How to order a taxi without acting like a honk
Nun, ich möchte diesmal das böse “S-Wort” vermeiden, sagen wir also einfach: Es gab da so eine große Party in einem der größten Gebäudekomplexe der Stadt. Und traditionell enden diese Partys ziemlich pünktlich gegen 3 Uhr morgens. Und wie das so ist wenn viele Leute gleichzeitig nach Hause wollen: Taxen werden knapp.
Wenn man schlau ist, sucht man sich einen markanten Punkt in der Nähe und ordert telefonisch. So auch unsere Protagonisten. Sie haben eine Tankstelle als Treffpunkt erwählt.
Beginnen wir nach dieser Vorgeschichte mit einem kleinen Quiz. Ich gebe Euch immer zwei Antwortmöglichkeiten. Eine ist die richtige Variante, die andere ist die von den “Fahrgästen” gewählte Version.
Nun, die Tankstelle war ja schon erwähnt.
Was macht man also nach der Taxibestellung:
a) man begibt sich zum Tankstellengelände und wartet
b) man stellt sich 50 Meter davon entfernt auf die andere Straßenseite
Das Taxi kommt und fährt an den Fahrgästen vorbei, schließlich gab es ja einen vereinbarten Treffpunkt und jede Menge andere potenzielle Kunden. Würde ich bei jedem anhalten und fragen, hätte ich zwar schneller meine Fahrt aber ganz sicher nicht die Anrufer.
Nun kurvt das Taxi um die Zapfsäulen rum und hält Ausschau. Die richtige Reaktion der am falschen Platz stehenden Menschen ist:
a) schnell rüberrennen und mit Handzeichen signalisieren, daß man doch gerne mitfahren möchte
b) stehenbleiben und dumpf glotzen
Nun, auch Taxifahrer haben manchmal Mitleid mit komischen Leuten. Als dort also keiner an der Tankstelle zu finden war, bin ich mit knapp über Schrittgeschwindigkeit an den Gestalten vorbeigefahren. Was macht man dann?
a) die Hand heben oder sonst irgendwelche Signale geben
b) stehenbleiben und dumpf glotzen
Nun, da keine Reaktion kam bin ich halt die 50 Meter zum großen Sammelplatz gefahren und dort eine sehr nette Fahrt begonnen.
Jetzt könnte die Geschichte eigentlich schon zu Ende sein. Aber gute 10 Minuten später klingelt in unserer Zentrale das Telefon. Was könnte wohl der Inhalt des Gesprächs gewesen sein?
a) Die Bitte, doch noch einen Wagen vorbeizuschicken, weil man sich ja offensichtlich verpasst hat
b) Die Beschwerde, daß der blöde Taxifahrer gar nicht angehalten hat
Wenn jemand von Euch jetzt jedes Mal die Antwort b) gewählt hat: Du hattest Deine Chancen, Du hast sie mehrfach nicht genutzt. Und das ist sicher nicht meine Schuld!
Vielleicht sollte man doch einfach mal einen “Grundkurs Taxinutzung” ins Vorlesungsverzeichnis aufnehmen. Da scheint es ja doch gewisse Defizite zu geben…
23. Dezember 2009 um 07:37 Drakoon(Quote)
Ist nur komisch, daß diese Art Kunden, bei mir zumindest, nur auftreten wenn genug andere dringend ein Taxi brauchen.
Und wenn ich sicher kein Ersatztaxi besorgen kann, welches die Kunden (meistens mit unangemeldetem großen Hund oder ähnlichem) nach Hause bringt.
23. Dezember 2009 um 07:49 queru(Quote)
wieso kommt mir das ganze bloß so verdammt bekannt vor?
vielleicht sollten wir mal eine broschüre mit den wichtigsten tipps rausbringen
23. Dezember 2009 um 08:52 Torky(Quote)
Ich (böses S-Wort) kenn das Problem eher andersrum. Grade an eine Tanke haben wir schon öfter ein Taxi geordert um den direkt vor der Disco am Rand stehenden Winkern zuvor zu kommen. Sehen das Taxi kommen – und zwei Leute von der gegenüberliegenden Seite einsteigen.
Naja war ja evtl nicht unsers, der würde ja schon auch auf die Tanke drauf fahren. Nur kam keins mehr zur Tanke .. Anruf: “Die von der Tanke wurden doch schon abgeholt??” .. ahja
Schon zwei Mal passiert .. leider weiß ich nicht ob beim gleichen Unternehmen da wir beim 1. Mal eins hatten von den Türstehern bestellen lassen (aber ja das mit der Tanke haben sie durchgegeben, die Zentrale wusste ja davon …).
23. Dezember 2009 um 10:15 Michael Th.(Quote)
Immer wieder freitags morgens kommt die Erinnerung.
oder
Das ist das Haus der Vollidioten.
23. Dezember 2009 um 10:21 krisz(Quote)
Haha. Du hättest ja auch anhalten und fragen können. Aber: Gut gemacht, sie habens nicht anders verdient!
Als ich noch regelmäßig in die Disco ging, habe ich auch immer ein paar hundert Meter weiter an der Straße auf das Taxi gewartet. So musste ich mich nicht mit anderen Betrunkenen drum klopfen, wer zuerst mitfahren darf.
23. Dezember 2009 um 11:09 Alf(Quote)
Hmmm zum Glück kenn ich das Problem nicht so…. wir stehen meistens immer mitten in der Nacht in einer verlassenen Gegegend, wenn da der Taxifahrer am abgemachten Punkt vorbeifährt dann ist das eher seine Schuld. Bei deiner Geschichte würd ich eher davon ausgehen das die Passagiere einfach noch nicht nach hause wollten.
23. Dezember 2009 um 12:35 F_A(Quote)
Ach, ich kenne so viele Beispiele, wie angehende Akademiker im Alltag scheitern, weil nicht der geringste Sinn für Logik erkennbar ist.
23. Dezember 2009 um 12:46 XYZ(Quote)
Hier mal ein Gegenbeispiel:
Hameln, im Winter vor 2 Jahren vor einer Disco, auch so ca. 3 Uhr. Aufgrund der Kälte hatte ich schon am frühen Abend um 20 Uhr das Taxiunternehmen meines Vertrauens angerufen und eine Taxe im voraus bestellt. Pünktlich kam dann auch eine, fuhr an mir vorbei, drehte und stand somit auf der anderen Straßenseite. Direkt stürzen die ersten Betrunkenen auf das Taxi zu und ich höre folgendes vom Taxifahrer: “Ich bin bestellt für einen Herr “mein Nachname”, wer sind sie?” Argh…. Idiot. Der erste Betrunkene wiederholte natürlich sofort meinen Nachnamen und wurde mitgenommen. Also Zentrale angerufen beschwert. Antwort:” Tuht uns leid, eigentlich machen unsere Fahrer so etwas nicht, aber er hat nur eine kurze Fahrt und kommt gleich wieder.”
Meine Antwort:” Gut aber sagen sie ihm bitte nochmals das er nicht direkt meinen Namen sagen soll. Danke.”
Nach 20 min bei -5°C nur mi einer dünnen Jacke (Taxi war ja vorbestellt) war das Taxi noch immer nicht da. Also wieder angerufen, Antwort:” Der hat sie doch vor 5 min zu Hause abgeliefert” Argh!!!! “Moment ich rufe ihn mal an und rufe sie dann zurück.” 2 min später: “Er hat bei einem winkenden zwei Straßen früher angehalten und schon wieder ihren Namen gesagt, er kommt jetzt direkt zu ihnen.”- “Können sie mir nicht einen anderen Fahrer schicken?” – ” Nein, leider nicht aber ich habe ihn nochmal genau gesagt was er tuhen soll.”
Nach weiteren 5 min, diesmal stand ich direkt an der Straße, fuhr auch ein Taxi um die Ecke auf das ich direkt mit gezogenen Perso losstürmte. Drin saß allerdings ein anderer Fahrer der mich nur dumm anguckte als ich ihm mein Ausweis auf die Windschutzscheibe klatschte. Meine Stimmung war mittlerweile von Frust in nackte Wut umgesprungen. Er war dann zwar von einer anderen Firma, aber als ich ihm meine Geschichte erzählte machte er nur eine Geste das ich einsteigen sollte und lachte.
23. Dezember 2009 um 13:46 Martin(Quote)
Grundlagen der Busnutzung sollte man auch mal ins Vorlesungsverzeichnis aufnehmen. Zumindest an meiner Uni müssen die Busfahrer häufig aussteigen, weil die Leute nicht kapieren, dass die Bustür nicht zu geht wenn jemand direkt drin steht. Und die Handlungsweise “im Gang durchrutschen, wenn noch jemand in den Bus will” ist vielen auch nicht bekannt.
23. Dezember 2009 um 19:03 Norbert(Quote)
@Martin: Das können aber alle ganz gut, nicht nur Studenten (also das mit dem durchrücken und in die Tür quetschen.
Bloß rein in den Bus, scheiß drauf, ob wir weiterfahren können oder nicht. Ich bin Kind und wenn ich drin bin ist alles gut.
@XYZ: So viel Geduld muss man aber mal loben, in PB hätte sich derjenige schon das nächstbeste Taxi geschnappt ohne Rücksicht auf die mögliche Anfahrt
23. Dezember 2009 um
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Der Edy , Taxi Blog erwähnt. Taxi Blog sagte: How to order a taxi without acting like a honk: Nun, ich möchte diesmal das böse “S-Wort” vermeiden, sagen wi… http://bit.ly/6ZSRrN [...]
23. Dezember 2009 um
[...] nicht mehr ganz nüchtern. Deshalb sei hier vielleicht auch ein kleiner Link zu dem Tutorial “How to order a taxi without acting like a honk” aus Torstens Taxi-Blog gestattet. Taxifahrer auf der ganzen Welt werden euch für die [...]
23. Dezember 2009 um 21:24 Deutsch - Taxi(Quote)
Wie wär’s mit einem Buch:
Deutsch – Taxi
Taxi – Deutsch
25. Dezember 2009 um 00:44 Marco(Quote)
Naja, so ne kleine Broschüre wäre doch kein Problem, musste dann nur irgendwo anner Disko oder so auslegen.
27. Dezember 2009 um 03:56 nc(Quote)
Du meinst Loesung ‘B’ wie ‘Bekloppte’? Und/oder wie ‘Bundeswehr’?
Ich weiss, ihr habt die Englaender dort, aber dann haette das ‘B’ nicht mehr gepasst – doch, wie ‘Brigade’?
Fro- nein, Bestes Fest