Taxi auf Kredit

Den Rolly-Fahrer habe ich ausnahmsweise auch auf Kredit gefahren:

“Ich zahls beim nächsten Mal, der Abend ist doch teurer geworden als gedacht…”

Das Risiko kann ich wohl eingehen. Der läuft ja nicht weg! ;)

Der Fahrgast ist übrigens auch generell ne ziemlich coole Socke. Vor ein paar Wochen meinte er während der Fahrt:

“Wie blöd, warum bringst Du mich eigentlich nach Hause. Ich hab doch gar nichts getrunken, hätte ich auch selbst fahren können…”

Nö, er hat kein Auto.

11 Antworten zu “Taxi auf Kredit”

  1. steph sagt:

    Bekommen Rollies eigentlich auch den Führerschein abgenommen, wenn sie betrunken im Rollstuhl heimfahren? Also ähnlich wie bei Radfahrern? ;)
    Aber den Stuhl stehen lassen und heimlaufen geht ja auch nicht. hmmmm

  2. Marcel sagt:

    Buhahaha – er läuft ja eh nicht weg :) Herrlich.

    Und nun warte ich auf die üblichen Verdächtigen, die weinerlich herumheulen, daß man auf Kosten von Behinderten keine Witze machen darf.

  3. Erik sagt:

    Eine jede Minderheit darf von der Allgemeinheit verarscht werden. Das ist Teil der Gleichberechtigung.

    Es gibt halt nur geschmacklose Witze. Ein generelles Witzeverbot gibt es allerdings nicht.

  4. Louffi sagt:

    @Marcel: die dicksten Witze machen die Behinderten über sich selbst. Ich weiß, dass die auch gar nicht ständig so übervorsichtig behandelt werden wollen. Da darf man ruhig mal Witze machen und sich entspannt verhalten.

    Und schwarzer Humor ist was Feines. Da mag ich fast alles :-)

  5. Rafael sagt:

    Moin!

    Ein Bekannter von mir, seines Zeichens Büchersammler, hatte gestern ein Buch mit, welches er kürzlich auf einem Buchmarkt erstanden hat. Es wurde geschrieben und gedruckt von einer Behindertenwerkstatt – der Inhalt war doch sehr, sehr schwarzer Humor über Behinderte, das Leben in solchen Behindertenheimen etc.pp.
    Häufig machen sich die nicht-betroffenen da offensichtlich mehr Gedanken drum und sehen es ernster, als die eigentlich betroffenen.

  6. Andi sagt:

    War auch mal im KH und hatte einen Blinden mit auf der Station. Der gute Mann hat ständig Witze über seine Blindheit gemacht und andere Behinderungen. Die übliche Verabschiedung war denn auch: “Wir sehen uns, Andi” “Jau, wir sind ja nicht blind”
    Insgesamt ist das dann auch meine Erfahrung, daß die Behinderten, die ihre Einschränkung akzeptiert haben, ganz unvoreingenommen damit umgehen und ihre eigene Witze über sich machen. Vielleicht ja auch so eine eigene Art von Taktik, mit der Behinderung umzugehen. Gibt ja auch so einige Dinge in meinem Leben, denen ich nur noch mit Schwarzen Humor begegne.

  7. Gerhard sagt:

    Kann in diesem Zusammenhang Phil Hubbe empfehlen: http://www.hubbe-cartoons.de

  8. krassdaniel sagt:
  9. Felix sagt:

    Naja,

    ich weiß nicht. Ich würde schon noch differenzieren als Behinderte, ob ich das selber sage oder ob jemand anderes es sagt. Wobei es auch darauf ankommen würde bei mir, wer es sagt und natürlich in welcher Tonlage das ist sehr entscheidend.

    Gruß

  10. Torsten Bentrup sagt:

    @Felix: Das versteht sich doch absolut von selbst. Wenn solche Sprüche von Angesicht zu Angesicht fallen, ist eigentlich jedem klar, ob es sich um eine Beleidigung handelt oder nicht.

  11. Spam sagt:

    er leuft jaa nicht weg :-)

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