Stumme Zeugen…
…einer kleinen Tragödie.
Zumindest hoffe ich, daß “kleine” richtig ist und die Insassen der beiden PKW nicht doch noch wirklich ernste Verletzungen davongetragen haben.
Wird lang, deshalb bitte weiterklicken:
Die Polizeipresse schreibt dazu:
“Am Sonntag wurden gegen 00:34 Uhr 4 Personen bei einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Neuhäuser Str./ Heinz-Nixdorf-Ring teilweise schwer verletzt.
Eine 20jährige BMW-Fahrerin aus Sande hatte beim Linksabbiegen auf den Heinz-Nixdorf-Ring den entgegenkommenden Mercedes eines 42jährigen Delbrückers übersehen. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Während die beiden Insassen des BMW bei dem Aufprall nur leicht verletzt wurden, mussten Fahrer und die 71jährige Beifahrerin des Mercedes mit schweren Verletzungen in das St. Josefs- Krankenhaus transportiert werden.
Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden in einer Höhe von 40 000 EUR. Die Kreuzung wurde für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt.”
Im Polizeijargon heißt “schwere Verletzungen” erstmal nur, daß ein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig war. Ob für eine Nacht zur Beobachtung oder wirklich ernst, kann man durch diese Angabe nicht herauslesen.
Da ich hautnah dabei war, wage ich mal die eine oder andere Korrektur. Aber erstmal spulen wir ein bischen zurück, der Unfall war nämlich nicht am Sonntag um 0:34 Uhr sondern die Geschichte beginnt bereits am Samstag kurz vor 22 Uhr.
Ich wurde von der Zentrale nach Sande beordert und bog von der Rathenaustraße auf die Neuhäuser Straße. Bereits da fiel mir einer der schönsten Oldtimer auf, der noch regelmäßig auf Paderborns Straßen zu sehen ist. Ein erstklassig restaurierter Mercedes W110 W111 (danke für den Hinweis an hugo) fuhr mal neben, mal vor mir. Schwarzglänzender Lack, kein Anzeichen dafür, daß der Wagen schon runde 40 Jahre auf dem Buckel hat. Wunderschön.
Kurz vorm Nixdorfring war er dann ein paar Meter vor mir. Die Ampel zeigte Grün, aus Erfahrung weiß ich: Zu lange schon. Ich werde wohl nicht mehr durchkommen, also Fuß vom Gas.
Der Fahrer des Klassikers sah es leider anders. Als die 50er-Beschränkung aufgehoben wurde und 70km/h erlaubt waren, gab er richtig Gas, wollte noch die grüne Ampel erwischen. Der Abstand zu mir erhöhte sich sehr rasch. Erst war ich verblüfft über die Power, dann sah ich den BMW, der linksabbiegend in seine Spur fuhr.
Wahrscheinlich hab ich in dem Moment sogar noch “Scheiße” geschrieen, aber es war schon zu spät. Ein hässliches Knirschen, Blech verkeilte sich, Glas regnete auf die Fahrbahn. Der BMW stand dazu noch in einer Dunstwolke durch die vielen ausgelösten Airbags (incl. Windowbag, sehr gut bei dieser Art Unfall).
Beim Ausrollen hatte ich das Telefon schon in der Hand und die 110 gewählt (edit: wie ich dank der vielen Kommentare jetzt weiß, wäre die 112 noch besser gewesen. Merci für die Aufklärung!), ich erwartete zumindest im Daimler mindestens einen schwerstverletzten Fahrer, zu heftig war der Aufprall auf die Seite des BMW. Es hätte mich nicht gewundert, wenn es für eine Rettung zu spät gewesen wäre.
Aber als ich auf der Kreuzung war, öffnete sich schon die Tür und er stieg augenscheinlich unverletzt aus. Wir schauten im BMW, ich gab am Telefon die mutmaßliche Zahl der Verletzten an.
Die nächsten Minuten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versuchten wir die Insassen im BMW zu beruhigen, kündigten baldige Hilfe an. Bis auf ein paar kleinere Wunden waren alle (ich sags nochmal, da Laie und innere Verletzungungen sind ja nicht sofort erkennbar) augenscheinlich unverletzt. Der Schock war allerdings allen deutlich anzumerken.
Weil eh nichts zu tun war, kümmerte sich der Mercedesfahrer erstmal um die beunruhigenden Geräusche aus seinem Motorraumrest. Irgendein Aggregat pumpte weiter vor sich hin.
Als dann jede Menge Polizei- und Notarztfahrzeuge anrauschten, hatte ich dann auch kurz Zeit, um einen Schnappschuß des Daimlers zu machen. Natürlich strikt darauf achtend, nicht im Weg zu stehen. Danach nur noch kurz Personalien für eventuelle Zeugenaussagen angeben und es konnte weiter gehen.
Eigentlich hätte ich den Bericht schon nach der Samstagnachtschicht geschrieben, aber ich war wohl noch zu vollgepumpt mit Adrenalin. Jedenfalls hab ich gestern keinen graden Satz schreiben können, von einer einigermaßen nachvollziehbaren Gliederung mal ganz zu schweigen.
Aber so kann ich wenigstens noch den merkwürdigen Polizeibericht mit einfließen lassen.
Da ist einmal die falsche Uhrzeit. Warum auch immer man sich da um über zweieinhalb Stunden verhauen hat, keine Ahnung. Und dann würde mich mal interessieren, wo die 71-jährige Beifahrerin herkam. Weder am Unfallort noch auf dem Weg dahin ist mir eine Beifahrerin aufgefallen. Aber das kann durchaus auch auf meine Aufregung zurückzuführen sein. Aber schon irgendwie irritierend, wenn man nichtmal mehr der Polizeipresse glauben kann (auch unsere beiden Lokalzeitungen haben die falschen Daten abgeschrieben). Und es gab definitiv in der Nacht keinen zweiten Unfall dort…
Und ich hatte Zeit, mal bei Wikipedia zum Oldtimer nachzuschlagen.
Dieses Modell, die “Heckflosse” (im Anschluß kam der Strich-8er, dann der 123er, danach mein Dienstwagen W124) war der erste Daimler, der Konsequent auf Sicherheit getrimmt wurde. Eine stabile Fahrgastzelle, diverse Chrashtests und eine definierte Knautschzone waren damals absolute Neuheiten. Genau das hat vorgestern wahrscheinlich mindestens ein Menschenleben gerettet…
(beide Bilder können großgeklickt werden)


13. August 2007 um 08:26 Tux2000(Quote)
Schade um den Daimler, da ist wohl nicht mehr viel zu retten. Aber das Crash-Verhalten ist für so ein altes Auto echt beeindruckend. Das Foto sieht lehrbuchmäßig aus, alle für die Passagiere nicht wichtigen Teile sind zu Klump gepreßt und haben dabei jede Menge Energie aufgenommen, die Sicherheitszelle scheint fast völlig intakt zu sein.
Allerdings würde ich eigentlich erwarten, dass jemand, der ein so gut erhaltenes und gepflegtes Auto fährt, deutlich defensiver fährt.
Tux2000
13. August 2007 um 08:39 Volker Schepker(Quote)
Das stimmt. Also wenn selbst ein Taxifahrer vor ner grünen Ampel Gas wegnimmt würd ich stutzig werden
13. August 2007 um 09:23 Sonja(Quote)
Zum Glück ist -scheinbar- niemandem schlimmeres passiert. Aber das schöööne Autoooo ;-(
13. August 2007 um 09:57 Budenzauberin(Quote)
Also, wenn ihr euch um die Insassen des BMW gekümmert habt und dort keine 71-jährige auszumachen war, und sich der Mercedes-Fahrer um seinen Motor kümmerte, statt um eine eventuelle 71-jährige verletzte Beifahrerin, dann liegt in der Tat der Verdacht nahe, daß da gar keine war.
Aber wieso rufst Du die “110″ an, wenn Du einen Rettungswagen orderst? Ich war immer im Glauben – und so steht es auch auf den Notruf-Aufklebern für die Kinder an unserem Telefon -, daß man dann die “112″ anfunkt?
13. August 2007 um 10:02 Alphager(Quote)
Die 112 sind für Feuer und und medizinische Notfälle da, da hast du Recht.
Das hier war aber ein Unfall auf der Straße. wo zwingend die Polizei kommen muss. Die 110 kann genauso Rettungswagen losschicken; man spart sich dann halt den Anruf bei der Polizei.
13. August 2007 um 10:08 Torsten Bentrup(Quote)
@Tux2000: Ich kann und konnte übrigens nicht beurteilen, ob der Mercedes zu schnell war oder ob die Ampel bereits Gelb oder Rot anzeigte. Dazu war ich zu weit weg (und bin eh zu ungeübt in der Einschätzung).
@Budenzauberin & Alphager: Genauso ist es, die alarmieren noch während des Anrufs auch die Notärzte. Ich glaube, die 112 landet auch immer in der Leitzentrale in Ahden, die 110 hier in der Innenstadt. Ist natürlich Aberglaube, aber in einer solchen Situation habe ich die Helfer lieber auch räumlich näher bei mir.
13. August 2007 um 10:28 Matthias(Quote)
Echt schade um das Auto
13. August 2007 um 10:34 hugo(Quote)
Schade um das schöne Auto (auch wenn ich der Meinung bin, daß es sich um einen W111 handelt (den W110 gab es nicht als Coupe), und Glück(wunsch) für die Beteiligten zum glimpflichen Ausgang.
Was die Zeitangabe betrifft: habe es selbst erlebt, daß ein Polizist um 10:05 Uhr aufschreibt, der Unfall hätte sich um 10:50 Uhr ereignet…
13. August 2007 um 10:44 Torsten Bentrup(Quote)
Merci, hugo, schon korrigiert. Das sieht tatsächlich deutlich mehr nach 111 aus.
13. August 2007 um 11:33 Erik(Quote)
Gut, dass es nochmal glimpflich abgelaufen ist, wenn man von den Autos mal absieht.
13. August 2007 um 12:07 Markus aus Bremerhaven(Quote)
Stichwort 110 / 112:
Die 110 ist bei der Leitstelle der Polizei aufgeschaltet, die 112 bei der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst.
Was nun bei einem Unfall anrufen? Bei einem Unfall mit Verletzten *immer* die 112 – die schicken die Polizei schon mit. Die Versorgung der Verletzten hat hier absoluten Vorrang. Aus eigener Erfahrung (Unfall meiner Eltern letztes Jahr auf der A7 bei Walsrode) weiß ich das die Meldung der Polizei an den Rettungsdienst schonmal unterbleibt (vergessen wird). Im konkreten Fall war der Abschleppwagen eher da als der RTW – letzterer erst nach einer guten Stunde – und das wo meine Mutter mit mehreren gebrochenen Knochen noch im Auto saß!
Das Risiko dass die Verletztenmeldung untergeht kann man durch den Anruf bei der 112 ausschließen.
Zu guter Letzt noch die Gegenüberstellung “Hilfe für die Verletzten” vs. “Sicherung der Unfallstelle durch die Polizei”
Meiner Meinung nach ist ein großer Rettungswagen mit vielen blauen Lichtern besser für die Sicherung einer Unfallstelle geeignet als Polizeibeamte mit mäßigen Erste-Hilfe-Kenntnissen für die Versorgung der Unfallopfer!
(Und auch diese Aussage ist nicht einfach aus der Luft gegriffen sondern fußt auf den Erfahrungen die ich in meiner Tätigkeit beim Rettungsdienst gesammelt habe…)
13. August 2007 um 12:44 Gerhard(Quote)
Jau, kann dem Markus nur zustimmen. Selbst in Bayern haben sie mittlerweile (2004 war das noch nicht so) die 112 flächendeckend eingeführt. Weil die EU das verlangt. Hat also doch mal was Gutes, unser SuperStaatenkonstrukt.
13. August 2007 um 12:49 Budenzauberin(Quote)
Danke, Markus aus B, für die Unterstützung meiner Mutmaßung.
Die Kinder lernen es ja schon im Kindergarten (und zwar von Polizisten UND Feuerwehr!) und später wird auch immer explizit auf die Nummer 112 bei Unfällen egal welcher Art hingewiesen, und ich persönlich hätte dann auch ganz gerne als erstes Sanitäter am Unfallort als Polizisten, und zwar unerheblich, ob der Unfall auf der Straße oder in meinem Garten stattfindet.
13. August 2007 um 13:02 Bitghost(Quote)
Schade um das schöne Fahrzeug…
Auch ich kann nur dafür plädieren, immer die 112 zu wählen.
Nicht selten geht hier bei der Kommunikation der Leitstellen ein Teil der Information verloren, zudem kann die Feuerwehr/Rettungsleitstelle ggf. Zusatzinformationen abfragen, die die Polizei erstmal vergessen hat oder für nicht so wichtig erachtete. Zentralisten bei der Feuerwehr haben alle selber mal Rettungsdienst gemacht und wissen aus Erfahrung worauf es ankommt, bei der Polizei sitzt zwar auch geschultes Personal, aber die haben einfach einen anderen Blickwinkel.
Und solange keine Unfallflucht oder ähnliches vorliegt, ist die Polzei in der Tat nicht so zeitkritisch wie der Rettungsdienst.
Da habe ich in meiner Rettugsdienstzeit schon ganz üble Sachen gesehen/miterlebt…
13. August 2007 um 13:10 Zoidberg(Quote)
Noch ein letzter Beitrag zum Thema 110/112:
Bei Unfällen mit Verletzten ist es in der Regel sinnvoller, diesen über die 112 zu melden. Im Gegensatz zur Polizeileitstelle sitzt in den Feuerwehrleitstellen medizinisches Fachpersonal, die durch konkrete Gegenfragen die Situation deutlich besser einschätzen können als ein in diesem Bereich nicht ausgebildeter Polizist. Es kommen im besten Fall genau die wirklich benötigten Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge und das ohne Zeitverzögerung und “verschleppen” von eventuell wichtigen Informationen, wie es bei einer Alarmierung über die Polizeit manchmal der Fall ist. Die Polizei wird in jedem Fall mitalarmiert. Ich arbeite selber als Rettungsassistent im Anerkennungsjahr im kommunalen Rettungsdienst einer großen Ruhrgebietsstadt und spreche daher aus eigener Erfahrung.
13. August 2007 um 13:11 Zoidberg(Quote)
Bitghost war schneller
13. August 2007 um 13:25 Burkhard(Quote)
Ich rate mal ins Blaue: Aus einem schwer beschädigten Oldtimer Baujahr ’71 (könnte laut WP hinkommen) wurde per stiller Post eine schwer verletzte Seniorin mit 71 Jahren…
13. August 2007 um 14:47 Loco(Quote)
Solange sie nicht das Auto ins Krankenhaus verfrachtet haben…
Hoffen wir, daß alle Beteiligten ohne bleibende Schäden davonkommen; den BMW kann man ersetzen und den Mercedes – nun ja, es gibt Spezis, die so einen Trümmerhaufen wieder neu machen. Wenn die Schäden sich auf den Vorderwagen beschränken und der Rest 1a in Ordnung ist, dann ist das sogar wirtschaftlich günstiger als die Neubeschaffung und -restaurierung einer Gurke.
13. August 2007 um 14:54 Joe(Quote)
Airbags sind großenteils Blendwerk. Dem Fahrer des Daimlers wird neben dem Aufbau des Autos vor allem ein ordentlich angelegter Sicherheitsgurt das Leben gerettet haben.
13. August 2007 um 14:54 Simon(Quote)
Also, ich habe damals gelernt, dass die 19 222 in Deutschland einen direkt zu den Sanis bringt. Die 122 ist dafür die europaweit einheitliche Notrufnummer, die grundsätzlich von jedem Telefon aus funktioniert und einen (im Regelfall) mit der Feuerwehr verbindet.
Wer mehr wissen will:
http://www.feuerwehr-weblog.de/2006/12/19/19-...
13. August 2007 um 15:23 Zoidberg(Quote)
Zumindest in NRW ist die 19222 als Notrufnummer überholt. Wer hier die 112 wählt landet in einer integrierten Leitstelle, das heißt dort werden sowohl die Feuerwehr- als auch Rettungsdiensteinsätze (von den selben Mitarbeitern, die in beiden Bereichen ausgebildet sind) disponiert. Die 19222 ist oft noch als seperate Nummer zur Bestellung ganz normaler nicht dringender Krankentransporte, also Oma Brömmelkamp zur Dialyse fahren etc., geschaltet. Die Bearbeitung erfolgt allerdings nachrangig, das heißt es geht erst jemand ans Telefon, wenn sämtliche 112-Anrufe bearbeitet sind. Die 19222 ist (in NRW) keine Notrufnummer!
13. August 2007 um 15:28 Gerhard(Quote)
Wie hieß es noch so schön?
“Hast du Hunger, willst auf’s Klo?
Dann wähl neunzehn-dreimal-die-zwo!” =)
13. August 2007 um 15:57 Zoidberg(Quote)
Besoffen und kein Geld dabei? Wähle 19, dreimal 2!
13. August 2007 um 16:45 chris(Quote)
ist die rechte ampel nicht gelb ?
13. August 2007 um 16:47 Marco Krings(Quote)
Die 19222 ist für den Ruf eines Krankenwagens, nicht für Notfalle (die dann einen Rettungswagen erfordert).
13. August 2007 um 17:08 Adrian(Quote)
@ chris: Ich gehe davon aus, dass die oberste Blende immernoch rot ist
13. August 2007 um 17:51 PaB(Quote)
@chris
“ist die rechte ampel nicht gelb ?”
Das ist in Paderborn normal:
die oberste Ampel ist rot,
die linke Ampel ist orange,
die rechte Ampel ist gelb.
Aufgabe der Paderborner (Taxi-)Fahrer ist es nun sich in jedem Falle zwischen orange und gelb zu bewegen – idealerweise auf der Linie der roten Ampel.
Also als Ortsfremder: Obacht geben.
13. August 2007 um 23:47 Anonymer Leser(Quote)
Bei den meisten Handys kann man die “112″ auch ohne Einschalten des Gerätes wählen. Selbiges gilt für die “911″.
Andere Nummern werden nicht akzeptiert.
Das geht – bei meinem W810i – sogar im Menü und mit Tastensperre. Egal, wo man sich im Menü befindet, 112 und auf Anrufen drücken – fertig…
“Keine Freunde? Sende eine SMS mit dem Text “Arschloch” an die 1 1 0″ *ggg
Gruß
Markus
14. August 2007 um 00:37 Markus aus Bremerhaven(Quote)
Nochmal Telefonnummern:
110: Polizei
112: Mittlerweile fast überall inegrierte Leitstelle Feuerwehr UND Rettungsdienst
19222: Mittlerweile fast überall Krankentransport (Haste Hunger…) da wo noch keine integrierte Leitstelle auch Rettungsdienst
Grundsätzlich gilt: Über die 112 bekommt man Hilfe – egal welcher Art…
14. August 2007 um 15:24 Daniel(Quote)
Richtig. Ich würde vom Handy auch immer die 112 wählen (911 geht meistens auch), die wird dem Netz nämlich nicht als “Nummer”, sondern als “Notruf” signalisiert. Ein Notruf erhält höchste Priorität im Netz, sodass man normalerweise auch bei ansonsten belegtem Netz (Großveranstaltungen, Silvester,…) durchgestellt wid.
14. August 2007 um 15:33 Ben(Quote)
Uns hat man am Anfang des Studiums als erstes den Unterschied zwischen RTW, KTW und NEF beigebracht (Naja gut nicht als allererstes).
Weil leider immer wieder Ärzte (alt: Arzthelferinnen) einen Krankenwagen (alias Krankentransportwagen) bestellen und dann angenommen wird: Ja dann passt das ja, die wissen ja obs nen Notfall ist. Ende vom Lied: Der zivildienstleistende Rettungshelfer steht mit dem Rettungssanitäter da und der RTW muss zu Hülfe kommen weil die Oma dann doch eher wieder ins Leben als ins Altenheim transportiert werden muss und ein KTW dafür minimalst ausgestattet ist.
Zum Thema 110/112: Es soll ja bald in ganz Europa einheitliche Nummern Farben und auch einheitlichen Lärm geben, damit sich keiner mehr vertut. Es schadet nicht, sich mal zu informieren, selbst wenn man nur in ein anderes Bundesland fährt, da es ja doch oft zu Überraschungen kommt, das mit der 19222 wusste ich bis letztes Jahr auch noch nicht.
Gruß
Ben
16. August 2007 um 03:01 calypso(Quote)
Bei Unfällen/Feuer usw. IMMER einfach die Feuerwehr anrufen. Die sitzen mit mind. 3 erfahrenen Leuten in der Leitstelle (hier Ahden) und während das Gespräch noch läuft wird von einem Kollegen dort sofort über die Direktleitung die Polizei informiert, evtl. sogar manchmal mit ins Gespräch geschaltet. Wenn man die POL anruft, dann muessen die erst die Rettungsleitstelle anrufen und denen das weiter geben. Da kann schonmal bis zu einer Minute Zeit vergehen, bis die dann dort alle Daten durchgegeben haben. Bei einem Anruf der FW wird nicht nur sofort die Polizei informiert, sondern auch gleichzeitg per Melder die FW/Rettungsdienste alamiert.
Und da kann schon in manchen Fällen 30 Sekunden über Leben und Tod entscheiden.
16. August 2007 um 08:19 Torsten Bentrup(Quote)
Herzlichen Dank für die Aufklärung, ich habs im Text oben noch eingefügt.
16. August 2007 um 15:09 Gerhard(Quote)
Ich find’ das mit den vielen Nummern ziemlich verwirrend. 110 für die Polizei, 112 für die Feuerwehr und 19222 für den Rettungsdienst. Dazu braucht man in einigen Gebieten auch noch die passende Vorwahl, da man sonst bei einer völlig falschen Rettungsleitstelle herauskommt.
16. August 2007 um 15:38 TaxiIngo(Quote)
Wenn jemanden mit seinen Handy den Notruf absetzt wird er nicht unbedingt zur nächst gelegenen Leitstelle geleitet sondern die gerade frei ist .
Wenn du pech hast rufst du aus NRW an und was ist, du bist mit etas Pech mit ein Sachse verbunden und dann versuch den mal zu verstehen.
21. August 2007 um
[...] Auf dem Rückweg vom Kurzurlaub in Holland nahmen mir zwei Afghanen mit einem Kadett die Vorfahrt (genauso wie dem Klassiker hier). Ich hatte auf der Dubelohstraße, Ecke Hatzfelder Straße die vorgeschriebenen 50 km/h drauf, der [...]
1. September 2007 um 20:04 Niklas(Quote)
@TaxiIngo: Das ist meines Wissens nicht richtig. Normalerweise wird man direkt mit der zuständigen Leitstelle verbunden. Das einzige was einem passieren kann, ist dass der Notruf nicht direkt bei der richtigen Leistelle ankommt, sondern in der benachbarten. Wenn man mit dem Handy anruft kann es sein, dass (vereinfacht gesagt) der Funkturm über den man telefoniert schon im Nachbarkreis steht oder wenn man per Festnetz anruft die falsche Leitstelle aufgeschaltet ist. Dass man aber aus NRW anruft und in Sachsen ankommt, halte ich für ausgeschlossen.
7. November 2008 um
[...] den dritten Fall hab ich schonmal ausführlich geschrieben: Stumme Zeugen. Auch dort konnte ich nur mit Worten [...]
5. Mai 2010 um 08:55 Schlampige Recherche(Quote)
Spiegel-Online – Skandaljournalist Christoph Titz – berichtet Satire als wahre Nachricht, um Unternehmen
und Personen wie Niko Iordanov zu schaden. Damit schadet Christoph Titz auch seinem Arbeitgeber DER SPIEGEL.
Das musste nun der Kaufmann Niko Iordanov schmerzhaft zur Kenntnis nehmen.
Er wollte die 0900 Mehrwertdienste-Nummern aufs Korn nehmen und bot Tipps f. das
Turmspringen (Arschbomben) zum Blocktarif zu 129,- Euro / Anruf an. Einfach nur,
um die 0900-Nummern zu juxen. Extra
fuer ganz doofe nannte Niko Iordanov den unrealistischen Tarif sowie eine
4-stellige 0900-Nummer, die es gar nicht geben kann. Das Ganze stand nur auf seiner privaten
Seite KUNSTSPRINGEN.de, die nur an Freunde gerichtet war und am Tag maximal 10 Besucher hat.
Einfach nur ein Spass, ein ironischer Gruss an die teuren 0900er Blocktarife.
Nur der Spiegel-Online-Redakteur Christoph Titz will es nicht gemerkt haben und schrieb folgende Unwahrheit,
um Niko Jordanov absichtlich zu diskreditieren:
“Der ehemalige deutsche Turmspring-Meister bietet zudem “Privatunterricht
im Kunst- und Turmspringen” an (“7 Tage a 90 Minuten 1999 Euro”), dazu
telefonische Tipps f. Kunstspringen sowie Arschbomben.
Die kommen den Anrufer besonders teuer zu stehen: Winzig steht unter dem
Foto ein Hinweis auf den “Blocktarif” von satten 129,95 Euro pro Anruf
unter einer 0900-Nummer.”
Dass es sich dabei um Niko Iordanovs reine Satire gehandelt hat schreibt Christoph Titz vom Spiegel
nicht, obwohl er zu korrekter Recherche verpflichtet ist und war.
Obwohl dem Spiegel-Online nun bekannt ist, dass es nur Satire war, weigert er sich, den
Artikel zu berichtigen. Niko Iordanov wird nun seit dem 18.6.2008 von Christoph Titz diskreditiert.
Christoph Titz lacht sich nun kaputt. Durch einen einzigen Artikel, bei dem er Satire als wahre
Nachricht bringt hat er einen Menschen lebenslang gesellschaftlich platt gemacht.
Nun findet man, wenn man nach dem namen Niko Iordanov sucht, den falschen und unwahren
Bericht auf Platz 1. Es entsteht Niko Iordanov dadurch ein enormer Rufschaden, da jeder
Leser denken muss, es handelt sich um eine echte 0900-Nummer. Leider soll
es noch Leute geben, die dem Nachrichtenmagazin Spiegel Vertrauen schenken.
Jedem Leser der Webseite kunstspringen.de wird klar, dass es nur ein Scherz sein
kann. Der Spiegel leitet die Leser aber in die Irre mit der Behauptung, “dann wird
es richtig teuer”. (Der Leser denkt dadurch, dass der Spiegel recherchiert hat, was
aber nicht stimmt.)
Es gibt noch ein weitere Opfer von Spiegel-Online:
Wie auch bei Cashvote.de, wo die Satire-Homepage “Wahlstimmenkauf
im Paket” als wahr berichtet wurde, obwohl es offensichtliche Satire war. Da
schreibt Spiegel-Online “Man sucht verzweifelt nach Anzeichen, dass Cashvote nur
eine Satire ist. Allein, es finden sich keine.”
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,214...
Jedem wird klar, dass es keine Stimmen im 10.000er-Paket zu kaufen gibt. Ausserdem
hat der Spiegel auch hier seine Recherchepflicht ignoriert.
Niko Iordanov hat rechtliche Schritte gegen Spiegel-Online eingeleitet und bereitet
eine Schadensersatzklage vor. Es bleibt unklar, weshalb Christoph Titz Satire aufgreift
und diese als wahre Tatsache berichtet. Jeder, der in Zukunft einen Scherz macht muss
damit rechnen, dass der Spiegel daraus eine Sensationsnachricht macht.
Da ich mich um Gerechtigkeit sorge, stelle ich das hier mal so rein, damit sich jeder
mal Gedanken macht, inwiefern man Spiegel-Online und den Recherchen von Christoph Titz noch trauen darf.
Paul Starck
Siehe auch:
Schlampige niveaulose Recherche bei Spiegel Online
http://www.freitag.de/community/blogs/kopfkom...