Opel-Blogger

Liebe Adam Opel AG!

Ich habe einen groben Fehler in Ihrer aktuellen Marketingaktion entdeckt.

Kein einziger Berufskraftfahrer unter den ausgesuchten Bloggern. Dabei wären doch die Berichte aus beruflicher Sicht noch eine viel bessere Referenz für die zweifelsohne hohe Qualität der Fahrzeuge aus Ihrem Hause.

Sollten Sie meine Bedenken teilen und Ihren Fehler korrigieren möchten: Meine Adresse finden Sie im Impressum. Ideal wäre ein Vectra in Taxiausstattung.

Vielen Dank, Ihr Torsten Bentrup

10 Antworten zu “Opel-Blogger”

  1. Mad-Max95 sagt:

    und hast du den eintrag als "trackback" auch zu opel geschickt ;)

  2. Patrick Meier sagt:

    Hallo Herr Bentrup, sicherlich hätte sich ein Berufskraftfahrer gut in der Gilde der Astrablogger gemacht, aber es steht Ihnen ja frei sich angeregt an der Diskussion zu beteiligen.

    Beste Grüße

    Patrick Meier

  3. Torsten Bentrup sagt:

    Das ging ja fix, vier Minuten zwischen Mad-Max und Patrick Meier. Ein Trackback war gar nicht nötig.

    Ich schau mir das Spektakel auf jeden Fall mal an!

  4. oliver´ sagt:

    opel sieht alles

  5. Dennis sagt:

    Vielleicht beim nächsten mal. :-)
    Obwohl, ich glaube ja nicht, daß die Blogger wollen, die etwas von der Materie verstehen. Ich habe auch große Zweifel, ob ich jemals ein Motorrad zum bloggen zur Verfügung gestellt zu bekommen…

  6. crazyiven sagt:

    Also ich würde nicht nein sagen, wenn die VW AG mir einen Golf V GTI hinstellt um diesen mit meinem Golf II zu vergleichen :) .

    Aber mal Spaß beiseite. Ich finde diese Idee/Art der Werbung recht interessant und verfolge seitdem viel mehr Blogseiten. Man findet immer mehr Blogger die sich dazu äußern und ihren Standpunkt vertreten. Die einen positiv, die anderen negativ … viele wohl neidisch :) .

  7. Torsten Bentrup sagt:

    @Dennis: Durchaus möglich. Andererseits: Wenn ich gute Produkte anzubieten habe, kann ein Unternehmen eigentlich nur gewinnen.

    Im speziellen Fall: Selbst wenn ein "Montagsauto" dazwischen ist, hat Opel doch die Möglichkeit, sich beim "Ausbügeln" der Fehler zu profilieren.

    @crazyiven: Jepp, ich finds auch ne schöne Idee. Insbesondere der recht offene Umgang aller Beteiligten ist ein dicker Pluspunkt.

  8. crazyiven sagt:

    @Torsten:

    Tja und da ist dann die Frage wie offen sie wirklich sind. Klar sagen alle "ich darf sagen, wass ich will", doch dann ist die Frage ob sie es wirklich machen ODER ob sie bewusst positiv über das gestellte Produkt reden um z.B. einen kleinen Bonus zu erhalten. Ich schreibe hin und wieder Testberichte für ein, zwei Handyportale. Und zweimalmal ist es tatsächlich vorgekommen, dass mir das Gerät zu einem Preis weit unter Marktniveau angeboten wurde. Mir ist der Unterschied zwischen einem Handy und einem Auto durchaus bewusst. Aber wer sagt denn, dass die Adam Opel AG den Testern den Wagen nicht zum halben Preis anbietet? Ich bin bei solchen "freien" Tests IMMER skeptisch.

  9. L. sagt:

    Naja, natürlich gibts da Korruptionspotenziale, aber die Vier Blogger haben sich ja nicht umsonst in vielen Jahren ihre Leserschaft aufgebaut, ich denke schon das hier mit offeneren Karten gespielt wird als z.B. in den Zeitungen (siehe Mercedes S-Klasse + Auto Wirr / Auto Bild)

  10. Torsten Bentrup sagt:

    @crazyiven: Die Gefahr, daß dort wirklich krumme Dinge passieren ist meiner Meinung nach ziemlich gering. Es wurden mindestens vier Blogger angesprochen. Da ist mit Sicherheit einer dabei, der sich mit Vergnügen damit profilieren würde, wenn da was gemauschelt ist. Der latente, unausgesprochene Druck im Sinne von "Geschenkter Gaul" ist allerdings immer dabei. Aber damit muß jeder leben, acuh bei Werbegeschenken im Supermarkt oder so. Ich denke mal, daß man das auch gut zurückdrücken, wenn man so in der Öffentlichkeit steht.

    @L.: Das denke ich auch mal… Die ganzen "hauptamtlichen" Tester leben ja mit den zu testenden Firmen in einem fortdauerndem Abhängigkeitsverhältnis: "Wenn Du zu böse wirst, werde ich Dich nicht mehr mit Infos und Testmustern versorgen".

    Wenn einer der Blogger schlecht über Opel schreibt, hat er dabei nichts zu befürchten. Es ist nicht sein Job und es wird sein Einkommen nicht schmälern.

    Auto Bild halte ich übrigens schlicht aufgrund seiner Marktmacht noch für ziemlich unempfindlich gegenüber Autoherstellern. Bei der S-Klasse-Geschichte hat man sich schlicht blamiert.

    Nicht, weil ein "Cheftester" seinen fertigen Bericht nicht mehr umschreiben wollte (wer es nicht mitbekommen hat: Test des Abstandsradars in einer Halle, dummerweise funktioniert das Teil nur im freien… Er hat in Kooperation mit den Mercedes-Menschen manuell gebremst und im Bericht das Radar-System hoch gelobt. AutoBild hat den Redakteur zwar gefeuert, versuchte aber sowohl bei SternTV als auch in der nächsten Ausgabe sich plump rauszureden).

    Auf der Haben-Seite stehen jede Menge aufgedeckte Schlampereien: funkende Tankstutzen beim Astra, gebrochene Schweißnähte bei diversen Opel (ich glaub, hauptsächlich Corsa), rostende Daimler, erfrorene VW-Motoren, Werkstatttests,…

    Wenn einer nicht nur Jubeltests schreiben kann, dann tatsächlich AutoBild. Trotz Springer…

Kommentar schreiben