Autohändler, russische

Damit auch der Harald sich auch mal über mein Unglück amüsieren kann:

Kurz vorweggeschickt: Ich habe nichts gegen Gebrauchtwagenhändler. Auch nichts gegen betrunkene Fahrgäste. Und bisher hat mir auch kein Russe was getan.

Aber ich möchte nie, nie, niemals wieder vier volltrunkene, russische Gebrauchtwagenhändler der Schwergewichtsklasse in den Puff fahren müssen. Niemals wieder!

Es war ja noch leidlich lustig, daß an jeder roten Ampel der gleiche Gag gerissen wurde: “Fahr weiter, bist doch Taxi!”. Auch die Lautstärke, mit der die Vorzüge der zu besuchenden Damen ausdiskutiert wurden, konnte ich noch verkraften. Aber als der Beifahrer dann seine Pranke in meinen Nacken legte und mit zärtlichen Kraulbewegungen begann… “Bist mein Freund!”

Argh! Es gibt Grenzen, da waren sie eindeutig überschritten. Um die Situation nicht eskalieren zu lassen habe ich mich auf ein “an die Scheibe drücken” und Beschleunigung des Taxis beschränkt. Feige, sicher. Aber wer weiß, wie sich das Ganze sonst entwickelt hätte… Es gibt einfach Leute, mit denen ich mich nicht streiten möchte.

So konnte ich die “Jungs” fünf Minuten später absetzen und wenig später war das Ekelgefühl auch schon wieder soweit zurückgegangen, daß an konstruktives Arbeiten wieder zu denken war.

12 Antworten zu “Autohändler, russische”

  1. Tina sagt:

    Das ist lustig. Auch wenn ich Mitleid mit dir habe :-D

  2. Fabian sagt:

    Ja, lustig zu lesen ist es zweifellos. Aber ich kann mir die Szene gut vorstellen. Schauder!

  3. Siegfried sagt:

    Hi,

    Taxifahrer von Russenmafia vergewaltigt! Mann, _das_ wäre doch mal eine Schlagzeile für Bild :D

  4. Weichkeks sagt:

    Wenn du dich schon so gefühlt hast und man bedenkt, wo sie anschließend hin sind… *schauder*

  5. Patrick sagt:

    Wieso kommt mir da der Gedanke an eine große Limousine mit Trennwand (inkl. getönter Scheibe) hinter dem Fahrer? ;-)
    Vielleicht hilft in deinem Fall auch einfach ein Gitter. ;-D

  6. HiQ sagt:

    Dann aber auch mit Gitter zwischen Fahrer und Beifahrer ;D

  7. Markus sagt:

    Stellt sich nur die Frage, was er schon vorher mit der Hand gekrault hat bevor deinen männlichen Nacken attraktiv fand. Die Frauen im Puff tun mir echt leid. Vielleicht bekommst du bei den Russen jetzt rabatt oder mehr aufträge. Ist nur die Frage, was du dann transportierst…(Russenmafai)

  8. Bastian sagt:

    Wah, während meiner Zivizeit hatte ich auch immer so einen Kerl der meinte mich andauernd anfassen zu müssen, ich kann deinen Ekel nachempfinden.

  9. Erik sagt:

    Hier wäre vielleicht Mitleid angebracht. Als Kommunikationsalternative wäre vielleicht auch eine Kalaschnikov angebracht.
    PS: Nutte zu sein, muß hart sein.

  10. Flo sagt:

    irgendwie habe ich das so in der art in thailand erlebt…allerdings waren es da die taxifahrer die ihre griffel nicht bei sich halten konnten. da ich der beleibteste unserer runde war, nahm ich jedes mal vorne platz. die 3 jungs auf der rückbank amüssierten sich natürlich jedesmal köstlich wenn mal wieder ein taxifahrer mir die schulter massierte, grinste, irgendwas daher brabbelte und mein unwohlsein immer deutlicher wurde. aber lustig wars in bangkok trotzdem…tuktuks sind mir da aber lieber als taxis ;)

  11. taxi-blog.de » Blog Archive » Persönliche Grenze sagt:

    [...] Taxifahrer muß man schon einiges an Nähe ertragen. Das ist manchmal unangenehm. Wenn meine Schultern vom russischem Autohändler auf dem Weg zum Puff “massiert” werden, geht das schon ziemlich viel zu weit. Die gleiche Aktion von einer netten Lady hingegen ist [...]

  12. Brian sagt:

    Mensch Torsten, wahre Liebe gibt es halt nur untern Männern! Ist es nicht schön zu sehen, dass auch so ein harter Klotz einen weichen Kern hat? ,)

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