Sekt oder Selters
Unser Zentralist funkte:
“Torsten, besorg mal ne Flasche Champagner! Halbtrocken soll er sein.”
“Ähem, wirklich Champagner? Kein Sekt? Das wird nicht billig…”
“Ich hab dreimal nachgefragt, die wollen Champagner!”
Nun gut, die Lieferadresse ist für käuflichen Sex bekannt, warum also nicht mal eine edlere Brause…
Als ich die Flasche zum Schnäppchenpreis von nur noch EUR 34,99 abliefern wollte, wurde die Empfängerin ganz blaß.
“Öh, ich dachte an eine Sorte für so 8-10 Euro…”
“Für Sekt kommt das hin, aber Champagner ist schon ein wenig teurer. Auch dann, wenn man nicht in Tankstellen einkaufen muß.”
“Hmm, ich kenn mich mit Alkohol nicht so aus, den kauft sonst immer mein Mann…”
Wir haben uns dann auf einen Umtausch geeinigt.
Statt Edelbrause gabs dann ganz profanen Landwein. Halbtrocken.
16. Oktober 2006 um 07:38 Erik(Quote)
Ich bin doch immer wieder erstaunt, was für “Probleme” manche Leute haben.
16. Oktober 2006 um 08:40 Klopfer(Quote)
*g* witzig
Ich hatte schon Angst du lässt dich mit “Dienstleistungen” bezahlen
Ach wie gut das ich nur Möhrchen esse.
Dein Klopfer
16. Oktober 2006 um 11:14 Kittyluka(Quote)
Seit wann bieten Taxiunternehmen auch Einkaufsservice an?
Kann man dich auch für andere “Noteinkäufe” buchen?
16. Oktober 2006 um 11:26 Jason(Quote)
@Kittyluka: Hatten wir doch vor einem Viertel Jahr schonmal (http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/66...)
16. Oktober 2006 um 11:27 Bubu(Quote)
örgs.. “käuflichen Sex bekannt” – “kauft sonst immer mein Mann”
Nun denn
16. Oktober 2006 um 11:41 Taxiblogger(Quote)
Man hätte schon bei der Bemerkung “Halbtrocken soll er sein.” wissen müssen, daß es sich nie und nimmer um Campagner handeln kann…
16. Oktober 2006 um 12:08 funthomas(Quote)
@Taxiblogger: Stimmt.
“Halbtrocken” bei Sekt ist gewöhnlich eine übel süsse Plörre, selbst “Trocken” ist meisst zu süss für einen guten Sekt. Wer allerdings selten Wein&Sekt trinkt, dem gefällts wahrscheinlich.
Für 8-10 Euro kriegt man übrigens schon durchaus sehr gute Tropfen. Es muss ja wirklich nicht immer original Champagner sein – da bezahlt man neben der Qualität gewöhnlich einen guten Teil einfach den Namen. Wenn’s denn schon aus Frankreich sein soll, kann man nach “Crémant” schauen.
16. Oktober 2006 um 21:27 sara(Quote)
man hätte überhaupt bei der bemerkung “halbtrocken” wissen müssen, dass der empfänger eher ne club-cola verdient hätte, als den bestellten champagner
17. Oktober 2006 um 11:05 Erik(Quote)
Taxifahrer machen ziemlich viel für Geld. B-)
17. Oktober 2006 um 17:33 Torsten Bentrup(Quote)
@Kittyluka: Such mal hier im Blog nach “Besorgungsfahrt”, das ist eine unserer Kerndienstleistungen und wird auch verhältnismäßig oft genutzt. Letztendlich ist es uns ja auch völlig egal, ob wir für Fahrten mit oder ohne Fahrgäste bezahlt werden.
@Babu: Auch Prostituierte haben einen Freundeskreis, die Bestellerin muß also den Job nicht ausüben sondern war vielleicht nur zu Besuch dort. Und natürlich gibt es auch verheiratete Mädels in dem Gewerbe, wenn beide damit klarkommen.
@Taxiblogger, Funthomas, Sara: Wir sind Taxifahrer, Alkohol kennen wir hauptsächlich in Dosen und Tetrapacks!
Ich persönlich kriege nichtmal zu Silvester sowas wie Sekt durch den Hals.
@Erik: Oder wie ein Kollege gerne seine Kaffeepause beendet: “Ich geh dann mal wieder auf die Straße, anschaffen!”
19. Oktober 2006 um 06:16 Matthias 'moeffju' Bauer(Quote)
Kostet da die Umtauschfahrt nicht mehr, als wenn man einfach gleich den Champagner bezahlt hätte?
19. Oktober 2006 um 07:21 Torsten Bentrup(Quote)
Sooo teuer sind wir auch nicht. Innerhalb der Stadt nehmen wir für normale Besorgungen (also rein in Tanke, ab in den Kofferraum und dann ausliefern) 8 Euro, beim Umtausch hab ich auch noch nen kleinen Rabatt gegeben. Ein teurer Wein wars trotzdem…
8. November 2007 um
[...] Zurück aus Berlin, fahre ich natürlich voller Euphorie direkt zu Mareike in die WG, um mit ihr mein Vertragsangebot gebührend zu feiern. Ich kann es kaum erwarten ihr alle Einzelheiten des Tages zu berichten. Zum Feiern gehört natürlich auch Sekt und was da passenderes als eine Flasche Rotkäppchen. [...]