Eunoia schrieb zum letzten Eintrag diesen Kommentar:
“Als Brite der schon mal von dir gefahren wurde, Torsten, entschuldige ich mich für meine Landsleute.
Es sind eben Squaddies – solche die zum Armee gingen weil sie sonst keine Arbeit fanden, dort lernten sie gewaltätig zu sein wenn sie vorher nicht waren.
Mit solche kann & sollte man nicht streiten, dafür sind die MPs da.”
Ganz herzlichen Dank!
Wenn solch eine Scheiße passiert, ist das auch immer wochenlang Gesprächsstoff im Taxi. Nicht, weil ich so gerne davon erzähle. Sondern weil kein Tag vergeht, ohne das man als Paderborner Taxifahrer nicht zu seiner Meinung zum geplanten Britenabzug gefragt wird. Und diese Fragen kommen grob geschätzt zur Hälfte von Deutschen und von Briten.
Die Briten, die diese Frage stellen, sind in der Regel welche aus der “Fraktion”, die ich mit Kußhand hier behalten würde. Menschen, die sich benehmen können.
Denen erkläre ich, daß die negativen Faktoren in meinen Augen inzwischen massiv überhand genommen haben. Gerne auch mit ein paar Bildern des verwüsteten Taxis, ein paar Erlebnissen der letzten Wochen und Monate.
Und ihnen geht es wie Eunoia. Sie schämen sich für die Squaddies. Das sind die Soldaten, die selbst von der Army nur den Verwendungszweck “Kanonenfutter” zugewiesen bekommen haben. Die sich für ein in deren Augen fürstliches Gehalt in sinnlosen Kriegen verheizen lassen…
Menschen, die ganz offensichtlich direkt nach der Geburt von ihren Eltern im Stich gelassen wurden. Die keine Bildung, keine Erziehung bekommen haben. Oder diese einfach konsequent mangels Gehirnleistung ignoriert haben.
Diese Untergruppe der “British Army” hat Kenntnisse: fressen, saufen, ficken, töten und verletzen. Alles darüber hinaus ist bestenfalls optional.
Und genau die hätte ich gerne betreut. Und zwar weit weg. Hinter hohen Mauern.
Weil diese Menschen einfach gefährlich sind. Und auch wenn die Straftaten der Briten in den Medien totgeschwiegen werden: Sie passieren. Und sie passieren leider nicht nur gelegentlich. Körperverletzungen, Fälle von sexuellem Mißbrauch, Sachbeschädigung, Diebstahl, Raub…
Alles in den Zeitungen und anderen Medien kein Thema. Aber jeder Paderborner kennt zumindest im Bekanntenkreis Opfer oder Zeugen, wenn er nicht sogar selbst betroffen war.
Nunja, Steuereinnahmen und Arbeitsplätze wiegen eben stärker als persönliche Schicksale.
Nebenbei: Wer z.B. in einen Autounfall verwickelt ist und Ansprüche gegen einen Army-Angehörigen daraus hat… Sofort Anwalt einschalten. Es gilt nicht das deutsche Recht. Und das bedeutet, daß extrem kurze Fristen für die Inanspruchnahme von Schadenersatz gelten.
Aber: Das sind nicht “die Briten”. Das sind nichtmal die “Briten in der Army in den unteren Dienstgraden, männlich und unter 20 Jahre alt”. Okay, grob geschätzt gehören 80% aus dieser Gruppe zu den “Problembriten”. Aber eben nicht alle. Längst nicht.
Und so sehr ich die 80% Arschlöcher in dieser Kategorie auch hasse: Ich versuche alles, um darüber nicht verbittert zu werden.
Bisher gelingt mir das.
Egal wer einsteigt. Er wird erstmal freundlich und offen von mir begrüßt. Typischerweise dauert es dann keine 30 Sekunden, bis ich weiß, womit ich es zu tun habe. Und davon hängt es ab, wie der Rest der Fahrt verläuft. Freundlich, ruhig, mit gegenseitigem Respekt. Oder in den unterschiedlichsten Eskalationsstufen…
Und eines ist sicher: Einer meiner nächsten Urlaube wird mich nach Großbritanien führen. Ich denke da an eine Rundreise durch die verschiedenen Länder. Und dort wird sich sicherlich das bestätigen, was ich inständig hoffe: Dort werden mir ganz viele überaus nette Menschen über den Weg laufen. So wie es auch in jedem anderen Land der Welt der Fall wäre.
Nur weil man uns hierhin die schlimmsten Menschen des Königreichs vor die Nase setzt, sind Rückschlüsse auf die ganze Nation noch lange nicht legitim.
PS: Das gleiche gilt übrigens für Studenten, Borchener, Höxteraner oder Taxifahrer. Nur weil ich gelegentlich die schlimmen Auswüchse von Gruppenmitgliedern beschreibe, hab ich nicht gleich ein schlechtes Bild von allen aus der Gruppe.
Okay, bei den Borchenern schwanke ich noch…