Klingeljagd
Der Fahrauftrag klang eigentlich ganz einfach:
“$StraßeNummer, bei $Name klingeln.”
War auch einfach. Das Haus hab ich sofort gefunden, ein freistehendes, zweistöckiges Gebäude.
Und dann steh ich vor der Haustür und stutze. Da fehlt was! Es gibt keine Klingel… Was nun? Mitten in der Nacht kann man ja schlecht hupend vorm Haus warten.
Also hab ich mich auf die Suche nach einem eventuellen zweiten Eingang gemacht. Yeah, hinten gibt es noch eine Haustür, diesmal sogar mit Klingel. Blöderweise steht kein Name drauf, der Briefkasten ist auch unbeschriftet. Mitten in der Nacht, you know. Wenn am Telefon gesagt wird, daß bei $Name zu klingeln ist, schmeiße ich nicht auf Verdacht jemanden aus dem Bett.
Bleibt nur noch eine letzte Möglichkeit… Also nochmal zur Vordertür und sanft gegengedrückt. “Klick”, die Tür schwingt nach innen. Direkt dahinter ein Miniraum und eine zweite Haustür, diesmal mit Klingeln und Briefkästen. Und zwei Minuten später hatte ich dann auch den richtigen Fahrgast an Board.
Okay, die architektonischen Entscheidungen der Eigentümer muß ich ja nicht verstehen. Das Haus sah irgendwie nach Patchwork aus, vermutlich hat der Vorflur vor Jahren noch einen Sinn gehabt und diesen nach diversen Umbauten verloren. Ich würde mir allerdings wünschen, daß solche Besonderheiten auch mal am Telefon erwähnt werden… Echt jetzt!
31. Mai 2007 um 09:18 TiKaey(Quote)
Hehe
Das kenne ich irgendwie.
Als ich früher mal als Fahrer bei einer Pizzeria gejobbt habe, ging es mir auch manchmal ähnlich.
Wobei da manchmal auch welche unnötig viel beschrieben haben, und damit eine Beschreibung da war die zu umständlich war. *g*
31. Mai 2007 um 10:09 mightyman(Quote)
Das war bestimmt im Riemekeviertel. Da gibt es diese architektonischen Glanzleistungen des öfteren…
31. Mai 2007 um 13:13 Don Pepone(Quote)
Das ist ärgerlich, geht aber noch. Vor einigen Jahren habe ich mir als LKW Fahrer meine Ausbildung finanziert. Man schickte mich nach Milano (weiß jemand wie groß diese Stadt ist?). Das erste Mal mit dem LKW in Italien. Da angekommen, erklärte mir ein freundlicher Tankwart in schlechtem Deutsch, daß das auf den Papieren gar keine Adresse sondern eine Postleitzahl ist. 15 Tonnen Stahl in ein Postfach stecken? Ging nicht. 3 Stunden hat es gedauert, bis mein Disponent die Adresse heraus fand. Dann brauchte ich diese “NUR” noch zu finden… klasse wie gut manche Menschen mitdenken!
31. Mai 2007 um 15:26 Andi(Quote)
Auch ist es praktisch, immer den richtigen Namen anzugeben. Blöd wird es nur, wenn man bei anderen Leuten zu Besuch und dann immer noch den eigenen Namen dabei angibt. Erschwert das Klingeln zur Benachrichtigung, daß das Taxi vor der Tür steht, doch erheblich.
31. Mai 2007 um 17:35 Andy(Quote)
Unbeschriftete/fehlende Tür- und Klingelschilder sind wirklich lästig. Hatte damals, als Urlaubsvertretung bei der Post (Paketzusteller) einige Probleme damit.
31. Mai 2007 um 18:42 bernd(Quote)
paderborn ist doch gar nicht so gross. das musst du doch inzwischen jedes haus kennen oder etwa nicht?
gruss
31. Mai 2007 um 19:40 Helmut S.(Quote)
Ich (Techniker im Außendienst) träume von folgender Stadt:
-Straßenschilder an jeder Kreuzung
-Hausnummern an jedem Haus
- alle Klingelschilder beschriftet (Lesbar)
Ich hasse es, wenn mein Navi sagt: “Sie haben ihren Bestimmungsort erreicht” und ich finde das Haus nicht, weil keine Hausmummern vorhanden sind. Den Leuten wünsche ich dann immer mitten in der Nacht mit Schmerzen auf den Arzt warten zu müssen.
31. Mai 2007 um 20:21 jonas(Quote)
helmut heul nich rum hab das selbe prob aber ohne navi xD
stadtplan massive…
31. Mai 2007 um 22:49 pizzablog(Quote)
Hach kommt mir das bekannt vor. Die Leute denken echt nicht mit und Architekten und Hauseigentümer schon gar nicht.