Demaskiert!

22. Januar 2012

Lange hat es gedauert, bis sich der Maskierte zu erkennen gegeben hat. Als viel- und gerngesehener Kommentator war ich dann ja doch reichlich neugierig, wer sich so hinter der Maske versteckt. Andeutungsweise hab ich ihn ja schon häufiger kutschiert.

Und sein Versprechen in den Kommentaren hat er am Freitag tatsächlich wahrgemacht. Um besonders viel Zeit im Taxi verbringen zu können, hat er extra als erster die Firmenfeier im Nachbarort verlassen und hat frierend am Straßenrand auf mich gewartet! Sehr brav!

Okay, ich war enttäuscht. Er war überhaupt nicht maskiert! Dabei wäre das durchaus mit vorhandenen Mittel möglich gewesen. Er hätte einfach seine Mütze, Typ “Aggressiver Hafenarbeiter”, tief ins Gesicht ziehen müssen. Pft, keine Kreativität, diese IT-ler!

Mit nur geringen Umwegen (die meisten davon hat er selbst so gewollt! Schließlich musste der Weg auch an seiner beruflichen Wirkungsstätte vorbeiführen und die Post wollte auch noch eingesammelt werden) kam er dann auch glücklich und zufrieden nach Hause.

Und dort hatte er dann nichts besseres zu tun, als seine Erlebnisse des Abends zu verbloggen!

Nur zur Klarstellung: Ich würde niemanden, erst recht niemanden mit Kettenrauchervergangenheit auch nur ansatzweise zum Konsum einer Zigarette verleiten. Da hat ihm wohl der eine oder ander Long Island Iced Tea denn Sinn vernebelt! Im Gegenteil: Er hat drum gebettelt!

Was ich übrigens eigentlich mit diesem Eintrag sagen will:

Lest dermaskierte.wordpress.com, es lohnt sich! Und als Fahrgast würde ich ihn auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Tu ich aber nicht, ich will ihn selbst behalten! ;)

Kreativbeleidigung!

20. Januar 2012

Normalerweise komme ich ja mit betrunkenen Fahrgästen bestens zurecht. Wenn es mal zu hoch hergeht, reagieren die meisten dann doch noch einigermaßen vernünftig, wenn man ein paar ernste Worte findet.

Okay, ganz selten kommt es dann doch zur offenen Konfrontation. Besonders gerne, wenn die ganze Gruppe auf einem Level ist. So wie letzte Nacht…

Vorausgegangen waren ein paar klare Worte. Es ging um das unverschämte Verhalten der Jungs, ein paar blöde Sprüche. Der normale Wahnsinn mit zweikommairgendwas Promille im Blut.

Dann kam von hinten die Frage:

“Eyyy! Taxidriver! Wie lange machst Du den Job eigentlich schon!”

“Mir wird grad klar… Zu lange. Eindeutig!”

Ja, er hat den Sarkasmus verstanden.

Und er hat es mir dann nach dem Aussteigen so richtig gezeigt. Aber so richtig!

Da stand er dann neben der Fahrertür und brüllte:

“Du! Du… Du Vierauge, Du!”

Yeah, kreativste Beleidigung seit mindestens meiner Grundschulzeit! Ach nee, Grundschulzeit war das letzte Mal, daß ich exakt dieses Wort gehört habe.

Die Fahrt ging übrigens zur Uniparty. Aber ich bezweifle doch mal ganz stark, daß die Jungs wirklich studieren…

Fleischeslust

18. Januar 2012

Langsam wird es mit unseren Briten wieder interessanter. Ein großer Schwung der Soldaten ist grade wieder aus dem Afghanistan-Einsatz zurück und hat nach sechs Monaten im Kriegseinsatz ein paar Bedürfnisse zu stillen…

Wie die vier Jungs letzte Nacht. Sie als Betrunken zu bezeichnen wäre eine leichte Untertreibung. Knallvoll, sehr überreizt, laut und nervig.

Mit anderen Worten: Die Unterhaltung, besser Anbrüllung, während der Fahrt in den “Sauna- und Wellnessclub” Harem strapazierte meine Nerven enorm.

Jetzt muß man sich eine typische Briten-Fahrt in ein Bordell so vorstellen: Es wird sich angeregt ausgetauscht, welche Damen beim letzten Besuch welche Dinge gemacht oder gelassen haben. Es wird ausdiskutiert, welche Tätigkeiten mit den Damen in den nächsten Stunden vollzogen werden sollen. Und das natürlich mit allen Details und Einzelheiten. Meist inklusive Fremdschämen des unbeteiligten Taxifahrers…

Ich war etwas überrascht, als ich auf dieser Fahrt die ersten gebrüllten Wörter entschlüsseln konnte. Nix da!

Die haben echt darum gestritten, welche Speisen sie dort als erstes zu verzehren gedenken. Wenn ich alles richtig verstanden habe, haben Steaks ganz knapp vor Mozarella-Sticks gewonnen!

Manchmal sind sie ja auch richtig niedlich, unsere Briten!

Andersrum

17. Januar 2012

Auf der rund zwei Kilometer langen Fahrt fragte er mich nach schwulen Kneipen. Ich konnte ihm jetzt zwar nur Auskunft zu “Susis Unverschämt” geben, soweit mir bekannt ist auch die einzige entsprechende Kneipe in Paderborn mit überwiegend schwul-lesbisch-bisexuell-transsexuell interessiertem und interessantem Publikum.

Seine mehrfach in unterschiedlicher Form geäußerte Frage:

“Bist Du schwul?”

musste ich dann leider verneinen. Mehrfach.

Am Ende der Fahrt meint er dann:

“Machma Sechs!”

Ich hab echt nen Moment gebraucht, bis ich merkte, daß er damit den Fahrpreis (den er verblüffenderweise eigenständig abgelesen hatte) plus Trinkgeld meinte…

Ich und meine schmutzigen Gedanken aber auch immer… ;)

Dubai: Das Silvesterfeuerwerk

16. Januar 2012

Eben drüber gestolpert. Verdammt, ich war dabei! Mittendrin! Eines der absoluten Highlights der Reise. Beim größten Feuerwerk der Welt (so deren Eigenwerbung, ich hab’s nicht überprüft) am definitiv höchsten Gebäude der Welt: Burj Khalifa!

(Direktfeuerwerk)

PS: Vollbild anklicken!

Dubai: Die Unterkunft!

14. Januar 2012

Bevor ich mich verzettele und Euch hier zu lange warten lasse, hau ich einfach mal die nächsten Tage ein paar Fotos raus und erzähle ein wenig dazu.

Ich beginne mal mit dem eher langweiligem Teil… :D

Unsere Unterkunft. Wir, ein Freund und ich, haben ja einen gemeinsamen Freund in Dubai besucht, der dort schon seit einigen Jahren lebt und arbeitet. Ein Riesenvorteil nicht nur, weil wir so einen Local Guide hatten. Auch unsere Homebase war recht luxuriös und kostenlos!

Den Blick vom Balkon hab ich Euch ja schon letztes Jahr gezeigt (einfach etwas runterscrollen). Das war übrigens im 28. Stock. Sechs Stockwerke gab es noch darüber und dann kam der Wellness-Bereich auf dem Dach. Darf ich vorstellen:

Der Pool!

Dachpooldubai!

Und der Blick vom Beckenrand:

Poolblick

Man ahnt eventuell, daß auch die Wohngegend ganz schick war, was?

Der Pool und ich sind übrigens leider nie Freunde geworden. Einerseits, weil die tiefste Stelle höchstens 1,50m betrug, die flache Seite war eher einen halben Meter tief. Und dann war das Wasser auch noch einen Hauch zu kalt! Und windig war es da oben auch!

Hach, irgendwie mal eine schöne Abwechslung, solche Luxusprobleme zu haben…

Das nächste Bild zeigt dann in einer einzigartigen Komposition unsere drei Lieblingsfortbewegungsmittel auf einem einzigen Foto!

Autotaximetro

Das Auto unseres Gastgebers (Innenansicht, teilweise), Taxen (übrigens ungefähr ein Viertel so teuer wie in Deutschland) und die Dubai Metro.

Für die Metro hatte die RTA (die Behörde, die alles verwaltet, was mit Straßen und Transport zu tun hat) extra eine eigene Station vor unserer Haustür installiert und rechtzeitig in Betrieb genommen. Die ganze Metro existiert übrigens erst seit 2009.

Sieht dann auch geringfügig moderner aus als man es sonst so gewohnt ist:

Dubai Metro Station

Innendrin gab es dann ganz viele Laufbänder und Rolltreppen, man will sich ja nicht zu sehr anstrengen! Alles klimatisiert und Blitzsauber. Abgerechnet wurde über kleine Plastikkarte mit Guthaben. Hält man kurz an ein Lesegerät an der Einstiegsstation, ein Tor geht auf und man kommt zu den Zügen. Am Ende der Fahrt die gleiche Prozedur beim Verlassen der Station und der passende Betrag ist abgebucht. Sehr praktisch!

So, jetzt ist Zeit für’s Bett. Beim nächsten Mal erzähle ich Euch dann von meinem Lieblingshandyladen in der Mall of the Emirates!

Wieder da!

12. Januar 2012

Größtenteils zumindest. Wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich mich wieder ans kalte Paderborn gewöhnt habe.

War schon schöner, bei 20-28 Grad im T-Shirt durch die Gegend zu rennen.

Weniger vermissen werde ich ein paar andere Dinge. Ich werde mich nie wieder über merkwürdige Aktionen im Straßenverkehr aufregen. Der Araber an sich nutzt da gerne alle fünf Spuren und nimmt auch die kleinste Lücke, um mit seinem Toyota Landcruiser (das angesagte Auto dort) einen minimalen Vorsprung rauszufahren.

Und ich werde auch nicht mehr über die vielen Baustellen hierzulande meckern. In Dubai gibt es gefühlt keinen Quadratmeter, von dem aus man keine Baustelle sieht. Oder mich über Blitzer ärgern. Dort sind festinstallierte Kisten an allen Schnellstraßen im Minutentakt zu bewundern. Und alle Nebenstraßen haben Bodenschwellen, die den Verkehr auf Schrittgeschwindigkeit runterdrücken. Muß ich auch nicht haben. Aber da zitiere ich mal unseren Gastgeber und Local Guide: “Das muß so. Sonst fahren sich hier alle tot!”.

Ohne unseren Gastgeber hätte ich übrigens den Spruch auf der Halbtasse durchaus unterschreiben können:

Gaaa nicht waaa!

Ohne Hotelkosten, mit viel abendlicher Grillerei auf dem Balkon im 28. Stock und ausreichend Getränken im Kühlschrank aus dem Nachbaremirat hielten sich die Kosten dann sehr in Grenzen. Wenn ich gegenrechne, was ich zuhause für Essen und Trinken hätte ausgeben müssen, blieben die 12 Tage in Dubai und Umgebung im dreistelligen Bereich. Und das obwohl wir jeden Tag unterwegs waren und auch manch kostspielige Touri-Geschichte mitgemacht haben. Sowas wie eine zweistündige Wassertaxitour oder die Aussichtsplattform am Burj Khalifa. Die Jeeptour durch die Wüste oder die Rumheizerei mit Quads dort.

Ich werde in den nächsten Tagen sicher noch mehr erzählen und noch ein paar schicke Fotos hochladen. Aber jetzt versuche ich mal ein wenig zu schlafen. Nachher geht die erste Nachtschicht für mich wieder los!