Busted, Bastards!
So! Höchste Zeit, ein verkorkstes Wochenende aufzuarbeiten…
Die letzte Fahrt der Nacht, drei britische Soldaten vom Savoy zur Barker-Kaserne. Ich freu mich bereits auf den Feierabend, meine Fahrgäste sind gut drauf. Wir plaudern ein bischen…
An der Kaserne angekommen, drückt mir einer von hinten 2 Euro 80 in die Hand. Okay, fehlen noch gute fünf Euro. Der erste steigt aus und geht Richtung Tor. Der zweite hinterher. Als der dritte auch aussteigt und zügig aufs Kasernengelände verschwindet, brülle ich noch hinterher und haue auf die Hupe.
Tja, offensichtlich kannten sich der Wachmann und die drei Zechpreller. Jedenfalls grinste er nur grenzdebil in meine Richtung und tat… gar nichts!
Mein Dauerhupton und meine Brüllerei blieben aber nicht ohne Wirkung. Aus der 20 Meter links vom Tor gelegenen Wache kam ein etwas ranghöherer Soldat und fing an, mitzubrüllen. Diesmal auch mit Wirkung. Die drei Jungs kamen eingeschüchtert zurück.
Als sie sich dann im Guard-Room auch noch auf die Treppe lümmeln wollten, war dann das nächste Donnerwetter fällig. Was ihnen eigentlich einfiele, wie man sich so dämlich verhalten könne und ausserdem wäre es ja mal höchste Zeit, Haltung anzunehmen. Der dazugerufene Sergeant der drei legte dann noch eine Schüppe drauf. Er bat mich, im Raum zu warten, schnappte sich die Jungs und brüllte sie draußen nochmal dermaßen zusammen, daß ich drinnen jedes Wort verstehen konnte. Kurz danach sah ich nur noch drei verängstigte Bengel im Laufschritt zu ihren Unterkünften hetzen um Kohle zu besorgen.
Und siehe da: Kaum eine halbe Stunde später hatte ich dann auch endlich mein Geld. Bei der Gelegenheit konnte ich dann auch noch einen “Altfall” von letzter Woche anbringen und wenigstens erreichen, daß derjenige auch noch an seine offenstehenden Schulden erinnert wird. Im laufe der Woche soll ich nochmal vorbeikommen und mir das Geld abholen…
Drückt mir die Daumen!
26. März 2007 um 06:36 TaxiIngo(Quote)
Las mich raten
Tringgeld bzw Entschädigung fürs warten gab es nicht
26. März 2007 um 06:41 Torsten Bentrup(Quote)
Du bist ein verdammt guter Rater… Und ich war zu blöde, einfach den Taxameter weiterlaufen zu lassen. Hab ich mich auch sehr drüber geärgert. Aber die Freude über den Anschiss der Jungs überwog doch deutlich!
26. März 2007 um 07:38 Der mit dem Arcor Anschluß(Quote)
Ja da hast du aber sehr viel Glück gehabt, ich hatte mal das gleiche Problem
). Naja ich drück dir auf jeden Fall die Daumen das du dein Geld was noch offen steht bekommst.
und mir hat niemand geholfen ganz im Gegenteil der Wachposten meinte mich
noch zu Recht zu weisen was ich mir denn denken würde währe ja nicht mein Geld. Freud mich natürlich auch sehr das die so einen heftigen Ärger bekommen haben
26. März 2007 um 09:30 Andreas(Quote)
Ist ein Rater eine männliche Ratte, analog zu Kater und Katze?
26. März 2007 um 10:42 Siggi(Quote)
Wie hieß es doch früher: jeder Tritt ein Britt’!
26. März 2007 um 13:38 Mutze(Quote)
ÜBERRASCHUNG!!!! Baker-Sicherheitskraft liest mit ..!!
.. Okay, ich war zwar nicht die Person an dem besagten Abend, da ich das WE frei hatte, aber ich bin seit ca. 6 Monaten in der Baker Kaserne tätig. Vorher war ich in Sennelager, wogegen die Baker echt nen Erholungsort ist .
) .. Zu dem Vorfall: … In so einem Fall ist es eigentlich üblich die “Täter” am Tor festzuhalten und den zuständigen Guard Commander zu informieren. In Sennelager ist es beispielsweise so, dass gegen die Abendstunden das Tor geschlosen wird und die Soldaten nur noch mit gültiger ID rein kommen. In diesem Fall wäre auch eine Flucht der Soldaten unmöglich gewesen. In der Baker Kaserne bleibt das Tor jedoch rund im die Uhr auf und auch die nötige Ausrüstung, (Funk) um in so einem Fall im Guardroom Meldung zu machen, fehlt. Und da uns untersagt ist den Platz zu verlassen, ist es unter Umständen schwierig auf sich aufmerksam zu machen. Leider mussten wir in der Vergangenheit des öfteren die Erfahrung machen, dass mit betrunkenen Briten nicht unbedingt zu spaßen ist und einige Kollegen Berührungsängste haben.
\ .. Kleiner Tipp von mir…. : Sollte sowas in Zukunft noch mal passieren, dann immer im Guardromm beim zustänigen Guard Commander Meldung machen. Der wird sich der Sache, wie auch in diesem Fall, ganz sicher annehmen. Wichtig dabei ist, wirklich ausdrücklich auf den Gurad Commander zu bestehen, da andere wachhabende Soldaten die Täter möglicherweise decken würde. Falls der Kollege am Tor etwas unkooperativ erscheinen sollte, ist es auch kein Problem eben persönlich in den Guardroom zu gehen. Einfach Taxi vor dem Tor abstellen und rein maschieren…
Soviel dazu
) .. Ich musste mich jetzt einfach mal zu Wort melden!!
In diesem Sinne
Mutze
26. März 2007 um 14:07 bernd(Quote)
ich weiss nicht wie es mit den briten so aushälst. jedes dritte wort ein herzhaftes fuck, und dann wird noch nicht mal gezahlt.
meinen trost.
gruss
26. März 2007 um 15:43 Constantin(Quote)
Danke nochmal für die schöne Fahrt vom HNF Richtung Innenstadt.
Faszinierend, dass man als Würzburg einmal mit dem Taxi in Paderborn fährt, und gleich den werten Herrn Blog-schreiber erwischt.
Und immer dran denken,
was ist ein Keks unterm Baum?
26. März 2007 um 16:25 Leo(Quote)
Ein schattiges Plätzchen
26. März 2007 um 17:55 Wocker(Quote)
Ich habe es schon immer gesagt:
“Ein bisschen Wehrdienst hat noch niemandem geschadet!”
Und sei es nur gut, um mal ordentlich “heiße Ohren” zu bekommen und wieder etwas Respekt gegenüber Mitmenschen aufzubauen und an normale Verhaltensregeln in der Gesellschaft zu erinnert zu werden.
Das fehlt heutzutage leider viel zu vielen, teilweise schon kleinen arroganten Großschnauzen, die heute schon ab dem 3. Schuljahr damit beginnen, die Lehrer zu terrorisieren und sich später auch nicht mehr ändern.
Bootcamps sind sicher keine Lösung, aber Wehrdienst (aus Glaubensgründen gern auch ohne Waffe), bringt durch die Umsetzung unter Befehlsgewalt ein ganz anderes “Gefühl” für inzwischen verloren gegangene Werte einer Gesellschaft.
…meine Meinung…
26. März 2007 um 19:43 ToWi(Quote)
Das ist auch meine Erfahrung mit den Briten. Hat man erstmal einen höheren Dienstrang zum ansprechen, erledigen sich die Probleme meistens recht zügig (und zumindest für uns Zivilisten unproblematisch).
27. März 2007 um
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27. März 2007 um 11:01 Ly Taxifee(Quote)
Daumen drück…
Du mir bitte auch…
mir ist letzt eine Dame aus einem gewissen Gewerbe entwischt… und wollte mich auf einem nicht unerheblichen Betrag sitzen lassen. Sie hatte mich zuvor sehr trickreich eingewickelt. So ist mir das auch mal passiert nun. Die schleunigst herbeigerufenen Grünen Mannen zogen sie dann aus einer Dachkammer einer Wohnung wo sie sich versteckte, nach ner Viertelstunde Suche, während der geweckte Vermieter, ein netter hilfreicher älterer Herr im Schlafanzug, gestikulierend Tips zu Nischen in der Wohnung gab, eine filmreife Geschichte.
Da sie nicht kooperieren wollte und sich nicht ausweisen konnte/wollte erst verbrachte sie zwei Nächte im im Keller einer Poliziastation.
Nu hat ein helfender Kollege über die Häuser, die wir ja auch mit Kunden anfahren, für Kontakt gesorgt.
Als sie mich nun anrief tat sie erst zerknirscht, tat dann allerdings ihrer Empörung kund, das sie auch noch einem Richter vorgeführt worden sei.. tja, Mädel, sag ich da, sowas bleibt nicht unbedingt konsequenzenlos, süßes Gesicht und runde Kulleräuglein hin oder her
nächste woche will sie zahlen kommen… ich bin ja mal gespannt.
27. März 2007 um 16:30 Starkiller(Quote)
@Ly Taxifee:
Du solltest auf Bargeld bestehen
28. März 2007 um 14:16 Ly Taxifee(Quote)
mit sicherheit werde ich keine naturalien sprich dienstleistung dafür nehmen
1. April 2007 um 22:06 Klaus(Quote)
@wocker: Ist das nicht ziemlich schwachsinnig, in diesem Zusammenhang von “Wehrdienst hat noch niemandem geschadet” zu reden. Immerhin steckten die drei Gentlemen gerade mitten drin – und waren offenbar nicht selbständig in der Lage sich vernünftig zu benehmen.
2. April 2007 um 15:20 Wocker(Quote)
@Klaus: Warum schwachsinnig? Die drei “Gentlemen” haben durch den gehörigen Anschiss durch den Vorgesetzten wiedermal was für’s Leben gelernt. Und dass der Anschiss sofort nach der Tat erfolgte, wirkt noch nachhaltiger.
Andere Typen hätten sich noch 4 Wochen köstlich amüsiert, wie sie den Fahrer beschissen haben. Die 3 aber denken garantiert mind. genauso lange an die heißen Ohren und den Schiss in der Hose…
Womit erreicht man dass sonst heutzutage? Mit einer Strafanzeige, die irgendwann eingestellt wird, oder erst ein Jahr später irgendwo “besprochen” wird und das noch auf die sanfte Tour.
Und vergiss nicht, dass ich hier keine Verfechter eines “Wehrdienstes unter der Waffe” bin. Das habe ich oben ausdrücklich erwähnt. Es geht um die Lebenserfahrungen, einige Zeit unter Befehlsgewalt zu stehen.
2. April 2007 um 23:34 Klaus(Quote)
@Wocker: von Waffe war keine Rede. Es geht eher um die Lebenserfahrung einige Zeit unter Befehlsgewalt zu stehen. Been there, done that. Tarnen, Täuschen und verpissen. Und 4 Wochen Schiss in der Hose war wohl nirgends.
Genau das wollte ich sagen: dass die drei wohl eher ein Beispiel sind, dass dergleichen eher gar nichts bringt. Stumpfsinn erzeugt keine Vernunft und Gehorsam ersetzt keinen Verstand.
12. Juli 2007 um 16:45 Elke(Quote)
Hallo Leute , dies ist zwar kein Kommentar, aber vielleicht kann mir jemand weiterhelfen, oder mir einen Rat geben . 1984/ 85 lernte ich einen englischen Soldaten kennen, der in Sennelager stationiert war. Seit Jahren versuche ich ganz verzweifelt heraus zubekommen wo er abgeblieben ist. Es wäre toll wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Bis dann mal. L.G.
14. Juli 2007 um 10:18 Torsten Bentrup(Quote)
@Elke: Hier lesen durchaus auch einige Army-Angestellte mit. Vielleicht hast Du eine Chance, wenn Du ein paar mehr Details nennst. Obwohl es auch dann nach über 20 Jahren schwierig wird.
Falls jemand helfen kann und will, ich leite Mails gerne an Elke weiter (meine Mailadresse steht im Impressum).