Hansi
Hansi war ein Gewohnheitsmensch. Nach Feierabend gings immer zuerst für ein paar Minuten in die Stammkneipe, ein-zwei Bier und gemütlicher Klönschnack. Dann ließ er nach mir rufen. Einer der Menschen, der jedes Mal bei der Taxibestellung nach mir gefragt hat…
Ein wirklich sympathischer Mensch, wir waren auf einer Wellenlänge, haben uns immer bestens verstanden und unterhalten. Auch wenn am Ende der Fahrt selten mehr als vier Euro auf der Uhr standen, hab ich mich immer gefreut, wenn seine Bestellung über Funk kam.
Vorhin kam ich in seine Stammkneipe. Mit ihm hab ich da eigentlich nicht gerechnet, war viel zu spät für ihn…
Der erste Satz der Wirtin, als ich reinkam:
“Weißt Du schon, daß Hansi tot ist?”
Über den Unfall (Polizeipresse) hab ich gelesen, wäre aber nicht im Traum drauf gekommen, daß Hansi der Fahrer war.
Herzinfakt am Steuer, mit 47 Jahren. Was für eine verdammte Scheiße.
(PS: Keine Angst, hier bleibts nicht so deprimierend. Ich hab mir fest vorgenommen, in den nächsten Tagen wieder mit dem “Regelbetrieb” anzufangen. Vielen Dank für Eure Motivation!)
3. Februar 2009 um 09:01 i-Tüpfelchen(Quote)
Ach shit. Wie schnell so etwas gehen kann. *knuddel*
3. Februar 2009 um 12:11 Stefan(Quote)
Ja, komisches Gefühl, wenn ein Stammgast plötzlich stirbt. man glaubt es nicht, wie nahe man sich doch gekommen ist nur durch diese kurze Geschäftsbeziehung.
Ich hab es selbst miterlebt bei einem älteren Herrn, den ich über ein Jahr regelmässig zur Chemo und zu Untersuchungen gefahren hab. Bis eines Tages nur seine Frau alleine einstieg und sagte “zum Friedhof bitte …”.
3. Februar 2009 um 18:05 Sash(Quote)
Das ist wirklich ein mieses Gefühl. Ich kenn das noch aus meiner Zeit beim Behindertentransport in Stuttgart.
Es kann wirklich verdammt schnell gehen. Ich wünsche allen Betroffenen das Beste!
4. Februar 2009 um 11:38 Jerome(Quote)
(Auch “guter” Spam ist Spam. Vielleicht einfach mal die Blogger anmailen, könnte deutlich mehr Erfolg haben. TB)
4. Februar 2009 um 20:24 Physioblogger(Quote)
Der Tod ist uns allen näher als wir glauben.
Traurig….echt…ich bin froh wenn ich morgens aufwache und kerngesund bin.
Danke dafür…
Lieben Gruß:
Physioblogger
5. Februar 2009 um 01:37 Jennifer(Quote)
Ja, am schlimmsten ist es, wenn man nicht damit rechnet, dann hat man nicht den “Trost” dass es besser für den Betroffenen war. Wobei es für den Betroffenen besser anders herum ist….
5. Februar 2009 um 08:39 Andi(Quote)
zitat: “PS: Keine Angst, hier bleibts nicht so deprimierend.”
pah! ich bin wohl nich der einzige, der deinen blog nicht nur wegen geschichten über lustige fahrgäste ließt… es ist zwar traurig, aber nicht das, sondern die tatsache, dass du dir den tod eines fahrgastes zu herzen nimmst, dass du ihm einen nachruf widmets treibt mir die tränen in die augen (vor rührung;) )…
5. Februar 2009 um 11:01 wioletta(Quote)
(Kommentar gelöscht, falscher Eintrag und falsches Medium. TB)
5. Februar 2009 um 18:23 Konstantin(Quote)
wioletta: Was hat das – ENTSCHULDIGUNG – mit diesem Topic zutun?
6. Februar 2009 um 09:45 ThorstenH.(Quote)
Es gibt nen Grund, warum TB die Kommentare und dem Beitrag ausgeschaltet hat….gibt nur Leute die das nicht schnallen.
Und wenn man halt unbedingt noch seinen Senf dazu abgeben will, macht mans halt an erstbester Stelle wo es geht, auch wenns nicht passt.
6. Februar 2009 um 16:27 Stephan535(Quote)
Wer sehr einem Menschen fehlen können, merkt man immer erst, wenn sie einem fehlen.
Es ist immer wieder erschütternd, wie groß die Leere nach dem Verlust eines Bekannten ist.
7. Februar 2009 um 00:36 Alexander(Quote)
Sowas ist traurig. Einige unserer Stammkunden sind in den letzten Jahren gestorben und auch wenn man diese Leute im Allgemeinen nicht besonders gut kennt, reißen sie einem trotzdem eine Lücke in den Alltag …
7. Februar 2009 um 06:50 Torsten Bentrup(Quote)
@Konstantin & ThorstenH.: Korrekt. Das hatte hier nichts zu suchen.
@Alle: Danke!
12. April 2009 um 18:49 Michael(Quote)
Anruf Ostersonntag in der Taxizentrale:
grbsoslsrrr….taxirrrbzzz….
nichts zu verstehen, der Mann hatte offenbar Kehlkopfkrebs
Ein Fax hatte er leider nicht
Kollege daneben versucht es
trrrspptt…arrr….
keine Chance
Nach 10 Minuten abgebrochen
Mittags kam Kollegin, arbeitet bei der Polizei, versucht ihr Glück
Ist eigentlich immer sehr erfolgreich bei schwierigen Fällen
Sie bekam dann heraus, dass er 2 Flaschen Wodka wollte, aber selbst sie bekam die Adresse nicht raus.
Ist schon traurig, der Mann braucht am Ostersonntag seine 2 Flaschen Wodka und bekommt sie nicht, weil der die Adresse nicht übermitteln kann und auch kein Nachbar da ist, der ihm einen seiner letzten Wünsche, die er auf dieser Welt noch hat, am Telefon übermitteln kann.