Irgendwann…
Und da bin ich mir sicher: Irgendwann bekommen “unsere” Briten Hausverbot im McDrive!
Zumindest würde ich es mir als lokaler Franchiser stark überlegen, ob ich über Nacht Frauen dort bedienen ließe.
Weibliche Personen, Alter und Aussehen ist da völlig nebensächlich, provozieren die gruppierten Soldaten nämlich gerne zu unzivilisierten Ausbrüchen.
So wie diesmal, drei sturzbetrunkene und ein ranghöherer, noch einigermaßen brauchbarer Soldat auf dem Weg von der Disco über McDonalds zur Kaserne.
Normalerweise versuche ich schon die Bestellsituation eingermaßen problemlos zu gestalten. Bei der Einfahrt auf den Parkplatz frage ich schon gewohnheitsmäßig, ob sie sich schon Ihre Bestellung überlegt haben. Kann ich mir aber eigentlich sparen, haben die nie. Dabei wählen die Jungs eigentlich immer nur aus drei Varianten: BigMac-Menue, McChicken-Menue oder ChickenMcNuggets-Menue
Letztere Auswahl läuft übrigens fast immer so ab:
“6er oder 9er?”
“12!”
“Wir haben nur 6 oder 9!”
“Ich will aber 12!”
Wenn ich gut drauf bin, bringe ich dann gerne als Lösungsvorschlag “Wie wäre es denn mit 2 mal 6?” ein. Oder dann, wenn ich es eilig habe, die Diskussion kann sich sonst ein wenig hinziehen.
Da nicht alle McMitarbeiter in der Lage sind, englischsprachige Bestellungen souverän aufzunehmen, übersetzte ich normalerweise. D.h. ich frage im Auto die Bestellungen ab und reiche sie weiter. Verblüffenderweise klappt das fast immer gut.
Diese Jungs waren schlauer, sie wollten selbst bestellen. Nicht irgendwie geordnet, sondern alle gleichzeitig. Ein Riesenchaos!
Die McFrau hatte keine Chance. Nicht nur, daß alle durcheinanderbrüllten (und wir alle kennen die überragende akustische Qualität der McSprechanlage!)… Die Jungs fanden es auch noch unglaublich lustig, völlig neue Gerichte zu entwerfen.
Leider, und das ist wahrlich ein Skandal, kann McD folgende Produkte nicht liefern:
McTitts, McDick, McBlow, BigDick und auch der auch die Chicken Faggots waren wohl grade ausverkauft…
Die Burgerverkäuferin hat sich dann auch auf sehr subtile Art und Weise aus der Affaire gezogen. Sie hat einfach nur das verkauft, was zweifelsfrei und verständlich bestellt wurde. Keine Rückfragen, keine Interpretationen.
Die McTüte wurde dann entsprechend klein und 14,90 für vier hungrige Soldaten war auch mal deutlich unter den üblichen Werten.
Dummerweise haben sie schon nach ein paar hundert Metern gemerkt, es ging also wieder zurück. Die “Reklamation”, besser gesagt der Einkauf ging verblüffend reibungslos über die Bühne. Nachdem mein Beifahrer seine rangniedrigeren Kollegen ordentlich zusammengebrüllt hat, verhielten die sich weitestgehend unauffällig.
Ich sollte meine Brüllstimme wohl wieder etwas trainieren. Könnte funktionieren!
PS: Die nächsten Wochen wirds hier ein bischen ruhiger, ich hab privat eine Menge um die Ohren. Mehr darüber in ein paar Tagen.
14. September 2008 um 08:41 Mario(Quote)
Ich denk mal, Wayne’s World hat es damals den McMädels und McBuben auch nicht einfacher gemacht und viel “lustige” Nachahmer produziert…
14. September 2008 um 10:45 Maik(Quote)
Ich frage mich schon manchmal, wie man es als Schnellrestaurantkettenangestellter schafft , immer (oder meißtens) freundlich zu bleiben.
14. September 2008 um 13:55 Tiffy(Quote)
Privat eine Menge um die Ohren? Bedeutet das, Du heiratest? (Oder ziehst Du um in die Nähe des neuen Firmensitzes, um noch besser erreichbar zu sein?)
14. September 2008 um 15:30 ToWi(Quote)
Heirat? Also wenn’s das wirklich sein sollte sag auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid. Vielleicht kann man dann noch einen Blogleser Spalier organisieren… lol
14. September 2008 um 15:47 Sascha S.(Quote)
ach wie toll, wenn man nun einmal mehr weiß*, wie die ganze Blogleserschaft
Torsten du schlägst mich bestimmt, wenn ich was sage :b aber keine Angst, ich warte bis der entsprechende Beitrag hier erscheint! ( Bezieht sich auf die privaten Dinge
14. September 2008 um 17:53 Torsten Bentrup(Quote)
Ähem, eine Heirat schließe ich momentan mal aus. Da fehlt irgendwie noch die Frau dafür!
14. September 2008 um 18:20 TaxiIngo(Quote)
Neues Handy organisieren
14. September 2008 um 18:30 Kein To(Quote)
Wenn die Britten das an einer miesen Frittenschmiere (natürlich nicht McD) machen, dann rotzt denen irgendwann mal jemand ins Essen. Die betteln ja förmlich drum.
14. September 2008 um 19:50 rob(Quote)
Chicken Faggots…. hahaha wie geil ist das denn bitte?
14. September 2008 um 21:48 Hisky(Quote)
Sind die zufällig mit dem Rapper hier verwandt?
Der “own3d” alles ^^
14. September 2008 um
[...] McDonalds Freestyle Video schon vor einem guten Jahr gepostet. Taxibloggers Bericht über seine Fahrt mit drei angetrunkenen britischen Soldaten durch den Drive in und der Bestellung von “McTitts, McDick, McBlow, BigDick und auch der auch [...]
15. September 2008 um 09:37 Badratgeber(Quote)
Das erinnert mich irgendwie an meine Bundzeit
Nungut aber aufjedenfall eine sehr lustige Geschichte *gg* vielleicht gibts ja doch irgendwann mal solche Gerichte bei MCs man weiß ja nie
15. September 2008 um 19:50 Ulli F. aus L.(Quote)
Da ich noch nie in meinem Leben eine Kaserne von innen gesehen habe, fehlt mir das Wissen ueber den Ablauf eines soldatischen Arbeitstages. Meiner Vorstellung nach muss jeder Dienst leistende Vaterlandsverteidiger in Ausbildung bzw. als fest Angestellter morgens puenktlich an seinem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erscheinen.
Das ist natuerlich auch moeglich, wenn man bis in die Morgenstunden feiert. (“Wer feiern kann muss auch arbeiten koennen”)
Wenn ich allerdings immer wieder lese, wie exzessiv sich die britschen Armeeangehoerigen in PB durch die Nacht saufen, kann ich mir denken, mit welchen Mengen an Restalkohol sie morgens zum Dienst erscheinen.
In der Privatwirtschaft wird sich das ein Chef wohl maximal ein Mal bieten lassen, eine Abmahnung veranlassen und den Mitarbeiter auf die Abschussliste setzen.
Was macht die Royal Army in diesem Fall und was passiert einem Bundeswehrsoldaten, der betrunken zum Dienst erscheint?
17. September 2008 um 07:44 Torsten Bentrup(Quote)
@Ulli: Wir können eigentlich nur hoffen, daß die Soldaten an dem Tag nicht Panzer oder LKW fahren müssen…
17. September 2008 um 09:30 Oette(Quote)
Auch bei der Bundeswehr ist das ganz normal. Da wird auf Übungen zusammen mit den Vorgesetzten (Hauptmann, Oberfeldwebel, Unteroffiziere) bis morgens um 4:00 gesoffen und ab 7:00 fährt man dann wieder seinen LKW – und das nicht nur auf Militärgelände!
17. September 2008 um 11:34 Ulli F. aus L.(Quote)
Skandaloes!
Ich haette ja wenigstens mit Abmahnung gerechnet. Aber von wem? -wenn die Vorgesetzten mitmachen.
Meine damalige Entscheidung, mich nicht mit dem Verein einzulassen, wuerde ich heute genauso wieder treffen.
18. September 2008 um 03:29 Al(Quote)
Kein BigDick?
Sind bei McDonalds etwa wieder Italienische Wochen?
21. September 2008 um 21:24 Leroy(Quote)
>Ich sollte meine Brüllstimme wohl wieder etwas trainieren.
>Könnte funktionieren!
Vergiss es… du bist kein Britischer Offizier…