Kotzende Pferde
Wenn Ihr auch einen Klugscheißer im Bekanntenkreis habt, wisst Ihr natürlich: Das gibt es nicht. Pferde können nicht kotzen, rein anatomisch (in meinem Freundeskreis bin ich übrigens der Klugscheißer…
). Auch nicht vor Apotheken! Geht einfach nicht. Und bevor jemand neidisch ist, das ist eher tragisch. Manchmal müssen die schlechten Sachen nämlich auch raus aus dem Magen und da kann es ziemlich übel sein, wenn das einfach nicht geht.
Aber ums kotzen geht es trotzdem. Und tragisch ist die Geschichte auch…
Unser Unternehmen gibt es seit 62 Jahren. Und es war für alle drei bisherigen Chefs, dem Firmengründer, seinem Sohn und dem Enkel immer wichtig, daß Geschäft auch menschlich zu betreiben. In all den Jahren gab es etliche langjährige Fahrgäste, die auch mal “anschreiben” konnten, die wir auch dann noch gefahren haben, wenn sie mal eine beschissene Lebensphase durchmachten. Das ist durchaus auch einer der Gründe, warum ich diese Firma so mag.
Dadurch sammeln sich auch einige “Altlasten” an. Manche Menschen bekommen leider nicht mehr die Kurve, driften nach Schicksalsschlägen auch schonmal unrettbar ab.
Mein Fahrgast war so ein Fall. Seit mehreren Jahrzehnten Stammkunde, seit etlichen Jahren recht regelmäßig zum Monatsende hin nicht mehr flüssig. Zumindest in finanzieller Hinsicht. Alkohol wurde irgendwann zum bestimmenden Element in seinem Leben. Betäubung. Dazu viele falsche Freunde, unglaubliche Enttäuschungen in quasi jeder Hinsicht. Man könnte es zusammenfassen mit: Verkorkst in jeder Hinsicht, keine Besserung in Sicht.
Wenn dann zum Monatsanfang das Geld vom “Amt” kam, wurde auch lange Zeit direkt der “Taxi-Deckel” bezahlt und damit war für uns alles in Ordnung.
Vor einigen Monaten kam es dann zum Vertrauensbruch. Der Fahrgast, ich nenne ihn mal “Heinz” (was natürlich nicht sein Name ist), behauptete, daß er bei einem unserer Fahrer bezahlt hätte. Dieser Fahrer wusste nur leider nichts davon. Der Fahrer hat sich vorher nie etwas zuschulden kommen lassen, dürfte also als vertrauenswürdig einzuschätzen sein. Es stand also Aussage gegen Aussage und die Wahrscheinlichkeit spricht sehr dafür, daß ein alkoholkranker Fahrgast eher lügt als besagter Taxifahrer. Oder vielleicht sogar von seiner Aussage überzeugt ist, obwohl sie nicht wahr ist.
Den offenstehenden Betrag haben wir abgeschrieben. Aber seitdem ist auf jeden Fall die Vertrauensbasis zerstört und es gilt: Kein Deckel mehr! Wir fahren Heinz natürlich immer noch, aber sollen halt vor Fahrtantritt sicherstellen, daß die Fahrt auch bezahlt werden kann.
Ich sollte also Heinz abholen und nach Hause bringen. Nun kenne ich Heinz seit vielen Jahren und zumindest bei mir war es immer so, daß er problemlos bezahlt hat. In all den Jahren hat er vielleicht ein Dutzendmal kein Geld mehr gehabt aber ich hab die Rechnung immer auf eigene Kappe genommen und ihm eingeschärft: Das Geld gibst Du nur mir beim nächsten Mal! Und es hat immer geklappt. Meist sogar mit gutem Trinkgeld. Und zudem waren es immer sehr angenehme Fahrten. Heinz hat zwar ein massives Alkoholproblem, aber ist trotzdem ein netter und sympathischer Mensch.
Und deshalb riskiere ich einfach bei so langen Bekanntschaften entgegen der Anweisung meines Cheffes die Fahrt. Mensch, wir reden hier von einem einstelligen Eurobetrag für die einfache Fahrt nach Hause. Sollte ich da wirklich mal drauf sitzenbleiben… Drauf geschissen! Dann ist das halt meine gute Tat für den Tag!
Aber manchmal läuft einfach alles schief. Manchmal erweist sich Nettigkeit als Bumerang und fliegt einem ins Genick, wenn man es am wenigsten erwartet…
Nun, ich komme an, Heinz steigt ein und weil er ja unsere neuen Regelungen kennt ist dann auch der erste Satz:
“Hi Torsten, ich muß nach Hause! Und ich zahl bar…”
Kein Thema! Und auch der Hund ist für mich kein Problem. Auf den passt Heinz grad auf, eigentlich gehört er seinem Nachbarn. Aber Heinz ist eben auch ein sehr netter, manchmal viel zu netter Typ.
Eigentlich ist der Nachbar, wie er mir erzählt, ein ziemlich blödes Arschloch. Und wenn er keinen Bock auf sein Tier hat, lädt er den Kläffer bei Heinz ab… Dann kümmert sich Heinz auch um das Futter. Glaubt nicht, daß der Nachbar sich dafür in irgendeiner Weise erkenntlich zeigt. Egoist trifft auf Anti-Egoist. Einer nutzt aus, einer lässt sich ausnutzen.
Bei ihm zuhause angekommen greift er dahin, wo er seine Geldbörse vermutete. Und griff ins Leere. Es folgte eine panische Suche danach im Taxi. Wir haben wirklich jeden möglichen Winkel inspiziert, die Börse war nicht zu finden.
“Verdammte Scheiße, ich hatte die doch noch an der Telefonzelle. Die kann doch nicht weg sein! Da ist doch alles drin. Auch $WichtigeMedizinischeDinge! Und die ganze Kohle für den Monat!”
Panik trifft es ziemlich genau. Das Portemonnaie war weg und für einen Menschen am Rande des Existenzminimums ist das sicher eine echte Katastrophe, was für Menschen wie uns (die sich Internet und ganz viele andere Dinge ganz selbstverständlich leisten können) zwar nervig, ärgerlich und auch koststpielig ist aber eben keine existenzbedrohende Geschichte.
Ich konnte ihn dann ein wenig beruhigen und davon überzeugen, noch nicht zu resignieren. Erstmal mit Vollgas zurück zum Ausgangspunkt, vielleicht haben wir ja Glück!
Nein, manche Leute haben einfach kein Glück. Das Leben kann ein Arschloch sein. Die Börse war nicht auffindbar. Und die Taxifahrt, die inzwischen (ich hab ihn natürlich noch nach Hause gebracht) fast mit dem dreifachem normalen Wert auf der Uhr stand war schlicht nicht bezahlbar.
Ich habe keine Ahnung, ob ich die knapp 20 Euro jemals sehe. Und ich bin in der glücklichen Lage (ich erwähnte es schonmal: geringe Kosten, vernünftiges Gehalt, klasse Trinkgelder = beneidenswert hohes “verfügbares Einkommen”) daß ich wegen so einer Summe keinerlei Einschränkungen in Kauf nehmen muß. Also immer noch: Drauf geschissen! Leg ich aus eigener Tasche in die Abrechnung und es fühlt sich gut für mich an.
Und dann geht das Licht im Taxi an, er will aussteigen und ich sehe die Bescherung…
Dieser Hund. Ich verzichte nur auf ausfällige Wortwahl, weil ein Hund wirklich nichts dafür kann. Dieser Hund hat während der Rückfahrt gekotzt. Lautlos. Mit einer unglaublich widerlichen Zielführung genau zwischen Sitz und Mittelkonsole. Und zwar viel. Richtig viel.
Es war Heinz extrem unangenehm. Und er hat eine halbe Stunde im betrunkenen Zustand versucht, das Taxi wieder verkehrstauglich zu machen. Ich hab währenddessen versucht, meine Wut durch einen Spaziergang abzureagieren…
Als ich wieder zurückkam meinte er:
“So, jetzt ist alles wieder sauber. Und riecht nach Spülmittel, richtig gut!”
Nein, war es nicht. Die Sitzschienen waren noch verkrustet, überall hingen noch Reste von der Hundekotze. Immerhin hat Heinz es geschafft, manche Stellen an andere Stellen zu verschieben.
Meinen Hinweis darauf wusste er nur zu erwiedern mit:
“Ach Mensch, was soll ich denn machen? Setz es auf die Rechnung!”
Ach Mensch! Was soll das bringen? Da ist ein eigentlich netter Kerl. Und ein kotzender Hund, der ihm nicht gehört. Und ein “Einkommen”, daß grade mal das Existenzminimum bedeutet. Ja, billiger Alkohol wird auch davon gekauft. Aber mir ist doch auch klar, daß das nur geht, wenn man an anderen Stellen spart. Wenn man sich nur noch von billiger Scheiße ernährt. Hartz4 lässt definitiv nichts anderes zu.
Setz es auf die Rechnung? Ein paar hundert Euro für eine Profireinigung? Die wahrscheinlich nie bezahlt werden? Nie bezahlt werden kann, weil es einfach für jemand wie Heinz nicht machbar ist…
Ich hab den Ärger runtergeschluckt. Was soll man denn in so einem Fall sonst machen? Es gibt eigentlich keinen Schuldigen und am allerwenigsten ist es die Schuld von Heinz. Auch wenn er vielleicht juristisch verantwortlich wäre. Das ist doch wertlos auf verschiedenen Ebenen.
Es war sicher kein Vergnügen. Ich hab geflucht. Aber ich hab die nächste Stunde dann eben mit einer Grundreinigung des Taxis verbracht.
Manchmal ist das Leben ein Arschloch. Und manchmal trifft es auch mich. Drauf geschissen!
7. März 2011 um 08:19 Crazee(Quote)
Damen hoch! Du hast es richtig gemacht!
7. März 2011 um 08:20 Crazee(Quote)
Sorry für den Doppelpost, aber da oben fehlt ein U!
7. März 2011 um 08:36 Hoazl(Quote)
Wobei, “Damen hoch” stell ich mir auch ganz witzig vor
Kann Crazee aber nur zustimmen, finde auch das du genau das Richtige gemacht hast. Weiter so!
7. März 2011 um 09:39 M.One(Quote)
Ich drück Dich! Du bist ein toller Mensch!
7. März 2011 um 10:29 sternburg(Quote)
Ich bin jetzt nicht in der Position, Dir (bzw. Deinem Arbeitgeber) Ratschläge zu erteilen, aber schon mal über Tierhalterhaftung nachgedacht? Wo der Typ doch ohnehin so ein Egoist sein soll?
Und wenn Du nicht möchtest, dass die Sache dann am Ende doch bei “Heinz” hängen bleibt, druck ihm doch mal bei Gelegenheit diese Seite aus. Besonders anspruchsvoll wäre dies nämlich nach meiner Auffassung nicht.
7. März 2011 um 10:57 Christian(Quote)
Gut gemacht!
Diese Kunden hat man, und sie gehören einfach dazu, auch nach 17 Jahren Taxi
Nur zu viele sollten es nicht sein. (mir langt zu Zeit einer)
7. März 2011 um 14:08 Mel(Quote)
Es ist zwar überaus ärgerlich, aber du hast definitiv richtig reagiert. Das mit dem Portemanaie ist auch mehr als ärgerlich. Daumen hoch
7. März 2011 um 14:42 jo(Quote)
Hier stand was über meine Erfahrungen mit würgenden Pferden. Ich hab’s gelöscht, als ich den Blogeintrag zu Ende gelesen hatte. Manche Dinge sind einfach unwichtig.
7. März 2011 um 14:47 Sonja(Quote)
Schön, dass es noch Menschen wie dich gibt!
7. März 2011 um 18:47 Nils(Quote)
Insgesamt eine sehr traurige Geschichte. Zwar bist Du in diesem Fall der Hauptleidtragende, aber irgendwie tut mir in erster Linie Heinz Leid. Scheint grundsätzlich ein netter Kerl zu sein. Bedrückend irgendwie.
Umso mehr freut es mich, dass er jemanden wie Dich “kennt” und Du so selbstlos agierst. Daumen hoch dafür!
7. März 2011 um 19:36 Alexander(Quote)
Ich find’s erstaunlich, wie es sich ein Hartz IV Empfänger leisten kann, das Taxi und nicht etwa die eigenen Beine oder den ÖPNV als regelmäßiges Verkehrsmittel zu wählen.
Ich könnte mir das nicht leisten
Alex
7. März 2011 um 19:48 Frank(Quote)
@ sternburg:
Das mag ja richtig sein bzgl. der Tierhalterhaftung, aber wenn das wirklich so ein übler Typ ist wie beschrieben, wird mit Sicherheit das arme Tier darunter zu leiden haben – Tierheim oder noch Schlimmeres…
7. März 2011 um 20:47 Oberst(Quote)
Hi Torsten,
ein guter Freund von mir sagt immer wenn du die Scheiße hast, hast du die Scheiße…
Ich denke es ist so wie du beschrieben hast, “Heinz” ist einfach anscheinend einer der diese Scheiße, warum auch immer, einfach anzieht.
Wenn du es einigermaßen verschmerzen kannst, diese Kosten auf die eigene Kappe zu nehmen bist du für mich echt ein Großer!
Klar kannst du nicht für alle und jeden den Samariter spielen, aber alleine dass Gefühl, einem wie es in deiner Macht steht geholfen bzw. unterstützt zu haben kann schon verdammt viel Wert sein!
Oberst
7. März 2011 um 20:53 Kommentator(Quote)
@Frank: Ich weiß nicht, ob Tierheim so schlimm wäre – klar hat das Tier dann erstmal keinen direkten Halter mehr, aber in manchen Fällen ist das kein Problem, sondern eine mögliche Lösung. Tierheime können für solche “armen Hunde” ein echter Ausweg sein, weil da in aller Regel Enthusiasten und Realisten am Werk sind, und nicht Sadisten oder gedankenlose A…geigen (ich meine den Eigentümer des Hundes, nicht den momentanen Besitzer).
@Torsten: Der Umgang mit Suchtkranken ist immer Gratwanderung – im Winter, bei Kälte und Erfrierungsgefahr, ist der von Dir geschilderte “Fall” noch schwieriger zu entscheiden als sonst. Du hast das getan, was Dir richtig erschien – “Nächstenliebe” ist ein Begriff dafür, aber in Abwägung Deiner beruflichen Interessen ist das eben auch die bereits genannte Gratwanderung. Finanziell und nervlich “lohnend” ist das höchst selten, im Gegenteil, leider.
7. März 2011 um 20:53 ednong(Quote)
Ja,
manchmal kommen die Extreme sehr schnell hintereinander. Und das Leben ist nicht wirklich ein Ponyhof. Für die meisten jedenfalls nicht.
Ich finde, du hast gut reagiert. Es bleiben halt nur zwei Möglichkeiten in deiner Situation: drauftreten (also nach unten Richtung Heinz) oder selbst aushalten.
Und ja, er tutmir auch leid – aufgrund seiner Nettigkeit. Manche Leute können schlecht Nein sagen.
7. März 2011 um 22:29 Maik aus Wilhelmshaven(Quote)
Da hatte ich mal ein nettes Beispiel… Zehn Euro-Tour zum “Amt”, um sich da dann zu beschweren, das die zuwenig bezahlt hätten…
Hat sich dann auch wieder von mir nach Hause fahren lassen, wieder nen Zehner bezahlt. Da habe ich dann mal nachgefragt, wieviel die denn zu wenig gezahlt haben… Knapp dreißig Euro! Lohnt sich wirklich, dafür dann 20 Euro zu verfahren
@Thorsten: Auch von mir Daumen hoch! Wir haben leider auch ein paar von dieser Sorte, und eigentlich überwiegt bei mir auch mehr das Mitleid…
7. März 2011 um 22:57 JustMe(Quote)
Hi Torsten,
…und wie lassen sich jetzt kotzende Hunde mit kotzenden Pferden vergleichen..? Ah egal…
Zumindest kann ich mir vorstellen, dass man jemanden nicht sitzen lassen kann, der in so einer Lage ist.
Beim Putzen solltest du dich bei so Fällen mit dem Kommentar “auflecken” daneben stellen
Scherz beiseite….Das würde mich natürlich auch unheimlich nerven. Ich glaube nicht, dass Hundekotze so lecker zum aufwischen ist…aber es war denk ich so die mit dem Gewissen am Besten vereinbare Lösung….
Dann hoffe ich mal für dich und “Heinz”, dass es irgendwann mal wieder mit ihm bergauf geht und viel Glück bei denen nächsten Fahrten ^ ____ ^
LG
JustMe
8. März 2011 um 15:36 Paul(Quote)
Das sieht man mal wieder, dass der Sozialhilfesatz zu hoch ist, wenn dadurch die Sauferei und Taxifahrten bezahlt werden können.
Ich hätte dem Typ bis zum letzten Krümmel putzen lassen und wenn er dazu nicht in der Lage, dann halt am nächsten Tag…
9. März 2011 um 03:58 Christopher(Quote)
Na wenigstens hat der Hund nicht auch drauf geschissen. Das wäre nämlich richtig(e) Scheiße… Gute Entscheidung
9. März 2011 um 04:21 Hallo Taxi Freund(Quote)
Da man sieht, liebe Paul, warum Torsten hat gute weite Fahrte und viele Trinke Geld und andere nix. Du nix haben Verstaendenis fuer Probleme von alte gute Kunde. Ist bei meine gute Chefe genauso. Ist aber Mann wo heisst mit P. und nix mit H, zu meine Glueck.
Ist wie bei Geschichte mit Gute Tat
Gute Tat machen kommen immer wieder zu einem zurueck
Wenn Hass auf arme Menschen und dann man spueren Deine Frust. Tut mir sehr leid fuer DIch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Vielleicht Du bist auch gute Mensch gewesen aber viele enttaeuscht.
Naechste Mal liebe Kollege Torsten Du rufe mich dann ich kommen und Dir helfen mit putzen ja?
Ist dann meine Gute Tat. LG Singh
9. März 2011 um 16:10 gr3if(Quote)
Thorsten!
Genau so etwas sorgt dafür, dass ich gerne auf deiner Seite bin, etwas von dir lese und so etwas zeigt mir die Menschlichkeit in heutiger Zeit…
Dank dir dafür
9. März 2011 um 23:44 Der kleine Mukk(Quote)
Ich will Alexander oben mal recht geben:
Ich nehme an, dass es in Paderborn auch eine guten öffentlichen Nahverkehr gibt, der zumindest bis 0:00 Uhr nachts fährt. Daher fände ich es – ehrlich gesagt – durchaus menschlicher und humaner, einen offensichtlichen HartzIV-Empfänger darauf hinzuweisen, dass er doch lieber 2,50 für ne Nahverkehrskarte ausgeben soll, anstatt 20 Euro für ein Taxi. Wenn er anschreiben lässt, kommt er anscheinend eh nicht mit seinem Geld aus.
Zum Statement von Paul von wegen “zu hoher Sozialhilfesatz”: ALGII bezieht man nach einem oder zwei Jahren ohne Arbeit. Mit 60 Jahren hat man die schnell beisammen, da will einen dann keiner mehr.
Ganz ehrlich, könntest Du vom Sozialhilfesatz einigermassen vernünftig leben? Falls nein, dann würde ich solche Kommentare echt bleiben lassen.
10. März 2011 um 16:26 Tichondrius(Quote)
Den Nahverkehr in PB kannste gepflegt knicken. Hier ist Provinz
10. März 2011 um 20:06 Der kleine Mukk(Quote)
@Tichondrius:
Gerade nachgesehen: Paderborn hat knapp 150.000 Einwohner. Wenn das ein Städtchen mit 20.000 Einwohnern gewesen wäre, würde ich das ja gern glauben. Aber ne Stadt mit 150.000 Einwohnern hat gewöhnlich nen halbwegs passablen Nahverkehr, der bis nachts um 12 Uhr fährt.
Also ehrlich, als ich als Student 300 Euro/Monat zur Verfügung hatte, bin ich kein einziges Mal Taxi gefahren, selbst wenn ich 2 Stunden auf den nächsten Bus warten musste. Ich konnte es mir einfach nicht leisten.
11. März 2011 um 03:36 Torsten Bentrup(Quote)
Ich habe im Eintrag mit keinem Wort etwas zur Uhrzeit gesagt. Es gibt auch keine Angaben zum Wohnort oder Abholpunkt. Auch steht da nichts über eventuelle Behinderungen oder Krankheiten. Es gibt keinen Hinweis darauf, ob Heinz vielleicht üblicherweise den Bus nimmt. Und es steht auch nicht da, wie oft im Monat Heinz mit uns fährt.
Das sind nur wenige Möglichkeiten. Aber jede einzelne könnte schon ein Grund dafür sein, warum Heinz lieber Taxi als Bus fährt. Davon ab: 20 Euro war eine Summe, die für hin, zurück und wieder hin gereicht hat.
Soviel nur vorweg. Es wird noch einen “Folgebeitrag” geben, ich arbeite daran.
11. März 2011 um
[...] Bentrup. Das würde ich sicher auch lesen, wenn es nicht aus Paderborn käme. Gerade hat Thorsten zwei schöne Posts über einen Stammkunden, der Hartz IV Empfänger ist, geschrieben. Auch die Diskussion [...]
5. Dezember 2011 um
[...] Ein knappes Dreivierteljahr ist es her, als ich über Heinz schrub. Das Pferd im Titel war eigentlich ein Hund, gekotzt hat er trotzdem. Was ihr bisher nicht wusstet: Heinz war auch nicht Heinz. Sondern eine ältere Dame, grob geschätzt Ende der Fünfziger. [...]
5. Dezember 2011 um 15:28 Christoph(Quote)
You Sir, are Awesome!