Angst

Fast 14 Jahre habe ich nie wirklich Angst vor der nächsten Fahrt gehabt. Inzwischen ist es soweit. In der Normandy-Kaserne in Sennelager sind neue Bewohner (hoffentlich nur zum Training) eingezogen…

Bei vier Fahrten dorthin gab es viermal Gespräche zwischen den Fahrgästen, die mich wirklich erschreckt haben. Wir sind es ja gewohnt, daß wir es oft mit “dummen Jungen” zu tun haben. Die Aktionen habe ich ja schon oft genug geschildert.

Aber ich habe es noch nie so geballt erlebt, daß ausschließlich über Gewalt gesprochen wurde. Wie man letztens noch x Leute krankenhausreif geschlagen hat, wie man Frauen nach dem ficken “abgeschossen” hat, wie geil es war im Kriegseinsatz… Natürlich wurde ich auch teilweise mit einbezogen, dumme Beleidigungen (gerne rassistisch oder schwulenfeindlich) dominierten die an mich gerichteten Sprüche.

Ich werde heute abend mal in die Polizeipresse beobachten. Der Notarzt- und Polizeieinsatz vorhin am Westerntor dürfte ursächlich mit diesen gewaltgeilen “Neu-Paderbornern” zusammenhängen.

Ja, momentan hab ich wirklich Angst vor jeder Gruppe mit Ziel “Normandy”. Ein Scheißgefühl.

11 Antworten zu “Angst”

  1. Ezekiel sagt:

    Na herrlich…dann bin ich mal gespannt was in den nächsten Tagen und Wochen so in der Stadt abgeht. :(

  2. Jim sagt:

    Jep.

    Und genau wegen diesen Leuten entstehen dann die Vorurteile. Bzw werden bekräftigt.

    Echt klasse :rolleyes:

  3. Ly sagt:

    ups, wie unangenehm. wünsche dir gute nerven.

  4. LadyMarguerite sagt:

    Mußt Du denn diese Fahrten übernehmen?

  5. Rehauge sagt:

    Oh das ist aber übel. Da wünsch ich Dir mal umgängliche Fahrgäste.

  6. taxiIngo sagt:

    leider weis man ja nicht vorher wie die fahrgäste drauf sind obwohl man nach jahren eine art menschenkenntnis entwickelt hat

    ein paar idioten gibt es immer wieder

  7. Torsten Bentrup sagt:

    @Ezekiel: Ich hoffe ja wirklich, daß die nur irgendwelche kurzen Kurse im “Sennelager Training Center” absolvieren und dann wieder verschwinden.

    Übrigens ist bei der Polizeipresse nichts drüber zu lesen. Stimmt also wohl doch, daß die negativen Nachrichten über den Wirtschaftsfaktor “Britische Army” unterdrückt werden…

    @Jim: Ja, besonders bitter für die vielen anständigen Briten…

    @LadyMarguerite: Wenn man es merkt, ist es fast immer zu spät. Bei 3-4 gewaltgeilen und aufs töten gedrillten Soldaten geht dann eigentlich nur noch: Zähne zusammenbeißen und schleunigst abliefern. Und hoffen, daß keiner durchdreht.

  8. michiausp sagt:

    Für solche Situationen sollte man echt einen “Notknopf” mit Direktanbindung zur britischen MP einbauen, die dann gleich mit einem Mannschaftswagen anrückt und solche Arschlöcher von Fahrgästen gehörig vermöbel.

    Leid tut mir nur, daß es auf wieder auf alle britischen Militärangehörige zurückfällt. Mein Freund Terry A. kricht dann wieder die Krise… :-(

  9. AnPi sagt:

    *grübel* Du bist schwul? Das lese ich jetzt zum ersten Mal.

  10. Torsten Bentrup sagt:

    @michiausp: Da hätte ich lieber die Direktanbindung zu den deutschen Cops… Die Handvoll MPs sind leider nicht nur für Paderborn zuständig, sondern fahren auch mal zwischendurch nach Hameln oder Detmold, wenn da was passiert. Wie mir vor einigen Monaten mal ein MP selbst erzählte, würde er im Notfall auch erstmal die Deutschen rufen.

    @AnPi: Würde mich auch wundern, wenn Du das schon jemals irgendwo gelesen hättest. Bin Stockhetero. Die erwähnten, beleidigend gemeinten Sprüche gingen in die Richtung: “Und, heute schon Schwänze gelutscht!” und schlimmeres, da erkenne ich auch als Nichtschwuler eine schwulenfeindliche Tendenz

  11. taxi-blog.de » Blog Archive » Ehrenrettung für die Normandy-Briten sagt:

    [...] Scheinbar hatte ich gestern nur den berüchtigten “Sechser im Lotto”… [...]

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