112

Die eben erwähnte Mail hat mich an etwas erinnert:

Ich wollte längst mal schreiben, daß man keine Angst vor einem Notruf haben sollte. Auch dann nicht, wenn der Grund nicht 100% dramatisch ist.

Ein typischer Fall aus dem Leben eines Nachtschicht-Taxifahrers in Paderborn. Schnell ins Krankenhaus!

In Paderborn teilen sich die drei Krankenhäuser im täglichen Wechsel die nächtliche Notbereitschaft.

Man kann jetzt natürlich das nächstgelegene KKH anfahren und hoffen, daß einer der wenigen diensthabenden Ärzte grade Zeit hat…

Oder man wählt fix die 112 und fragt kurz nach, wer denn heute “Aufnahme” hat. Dann kann der Patient auf eine schnellere Hilfe hoffen. Grade bei Schmerzen ein ziemlich wichtiger Punkt!

Also: Kein falscher Respekt vor Notrufnummern! Wenn Menschen geholfen werden kann, machen die Jungs in den Zentralen das gerne.

16 Antworten zu “112”

  1. Legatus sagt:

    Dem kann ich nur zustimmen. Als ich noch in der Berufsschule war, ist ein Mädel in meiner Klasse auf einmal bleich geworden und ihr wurde schwindlig. Sie wollte nicht das wir einen Krankenwagen rufen, weil das nur ihr Kreislauf währe und das zu unwichtig für einen Notruf währe. Zum Glück haben wir es doch getan. Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass sie einen teilweisen Venenverschluss in der Halsschlagader hatte und kurz vor einem Hirnschlag stand. Und ich glaube auch die Jungs und Mädels vom Notdienst und der Polizei fahren lieber 3 mal umsonst raus, wenn sie dann sicher sein können das sie nicht nur noch den Tod von jemandem feststellen müssen.

  2. Torsten sagt:

    Definitiv! Ich habe bisher mit fast allen Blaulichtfahrern (eine Streifenwagenbesatzung muß ich da mal ausklammern… Aber die dürften sich nach nem halben Dutzend Beschwerden verschiedener Taxifahrer wohl gebessert haben (müssen)) nur hervorragende Erfahrungen gemacht. Die Mädels und Jungs machen ihren schweren Job vom allerfeinsten!

    Ein herzliches Dankschön an alle diejenigen, die für uns da sind, wenn es mal “brennt”!

  3. Uwe Keim sagt:

    Und ich habe mal 110 angerufen, weil bei mir vorm haus so ein Kerl frei seinen Kampfhund auslaufen ließ. Der Bulle hat mir gesagt, die Nummer sei für Notfälle, und da er noch nicht gebissen hat, könne er eh nix machen.

    Arschloch, der!

  4. Johannes sagt:

    Ach ja, wie war das:
    110 – Die Männer, die Sie rufen.
    112 – Die Männer, die kommen.

    Erlebt man immer wieder. Bin selber im Rettungsdienst einer Großstadt tätig und kann nur dazu ermutigen, wenn man sich nicht sicher ist auch einen Notruf abzusetzen. Der Alltag sieht leider so aus, Patienten, bei denen es nötig wäre, zögern den Notruf bis zum allerletzten Moment raus (nein, wenn Papa/Mama/Opa/Oma oder sonstwer auf einmal so komisch aussieht, nicht mehr richtig sprechen kann und ein Mundwinkel irgendwie runterhängt sollte man NICHT noch ein paar Stunden warten, ob’s nicht besser wird, so ein Schlaganfall kann ganz schön in die Hose gehen… ja, da kann man tot gehen von. Ehrlich.) und die, die anrufen haben meistens ein “akutes Nichts ohne Erbrechen”.

    “Und wie lange haben sie diese Bauchschmerzen schon?”
    - “Och, so 3 Wochen?”
    “Und die sind jetzt plötzlich schlimmer geworden?”
    - “Äh, eigentlich nicht.”
    “Und warum rufen sie dann um halb 4 morgens den Rettungsdienst?”
    - “Ach, ich konnte grade nicht schlafen, da hab ich mir gedacht könnte ich ja auchmal ins Krankenhaus.”
    (realer Vorfall *heul*)

    Andersrum wäre es besser. Also nochmal die Aufforderung, wenn irgendwas nicht stimmt oder man eine Situation nicht einschätzen kann, lieber einmal zuviel anrufen als zu wenig. Kostet auch nix, wenn wir umsonst rauskommen. Und wenns was sein sollte zahlt die Kasse. Und die meisten Rettungsdienstler freuen sich, wenns mal was zu tun gibt ;) .

    Und jetzt muss ich zur Arbeit.

  5. S t a t u s 6 sagt:

    Keine Scheu vor der 112

    Besonders Taxifahrer kommen häufig in die Situation, einen Notruf absetzen zu müssen. Wie im Taxiblog beschrieben braucht sich niemand davor ängstigen, denn ein Notruf ist ganz einfach:Die Notrufnummer ist (hoffentlich) jedem bekannt:  112Trotz all…

  6. r. sagt:

    Der Notruf ist für alle und jeden da. Einen Notfallpatienten im Taxi zu transportieren kann ich allerdings nicht empfehlen, denn der Rettungsdienst bringt nicht einfach den Patienten zur geeigneten Klinik, er bringt im Regelfall die Therapie zum Patienten!

  7. Benedikt sagt:

    Wie Johannes bin uac ich im Rettungsdienst tätig und bekoome es nur alzu oft mit das die Leute mit dem Notruf warten bis es zu spät ist natürlich gibt es auch die umkehr reaktion das manche Leute wegen eines eingerissenen Fingernagels am telefon weis Gott was angeben und wir in der zeit natürlich nicht für andere da sind

    Auf jeden Fall lieber einmal zuoft 112 bzw. in Bayern 19222 als ieinmal zuwenig

  8. Taxi-Olilein sagt:

    Dem kann ich absolut zustimmen. Ich bin sowohl Taxifahrer, als auch Funkdisponent und ich kann nur sagen, es nervt nix mehr, als wenn ständig über Funk kommt: “Zentrale, rufen Sie mal die Polizei/Feuerwehr, hier hat es geknallt/hier kloppen sich welche/hier parkt einer falsch.”

    Warum ruft der Fahrer nicht selbst an???

    Selbstverständlich greife ich als Disponent zum Telefon, wenn ich merke, dass der Fahrer eine Kanone am Kopf hat. Aber in allen anderen Fällen ist es doch viel einfacher, wenn er selbst den Notruf absetzt. Es kommen immer viel zu viele (natürlich berechtigte) Fragen, was und wo genau passiert ist, wer alles beteiligt ist usw. Da ist es einfach nur umständlich und zeitraubend, wenn ich dann den Fahrer nochmal ansprechen muss.

    Also wählt selber 110/112. Es ist sogar kostenlos!

  9. Status6 » Keine Scheu vor der 112 sagt:

    [...] Besonders Taxifahrer kommen häufig in die Situation, einen Notruf absetzen zu müssen. Wie im Taxi-blog beschrieben braucht sich niemand davor zu ängstigen, denn ein Notruf ist ganz einfach: [...]

  10. nadine sagt:

    Hilfe…Notruf!!!

    hatte Verdacht das mein opa einen Herzinfarkt bekommt, alle symptome stimmten überein.(Notruf112)
    Sage und schreibe eine stunde diskussion ob es nötig wäre, bis meinem Mann der krage geplatzt ist und er die Polizei verständigte, die wiederrum einen rettungswagen anforderten.
    Nun, daswar vor einer Stunde und er ist jetzt im Krankenhaus zum glück!
    Der Mann an derr Zentrale hat definitiv seinen job verfehlt,grob fahrlässig gehandelt und Hilfe unterlassen.
    Bei einem Herzinfarkt zählt jede Sekunde, das weiß man selbst nach nem erste hilfe Kurs!!!

    hilfe wer hat Ahnung????????????????????
    der Mann muß vom schreibtisch!
    PS: Er drohte noch;falls der rettungsdienst umsonst käme, dann würde es sehr teuer für uns werden! (?)

  11. 19222 sagt:

    [...]Sage und schreibe eine stunde diskussion ob es nötig wäre, bis meinem Mann der krage geplatzt ist und er die Polizei verständigte, die wiederrum einen rettungswagen anforderten.[...]

    Kein, aber auch wirklich KEIN, RlSt-Disponent würde sich 1 (in Worten: eine) Stunde etwas anhören, ob denn nun ein RTW/NAW nötig ist oder nicht. Deine Aussage halte ich für sehr übertrieben, wenn nicht sogar für absolut haltlos. (angesichts der Uhrzeit, zu dem dieser Kommentar geschrieben wurde, tippe ich auf einen Kommentar mit “Z.n. C2H5OH”) ;-)

    Und überaupt, warum lässt du dich 1 Stunden in der Leitung hängen, wenn es doch sooooo akut ist? Und warum kommt dann plötzlich Hilfe, wenn die Polizei anruft? Es ist egal, ob die Pol anruft oder ein anderer.

    Gruß 19222, selber Disponent

  12. 19222 sagt:

    Nachtrag: Du schreibst, dass dein Opa einen Infarkt “bekommt”. Hat er ihn nun, oder nicht? Die Symptome diesbezüglich unterscheiden sich nämlich grundlegend (überhaupt keine Symptome -> stärkste Schmerzen, Ausstrahlung etc…)

    Desweiteren schreibst du, dass der Disponent dich darauf aufmerksam gemacht hat, dass eine Fehlfahrt u.U. teuer werden kann. Das mag ja vielleicht bei der Feuerwehr sein, wenn du diese rufst, obwohl nur der kleine Aschenbecher brennt. Bei der Anforderung eines RTWs/NAWs fallen keine Kosten an (abgesehen von deiner Zuzahlung zur Krankenkasse). Bei einer Fehlfahrt wird nichts berechnet, da der Tranportschein fehlt und somit keine Leistung stattgefunden hat. Etwas anders sieht es aus, wenn der Notarzt vom NAW den Patienten daheim versorgt. Aber selbst dann ist eine “Versorgung ohne Transport” und somit zahlt ebenfalls die Krankenkasse.

    Desweiteren würde es mich interessieren, in welchem Gebiet dein o.a. Ereignis stattgefunden hat und welche Leitstelle du angerufen hast. Wenn es denn nun wirklich so war, dann hast du doch sicherlich eine Beschwerde beim zuständigen Träger des Rettungsdienstes bzw. der Leitstelle eingelegt? Und wie war deren Antwort…?

    Nichstdestotrotz hoffe ich, dass es deinem Opa wieder besser geht…

    Gruß 19222

  13. Sebastian Kayhs sagt:

    So eine Großstadt wie Paderborn mit drei Krankenhäusern… Die sind tatsächlich so ausgelastet, daß es einen Unterschied macht, ob $Fußgängerpatient in Krankenhaus A oder B geht? Mh… Wir haben in meinem Rettungsdienstbereich mehrere Uni-Kliniken, diverse kleinere Häuser und ein paar Fachkliniken. Und ich kann sowohl mit dem RTW jederzeit überall anfahren als auh laufende Patienten überall hinschicken – ohne Probleme.

  14. Torsten Bentrup sagt:

    Auch hier wird wohl keiner woanders hingeschickt. Aber jedes der drei Häuser hat sich reihum auf einen besonders großen Ansturm eingestellt, in anderen Krankenhäusern ist halt nur die “Notbesatzung” anwesend.

  15. Man kann es auch übertreiben sagt:

    [...] einem Rettungswagen in ein Krankenhaus fahren, oder kann ich das auch selber fahren oder mit einem Taxi fahren lassen? Jetzt gibt es zwei Gruppen von [...]

  16. Doan Huynh Tu sagt:

    Guten Tach! Bin neu hier und seh mich mal um. Dummdidumm.

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