Abkürzung” über die B1 konnte ich ihr dann noch ausreden und so haben wir uns von hinten der Stadtheide angenähert.

Letztendlich war es dann der “Rotheweg”. Bezahlt wurde unter üblem Gezeter und wüstesten Verwünschungen.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der dritte ähnlich gelagerte Fall. Die alte Dreier-Regel halt, typischerweise ist danach erstmal eine Weile Ruhe.

Moooment! Da war doch letztens… Richtig! Der Brite, den ich vor die Tür gesetzt habe.

Dem Himmel sei Dank, es ist ausgestanden. Ab jetzt werden die Fahrgäste hoffentlich wieder sagen, wo sie hinwollen und ich werde sie weiterhin auf kürzestem Weg dorthin bringen. Puh!

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Die Entstehung der Arten http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3287/die-entstehung-der-arten/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3287/die-entstehung-der-arten/#comments Wed, 01 Sep 2010 05:10:10 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3287 Bei den meisten Menschen lag Darwin wohl nicht ganz verkehrt mit seiner Vermutung über gemeinsame Vorfahren. Die drei Briten vorhin jedoch waren eindeutig Nachfahren der “Sus scrofa”, auch als Wildschein bekannt.

Als sie einstiegen, hab ich leider nicht direkt gemerkt, was die beiden hinter mir noch an Nahrungsmitteln mitbrachten. Mein Beifahrer hatte nur noch einen Rest in der Hand und schlang ihn noch vorm losfahren hinunter.

Kurz vor der Kaserne fuhr dann das Fenster hinten links runter, der hinter mir sitzende Typ steckt seinen Kopf raus und “lässt laufen”. Im Spiegel sehe ich nur noch eine weiße Masse, ich würde auf Pommes/Majo tippen…

Wenig später… Die drei sind grad ausgestiegen, hatten aber noch nicht bezahlt. Zuerst will ich mir die Rücksitze und die eventuellen Verschmutzungen aussen ansehen. Nun, die Kotzerei war problemlos vonstatten gegangen. Nicht ein Spritzer am Lack.

Dafür hatte die Drecksau die Gummifußmatte als Teller benutzt. Pommes mit Majonaise, weiträumig verteilt und offensichtlich direkt daraus weitergegessen. Die Fingerspuren in der Mayonaise waren sehr eindeutig…

Diese Gummimatten werden branchenintern auch gerne als “Kotzmatten” bezeichnet. Genau dafür sind sie da, dort können literweise Körperflüssigkeiten aufgefangen werden und können dann mit Hochdruckreiniger wieder in vernünftigen Zustand zurückversetzt werden.

Der Haken: wenn keine stinkenden Flüssigkeiten nach dieser Reinigung schreien, werden die auch tage- oder wochenlang nur ausgeschüttelt. Der nächste Fahrgast tritt die Matte ja doch nur wieder mit Füßen!

Wenn man sich jetzt aber einfach mal vor Augen führt, wo die Schuhe der Fahrgäste vorher waren… Davon zu essen ist ungefähr so, wie seine Pommes vom Bürgersteig abzukratzen und sie sich dann ins Maul stopfen. Widerlich!

Nun ging es um die Reinigungskosten. Wollten sie natürlich nicht übernehmen, schließlich war es ja keine Kotze! In deren Hirnen war dieses Argument wahrscheinlich sogar logisch. Keine Kotze = keine Verschmutzung. Wahrscheinlich sollte ich mich noch drüber freuen, kostenloses Frühstück für den Fahrer!

Die herbeigerufenen Guards haben dann zumindest eines bewirkt. Der “Täter” riß sich sein Shirt vom Leib, nahm die Matte und brachte sie mit seinem “Putzlappen” tatsächlich wieder in einen brauchbaren Zustand.

Und als ich mich dann mit der Zahlung des Fahrpreises zufrieden gab, entdeckte dann einer der Jungs sogar verschollen geglaubte Reste seiner Erziehung wieder. Er entschuldigte sich für seine Kumpel und drückte mir noch einen Zehner in die Hand. Versöhnliches Ende also.

Trotzdem. Beim schreiben dieses Eintrags mußte ich einige Male den Würgreflex unterdrücken beim Gedanken an die “Mahlzeit” von der Kotzmatte. Unglaublich…

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Keine gute Tat bleibt ungesühnt! http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3263/keine-gute-tat-bleibt-ungesuhnt-2/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3263/keine-gute-tat-bleibt-ungesuhnt-2/#comments Tue, 31 Aug 2010 01:44:52 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3263 Unser Taxistand am Bahnhof ist ja zweispurig. Üblicherweise hat der Kollege vorne rechts (in Fahrtrichtung gesehen, aus dem Bahnhof kommende Fahrgäste sehen es natürlich andersrum) am längsten gewartet und bekommt die nächste Fahrt. Deshalb sortieren sich im Laufe der Vorrückerei die Taxen der anderen Spur auch irgendwann nach rechts in die passende Position.

Ich stand links zwar als Erster, aber in Wirklichkeit gehörte ich auf Position vier. Die ersten beiden Fahrzeuge der rechten Reihe wurden besetzt und ich wartete darauf, daß der Dritte mal vorrückt und ich mich hinter ihm einfädeln kann. Ging leider nicht, der Fahrer war “unbekannt verzogen”.

Nun, dann wartet man ein bißchen, kann ja nur Pinkelpause oder das Gegenteil, Kaffee holen sein. Als dann aber die ersten potenziellen Fahrgäste zu sehen waren, wurde es mir zu bunt. Da hab ich halt die Lücke genutzt und den Kollegen “überholt”.

Exakt in dem Moment kam er mit seinem Kaffeebecher zurück, sah sich alles an und ging ohne Kommentar zu seinem Auto. Naja, fährt zwar für die falsche Firma, aber ist eigentlich ein Netter. Es gibt durchaus Fahrer, die sich bei sowas erst einmal aufplustern und laut werden.

Als dann die ersten Fahrgäste ankamen, hab ich ihn freundlich gefragt:

“Willst Du fahren, Du warst ja vor mir da!”

Er hat dankend angenommen, die Fahrgäste waren leicht verwundert aber mit der Erklärung zufrieden:

“Hier war eben ein wenig Chaos, der Kollege hinter mir wartet schon länger und würde sich freuen, wenn Sie bei ihm einsteigen würden.”

Kaum war das Taxi weg, nimmt mich ein Kollege zur Seite und meint verschwörerisch:

“Hast Du gut gemacht, ich hab gehört, wo es hingeht. Nur zwei Straßen weiter! Du bekommst gleich bestimmt eine weite Tour!”

Nun, ich kenn ja mein Glück am Bahnhof. Es hat schon einen Grund, warum ich dort eher selten stehe.

“Warten wir mal ab. Wahrscheinlich steh ich jetzt noch eine Stunde auf erster Position und fahr dann zur Rathenaustraße für vier Euro…”

Nun, ich hab mich geirrt. Es wurde die Neuhäuser Straße am Ende der Rathenau… Rund einen Euro weniger als die Kurzfahrt des Kollegen. Aber immerhin hab ich nur fünf Minuten drauf warten müssen und das Trinkgeld war prozentual riesig, in Zahlen immerhin fast zwei Euro.

Es war Wochenende, kaum Briten in der Stadt. Trotz der kurzen Fahrt hab ich mich wenig später wieder angestellt. Unser Bahnhof läuft nicht wirklich gut, aber zu dem Zeitpunkt hab ich keine bessere Alternative gehabt.

Und dann kam sie, meine Belohnung. Ich stehe auf zehnter oder elfter Position, ein Gruppe von drei StudentInnen läuft an allen vor mir stehenden Taxen vorbei und klopft an mein Fenster:

“Können wir auch mit Ihnen fahren?”

“Wenn Ihr das möchtet, sicherlich und gerne! Der Kollege vorne rechts wartet allerdings schon länger als ich.”

“Wir wollen aber lieber mit Ihnen fahren! Sie nehmen doch auch das hier an, oder?”

Und hielten mir einen Taxigutschein der Deutschen Bahn hin.

Das ist der Moment, in dem die meisten Fahrer eine leichte Erregung verspüren. Taxigutscheine der Bahn bedeuten üblicherweise weite Fahrten. Ich habe schon viele davon angenommen, erst einer war für eine Stadtfahrt ausgestellt. Dieses mal sollte es rund 40 Kilometer weit gehen.

Bingo! Solch eine Fahrt wünscht sich um die Uhrzeit, Wochenendschicht und vor Mitternacht, jeder Kollege.

Ich war dann ja neugierig. Die allermeisten Menschen halten sich an die “Regel” und nehmen das erste Taxi in der Reihe, ob ich da wohl Blogleser im Taxi habe?

“Sorry daß ich frage. Aber warum habt Ihr ausgerechnet mit mir fahren wollen?”

“Sie sahen so sympathisch aus…”

Hach, was für eine tolle Antwort! So ein richtiger Seelenstreichler für jemanden, der bis vor knapp zwei Jahren noch die denkbar schlechteste Meinung von sich selbst hatte. Zumindest in Sachen “Optik”. Aber auf den ersten Blick als “sympathisch” eingeschätzt zu werden ist für mich auch heute noch kaum zu glauben…

Am Ende der Fahrt stellte sich dann heraus, daß ich nicht der einzige Taxifahrer aus Paderborn war, der diese Tour von der Bahn gesponsert bekommen hat. Während ich noch meine Buchhaltung erledigte, kam der Kollege mit gleicher Tour zu mir, klopfte ans Fenster und fragte:

“Darf ich hinter Dir herfahren, Du hast doch Navi.”

Kurz hab ich drüber nachgedacht, ob ich ihm das nicht verbieten sollte. Immerhin fährt er für Paderborns übelstes Taxiunternehmen…

Allerdings ist er einer von den drei Fahrern (unter rund 20 dieser Firma) der noch nicht negativ aufgefallen sein. Kann Zufall sein. Letztendlich glaube ich aber bis zum Beweis des Gegenteils immer noch gerne an das Gute im Menschen.

Ich war dann also doch gnädig, bin halt doch ein guter Mensch! Sein Chef hätte ihn bestimmt verprügelt, wenn er nicht rechtzeitig wieder in Paderborn gewesen wäre!

Klingt lustig, ist aber ausnahmsweise nur halblustig gemeint… Besagter Chef wird nämlich demnächst vor Gericht stehen, weil er seine Aggressionen nicht im Griff hat. Mehr dazu, wenn das Urteil gesprochen ist!

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Sprach- und sonstige Probleme http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3256/sprach-und-sonstige-probleme/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3256/sprach-und-sonstige-probleme/#comments Fri, 27 Aug 2010 01:50:11 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3256 Paderborn ist ja jetzt nicht so die Touri-Metropole. Die meisten Nicht-Paderborner in der Stadt kommen naturgemäß aus anderen Teilen Deutschlands oder Großbritanien. Ein paar Holländer fallen gelegentlich auf, was die hier machen kann ich allerdings auch nicht sagen. Obwohl, wir haben ein paar Campingplätze und die Gegend ist nicht schlecht für Fahrradfahrer!

Englisch kann ich ganz gut, Deutsch versteh ich sogar bei übergroßer Trunkenheit. Also kommen Verständigungsprobleme extrem selten vor.

Und dann gibt es Nächte wie diese, die alte Dreierregel mußte ja mal wieder zuschlagen.

Zuerst steigt mir am Bahnhof ein Pole ins Taxi, der gerne Richtung Sauerland wollte. Die SMS mit der Adresse half schon sehr gut weiter, die Frage nach einem Festpreis konnte ich dann schriftlich beantworten. Zahlen auf Papier sind ja doch recht international.

Während der Fahrt hörte ich dann ziemlich oft das eine deutsche Wort, daß er perfekt beherrschte:

“Katastrophe!”

Immer begleitet von seinem Zeigefinger in Richtung Taxameter. Dabei war der Fahrpreis absolut fair. Zumindest für ihn, ich wusste leider bei der Vereinbarung nicht, daß die B480 hinter Wünnenberg wegen einer Baustelle gesperrt war. Die Umleitung verlängerte die Fahrt doch erheblich.

Stunden später steigt ein Mensch in meinen Wagen, der ebenfalls keiner Sprache mächtig war, die ich verstehen konnte. Italiener, zudem ohne Kenntnis der Zieladresse. Aber er wusste, wo er hin wollte und konnte mich dann mit Gesten leiten.

Zu guter Letzt (naja, gut war es überhaupt nicht) dann ein Brite mit sehr üblem Slang. Eher kein regionaler Dialekt, er schien mir schon Engländer zu sein und Schottisch oder gar Walisisch erkenne ich normalerweise. Einfach Straßenslang, sein ganzes Verhalten war ebenfalls danach.

Er stieg also ein und nannte als Fahrziel die Allanbrooke-Kaserne. Ich hab noch extra zweimal nachgefragt, weil er so unverständlich gesprochen hat und er hat es mehrfach bestätigt. Fünfhundert Meter vorm Ziel wollte er dann unbedingt noch zum “Goldenem M”. Ich wende also und will in die entsprechende Richtung und er flippt das erste Mal aus. Ob ich mich denn nicht auskennen würde und warum ich nicht gradeaus weiterfahren würde. Nun, vermutlich wäre in Rheda-Wiedenbrück der nächste Mc, wenn man die Neuhäuser Straße weiter gradeaus fährt…

Wenig später fiel ihm dann ein, daß er doch gar nicht zur Kaserne wollte. Ein britisches Wohngebiet war jetzt das neue Ziel. Also, für mich war es neu, er hat sich aufgeregt und lautstark behauptet, daß er genau diese Adresse von Anfang an genannt hätte.

Wenig später wurde mir dann die Sache zu heikel, jetzt wollte ich erst einmal Geld sehen, vorher geht es keinen Meter weiter. Er wühlte sich erfolglos durch alle Taschen und hatte einen neuen Grund, sich in ohrenbetäubender Lautstärke aufzuregen. Schließlich hätte er ja Geld gehabt, als er aus der Disco kam. Bleibt ja nur die Möglichkeit, daß ihn der Taxifahrer ganz offensichtlich unbemerkt ausgeraubt hat.

Meine heftig vorgetragene Bitte, jetzt mal schleunigst auszusteigen kam er dann glücklicherweise nach. Okay, nicht sofort. Aber als er erkannte, daß ich per Funk “Verstärkung” alarmierte, ging es plötzlich.

Das sind sie dann, die Nächte in denen ich mich einfach nur noch freue, wenn der Feierabend gekommen ist…

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Mathe for runaways http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3247/mathe-for-runaways/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3247/mathe-for-runaways/#comments Wed, 25 Aug 2010 21:53:38 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3247 “Das macht dann 8 Euro 80, bitte!”

Er gab mir einen Zwanziger, kramte noch in den Hosentaschen und hielt mir noch ein 20-Cent-Stück hin.

“Dann kannst Du mir 11 Euro zurückgeben.”

Britischer Soldat. Mir war klar, daß es ihm nicht darum ging, Trinkgeld zu geben. Ausserdem hatte ich Zeit, also hab ich versucht, ein bißchen Mathenachhilfe zu geben.

“Dann hättest Du aber 9,20 bezahlt und nicht 8,80.”

“Nee, da fehlen noch 20 Cent bis 9 Euro und dann passt das genau mit den 11 Euro Wechselgeld.”

Dreimal hab ich es ihm erklärt und vorgerechnet. Dann haben wir uns darauf geeinigt, daß ich die 40 Cent einfach als Trinkgeld annehme und wir nicht mehr drüber sprechen.

Und irgendwo in Paderborn läuft jetzt ein Brite rum, der der festen Überzeugung ist, Paderborns Taxifahrer können nicht rechnen…

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Pakistan http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3236/pakistan/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3236/pakistan/#comments Tue, 24 Aug 2010 07:17:28 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3236 Nun, auch wenn es so scheint, als ob ich momentan (nach der Leukämie-Geschichte) meine wohltätige Ader entdeckt habe, dem ist nicht so.

Hmm, ich denke grade nach…

Scheiße, doch! Es scheint zu stimmen. Aber alle Hilfe-Aufrufe, die ich hier in meinem Blog gepostet habe, hatten eine Gemeinsamkeit: Ich war und bin bereit, selbst dafür meinen Beitrag zu leisten. Die Leukämiehilfe der www.dkms.de (grad offline, wird sicher wieder) war ja noch einfach. Kostenlos, ein paar Zellen hinschicken und gut ist.

Aber ich habe es nicht vergessen!

Oben hier im Blog steht ein komisches Wort: Spender. Ein dezenter Hinweis, daß ich vor ein paar Jahren (ja, ich hab bei der “Rückzahlung” geschludert) mal sehr genial von Euch gesponsert wurde und das nur angenommen habe unter der Bedingung, daß ich Euer Geld an wirklich bedürftige Menschen weiterleite, wenn ich es mir leisten kann.

Jetzt ist es soweit, die erste Rate ist rausgegangen. Viele Menschen in Pakistan brauchen Eure (und meine) Hilfe. Von mir sind grade 100 Euro an Cap Anamur gegangen. Für mich spontan die sinnvollste Hilfsorganisation in Pakistan (aber das mag sicher auch meiner Generation geschuldet sein). Entscheidet Euch bitte selbst, das ZDF hat eine Auflistung aller relevanten Hilfsorganisationen zusammengestellt:

Hilfe für Pakistan und die Opfer der Flutkatastrophe

Wie Ihr Euch entscheidet ist egal, nur macht was!

(vom Pfoetchenblog angestupst)

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Der erste Arbeitstag http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3212/der-erste-arbeitstag/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3212/der-erste-arbeitstag/#comments Thu, 19 Aug 2010 05:42:33 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3212 War ein Guter! Schon die gestrige Entscheidung, noch einen Tag länger zuhause zu bleiben war ziemlich gut, wie mir vorhin die Kollegen bestätigten. Es ist halt immer noch ruhig in Paderborn, da kann man auch mit halber Besetzung alle Fahrten ohne Hektik schaffen.

Auch die Entscheidung, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, war genau richtig getimed. Mit dem Eintreffen an der Zentrale kamen die ersten Regentropfen und bis zum Feierabend war es dann auch wieder trocken. Perfekt.

Und auch die Fahrgäste und Fahrten waren prima. Schon die zweite Fahrt war dann gleich auch blogenswert!

Eine typische “Hartz-4-Kneipe”. Üblicherweise kommen von dort am Anfang des Monats einige Fahrten, selten mehr als zwei Straßen weiter und typischerweise deshalb, weil der Fahrgast nicht mehr in der Lage ist, diese Entfernung auf eigenen Beinen zurückzulegen.

Der Fahrgast wohnte allerdings schon ungewöhnlich weit entfernt, entspannte zwei Kilometer.

“Du fährst aber komisch!”

“Wie jetzt? Zu langsam? Zu schnell?”

“Falschrum, sonst fahr ich immer andersrum!”

“Da kommt man leider im Moment nicht durch die $Straße. Vollsperrung wegen einer Baustelle. Und damit ist es jetzt ausnahmsweise hierher kürzer.”

“Aber ich bin doch Stammkunde bei Euch, ich fahr seit Jahren mit Czernoch!”

“Das weiß ich doch, ändert aber leider nichts an der Sperrung!”

“Aber ich zahl immer zwischen fünf Euro und Fünffünzig!”

“Schlimmstenfalls sind es ein paar Cent mehr, so groß ist der Umweg nicht.”

Danach ging er dann in den Smalltalk über. Auf eine Art und Weise, die mich fast wahnsinnig macht. Er stellt mir eine Frage und in dem Moment, in dem ich die ersten Worte zur Antwort sage, unterbricht er mich mit einer neuen Frage. Solche “Gespräche” sind echt fürchterlich. Er kann ja gerne alleine reden und ich höre einfach nur zu. Aber wenn er die Antwort nicht hören will, sollte er auch keine klaren Fragen stellen…

Am Ziel angekommen stehen 5,40 Euro auf dem Taxameter… Er zählt ein paar Silbermünzen zusammen:

“Hier, 10 Euro. Stimmt so!”

Manche Dinge muß man nicht verstehen. Einfach akzeptieren… ;)

Trinkgeldtechnisch wurden der Fahrgast allerdings Stunden später von drei netten Briten übertrumpft. Die waren in ziemlich guter Stimmung und auf dem Weg zu einem offensichtlich paarungswilligem Mädel.

“Three guys and one girl. Sounds gay, what do you think, driver?”

“Jepp! Evil foursome…”

Meine Antwort fanden die Jungs höchst amüsant und dankten es mir am Ende der Fahrt. Die rund sechs Euro Fahrpreis bezahlte der Beifahrer mit einem Zehner und den Worten: “Take eight, please!”

Während ich sein Wechselgeld rausgab, wurden mir dann noch von hinten zwei Zweier in die Hand gedrückt, was meinen Beifahrer mit “Fuck, keep the change!” noch abrundete.

Fast acht Euro zusammen, thanks!

Eine umsatztechnisch eher durchschnittliche Nacht mit extrem überdurchschnittlichen Trinkgeldern.

So darf es gerne weitergehen, besser als umgekehrt! ;)

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Lebenszeichen http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3204/lebenszeichen-2/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3204/lebenszeichen-2/#comments Mon, 16 Aug 2010 22:46:49 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3204 Gesund, munter und nach zwei internetfreien Tagen auch wieder online…

Schon sehr ätzend, am Donnerstag hat sich mein Heimrechner in die ewigen Jagdgründe begeben und am Samstag hat dann auch noch das $MobileInternet jeden Verbindungsversuch abgelehnt.

Der neue Heimrechner ist jetzt fertig, noch ein bißchen optimieren aber bisher läuft er rund. Und unterwegs läufts hoffentlich morgen wieder, da muß wohl doch das Betriebssystem auf Version 4 hochgerüstet werden.

Berlin war geil, aber der Schlafentzug ist einfach nichts mehr für einen alten Mann wie mich. Obwohl es schon irgendwie nett war, daß das Hotel am Sonntagmorgen schon das Frühstück für mich fertig hatte…

Weiterführende Literatur gibt es übrigens beim Sash:

Größer und böser

Und Dritter im Bunde war Randomjo:

Taxibloggergipfeltreffen

Taxibloggergipfeltreffen II

Taxibloggergipfeltreffen Nachtrag

Und mehr über Berlin demnächst hier…

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Frühstück? http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3203/fruhstuck/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3203/fruhstuck/#comments Sat, 14 Aug 2010 01:07:10 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3203/fruhstuck/ Ich hab so das dumpfe Gefühl, daß “Frühstück bis 11 Uhr” für mich keine Option sein wird… Damn!

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Äh… http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3202/ah/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3202/ah/#comments Fri, 13 Aug 2010 23:01:28 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3202/ah/ Irgendwie hätte ich Sash wohl nicht erzählen sollen, daß ich gerne abseits der Touri-Pfade durch Berlin ziehen will…

Okay, egal! Der Laden ist genial. Wenn mir jemand den Taxischein für Berlin verkauft, bleib ich hier! Der Long Island Iced Tea ist schonmal spitze. Obwohl er nicht einmal auf der Karte steht!

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Team Taxi http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3200/team-taxi/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3200/team-taxi/#comments Fri, 13 Aug 2010 20:45:15 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3200/team-taxi/ …liegt vorn.

Und ratet mal, welcher Vollidiot trotz 6 Restbällen der gegnerischen Partei die Schwarze in’s flache Loch versenkt hat!

Kleiner Tipp: er kommt aus Paderborn.

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Berühmte Stätten http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3198/beruhmte-statten/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3198/beruhmte-statten/#comments Fri, 13 Aug 2010 19:50:10 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3198/beruhmte-statten/ Hier ist er also… Der Ostbahnhof!

Ich bin so aufgeregt… ;)

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Berlin http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3196/berlin/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3196/berlin/#comments Fri, 13 Aug 2010 19:13:31 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3196/berlin/ So, mein Berlinbesuch geht in die heiße Phase… Noch wenige Minuten bis zum Taxibloggergipfeltreffen! ;)

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Leben retten, Leukämie bekämpfen http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3190/leben-retten-leukamie-bekampfen/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3190/leben-retten-leukamie-bekampfen/#comments Fri, 13 Aug 2010 03:04:02 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3190 Die Lokalpresse bringt Beispiele und auch per Mail kam die letzten Tage mehrfach die Frage, ob ich nicht mal einen Aufruf zur Knochenmarkspende veröffentlichen könnte. Kann ich.

Auch wenn ich immer noch einen gewissen Groll auf das DKMS habe, weil sie mich in “dicken” Zeiten ziemlich schroff abgewiesen haben, als ich mich typisieren lassen wollte: Es geht um Menschenleben.

Und wenn Leute mit BMI über 40 (neben vielen anderen) ausgeschlossen sind, spricht das eigentlich eher dafür, daß man kein Risiko eingehen will, gesunde Menschen durch die Spende zu schädigen. Schwamm drüber!

Jedenfalls hab ich mich grade online angemeldet und werde in den nächsten Tagen ein Testset bekommen und zurückschicken. Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich gering, aber vielleicht sorgt eben diese eine Probe dafür, daß ein Mensch weiterleben darf.

Bei ker0zene hat es tatsächlich geklappt. Lest doch mal seinen Erfahrungsbericht nach. Selten war es so einfach, Leben zu retten.

Nutzt die Chance! Ich würde mich sehr freuen!

UPDATE: Jetzt hab ich blöderweise den direkten Link vergessen. Natürlich kommt man auch mit dem ersten Link im Beitrag irgendwie zum Ziel, aber die Hauptseite ist: www.dkms.de/choose.html

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1Live fährt Taxi http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3178/1live-fahrt-taxi/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3178/1live-fahrt-taxi/#comments Fri, 13 Aug 2010 02:14:48 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3178 Und zwar im Rahmen der Sendung “Plan B” und hat ein paar interessante Gespräche mit Taxifahrern aus aller Welt in’s Netz gestellt:

http://www.einslive.de/sendungen/plan_b/planb_taxi.jsp

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Flirt-Noob http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3181/flirt-noob/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3181/flirt-noob/#comments Wed, 11 Aug 2010 20:12:43 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3181 Zufälle gibt es manchmal. Die beiden haben sich nach etlichen Jahren am Taxistand wiedergetroffen und spontan entschieden, sich ein Taxi zu teilen. Vor vielen Jahren waren die beiden mal Nachbarn.

Und dann unterhält man sich über die aktuellen Wohnadressen und sie erzählt:

“Jetzt wohn ich im $Stadtteil, aber die letzten Jahre hab ich quasi in jedem Viertel in Paderborn schon gewohnt.”

Darauf hätte man alles antworten können. Fast alles…

Seine Variante war dann allerdings etwas ungeschickt:

“Ah, Mietnomadin, was?”

Er ist dann allein nach Hause gefahren… ;)

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Todesfahrer http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3122/todesfahrer/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3122/todesfahrer/#comments Mon, 09 Aug 2010 15:26:51 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3122 “Oh, ein Taxifahrer! Einer von denen, die Leute umbringen!”

So waren die Worte des Menschen, der aus der Disco an meiner Taxitür vorbeikam.

WTF? Was soll denn der Spruch? Dämlicher Hinweis auf den Karfreitagsunfall 2009?

Ich hab dann mal nachgefragt. Mehrfach. Und ratet mal…

Eventuell hat ein Fahrer einer anderen Firma vermutlich in der Nähe der Polizeihauptwache möglicherweise irgendeine Mauer angefahren mit, man weiß es nicht genau, eben jenem Menschen an Bord. Die Polizei war übrigens nicht involviert, weil (und das ist ein wörtliches Zitat!):

“Ist ja nichts passiert!”

Boah, was für ein Gesprächseinstieg für (vermutlich) nichts…

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Spruch der Nacht http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3168/spruch-der-nacht/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3168/spruch-der-nacht/#comments Sat, 07 Aug 2010 05:24:46 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3168 Er war ziemlich angeschlagen, aber offensichtlich kein erprobter Trinker. Zumindest meinte er, er müsse sich noch dafür entschuldigen:

“Das war eigentlich nicht so geplant. Weißte!? Da geht man raus, trifft Freunde und dann trinkstste Dich irgendwie so voll in Rausch!”

Ja, nee. Wer hätte das gedacht…

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So ja nun mal nicht! http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3163/so-ja-nun-mal-nicht/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3163/so-ja-nun-mal-nicht/#comments Wed, 04 Aug 2010 00:39:06 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3163 Schon unglaublich, was manche Menschen sich so ausdenken, um in’s Blog zu kommen…

So wie die beiden rücksichsichtslosen Neuenbekener eben. Nennen wir sie der Einfachheit halber mal Patrick S. und Frank B.!

Die haben doch tatsächlich versucht, durch Trinkgeldgabe hier erwähnt zu werden.

Hallo? Ich meine, ich bin natürlich käuflich. Aber nicht billig. Zumindest nicht so billig! Die denken echt, mit fünf Euro könnte man eine Erwähnung kaufen. Pah, das waren grade mal 30%.

Davon abgesehen war es allerdings eine sehr angenehme Fahrt, herzlichen Dank dafür!

Und hey, es hätte ja auch klappen können! ;)

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Fahrbericht BMW 118d http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3053/fahrbericht-bmw-118d/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3053/fahrbericht-bmw-118d/#comments Tue, 03 Aug 2010 04:40:59 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3053 oder:

Aus Freude am Fahren

Nun war es also soweit. Nach 1,5 Jahren ohne Auto ging es nicht mehr ohne. Und weil Sash da irgendwie eine Tradition in Gang gesetzt hat, berichte ich jetzt auch mal über meine Erfahrungen mit einem Mietwagen.

Okay, ich hätte auch die Bahn nehmen können. Aber da die Rückfahrtzeit vom Fahrtziel ungewiss war, wollte die DB sich nicht auf einen vernünftigen Preis einlassen und ich hab dann mal die flexible Variante gewählt.

Der große Autovermieter in Orange bot im Netz das beste Angebot. Ein Smart wäre das Schnäppchen gewesen, aber für grade mal 20 Euro mehr (von Freitag bis Montag) fiel mir die Entscheidung für BMW leicht. Ein 1er sollte es sein, der erste BMW, den ich für mehr als fünf Kilometer fahre. Vierhundert Kilometer waren geplant, da soll es auch ein bißchen Spaß machen.

Nun, die Anmietung war extrem einfach. Im Internet reservieren, dem Netz alle geheimen Daten vom Personalausweis, Führerschein und Kreditkarte anvertrauen und los gehts. Schnuckelige 78 Euro wurden aufgerufen. Sehr fein.

Als ich den Wagen abholen wollte, kam dann blöderweise die Frage nach der Vollkaskoversicherung. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, daß ein Autovermieter sicher standardmäßig alle Wagen so versichert und ich als Mieter dann nur einen überschaubaren Betrag schulde, wenn ich schuldhaft den Wagen schrotte. Mehr so “Vertragsstrafe” und nicht “Sie schulden uns 25.000 Euro!”.

Dem war nicht so. Wie mir von der äußerst netten Lady erklärt wurde, läuft das so: Vollkasko-Options-Gelder werden eingesammelt, die Fahrzeuge sind nur Haftpflichtversichert und wenn einem VK-Bezahler was passiert, wird das aus den eingesammeten Geldern bezahlt.

Klingt logisch, klingt teuer. Aber da ich blöderweise keine 25.000 Euro auf der hohen Kante habe, mußte ich in den sauren Apfel beißen. Eine heutzutage leider häufige Unsitte, ein absolut notwendiger Kostenfaktor wird optional angeboten, um nicht bei Preissuchmaschinen ganz unten zu landen. Machen alle so, muß man mitziehen, um im Geschäft zu bleiben. Traurig, nachvollziehbar, ärgerlich.

Macht 118 Euro Gesamtmietkosten für das Wochenende.

Dafür bekam ich dann den Schlüssel in die Hand gedrückt.

Der Schlüssel war ein Klotz mit drei Knöpfen. Den dritten hab ich dann allerdings erst später entdeckt. Das Wörtchen “Lock” über dem BMW-Zeichen war auch nur bei optimalen Sichtbedingungen zu entziffern.

Da stand ich also vor dem in der Sonne vor sich hin brütenden Fahrzeug und wollte die übliche Prozedur bei aufgehitzten Fahrzeugen vollziehen. Schlüssel rein, Motor starten, Klimaanlage auf maximale Leistung und danach erst einsteigen.

Das “Schlüsselloch” hab ich auch noch relativ schnell gefunden. Aber der “Start-Button” blieb ohne Funktion. Die Kiste sprang einfach nicht an. Auch der Tritt auf das Bremspedal (so kenn ich das von Automatikfahrzeugen, die E-Klassen verlangen sowas auch) brachte nichts.

Erst der Blick in die Bedienungsanleitung enthüllte: Kupplung treten, dann drücken. Hätte man auch drauf kommen können.

Nun ja, war ich halt durchgeschwitzt, bevor ich den ersten Meter gefahren habe.

Aber dann fing der Spaß an. 143 PS in der kleinen Karre und 300 Nm Drehmoment schon bei 1.750 Umdrehungen bedeuten bei flotter Schaltweise der sechs Gänge unglaubliche 8,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Sehr genial.

Laut Tacho schaffte der Wagen rund 220 km/h. Und wurde dabei nicht einmal nervig. Weder hatte ich irgendwann das Gefühl von “Unsicherheit”, noch wurden die Geräusche zu laut. Subjektiv fand ich den 1er sogar leiser als unsere E-Klassen. Respekt. Leider war das Standard-Radio “Business” genauso leise, echtes Party-Feeling konnte da nicht aufkommen… ;)

Die 150 Kilometer Hinfahrt hab ich dann auch mal richtig Feuer gegeben. Immer auf der linken Spur (wenn nicht grade ein A6 von hinten angeschossen kam) und einfach mal Spaß haben. Das Resultat der Autobahn-Hatz: 9 Liter auf 100 km. Das geht schon.

Serienmäßig gibt es im 118d auch die Start-Stop-Automatik. Funktioniert prima, bringt aber naturgemäß nur was im Stadtverkehr. Den Rückweg hab ich dann mit “Wohlfühlgeschwindigkeit” absolviert. Typischerweise also mit 130-150 Sachen. Das Ergebnis: 6,0 l/100 km. Das finde ich dann tatsächlich für ein solches Auto Weltklasse!

Das Kurzfazit lautet also: Ein Auto, das beides kann, sparen und Spaß machen. Wenn man sich den Anschaffungspreis denn leisten kann für einen eher kleinen Wagen. Satt über 25.000 Euro ist schon eine Ansage. Andererseits ist er sogar auf Langstrecke durchaus ein vollwertiger Ersatz für deutlich teurere oder größere Fahrzeuge. Und ein entsprechender Golf ist ja auch nicht so viel billiger.

Und bevor ich es noch vergesse, ein bißchen meckern muß ja auch sein… Welcher Teufel hat BMW nur geritten, das Auto ohne Gurthöhenverstellung auszuliefern? Die ideale Gurtposition konnte ich so nicht finden, dazu bin ich zu groß und wollte nicht mit dem Kopf ans Dach stoßen. Saublöd, sowas.

Ein weiterer Kritikpunkt zur 5-Türer-Version: er hat einfach zu kleine Türen vorne. Vor einiger Zeit hätte ich wohl kaum einsteigen können, selbst jetzt war noch einiges an Verrenkung nötig und einen blauen Fleck am rechten Knie gab’s gratis dazu . Ich würde also eher zum 3-Türer greifen. Der Innenraum dagegen war dafür definitiv “XXXL”-Kompatibel. Der Fahrersitz ließ sich endlos weit nach hinten schieben, dahinter blieb dann weniger als eine Handbreit Platz für die Fontpassagiere.

Interessanterweise war es auch mein erstes Auto, daß am Lenkstockhebel ausschließlich Taster und keine Schalter verwendet. Gewöhnungsbedürftig, billiger in der Herstellung (vermute ich mal dreist) aber auch problemlos.

Lenkstockhebel ist übrigens das Ding, mit dem man Blinker und Fernlicht in diesem Auto bedient. Wenn man den Hebel nach oben (rechts blinken) oder unten (links halt) bewegt, gibt es einen “Druckpunkt”. Lässt man los, bevor der Punkt überschritten hat, hört der Blinker direkt auf. Drückt man über den Widerstand hinaus, bleibt der Blinker an, bis das Lenkrad wieder ein Stück in die Gegenrichtung bewegt wurde.

Kennt jeder Autofahrer, aber üblicherweise bleibt halt der Hebel bis zur Ausschaltung auch mechanisch oben oder unten. Nicht so im 1er, da kommt er immer zurück in die Mittelposition, die Funktion bleibt aber natürlich wie gewohnt erhalten.

Ähnlich die Bedienung des Fernlichts. Üblicherweise drückt man den Hebel nach vorne, er bleibt dort und das Fernlicht bleibt an. Hier kommt er zurück in die Mittelposition und wenn man den Hebel zu sich ranzieht, schaltet man wieder auf Abblendlicht um.

Komisch auf den ersten Kilometern, aber halt nur anders. Nicht schlechter. Warum man aber den “Komfortblinker”, also antippen und er blinkt dreimal, nicht in der Serienausstattung bekommt, wissen wohl nur die BWLer von BMW. Ein paar Bits in der Software ändern kostet Aufpreis? In einem schon recht teurem Auto? Erbärmliche Geldschneiderei.

Die Rückgabe ist inzwischen schon eine Woche her und die Endabrechnung ist schon per Mail eingetrudelt. Damit kann ich auch für den großen orangen Vermieter ein einwandfreies Attest ausstellen. Keine Merkwürdigkeiten, keine Nachforderungen irgendwelcher Art. Alles völlig problemlos gelaufen.

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Vorurteile, bestätigt, wieder http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3150/vorurteile-bestatigt-wieder/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3150/vorurteile-bestatigt-wieder/#comments Sun, 01 Aug 2010 05:54:00 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3150 An Liboriwochenenden herrscht Taximangel. Keine ganz neue Entwicklung, das ist quasi schon zu Pferdefuhrwerkszeiten so gewesen und wird sich die nächsten Jahre sicherlich auch nicht mehr ändern…

Erfahrene Taxikunden oder Leser hier im Blog kennen auch die Tricks, um die Wartezeiten zu verkürzen. Einfach ein paar Meter von den typischen Sammelpunkten entfernen, den Taxen entgegengehen (aber auch nicht zu weit) und in 15-30 Minuten sitzt man ziemlich sicher im Taxi. Es gibt immer genug Kollegen, die frei für Winker sind.

Nun, genug Vorgeplänkel. Letzte Nacht komme ich am Detmolder Tor an, eine Gruppe von vier Personen winkt mich ran, ich halte, sie steigen ein. Ein Herr mit auffällig wenig Frisur läuft hinterher und will auch mit. Meine Fahrgäste so zu mir:

“Der gehört nicht zu uns, nimm den bitte nicht mit!”

Nun, “Sammelfahrten” sind eh nur dann erlaubt, wenn die ersten Fahrgäste das wünschen. Klar angesagt, sie wollten nicht. Ausserdem war ich mit einer Limousine unterwegs, da sind vier Personen die Maximalbelegung.

“Sorry, der Wagen ist voll. Aber es kommen ständig Taxen die Detmolder runter.”

Fand der feine Herr nicht ganz so toll.

“Irgendwann seid Ihr auch wieder auf mich angewiesen!”

schmiß er mir an den Kopf. Und setzte nochmal kräftig nach:

“Dann baut mal schön einen Unfall!”

Eine widerliche und menschenverachtende Bemerkung, einfach nur unglaublich übel.

“Weißt Du eigentlich, wer das war?” fragte mich mein Beifahrer.

“Der ist in Bad Lippspringe ein CDU-Kandidat.”

Bei formspring.me wartet noch eine Frage auf meine Antwort:

“Was hast du eigentlich gegen die FDP und die CDU?”

Ich überlege, ob ich nicht einfach einen Link zu diesem Beitrag dort als Antwort poste…

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Dummerstag http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3135/dummerstag/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3135/dummerstag/#comments Fri, 30 Jul 2010 05:51:13 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3135 Gestern war Handwerkertag auf Libori. Eigentlich bekannt für viel Freibier und weite Fahrten. Traditionell der Tag für gemeinsame Firmenausflüge, da sind dann auch gerne mal Leute von weiter weg in Paderborn. Und wenn die Getränke nichts kosten, gönnt man sich auch mal eine weite Taxifahrt.

Okay, diese Klientel ist auch nicht immer ganz einfach, manch einer trinkt dann bis zum Pupillenstillstand…

Dieses Jahr hatte ich allerdings kaum einen typischen Handwerker im Auto. Stattdessen hab ich bei jeder zweiten Fahrt in die Scheiße gegriffen, mehr oder weniger jedenfalls.

Nichts wirklich Dramatisches. Einfach eine Ballung aus unverschämten und dummen Menschen. Bei den Fahrgästen und auch bei den Passanten.

Sehr häufig waren die hartnäckigen Gurtverweigerer. Mehrfach wurden die mitfahrenden Kinder angeschnallt und Mutti oder Papi müssen erst erinnert werden, daß die Gurtpflicht auch für sie gilt.

Daß sich hinten nur angeschnallt wird, wenn ich dazu auffordere, bin ich ja gewohnt. Aber die Frage:

“Wie, vorne muß ich mich auch anschnallen?”

hab ich das erste Mal gehört. Grandios. :(

Dazu unglaublich viele Preisdiskussionen. Die Vorstellungen lagen dann auch gerne bei 30-50% unter dem Taxitarif.

Wie war das noch mit mit “Angebot und Nachfrage”? Wenn ganz viele Leute ein Taxi brauchen, wie würde sich der Preis entwickeln, wenn wir nicht Tarifgebunden wären?

Nun, ein Nichtkunde hatte da eine tolle Idee:

“Ihr habt doch heute so viel zu tun. Da kannst Du mich doch auch mal billiger fahren!”

Nicht. Sei einfach froh, daß wir keine “Libori-Zuschläge” nehmen dürfen!

Und die Kollegen, die 20 Euro für 20 Kilometer akzeptieren (“Da finden wir immer einen, auch zu Libori!”) möge der Blitz beim Scheißen treffen. Wegen erwiesener Dummheit!

Die Passanten waren auch genial. Offensichtlich hatte man es sich zum Ziel gesetzt, die Marienstraße unbefahrbar zu machen. Unmengen an Scherben überall. Und natürlich muß man gruppenweise immer mitten auf der Straßen stehen und gehen.

Mein Kopfschütteln zu einer besonders merkresistenten Gruppe wurde mit:

“Ja, schüttel ruhig den Kopf. Kann man ja auch nicht mit rechnen, daß zu Libori Leute auf der Straße gehen!”

kommentiert. Doch, hab ich mit gerechnet. Deshalb bin ich auch mit Schrittgeschwindigkeit hundert Meter hinter Euch hergeschlichen. Nicht rechnen kann und muß man allerdings, daß auch dann die Straße nicht freigegeben wird, wenn man das Auto bemerkt. Das ist einfach nur ätzend. Dumpfbacken!

Bin ich froh, daß solch ein Ballung nur alle paar Monate mal vorkommt…

Ich denke mal, die zweite Freischicht heute Abend hab ich mir verdient.

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Ohne Worte http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3091/ohne-worte/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3091/ohne-worte/#comments Thu, 29 Jul 2010 04:52:01 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3091

Kunstkleber

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Flashmob reloaded http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3128/flashmob-reloaded/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3128/flashmob-reloaded/#comments Thu, 29 Jul 2010 04:50:22 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3128 Nunja, so ein bißchen hat mein Plan ja funktioniert. Immerhin ein Leser hat mich auf dem Franz-Stock-Platz wirklich erkannt und mir ein Bierchen in die Hand gedrückt!

Herzlichen Dank dafür!

Und letzte Nacht gab es dann einen Anrufer, der ausdrücklich mit mir fahren wollte. Beim Einsteigen drückte er mir dann eine Flasche Radler (zum Glück geschlossen) in die Hand:

“Gestern war ich nicht in Paderborn, deshalb nachträglich!”

Auch hier herzlichen Dank an Chris!

Wir können also festhalten: 1,5 mal hat es geklappt. Ein bißchen schwach, aber ich war am Dienstag auch nicht wirklich lange unterwegs. Hätte ich noch das Sappho besucht, wäre es bestimmt mehr geworden. Will ich jedenfalls mal hoffen!

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Flashmob anybody? http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3114/flashmob-anybody/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3114/flashmob-anybody/#comments Tue, 27 Jul 2010 05:03:51 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3114 Mir kam da grade eine grandiose Idee! Die letzte Idee des Taxiblog-Flashmobs hat ja irgendwie nicht so funktioniert.

Aber wie wäre es denn damit:

Jeder von Euch, der mich heute abend auf Libori trifft, drückt mir einfach kommentarlos ein kühles Getränk in die Hand. Bier wäre durchaus okay, ich muß ja nicht mehr fahren!

Beste Chancen dazu habt Ihr auf dem Kamp, Rathausplatz, Franz-Stock-Platz und später dann Richtung Sappho oder ganz viel später Savoy.

Ich berichte dann über den Erfolg der Aktion!

PS: Wenn das klappt, mach ich ein Franchise-Konzept daraus! ;)
PPS: Ihr dürft das auch weiterverbreiten. Twittert, facebookt oder VZtet es!

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Libori: et löppt! http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3107/libori-et-loppt/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3107/libori-et-loppt/#comments Tue, 27 Jul 2010 04:21:43 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3107 Gestern hab ich noch vom erwarteten leichten Anstieg des Fahrgastaufkommens für die Montagnacht gesprochen. Und dann kam schon am frühen Abend der befürchtete Regenguß. Heftigste Schauer, der Tod einer jeden Stadtfeierei. Und Libori findet bis Mitternacht blöderweise fast ausschließlich im Freien statt. Meine Stimmung und Erwartung fiel von Liter zu Liter…

Ich sollte mich täuschen. Tatsächlich wurden es noch fast 50% mehr Umsatz als am schon verblüffend guten Sonntag. Über Stunden hinweg, auch als der Regen längst aufgehört hat, herrschte akuter Taximangel. Wenn man doch mal in der Reihe stand, gingen die Wagen im Minutentakt weg.

Aber nicht nur die Quantität stimmte, auch die Qualität der Fahrgäste war extrem überdurchschnittlich. Schön auch, daß ich gleich dreimal von Einsteigern mit den Worten “Sag mal, bist Du nicht der Taxiblogger?” bedacht wurde. So oft werde ich normalerweise nicht einmal im Monat angesprochen und anschließend mit Lob überschüttet. Verblüffenderweise waren sogar Borchener darunter! ;)

Schön bei Fahrten mit Bloglesern sind ja immer die Diskussionen zum Thema: Wie komme ich in’s Blog? Persönlich am besten gefallen hat mir da letzte Nacht die Idee einer jungen Dame:

“Ich könnte mich ja nackig ausziehen!”

Das hätte garantiert funktioniert! Blöd nur, daß ihr Lebensgefährte mit dabei war…

Kurze Ärgermomente gab es allerdings auch. Warum auch nicht…

Das erste war noch relativ früh, ich stehe als erster in einer langen Reihe am Taxistand, drei Personen steigen ein und ich höre:

“Wir müssen noch kurz warten, einer kommt noch.”

Das ist richtig fies. In den wartenden Minuten wurden hinter mir fünf Taxen besetzt und meine Beifahrertür fast von einem potenziellen Fahrgast zerschmettert. Er fand wohl doof, daß ich ihn nicht befördern konnte, war ja schon besetzt. Das nächste Taxi wartete übrigens direkt hinter meinem Kofferraum…

Netterweise kam direkt, ich formulierte grade im Geiste eine freundliche Bitte, doch einfach draußen zu warten und bei Komplettierung des Quartetts einfach das dann erste Taxi zu nehmen, die Aufforderung:

“Machens Sie doch bitte die Uhr schon an!”

Damit war einerseits ein gewisser “Schadenersatz” für mich drin und andererseits gab es damit keine Möglichkeit mehr, die Fahrt abzuweisen. Geschickt und gut.

Viele Stunden später stand an der gleichen Stelle gleich ein ganzer Pulk von potenziellen Fahrgästen. Ich fahre vor und “suche” mir einen allein(da)stehenden Herrn aus. Er steigt ein, lässt die Tür offen und meint:

“Wir müssen grad noch warten, die Dame mußte noch zur Toilette! In welche Richtung ist eigentlich das $Hotel150MeterWeiter?”

Nee, ne?! Déjà-vu… Mitten in einer Menschenmenge, die gerne sofort werweißwohin will… Und er lässt mich warten für eine 2,80-Euro-Fahrt. Naja, bin ich wenigstens schnell wieder zurück für die nächsten Fahrgäste.

Die “Dame” kam dann ein paar Sekunden später auch schon aus der nahen Gaststätte gestürmt, er steigt aus, sie schaut rein und kriegt sich vor Freude kaum noch ein.

“Scheiße, den kenn ich doch! Mein Lieblingstaxifahrer! Torsten, wie geil ist das denn!”

Was für ein unglaublicher Zufall. Christine vom Kabinett in Schloß Holte. In meinen Hövelhof-Jahren hab ich manche frühe Morgenstunde dort verbracht.

Es lag zwar nicht mehr in unserem Bezirk, aber wenn die örtlichen Taxiunternehmen zu später Stunde den Betrieb eingestellt haben, war ich oft die letzte Rettung für das Wirtspaar und die letzten Gäste. Da kamen viele, schöne Erinnerungen hoch. Die noch dazu rund 30 Kilometer weite Fahrt war dann auch das absolute Highlight der Nacht. Danke!

So, jetzt noch Trinkgeld zählen (ich erwarte eine verblüffend große Zahl, einige Fahrgäste waren sehr großzügig!) und mental auf meine erste Freischicht der diesjährigen Libori-Saison vorbereiten. Heute abend wird gefeiert! Boah, was freu ich mich schon drauf!

PS: Für einen bestimmten Borchener soll ich übrigens noch ganz, ganz liebe Grüße nach Sydney/Australien an das rothaarige Fräulein Maren ausrichten. Hiermit erledigt, die Adresse für die Hochzeitseinladung findet Ihr im Impressum! Gern geschehen!

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Libori? http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3088/libori-2/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/3088/libori-2/#comments Mon, 26 Jul 2010 05:03:27 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3088 Wartet Ihr schon auf die ersten Libori-Berichte?

Tja, blöd. Es gibt nach den ersten beiden Schichten einfach nichts berichtenswertes. Der Samstag war ganz prima, der Sonntag erwartet deutlich schwächer, aber auch deutlich über den üblichen Sonntagumsätzen. Die nächsten beiden Tage wird es (wenn das Wetter mitspielt) leicht ansteigen. Richtig los geht’s dann erst wieder ab Mittwoch.

Ernsthaft, bisher nur unauffällig normale Fahrgäste. Keine Ausfälle, Reinfälle, Überfälle.

Läuft!

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Loveparade http://www.taxi-blog.de/wordpress/blaulicht/3073/loveparade/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/blaulicht/3073/loveparade/#comments Sun, 25 Jul 2010 06:16:55 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3073 Einhundertsiebzig Kilometer lagen zwischen Paderborn und Duisburg. Dem Ort, an dem die Loveparade in einer Tragödie endete. Die vorläufigen Opferzahlen: 19 Menschen starben, 342 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Trotz der großen Entfernung überschattete das Unglück den Beginn der Libori-Woche. Nicht nur die nahezu stündlich dramatischer werdenden Nachrichten im Radio und die Gespräche mit den Fahrgästen darüber.

Am Liboriberg stehend wurden mir von drei atemlosen Personen das Taxi gestürmt.

“Schnell, wir müssen zu unserem Auto in der Bahnhofstraße. Wir sind grad nachalarmiert worden und müssen schnell nach Duisburg!”

Das DRK hatte selbst Einsatzkräfte aus Paderborn angefordert. Und das Stunden nach der Massenpanik…

Gegen Mitternacht, ich war wieder auf der Bahnhofstraße stadteinwärts unterwegs kam der Funkspruch des Zentralisten:

“Schau doch mal am Bahnhof. Ich hatte da grade einen Anruf, bin aber nicht so recht schlau draus geworden. Der junge Mann schien ziemlich verwirrt zu sein.”

Ich hab ihn schnell gefunden, verwirrt war er tatsächlich. Er kam grade von der Loveparade zurück, war noch nicht ganz wieder nüchtern und erzählte mir während der Fahrt, daß einer seiner Kumpels wohl unter den Todesopfern ist…

Mein Mitgefühl gilt allen Opfern, deren Familien und Freunden.

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Apple is god! http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3066/apple-is-god/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3066/apple-is-god/#comments Thu, 22 Jul 2010 02:55:55 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3066 Es war ein harter Kampf. Betriebssystem neu aufsetzen und alles befreien hat ein paar Versuche benötigt und auch ein paar Stunden gedauert.

Als dann alles lief musste ich das iPhone nur noch mit iTunes verbinden und er bot mir direkt an, doch einfach das letzte Backup aufzuspielen.

Und während die Daten so munter durch die USB-Leitungen geschaufelt wurden… geht mein PC in die Knie und schaltet sich aus. Macht er schonmal, wenn ihm zu heiß ist. Die Möhre ist halt uralt und zickt manchmal rum.

Hat mein mobiles Internet-Device aber kaum gestört. Okay, das Backup ist natürlich fehlgeschlagen und iTunes wollte diesmal auch nicht automatisch backupen.

Aber nach kurzer Websuche und Rechtsklick auf das Telefonsymbol wurde es mir dann doch angeboten. Diesmal lief es durch und auch die anschließende Synchronisierung verlief problemlos.

Was für ein geiles Gefühl. Nicht nur alle Programme wiederhergestellt sondern auch alle Daten sind wieder da, wo sie hingehören. Logins, Spielstände oder Fotos, nichts ging verloren.

Nur bei meinen momentanen beiden Lieblingsspielen sollte ich wieder mit den Tutorials anfangen… WTF? So ein Dreck, die halbe Nacht hab ich mich drüber geärgert!

Bis mich dann die Erleuchtung überfiel. Konnte gar nicht gehen. Beide hab ich erst nach dem letzten Backup begonnen zu spielen. Da kann die beste Technik nichts wiederherstellen.

Auf jeden Fall hat Apple einen “Fanboy” mehr. ;)

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Apple is evil! http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3056/apple-is-evil/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/taxiblog-intern/3056/apple-is-evil/#comments Wed, 21 Jul 2010 03:01:26 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3056 Zugegeben: wahrscheinlich kann Apple nicht einmal was dafür. Könnte auch daran liegen, daß mein iPhone komplett von allen Fesseln befreit wurde.

Nichtsdestotrotz: Es ist unglaublich scheiße, daß mein Lieblingsmobilspielzeug nicht mehr funktioniert. Ist einfach ausgegangen und bootet nicht mehr…

Und weil es eben von allen Fesseln befreit wurde, geht auch nicht der offizielle Wiederherstellungsweg.

Aber ich habe Hoffnung. Mein persönlicher Apple-Evangelist will sich heute Abend der Sache annehmen. Drückt mir die Daumen!

PS: Ja, ich schäme mich ein wenig meiner Sucht. Aber die Wartezeiten in meinem Job sind viel, viel leichter erträglich, wenn man ein elektronisches Spielzeug nutzen kann. Ob als RSS-Reader für alle Blogs in meiner Blogroll, zum Twittern, Facebook oder die vielen tollen Spiele.

Das Ding fehlt.

Und ich Depp hab den DS verkauft, jetzt bereue ich es…

PPS: Und was für ein komisches Gefühl es ist, wenn man unterwegs nicht mehr Mails checken kann…

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Es könnte alles so einfach sein… http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2952/es-konnte-alles-so-einfach-sein%e2%80%a6/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2952/es-konnte-alles-so-einfach-sein%e2%80%a6/#comments Mon, 19 Jul 2010 04:50:05 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2952 Man müsste einfach nur mal auf den Taxifahrer hören, wenn er gute Ratschläge gibt.

Die Fahrt sollte vom Westerntor erstmal zum nächsten Geldautomaten gehen. Okay, sind nur 50 Meter aber wenn man in den frühen Morgenstunden nicht mehr so gut zu Fuß ist…

Dort angekommen hab ich ihn erstmal machen lassen. Nach ein paar Minuten kam er wieder:

“Geht nicht. Kann ich bei Dir mit Kreditkarte zahlen?”

Da war sie also, die alljährliche Anfrage nach Kartenzahlung. Paderborn ist halt kein Touri-Ort und Geldautomaten gibt’s an jeder Ecke. Da ist eine solche Nachfrage tatsächlich extrem selten. Und auch wenn ich diese zusätzliche Dienstleistung gerne anbieten würde verstehe ich doch ganz gut, warum mein Chef da nicht investieren möchte.

“Leider nicht.”

“Dann versuchen wir mal einen anderen Automaten.”

Wir haben es noch an zwei der Kisten probiert. Nun, die Karte kam jedesmal mit der Fehlermeldung “Karte ungültig” wieder raus.

“Und was machen wir jetzt? Ich hab kein Bargeld!”

Nun, mein Vorschlag war pragmatisch:

“Ich muß eh noch tanken. Versuchen wir es dort nochmal und Du bekommst dann entsprechend das Restgeld von mir.”

Klang vernünftig für mich. Für ihn nicht so…

“Nee, fahr mich mal zum $Laufhaus. Die sollen einfach mehr abbuchen und dann zahl ich damit das Taxi.”

“Bist Du Dir sicher, daß die Damen dort Kreditkarten nehmen? Ich würd ja eher nicht davon ausgehen…”

“Fahr hin, das klappt schon.”

Keine Ahnung, warum ich mir da so sicher war. Aber irgendwie hatte ich die ganze Zeit über keinerlei Bedenken, daß ich am Ende der Fahrt mein Geld bekomme.

Aber zuerst gings zum örtlichen Laufhaus. Nach zehn Minuten hab ich dann mal nach ihm gesehen. Er stand freundlich diskutierend in einer der Zimmertüren und hatte mich schon fast verdrängt. Und die Tatsache, daß er kein Geld in der Tasche hat auch.

Wieder im Taxi hab ich ihn dann gefragt:

“Und? Erfolg gehabt?”

“Wobei?”

“Geld bekommen? Du wolltest doch von Deiner Karte abbuchen lassen!”

“Oh, hab ich ganz vergessen…”

“Hast Du denn zuhause noch was für die Taxirechnung?”

“Ich komm nicht von hier. Ich wohn im $GutesHotel.”

“Und warum fahren wir nicht einfach dorthin und Du lässt Dir das Geld vom Portier geben? Die schreiben das doch bestimmt unkompliziert auf die Rechnung. Und wenn die auch noch ein paar Euro mehr haben, bring ich Dich auch gerne wieder zum $Laufhaus.”

Gesagt, getan.

Er bekam das Geld fürs Taxi auch problemlos, bezahlte ohne zu murren und verschwand…

Und in mir kam wieder die Frage hoch, warum man ausgerechnet hochgradig angetrunken noch so einen Geschlechtsverkehrdrang hat.

Naja, immerhin war die halbe Stunde bei mir deutlich günstiger.

Ist doch auch ein Trost, oder?

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Was für ein Scheißtag http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3044/was-fur-ein-scheistag/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/3044/was-fur-ein-scheistag/#comments Fri, 16 Jul 2010 00:18:08 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3044 Es hätte alles so schön sein können. Das Schützenfest mit seinen obligatorischen fünf Krawallmusik-Auftritten vor meiner Haustür (wie letztes Jahr) ist vorbei. Endlich kann ich wieder in Ruhe durchschlafen.

Dachte ich.

Als Ersatz gab es dann Bauarbeiten im Haus. Bohrhämmer vom Feinsten den ganzen Tag. Mit Pausen, damit ich kurz einnicken kann und mich umso mehr “freue”, wenn Minuten später wieder das Haus vibriert.

Okay, den Wecker hab ich dann ein paarmal ignoriert. Ziemlich genau so lange, daß ich es mit dem Fahrrad nicht mehr pünktlich zur Arbeit schaffen konnte. Also Taxi geordert. Und wer hätte das gedacht: die Kollegen waren zum Schichtwechsel so ausgebucht, daß ich trotzdem erst um 18.15 Uhr loslegen konnte.

Zwischendurch durfte ich dann noch feststellen, daß mein Geschirrspüler mitten im Programm die Arbeit eingestellt hat…

Inzwischen weiß ich: zu recht. Irgendwoher kommt Wasser und ohne die eingebaute Sicherung hätte es wohl einen heftigen Wasserschaden gegeben.

Im Dienst ging es dann weiter. Während normalerweise höchstens jede zehnte Bestellfahrt “kaputt geht”, also der Fahrgast nicht mehr auffindbar ist, hatte ich die unglaubliche Quote von 50%. Fünf von zehn Fahrten waren schon weg, Scherzanrufe oder die Kunden hatten es sich irgendwie anders überlegt.

Ergo hab ich jetzt die Schnauze voll vom Tag und geh in’s Bett. Feierabend, frühzeitig. Man muß nicht jeden Scheißtag bis zum Ende durchziehen. Dann doch besser Schlaf nachholen und Frust verarbeiten.

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Fail-Blog http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3028/fail-blog/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3028/fail-blog/#comments Thu, 15 Jul 2010 07:47:44 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3028

Doppelschloßneuhaus

“Jungs, dieses Tor muß perfekt gesichert werden! Macht besser zwei Schlösser dran!”

Gesehen ausgerechnet in Schloß Neuhaus. Der dazugehörige Zaun ist mit vielen Schildern “Vorsicht Hochspannung” geschmückt und ein paar Meter rechts vom Tor klafft ein großes Loch im Zaun…

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Play with Dis http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3021/play-with-dis/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/3021/play-with-dis/#comments Mon, 12 Jul 2010 01:47:22 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3021 Das man bei den E-Klassen die Displayanzeigen auf die unterschiedlichsten Sprachen einstellen kann, wusste ich ja schon.

Neu für mich war, daß man die Anzeigen auch vom Dezimalsystem auf binäre Anzeige umstellen kann:

Binär

Beeindruckend, die Technik von Heute! ;)

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Skandalös!!1111elf http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3001/skandalos1111elf/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/3001/skandalos1111elf/#comments Sat, 10 Jul 2010 06:44:05 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=3001 Es ist einfach unglaublich, was hier in Paderborn grad abgeht!

Wir haben uns grade so ein bißchen daran gewöhnt, daß die WM heute abend für unsere Fußballnationalmannschaft zu Ende ist.

Weil Spanien uns rausgekickt hat…

Und was machen die Paderborner? Dieses opportunistische Volk? Seht selbst nach dem Weiterklick!

Der erste Schock am Schützenplatz:

Schützenplatz

Da fahr ich nichtsahnend in die Kisau und dann das:

Kisau

Richtig schockiert war ich dann beim kurzen Zwischenstopp an einer der Kasernen:

Taxi,

Unglaublich, iich muß mir an den Kopf packen.

Und mit solchen “Verzierungen” fahren inzwischen locker ein Viertel der Paderborner Taxen rum.

Ein Skandal!

Manche haben sogar noch kleine “Schwänzchen” an Spiegel oder Antenne befestigt…

Okay, Blutdruck auf 200! Ich versteh die Welt nicht mehr. Überall nur Spanien, Spanien, Spanien!

Isch werd bekloppt.

Den Todesstoß bekam ich dann hier…

Ampelborn

Selbst die Ampeln in PB zeigen momentan Gelb und Rot.

Ich hab die Schnauze jetzt voll. Morgen drück ich Oranje die Daumen.

Und das, obwohl ich normalerweise die Kernaussage des folgenden Liedes voll unterschreiben würde. Aber man muß auch Prioritäten setzen!

Hup, Holland, hup!

Und wenn “wir” nachher das Spiel um den dritten Platz nicht gewinnen?

Dann! Dann… Dann werden wir halt Vierter! Auch gut! ;)

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Innerer Reichsparteidings http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2994/innerer-reichsparteidings/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2994/innerer-reichsparteidings/#comments Tue, 06 Jul 2010 05:18:08 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2994 “Tag” darf man ja nicht mehr sagen, oder? ;) Auf jeden Fall möchte ich aussagen, daß mir die letzte Nacht sehr viel Spaß bereitet hat!

Nun, Paderborn ist zur Zeit einfach tot. Unsere Briten haben ja nach den “Ausschreitungen” immer noch eingeschränktes Ausgehrecht. Die Strafe wurde bis nächste Woche verlängert. Der Grund dafür ist absurd: Weil Deutschland gegen Argentinien gewonnen hat. Ohne scheiß, das war tatsächlich die Begründung…

Sippenhaft ist doof, die Begründung ist auch doof. Und sicherlich finden die Soldaten das auch und haben uns seitdem wohl ein bißchen weniger lieb. Blöd im Sinne der Völkerverständigung. Aber es ist halt wie es ist.

Wo war ich? Ach ja, tote Hose im Taxi-Geschäft. Glücklicherweise kann man sich momentan dann zumindest Samstags, Sonntags und Montags mit Schützenfesten behelfen. Dieses Wochenende gab es gleich vier davon im Umkreis.

Ich hab mir gegen Mitternacht das am weitesten von der Kernstadt entfernte ausgesucht. Kleines Dorf, kleines Fest und die Hoffnung, daß ich mir dort den Kuchen mit zwei-drei Kollegen teile, während alle anderen das große Schützenfest in Elsen belagern.

Zu erwarten waren zwar hauptsächlich Fahrten im Fußwegbereich unter fünf Euro, aber wenn es genug davon gibt ist das auch okay. Dann vielleicht mit Glück die vier oder fünf Auswärtigen fahren und der Abend ist gerettet.

Und was soll ich Euch sagen: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!

Auf halber Strecke kam schon der erste Auftrag über die Zentrale:

“An der Halle wartet $FrauDings!”

Prima. Dort angekommen sprintet ein uniformierter Schütze ans Auto und steigt ein.

“Hallo. Hatten Sie das Taxi bestellt?”

“Sicher hab ich bestellt! Fahr los! Ich muß zur $Dorfstraße.”

Ich kenn doch meine Pappenheimer! Das ist doch nie und nimmer $FrauDings und ausserdem würde die Fahrt doch sicher nach Paderborn zurückgehen! Wie so oft bei bestellten Taxen an Veranstaltungsorten: Der will das Taxi “klauen”! Aber nicht mit mir!

“Soso. Auf welchen Namen denn?”

“$Dings!”

Ooops, daneben gelegen. Naja, kann ja mal passieren. Wir sind dann losgefahren und für die Kurzfahrt gab’s dann gleich mal 150% Trinkgeld:

“Mach zehn!”

Prima, hier bleib ich! ;)

Die nächsten Fahrten, gleiche Länge, kamen dann tatsächlich im 5-Minutentakt (also: fünf Minuten warten, nicht zwölf Fahrten pro Stunde!). Und weit und breit kein Kollege in Sicht. Sehr gut.

Bei der dritten oder vierten Standzeit werde ich gefragt:

“Bist Du von $Taxiunternehmen?”

“Nein, von Czernoch.”

“Blöd, dann müssen wir wohl noch warten. Wir hatten schon vor einer halben Stunde bestellt.”

Die nächsten Fahrgäste steigen ein. Dreißig Minuten später stehe ich wieder mal dort und kriege mit, wie die wartende Dame wieder mit $Taxiunternehmen telefoniert und das Telefon an ihren Mann weitergibt.

“Der Taxifahrer. Der ist jetzt in $NachbarortUmDieEcke und will wissen, wie er hierhin kommt.”

Oh, wie peinlich. Keine kleine Firma und eigentlich sollte einer der Kollegen die Schützenhallen im Umkreis kennen. Oder doch wenigstens den Weg bis in das angesagte Dorf, da kann man sich ja notfalls noch durchfragen.

Sagen wir es mal so. Diesem Unternehmen gönne ich die Blamage. Sehr geil!

Es verging wieder eine halbe Stunde, ich fahr so ein bißchen im Dorf rum und komme wieder zur Halle, das Pärchen steht tatsächlich immer noch dort. Nach ein paar Minuten kommen sie zu mir und steigen ein.

“Das ist mir jetzt auch zu doof. Bringen Sie uns bitte nach Hause!”

Vermutlich haben wir da grade ein paar neue Stammkunden bekommen. ;)

Rund 20 Minuten später kam mir dann auch das erste Mal dort ein Wagen des Mitbewerbers unter die Augen. Immerhin besetzt. Das wäre auch zu blöd gewesen, wenn nach fast zwei Stunden Sucharbeit nicht wenigstens noch vier Euro Umsatz dabei rausspringen…

Und dann, kurz vor Feierabend starte ich noch einen letzten Versuch an der Schützenhalle. Die Musik ist zwar schon lange aus, aber vielleicht gibt es ja doch noch jemand, der dringend meine Hilfe braucht.

Draußen stand keiner. Also schau ich in die Halle und die ersten Worte, die mir entgegenschweben sind, gesprochen vom letzten verfügbaren Fahrgast dort:

“So, jetzt brauch ich ein Taxi!”

“Sie hatten gerufen? Hier!”

Und das war dann auch die erste lange Fahrt, die sogar von der Richtung prima passte.

Ich wünsche Euch auch einen solch angenehmen Arbeitstag! Ich mach jetzt erstmal Wochenende, am Donnerstag um 18 Uhr gehts dann weiter mit der Arbeit. Ich mag meine Arbeitszeiten, da kann man sogar Fußballfrei bekommen! :D

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Sag ich doch! http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2989/sag-ich-doch-2/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2989/sag-ich-doch-2/#comments Sat, 03 Jul 2010 15:35:43 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2989

Zufälle? Es gibt keine Zufälle!

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Zum Haareausraufen http://www.taxi-blog.de/wordpress/paderborn/2983/zum-haareausraufen/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/paderborn/2983/zum-haareausraufen/#comments Fri, 02 Jul 2010 19:39:30 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2983 Grad noch wiedergefunden. Das Foto entstand auf meinem Heimweg nachdem England verloren hatte…

Haarige Sache, so eine WM! Aber zumindest von stimmigen Farbzusammenstellungen haben die Engländer Ahnung! ;)

Haar-Haar!

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Nachtreten http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2969/nachtreten/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2969/nachtreten/#comments Fri, 02 Jul 2010 04:51:45 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2969 Ist ja eigentlich gar nicht so meine Sache. Aber nachdem am Sonntag ganz klar die bessere Nationalmannschaft beim Fußball und seiner WM gewonnen hat, hat mich das schon gefreut.

Und besonders toll war es dann, als ich grade in Sennelager das folgende Stückchen im Radio hörte. Scheiben runter, Lautstärke rauf!

Danke 1Live, danke Tony Mono, leider Flash!

England’s going home!

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Ich bin Taxifahrer. Kein Zauberer! http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2950/ich-bin-taxifahrer-kein-zauberer/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2950/ich-bin-taxifahrer-kein-zauberer/#comments Fri, 02 Jul 2010 03:03:51 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2950 Ein Einsteiger am Westerntor, frühe Morgenstunde.

“Ich will ins $Laufhaus. Haben die wohl noch auf?”

“Keine Ahnung, die schließen in letzter Zeit recht unregelmäßig. Können wir nur versuchen, ist ja zum Glück nicht so weit.”

“Ruf doch mal an!”

“Wenn die dort ein offizielles Telefon haben, hab ich leider die Nummer nicht. Und die Handynummern der Mädels hab ich leider auch nicht eingesammelt.”

“Dann frag doch mal die Zentrale!”

Hab ich dann gemacht. Und welch Zufall, einer der Kollegen war dreißig Minuten vorher noch dort und zumindest zu dem Zeitpunkt war noch geöffnet.

“Zu 90% ist noch offen, vor einer halben Stunde war es noch so.”

“Ja, aber ich will nicht umsonst dort hinfahren und dann ist geschlossen.”

“Und nun? Deine Entscheidung? Versuchen oder nach Hause fahren?”

“Aber wenn schon zu ist…”

“Dann hast Du im schlimmsten Fall ein paar Euro zuviel gezahlt. Mußt Du jetzt wissen, ob es Dir das wert ist.”

“Kannst Du nicht mal nachfragen?”

Fünf Minuten waren inzwischen vergangen. Hinter mir wurde das erste Taxi besetzt und ich steh immer noch doof rum. Irgendwann reicht’s…

“Hör mal. Ich bin kein Magier. Und ich werde auch kaum einen Kollegen dazu bringen können, dort umsonst hinzufahren um jetzt nochmal nachzugucken. Nachgefragt hab ich schon, die Antwort kennst Du. Und eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Also? Was ist jetzt?”

Und plötzlich ging es! Es war übrigens noch offen. ;)

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Ich hab’s gewusst! http://www.taxi-blog.de/wordpress/blaulicht/2943/ich-habs-gewusst/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/blaulicht/2943/ich-habs-gewusst/#comments Tue, 29 Jun 2010 03:14:03 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2943 War auch irgendwie klar, daß es nach dem WM-Spiel Deutschland-England noch Stress gab. Einer von mehreren Gründen, warum ich meine Schicht dankend an einen Kollegen abgegeben habe, der gerne fahren wollte…

Es gab also Flaschenwerfer, Feuerwerkskörper, Provokationen und Gewalttätigkeiten durch beide Fangruppen. Was für Deppen! Und ich möchte mir nicht vorstellen, was los gewesen wäre, wenn nicht noch zwei Tore nach der Schiedsrichter-Schande, dem eigentlichem 2:2, gefallen wären. So reicht es wenigstens nicht ganz zum “gestohlenen Sieg”.

Polizeipresse

nw-news.de

Und ich werd gleich erst einmal meinen Chef fragen, ob ich die nächsten beiden Nächte gebraucht werde. Unsere Briten haben erstmal pauschal eine Woche Ausgangssperre und ohne die wird die Nacht extrem lang und -weilig. Wenn’s nicht sein muß, klink ich mich da lieber kurz aus.

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Sylt-Nachlese http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2885/sylt-nachlese/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/2885/sylt-nachlese/#comments Sun, 27 Jun 2010 04:47:28 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2885 Nun, schön war es! Eine feine Mischung aus ruhigen Skatrunden, Inselerkundung und feiner Feierei. Fürchterlich unspektakulär…

Westerlandstrand

Empfehlen kann ich jedenfalls die “Sylter Bürgerstuben”. Kleines Restaurant mit feiner Küche, die gebackene Ente war ein Gedicht! Und sogar bezahlbar. Preislich deutlich höher lag da “Die Kupferkanne”, aber der Käsekuchen und der hauseigene Kaffee waren es wert.

Zum Lästern über die Fußgänger hat sich das “Compass” bewährt. Guter Blick und kostenloses WLAN bei akzeptablen Preisen.

Gut gefallen hat uns dann noch “Conny’s”, ganz in der Nähe vom “Compass”. Sehr klein, aber dafür kommt man auch zügig mit den anderen Gästen in’s Gespräch. Bleibt noch die “Wunderbar”. Nunja, die Musik war aus der Kategorie “Schlager und Party”. An dem Abend passte es perfekt, aber ich würde dort wohl kaum Stammkunde. Immerhin eine auffällig hohe Frauenquote. ;)

Doch, hübsche Insel. Aber da es ja auch noch so unglaublich viele Orte gibt, die ich noch besuchen möchte, ist die Wiederholungsgefahr eher gering.

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WM aus Taxisicht http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2921/wm-aus-taxisicht/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/2921/wm-aus-taxisicht/#comments Thu, 24 Jun 2010 23:26:04 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2921 Nach der Vorrunde kann ich ja schon einmal ein kurzes Fazit ziehen.

Die spielerischen Leistungen will ich da gar nicht bewerten.

Weiter ist weiter! ;)

Aber insbesondere der FIFA muß ich da ein großes Kompliment machen. Die beiden Abendspiele der Vorrunde auf die normalerweise umsatzschwächsten Tage der Woche zu legen war einfach nett. Und als dann auch noch beide Spiele Grund zum Feiern für die deutschen Fans brachten, war dann perfekt.

Kurz gesagt: An den beiden Tagen waren die Umsätze so gut, daß die meisten Samstagnächte kaum mithalten konnten. Der sportlich enttäuschende Freitag sorgte zwar für einen deutlich geringeren Umsatzschub. Aber aus einem eher mäßigem Wochenendtag konnte er dennoch eine “Silvesternacht” machen. Umsatztechnisch.

Wenn es nach mir geht, darf die WM gerne noch ein paar Monate gehen. Vorausgesetzt, die deutsche Nationalmanschaft kommt auch jedesmal weiter…

Drückt uns die Daumen!

PS: Mal grob überschlagen dürfte ein Erreichen des letzten Spiels, meinetwegen auch um den dritten Platz, für jedes Taxi in Deutschland 500-1.000 Euro Mehrumsatz über die Wochen bedeuten. 25 bis 50 Millionen Euro mehr für die rund 50.000 Taxen in Deutschland, das ist schon ein ordentliches Konjunkturprogramm

PPS: Und wehe, mir trötet nochmal einer direkt am Taxistand ins Ohr, während ich mit dem Handy daddele!

PPPS: Ärgerlich nur, daß wir hier in der deutsch-britischen OWL-Metropole am Sonntag mit ein paar tausend enttäuschten Fans leben müssen. Das wird sicherlich ein langandauernder Großeinsatz der Polizei…

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Fahren ohne Führerschein http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2906/fahren-ohne-fuhrerschein/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/verkehrt/2906/fahren-ohne-fuhrerschein/#comments Wed, 16 Jun 2010 07:49:37 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2906 Damit haben sie mich gestern Abend erwischt.

Nee, anders.

“Führerschein nicht mitgeführt” stand auf dem Strafzettel, der gleichzeitig Abbuchungsbeleg über zehn Euro war…

Führerschein

Normalerweise würde ich mich über sowas ärgern und auf die Polizisten schimpfen. Ist doch auch lächerlich. Die fragen in Sekunden ab, ob ich den Lappen habe, kein Problem. Warum muß ich da unbedingt das Plastikkärtchen mitführen?

Aber ich ärger mich mal lieber nicht. Es hätte deutlich teurer kommen können…

Angefangen hat die Geschichte, als ich verträumt vom Tankstellengelände auf die Detmolder Straße fahre. Während ich so vor mich hinrollend nach dem Gurt greife, sehe ich auch schon den entgegenkommenden Streifenwagen…

Er wendet und verfolgt mich, ein paar Meter weiter dann das Signal zum Anhalten.

Es entspann sich sinngemäß folgender Dialog:

“Guten Tag. Sie wissen, warum wir Sie angehalten haben?”

“Ich ahne es. Allerdings möchte ich dazusagen, daß ich mich immer anschnalle und grade vom Tankstellengelände kam. Das waren höchstens fünf Meter auf der Straße.”

“Sie sind doch immer noch nicht angeschnallt!”

“Menno! Ja gar nicht. Ich hab den Gurt grad gelöst um auszusteigen. Ich war wirklich die ganze Zeit angegurtet. Mach ich immer! Ehrlich! Ich bin sogar einer von den wenigen Taxifahrern, die massiv Wert drauf legen, daß sich alle Fahrgäste anschnallen! Sie haben den Falschen erwischt! Ausserdem piepst der Daimler unglaublich nervend, das hält man gar nicht aus!”

Und ich schwöre, das stimmt wirklich. Also der Sinn der Worte, mein Wortlaut war geringfügig anders. Ich war übrigens ganz kurz davor, mich als Taxiblogger zu outen und um eine kurze Suche nach “Gurt” im Blog zu bitten, um meine Worte zu untermauern.

“Soso. Führerschein und Fahrzeugschein bitte!”

Und während ich so meine Börse durchwühle kommt mir ein schrecklicher Verdacht:

“Wissen Sie, ich komm grad aus dem Urlaub. Und da hab ich alle Papiere, die ich nicht brauche vorher rausgenommen. Der Führerschein liegt blöderweise noch zuhause…”

“Dann mache ich Ihnen einen Vorschlag. Ich biete Ihnen eine Verwarnung in Höhe von 10 Euro für den nicht mitgeführten Führerschein an. Den Rest will ich Ihnen mal glauben. Damit kommen Sie ganz gut weg.”

Da hatte er recht. Und ich hab es dankend angenommen. Und mich gefreut, daß wir in Paderborn von zwei Ausnahmen abgesehen durchaus nette Polizisten haben.

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Vorurteile http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2899/vorurteile-2/ http://www.taxi-blog.de/wordpress/fahrgaste/2899/vorurteile-2/#comments Tue, 15 Jun 2010 06:15:16 +0000 Torsten Bentrup http://www.taxi-blog.de/wordpress/?p=2899 Eigentlich mag ich meine Vorurteile. Immerhin hab ich meistens lange Jahre und viele Erfahrungen gebraucht, um sie mir zu bilden.

Ist nunmal so: britische Soldaten in Paderborn sind größtenteils Proleten, das Autokennzeichen HX deutet meistens auf einen herausgeforderten Fahrer hin, Studenten sind oft überhebliche Vollspacken, Schützen und Schützenfestbesucher sind überdurchschnittlich schlimm und am schlimmsten in Borchen.

Moment, sagte ich grade was über Borchener, das bisher überwiegend unsympathische Bergvolk im Süden Paderborns?

Nun, manchmal muß man Vorurteile auch neu justieren. Und da meine Vorurteile ja vorwiegend negativ besetzt sind, macht mir das sogar ausgesprochen Spaß!

Letzte Nacht war es soweit. Der letzte Schützenfesttag in Kirchborchen. Und weil in Paderborn überhaupt nichts ging, hab ich mich mal wieder dorthin getraut. Normalerweise versuche ich das zu vermeiden. Bis Samstag hatte ich ja noch Urlaub und Sonntag war WM-bedingt in Paderborn dermaßen viel zu tun, daß es auch leicht fiel.

Und was passiert? Nun, nicht viel. Alle halbe Stunde eine 5-Euro-Fahrt. Aber fast jede Fahrt war ein echtes Highlight.

Die rund 80-jährige Dame, die mir anvertraute, daß sie ja eigentlich ein anderes Kleid anziehen wollte. Viel gewagter und sexier! Aber sie hat sich dann doch überzeugen lassen, daß das doch unpassend wäre, so als “Jubelkönigin”. Herrlich. Wenn ich in dem Alter noch so (Lebens-) lustig wäre, wäre das einfach nur super.

Oder das “Nicht-Paar”, daß mich zu einer mir unbekannten Adresse lotsen wollte. Auf Englisch. Die Richtungsanweisungen kamen dann im typischen Navi-Ton, abwechselnd im allerbesten Oxford-Englisch und als völlig vernuschelte Ozzy Osbourne-Parodie!

Dann die Truppe Polizisten, die hellauf begeistert von meiner obligatorischen Aufforderung “Bitte auch hinten anschnallen!” waren. Schön, wenn man von dieser Berufsgruppe (auch wenn sie nicht im Dienst waren) einmal lobende Worte zu hören!

Und auch die anderen Fahrgäste waren allesamt aussergewöhnlich nett, humorvoll und ungewöhnlich großzügig am Ende der Fahrt.

Ich muß wohl ein weiteres Vorurteil begraben. Gut so!

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob ich die letzten Jahre Pech hatte oder dieses Jahr einfach nur Glück?

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